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27.08.2016 Japanischer Gurkensalat – & byebye, Doitsu.

japanischer-gurkensalat

Solange es noch richtige Gurken auf dem Markt gibt, aus regionalem Anbau, dick, prall und mit Geschmack, gibt's hier dauernd Salate davon. Mir graut es schon jetzt vor dem Winter, wenn die einzig verfügbaren Gurken diese labberigen, weichen Dinger aus irgendwelchen südeuropäischen Treibhäusern sind – nicht gut. Also: Esst jetzt so viel Gurkensalat wie möglich.

Heute habe ich euch ein japanisches Rezept mitgebracht – und das nicht ohne Grund. 
Denn: Nachdem der Mann und ich bis jetzt 2016 quasi durchgeschuftet haben, stehen endlich zwei wohlverdiente freie Wochen bevor. Und die verbringen wir in Japan. Von Osaka aus werden wir gen Süden auf die Kii-Halbinsel fahren, dort eine Woche lang auf dem Kumano Kodo wandern und anschließend nach Osaka zurückkehren, geplant ist auch eine Stippvisite nach Kyoto, Nara oder an den berühmten Koya-san. 
Wir sind beide schon mehrmals in Japan gewesen – mit- und ohne einander –, haben aber noch nie die ländlicheren Gegenden erkundet, insofern freuen wir uns sehr auf traditionelle Unterkünfte, großartige japanische Hausmannskost und viel, viel, viel Natur.
Sogar den Flug erwarte ich mit Spannung, insbesondere das vegane Sondermenü. Mal sehen, was FinnAir da so auffährt. Natürlich gibt's im Nachhinein dann eine Fortsetzung zu diesem Post über veganes Flugzeugessen. Aktuell sind meine Erwartungen eher gering, weil Emirats die Latte so hoch gelegt hat. Aber lassen wir uns überraschen. Außerdem haben wir für einen kleinen Aufpreis Premium Economy Sitze erhalten, die u. a. 8 – 16 cm mehr Beinfreiheit vorsehen. Für uns (1,75m und 1,90 m) sind Langstreckenflüge nämlich immer ein Graus. Insofern: Seid gespannt!
Ich möchte meine Social Media Aktitiväten in den kommenden zwei Wochen natürlich runterfahren. Also wirklich mal. In echt jetzt. Deswegen habe ich alle möglichen Zeit- und Ruhefresse-Apps wie Facebook, Snapchat, Twitter in den Unused-Ordner verbannt; aber Instagram ist und bleibt aktiv. Wenn ihr mir folgt, nehm ich euch mit. :-)

Zu dem Salat: Einfach großartig, vor allem leicht gekühlt. Mal was anderes als unsere mitteleuropäischen Rezepte mit Öl und/oder Sahne. Schmeckt sehr authentisch und ist auch eine schöne „Beilage“ zu Sushi oder deftigen japanischen Gerichten wie Tonkatsu oder Was-mit-Teriyaki. 

Japanischer Gurkensalat – Sunomono
Rezept für 1 Portion

Zutaten
 ½  kräftige Salatgurke
Salz
1 EL Wakame-Seealgen
1 EL Sojasauce (hell sieht schöner aus, dunkle geht aber auch)
1 EL Reisessig
1 EL Mirin
1 TL geröstetes Sesamöl
Sesamsamen

Zubereitung
Wakame mit Wasser bedecken und quellen lassen. Das dauert ungefähr eine Viertelstunde. Dann unter fließendem Wasser abspülen und eventuell kleiner hacken.
Die Salatgurke längs halbieren, das wabbelige Innere mit einem Teelöffel vorsichtig herausschaben und entfernen. (Wenn ihr mögt: Das schmeckt lecker mit Sojasauce.) Die Gurke in dünne Scheiben schneiden, salzen und ca. 20 Minuten Wasser ziehen lassen. Dann abspülen und trocken tupfen und mit der Wakame mischen.

Aus den restlichen Zutaten ein Dressing zusammenrühren und über den Salat geben. Mit Sesamsamen bestreuen und servieren.

21.08.2016 Kartoffelsalat Nizza-Style | {Die Mädchenküche kocht zusammen #7}

KartoffelsalatNizza2


Der Salat Nizza ist ein Klassiker, der leider oft verhunzt wird. Man denke nur daran, dass er sich auf dem Menü jeder drittklassigen Pizzeria ums Eck befindet und in eine Plastikschale gepresst serviert wird, kalt – lieblos – fast-food eben.
Ach, dabei ist ein Salade Nicoise, wie ich ihn lieber nenne, weil es arg distinguiert und edel klingt, sowas schönes, frisches, ein Ich-möchte-sofort-nach-Südfrankfreich-auswandern-Gericht, das gerade jetzt, in den späten Sommerwochen, wo jeder Sonnenstrahl gierig aufgesaugt wird, als würde der nächste Regenguss schon um die Ecke warten (was ja, wenn wir ehrlich sind, 2016 nicht so unwahrscheinlich ist). Wo jede Minute Wärme dazu einlädt, doch noch ein bisschen auf dem Balkon zu sitzen, in der einen Hand ein Glas Weißwein, in der anderen den Salat, gemütlich, legt die Füße auf die Brüstung, haltet eurer Gesicht ins Licht, demonstrativ mit Sonnenbrille und genießt das Gefühl – diese Mischung aus Wehmut, weil etwas geht, und Vorfreude, weil etwas kommt, auf das wir uns genau so freuen können, den Herbst und Winter mit all seinem Raschellaub, Kastanienknistern und Regendröppeln. Dabei den Geschmack eines dahinziehenden Sommers. Es ist schön. Genießt.

Vielleicht geht mein Nizza-Salat gar nicht mehr so sehr als Nizza-Salat durch, weil ich den Kartoffelanteil stets so erhöhe, dass er richtig gut satt macht – 150–200 Gramm dürfen es schon sein. Dazu frische Stangenbohnen, Oliven, gelbe Paprika, Basilikum und natürlich ein Ei. Die Vinaigrette ist einfach, ein heller Weißweinessig, bestes Olivenöl. Man will sich nicht ablenken lassen vom puren Sommergeschmack und -gefühlen.

Schaut unbedingt auch mal bei den anderen Mädchen der Mädchenküche vorbei und schaut, wie sie Kartoffelsalat interpretiert haben. Ich finde, diesmal sind besonders tolle Anregungen dabei.

→ Im Holunderweg 18 gibt's Kartoffelsalat mit Rucola-Pesto, Heidelbeeren und Pfifferlingen. Was für eine tolle Idee!
→ Becoming green zaubert Röstkartoffelsalat.
→ Bei VeggieKochwelt wird es mediterran.
→ No Fastfood Today hat sogar ihre Omas nach dem Kartoffelsalat-Rezept gefragt.
→ Und in der LeckerBox versteckt sich (Ofen-) Kartoffelsalat auf grünem Salatbett mit Honig-Senfdressing.


Kartoffelsalat Nizza-Style
Rezept für 1 Portion

Zutaten
für den Salat
150 – 200 g kleine Frühkartoffeln, in der Schale gekocht, entweder kalt oder noch warm
1 kleines Kopf- oder Romanasalatherz
100 g grüne Stangenbohnen
1 kleine weiße oder rote Zwiebel
1/2 gelbe Paprikaschote
5 schwarze Kalamata-Oliven
1 Ei
Basilikumblätter (nach Geschmack)

für die Vinaigrette
2 El Weißweinessig
1 EL Olivenöl
1 El Wasser
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Zucker

Zubereitung
Salat putzen, waschen, trockenschleudern und mundgerecht zerhäckseln. Stangenbohnen putzen und in Salzwasser bissfest kochen und abgießen. Zwiebel schälen und in dünne Ringe, gelbe Paprika in Streifen schneiden. Die Oliven in Ringe schneiden (oder ganz lassen). Das Ei kochen, wachsweich, mittelhart, was ihr mögt.
Alles hübsch auf einem Teller anrichten, Basilikumblätter darüber zerpflücken und Vinaigrette darüber löffeln.

19.08.2016 Kartoffelkäse | {Die Mädchenküche kocht – #7}

Kartoffelkäse

Juchuh, die Mädchenküche kocht erneut zusammen – schon zum achten Mal, hui! Zu dieser sommerlichen Runde haben wir uns für das Thema Kartoffeln entschieden. Das kam mir persönlich sehr entgegen, denn ich l-i-e-b-e Kartoffeln über alles. Nudeln, Reis, Quinoa, das alles kann mir gestohlen bleiben, wenn ich Kartoffeln wählen darf. Am liebsten mag ich Kartoffeln vom Grill, als Wedges (mit viel Sour Cream) oder als Crash Hot Potatoes

Für die Mädchenküche wollte ich aber mal was anderes ausprobieren und habe Kartoffelkäse zubereitet. Der Name trügt, denn es ist (außer ein bisschen Frischkäse) kein Käse enthälten, die Masse besteht primär aus gekochten und geriebenen Kartoffeln und Saurer Sahne, natürlich kräftig-deftig gewürzt. In Bayern und Österreich kennen ihn alle, hier am Niederrhein ist er unbekannt. So ähnlich wie der ebenfalls großartige Obazda. Ich möchte das ändern. Schließlich wachsen auch hier echt geniale Kartoffeln – vor allem im Garten meiner Eltern –, und das ist für Kartoffelkäse quasi die halbe Miete, gell? Wir haben uns den Aufstrich in Massen auf Baguette geschaufelt und quasi zu zweit binnen Stunden komplett verputzt. Einfach großartig!

Das Rezept habe ich übrigens ganz leicht abgewandelt nach Österreich Vegetarisch – dort müsst ihr im Glossar natürlich unter „E“wie Erdäpfel suchen.

Die restlichen Mädchenküche-Rezepte findet ihr wie immer auf unserer Facebookseite verlinkt. Am Sonntag gibt's dann wie immer unser gemeinsames Gericht. Ich bin schon total gespannt!

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Kartoffelkäse
Rezept für 4 Personen als sehr ausgiebige Brotzeit

Zutaten
500 g festkochende Kartoffeln, in der Schale gekocht und ausgekühlt 
1 kleine Zwiebel
200 g Saure Sahne
50 g Joghurt, 3,5%
125 g Frischkäse
Salz
weißer Pfeffer
gemahlener Kümmel 
1 TL Majoran, getrocknet
1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung
Kartoffeln pellen und auf einer groben Reibe (ich habe dafür eine Trommelreibe) reiben. Zwiebel schälen und fein hacken. Mit den restlichen Zutaten vermischen und abschmecken, dann mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. 
Nochmals abschmecken und mit Petersilie, Kümmel (ganz) garnieren und servieren. 

Katharina Seiser sagt ja, dass der Kartoffelkäse niemals im Kühlschrank aufbewahrt werden darf. Das kann schon sein, ich hab's frevlerisch aber dennoch gemacht und fand ihn auch gekühlt einwandfrei köstlich!

Quelle


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