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2014/12/15 Kokos-Schneebälle, oder schöner: Boules de neige à la noix de coco


Nein, mir war dieses Jahr nicht nach Weihnachtsplätzchen. Obwohl – so kann man es auch nicht sagen. Mir war zwar nach Plätzchen (ich bin ja kein Barbar), allein zum Backen konnte ich mich nicht aufraffen.
Ich habe noch nie nicht gebacken zu Weihnachten. Wohnte ich noch Zuhause bzw. später allein, buk ich an den Adventswochenenden mit meiner Mama die obligatorischen Zimt- und Butterkekse. Und sobald ich mit meinem Jetzt-Mann zusammengezogen war und über eine anständige Küche verfügte – das war ab 2008 der Fall – fuhr ich ab November die ganz großen Geschütze auf. Vanillekipferl, Lebkuchen, Schokoladensterne, kein Rezept war vor mir sicher. Und nu?

2014 habe ich kein Bedürfnis gespürt, mich in die große Weihnachtsbäckerei einzureihen. Ich bin zwar – wie immer – in besinnlicher Stimmung, an den Herd zieht's mich weniger – muss aber auch dazu sagen, dass ich jobmäßig arg, ärger als sonst, eingespannt bin und deswegen nicht so recht mag.

Lediglich einem ruhigen Adventssonntag, den ich zusammen mit Rachel Khoo auf der Couch verbrachte, ist geschuldet, dass ich plötzlich doch in der Küche stand um mich einer meiner liebsten süßen Leidenschaften zu widmen: Baiser.
Abgesehen davon, dass diese kleinen Flauschbällchen wunderschön winterlich aussehen, tragen sie eben diesen verführerischen Namen Boules de neige à la noix de coco – da bin ich einfach schwach geworden. Ihr wisst doch (vielleicht) wie das ist, wenn man einen Filmriss hat? So ähnlich ging es mir – ich weiß noch, wie ich die Seite aufblätterte und im nächsten schon Moment Kokosraspel unter die klebrig-süße Masse arbeitete...


Ich hab's nicht bereut. Die Boules de neige sind außen knusprig, innen weich und damit irgendwie die coolere Schwester der Kokosmakrone. Wenn ihr Kokos und Baiser genau so liebt wie ich und zudem keine Lust auf anstrengende Plätzchenteige habt, dann seid ihr hiermit bestens bedient.

Und findet ihr nicht auch, dass die Kleinen einfach wunderhübsch aussehen?

Kokos-Schneebälle – Boules de neige à la noix de coco 
Zutaten für ca. 25 Stück

50 g Eiweiß
2 Tropfen Zitronensaft
1 Prise Salz
50 g Zucker
200 g Kokosraspel

Zubereitung
Den Ofen auf 100 °C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.
Die Eiweiße soweit mit einem Handmixer schlagen, dass sie leicht eingedickt sind. Zitronensaft und Salz zugeben, dann langsam den Zucker einrieseln lassen und währenddessen weiter schlagen, bis ihr eine dicke, schöne Baisermasse habt. Dann die Kokosraspel unterheben.

Mit einem Teelöffel (oder den Handinnenflächen) den „Teig“ zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Ab in den Ofen damit, ein Küchentuch in die Tür geklemmt und rund 60 Minuten warten. Die Schneebälle sollen nicht bräunen (sind schließlich Schneebälle), und sind fertig, sobald sie sich leicht vom Backpapier lösen.

... und das Rezept stammt ursprünglich aus: 

2014/12/05 Würzige Lebkuchen-Waffeln auf dem Teller, Blair Witch Project an der Tür: Weihnachtsdeko 2014


„Erinnert mich ein bisschen an Blair Witch Project!“ – sagte der Mann, als er meinen liebevoll selbstgeklöppelten Adventskranz zum ersten Mal erblickte. Pssst, ich oute mich hiermit offiziell:
Ich bin kein Bastler. Ich kann nicht dekorieren, verlaufe mich im Baumarkt, finde Trödelmärkte anstrengend und besitze weder Moosgummi noch Heißklebepistole. Man sollte meinen, ein bisschen DIY, gerade heutzutage, müsste doch einfach sein. Alles ein Hauch von nichts, geometrische Formen wohin das Auge reicht, zurückhaltend, schwarz-weiß-grau mit wenigen Farbtupfern. Kein Tamtam, kein Blingbling, man ist schließlich Zuhause und nicht im Buckingham Palace. Und dennoch kann ich es nicht. Ich leide unter chronischer Deko-Legasthenie. Aber gut, dass ich immerhin anständig kochen und backen kann, puuuh –
(Überleitung geschafft, ha!)
Zur Zeit backe ich am liebsten Waffeln. Letzten Adventssonntag habe ich Lebkuchen-Gewürzwaffeln zum Frühstück aufgetischt. Es handelt sich hierbei eigentlich um ein stinknormales Standard-Herzwaffel-Rezept, welches ihr aber nach Belieben pimpen könnt. Mir war nach Weihnachten, und deswegen habe ich mit Lebkuchengewürz nachgeholfen. Was gibt's denn Schöneres als den Geruch von Zimt und Muskat an einem düsteren Sonntagmorgen?

Wir haben die Waffeln pur mit Puderzucker gegessen, aber pochierte Birnen oder Zimtsahne würden ebenfalls eine gute Figur dazu machen. Hab Dank für das schöne Rezept und die Empfehlung, liebe Natalie!

PS: Die Gewinner der Adventsverlosung haben bereits eine E-Mail! Danke für eure zahlreichen Antworten und das Feedback!

Würzige Lebkuchen-Herzwaffeln
Rezept für 8 bis 10 Stück

Zutaten
125g Butter, weich
70 g Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
250g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz 
1/8l bis 1/4l Milch (im Original: Buttermilch)
Fett bzw. Butter für die Waffelform

Zubereitung

Schlagt die weiche Butter, Zucker, Salz und die Eier mit eurem Handmixer in einer Rührschüssel ordentlich schaumig. Das Mehl und das Backpulver sieben und peu à peu unter die Buttermasse rühren. Milch nach und nach hinzugeben, bis ein nicht zu dünner Teig entstanden ist – da seid ihr gefragt, ich habe tatsächlich 1/4 Liter benötigt. Der Teig kann ruhig vom Löffel fließen, sollte nicht zu zäh oder dick sein.
Ein bis zwei Schöpfkellen Teig ins gefettete Waffeleisen geben und geduldig warten. Bei mir übrigens pro Waffel: 2,5 Minuten! 

Guten Appetit und eine schöne Adventszeit!

2014/11/23 Ideen und Gedanken zu kulinarischen Geschenken + {ADVENTSVERLOSUNG}

Es ist soweit: Der November neigt sich seinem Ende entgegen, der 1. Advent steht gekämmt und gestriegelt vor der Tür parat. An jeder Ecke lauscht man den zu dieser Zeit üblichen Dialogen (immer à la „Wo ist das Jahr nur geblieben?“ – „Ja, Wahnsinn oder?“ – „Wir haben doch gerade erst Sylvester gefeiert!“), und so langsam aber aber sicher breitet sich auch dieses eine, dieses alljährlich wiederkehrende Gefühl aus – nein, ich rede nicht von einer langsam um sich greifenden Endjahrsgemütlichkeitsstimmung, sondern vielmehr von der gemeinen Geschenkebesorgungspanik. Es ist ein Alptraum: Weihnachten kommt ja immer so plötzlich.  
Ich bin alt genug um zu wissen: Ich bin nicht allein, wenn ich kurz vor Heiligabend bleich und schwitzend durch die Gänge lokaler Geschäfte wandele und wenige Minuten vor Ladenschluss etwas, das ich im letzten Moment als passend definiert habe aufs Kassenband lege. 
Aber ich bin auch alt genug um zu wissen, dass ich in den vergangenen Jahren häufig daneben lag, gelegen haben muss. Ihr kennt sie vielleicht – diese verhaltene Reaktion der Frisch-Beschenkten. Die glänzenden Augen, die binnen Millisekunden einem höflichen Lächeln gewichen sind. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint und nett die kleine Schwester von scheiße. 

Nun sind es noch viereinhalb Wochen bis zum großen Fest, und damit haben wir – ihr und ich – noch genug Zeit, das richtige Geschenk zu wählen. Und deswegen habe ich mir bereits jetzt ein paar Gedanken gemacht. Darüber, was man am besten schenkt, und darüber, was man lieber für sich behalten sollte. Dabei geht es, natürlich, vor allem um kulinarische Geschenke, die seit ein paar Jahren richtig in sind und nach wie vor dutzende Seiten in einschlägigen Frauen- und Kochzeitschriften füllen. 

Was ihr bei kulinarischen Geschenken unbedingt vermeiden solltet? – Hier meine Liste: 

1. Schließt nicht von euch auf andere. Nur weil euch ein Himbeer-Ingwer-Essig gefallen würde, eine selbstgeschichtete Keksmischung, eine raffinierte Gewürzmischung oder die selbstgeklöppelte Bratapfelmarmelade, trifft das noch lange nicht auf alle zu. Ich habe die Erfahrung gemacht – so lieb ich diese Menschen auch habe –, dass sich nicht jeder für qualitativ hochwertige Lebensmittel begeistert und diese somit auch nie als Geschenk in Betracht ziehen würde. 

2. Verschenkt keine frischen Lebensmittel, Lebensmittel, die innerhalb von 1-2 Wochen gegessen werden müssen und auf keinen Fall welche, die zu sehr nach Weihnachten schmecken. Ihr wisst doch selbst, wie das ist? Da sitzt man an Heiligabend, am ersten und am zweiten Weihnachtsfeiertag, in Bergen von Schokolade und Nüssen und Braten – und dann kriegt man noch mehr dazu geschenkt, das man auch noch essen soll und muss? Ein tolles Früchtebrot gar, selbstgemachten Stollen oder eine Plätzchenmischung? – Thanks, but: No thanks!

3. Verzichtet auf spezielle Gewürze oder Produkte, die sehr „eigen“ schmecken. Ad hoc fällt mir da z. B. Matcha oder Tonkabohne ein. Über Matcha würde ich persönlich mich freuen, sehr sogar, ich kenne aber auch Leute, die beim bloßen Gedanken an die grasige Bitterkeit am liebsten die Flucht nach hinten antreten würden. Bei einem leisen Hauch von Tonkabohne hingegen möchte ich mich schnellstmöglich in den nächstgelegenen Kübel übergeben. Was ich damit sagen will: Klar, es gibt immer Produkte und Gewürze, die zur Zeit besonders hip und besonders sind. Aber sofern ihr nicht sicher seid, einen Liebhaber zu beschenken, lasst es lieber! Ausrufezeichen!

4. Kauft keine minderwertigen Produkte. Ich weiß, die Exklusiv-Linien vieler Discounter karren Ende November ihr komplettes Festtagssortiment in die Läden, und es sieht auch alles nett aus und ist schön verpackt und schmeckt vielleicht sogar besser als der Standard – aber muss man etwas verschenken, nur weil ein fettes „Premium“ draufgedruckt wurde? Das gleiche gilt für Kochbücher. Kauft auf keinen Fall Kochbücher vom Grabbeltisch. Wer will sich sowas denn ins Buchregal stellen? Und glaubt mir: Man merkt, ob ein Kochbuch wertig ist oder nicht. Und letztlich ist ein Grabbelbuch verschenktes Geld, denn es macht weder Freude, es anzusehen noch daraus zu kochen. (Ausnahmen bestätigen mit Sicherheit die Regel, aber mir ist nachhaltig keins im Gedächtnis geblieben.)

5. Kauft keine Küchenutensilien, nach denen nicht explizit gefragt wurde und sowohl deren Zweck als auch Qualität fragwürdig ist. Ähm, habt ihr euch mal in euren eigenen Küchen umgesehen? Ist da viel Platz für ungefragt eingetroffene Kartoffelpressen, Vierkantreiben, Zwiebelwunderschäler, den Wok... ? Na also.

Tja, was soll man denn jetzt verschenken, wenn man nicht 100%ig sicher ist?
Zuerst einmal sollte man klären, ob Die- oder Derjenige überhaupt ein ernsthaftes kulinarisches Interesse hat. Ist dem so und kennt man dann noch ein oder zwei Vorlieben, dann ist es gar nicht so schwer. Ist dem nicht so, und ihr fischt im Trüben, dann solltet ihr eventuell ein anderes Geschenkesegment in Erwägung ziehen. Ich kann aber natürlich nicht nur warnen, sondern auch empfehlen. Deswegen habe ich ein paar Kleinigkeiten für euch parat, die ich guten Gewissens verschenken würde, solange die Grundvoraussetzung eines Koch- bzw. Essinteresses gegeben ist. ;) Und dann gibt's natürlich auch noch was zu gewinnen.

* Kochbücher, die ich verschenken würde (und werde)
Das Hippe: Auf die Hand von Stevan Paul
Steht auch auf meiner Wunschliste, als einziges Kochbuch wohlgemerkt. Die Kochbücher von Nutriculinary-Autor Stevan sind generell ein Augenschmaus, die Rezepte überzeugen später aber auch auf dem Teller. Auf die Hand greift den aktuellen Streetfood-Trend auf und ist deswegen die richtige Wahl für Leute, die schon viele Kochbücher haben und die gierig auf etwas Neues sind, das ihr Buchregal bereichert.

Das Klassische: Jamie's Kochschule
Relativ spontan habe ich letztens noch einmal in Jamie's Kochschule gestöbert und dachte mir: Was für ein schönes Buch. Ein Querschnitt durch die (ja, britisch-inspirierte und deswegen bunte) Küchenwelt, Rezepte für Einsteiger und Fortgeschrittene – aber immer von Grund auf erklärt und teilweise sogar bebildert. Mein Lieblingsbuch von Jamie, und ich empfehle vor allem den Hackbraten Wellington und die Scones. Ihr kennt Jemanden, der gerne kocht, aber eher noch im Einsteigerlevel herumkrebst? Der ein gutes Basic-Kochbuch gebrauchen könnte? Dann würde ich unbedingt zur Kochschule raten.

Das Spezielle: Lakritz – Süße & herzhafte Rezepte mit dem schwarzen Gold
Ich mag Lakritz ganz gerne, gebe aber zu:  Ich pule mir halt meine Lakritzschnecken aus der Haribotüte und das war's. Kochen oder backen mit Lakritz? – Darauf wäre ich nie gekommen. Ha! Aber nun gibt es dieses Buch des LV-Verlags in Münster und mein Horizont ist ungeahnt erweitert worden: Wer träumt nicht von Salzlakritzeis mit Lakritzcurd und schwarzen Himbeeren? Von Lakritztrüffelpralinen oder belgischen Lakritzwaffeln mit Lakritzsirup? Eben! Ihr kennt Jemanden, der auf das „schwarze Gold“ abfährt? Worauf wartet ihr noch? Die Rezepte sind spannend, die Food-Fotos wunderschön, das gesamte Buch sehr wertig.

Generell sind Themenkochbücher eine schöne Sache, solltet ihr eine spezielle Vorliebe kennen.



Anderes: Kochboxen
Kochboxen gibt's mittlerweile wie Sand am Meer. Eigentlich kann man sich alles quer durch die Republik liefern lassen: Von kompletten Rezeptboxen, Veganboxen, Spezialitätenboxen – alles ist dabei. Ein hochwertiges Geschenk ist die Foodistbox, die ich im März 2014 getestet und daraufhin großflächig mit einem „Empfehlenswert“-Stempel verziert habe.
Für die Düsseldorfer kommt z. B. die Abendtüte in Frage, für die es auch Geschenkgutscheine gibt, die euch persönlich bis zur Tür gebracht werden. Alternativ packen die Inhaber, Peter und Susanna auch Geschenktüten mit Produkten lokaler Anbieter, z. B. Natural Greek Food, Löffelweise oder vom Fass. Ziemlich cool: Wenn ihr bei der Bestellung einer Geschenktüte „feines gemüse“ im Kommentarfeld angebt, erhaltet ihr einen Rabatt von 10% auf den Originalpreis. Und: Die werden sogar bundesweit verschickt!



Anderes: Selbstgemachtes
Ihr seid nicht von Herd und Ofen abzubringen? Okay! Kein Problem. Mit ein bisschen Gespür, Kenntnis und eventuell auch Nachfragerei an der richtigen Stelle lässt sich sicher das richtige kulinarische Geschenk finden. Ihr braucht Inspiration? Dann ist vielleicht die Kürbis-Kokos-Konfitüre interessant. Oder ihr probiert die unfassbar leckeren Balsamico-Zwiebeln – die halten sich ein paar Wochen und passen besonders gut zu Käse.

Ihr habt bis hier hin gelesen? Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt somit die Tauglichkeitsprüfung bestanden und dürft am Adventsgewinnspiel teilnehmen. ;-) Ich verlose:
Ich habe dieses Jahr tatsächlich noch keine Verlosung auf diesem Blog gemacht – so geht's ja nicht. Schon jetzt möchte ich mich hiermit für eure Treue bedanken, und dafür, dass ihr diesen Blog auch lest, wenn euch beim Aufrufen der Startseite virtuelle Heuballen entgegen fliegen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich ein ziemliches Blog-Tief und ehrlich gesagt auch mit dem Gedanken gespielt, feines gemüse ganz aufzugeben. Habe ich dann aber doch nicht gemacht, ha, und schon jetzt, Ende November mehr Beiträge geschrieben als in 2013 insgesamt. Das ist doch was. 

Insofern freue ich mich, wenn ihr an der Verlosung teilnehmt! Und so funktioniert die ganze Geschichte: Erzählt mir per Kommentar, welche kulinarischen Geschenke für euch ein absoluter Alptraum wären – oder habt ihr sogar schon mal etwas geschenkt bekommen, das ihr überhaupt nicht mochtet oder verwenden konntet? 

Dazu kommt:
Der Teilnehmer muss das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis des Erziehungsberechtigten haben. Der Versand kann nur innerhalb Deutschlands erfolgen. Der Gewinner wird von mir persönlich und meiner kleinen Stoff-Ente ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Nach Beendigung wird der Gewinner per E-Mail informiert. Anonyme Kommentare ohne Kontaktmöglichkeit werden nicht berücksichtigt. Das Gewinnspiel läuft bis zum 1. Dezember 2014 um 23.59 Uhr. 
Ferner handelt es sich bei den Amazon-Links um Affiliate Links. Bestellt ihr ein Kochbuch o. ä. über diese Links, erhalte ich dafür eine kleine Provision seitens Amazon.

2014/11/20 Pasta mit Thymian-Kürbis und karamellisierten Röstzwiebeln 2.0 – {Feines Gemüse meets Die Abendtüte}

Heute beantworte ich die Frage, die euch alle brennend interessiert, euch des Nachts nicht schlafen und tagsüber grübeln lässt: Welches ist eigentlich das beliebteste – sprich: meistgeklickte – Rezept auf www.feines-gemuese.com?


Das Rezept stammt noch aus dem Jahr 2012. Erst hat es sich spärlich, normal entwickelt – und dann, irgendwann im letzten Jahr, ging plötzlich der Ansturm los: Über Wochen klickten sich die Leute wie bekloppt auf den Thymian-Kürbis. Das Problem: Ich konnte es nicht tracken, d. h. die Quelle ist mir bis heute unbekannt. Schade eigentlich, aber letztlich ist nur wichtig: Das Rezept hat's verdient. Es ist nicht nur einfach, sondern auch noch schnell und schmeckt richtig schön nach Soulfood. Ich bin immer wieder fasziniert davon, dass sich Kürbis scheinbar einfach mit jedem Gewürz und Begleiter verträgt.

Warum ich das Rezept heute für euch aus der Retorte hole?
Weil ich jüngst eine Mini-Kooperation mit Peter und Susanna von der Abendtüte eingegangen bin. Ihr Düsseldorfer werdet die Abendtüte ja bereits kennen: Ihr sucht euch aus dem Shop der beiden ein Gericht aus, bestellt es und Peter bringt euch höchtspersönlich Zutaten und Rezept nach Hause. Saisonal, regional und meist sogar bio. 
Das kann man gut machen, wenn man zwar gerne kocht, aber keinen Bock auf lange Feierabendschlangen im Supermarkt hegt, permanent soziophob ist oder einfach mal Lust auf was Neues hat. Ich habe die Abendtüte schon vor einem Jahr getestet – den Bericht findet ihr hier – und danach sind wir (schönerweise) immer in Kontakt geblieben.
Und jetzt heißt es also:
Ab sofort könnt ihr also „mein“ Gericht in Peters und Susannas Online-Shop einkaufen. Und das fühlt sich ehrlich gesagt irgendwie ziemlich cool an. Wer nicht in Düsseldorf wohnt, kann's ja selbst nachkochen – in der neuen Version übrigens mit Pasta anstatt mit Spätzle, das könnt ihr ja nach Gusto selbst entscheiden.

Pasta mit Thymian-Kürbis und karamellisierten Röstzwiebeln 2.0
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
für den Kürbis
300 g Kürbis, geschält (Muskat, Hokkaido, Butternut ... ) 
1 EL Butter
1 TL Thymian, getrocknet
Salz
Pfeffer

für die Zwiebeln 

200 g Zwiebeln, geschält
2 EL Mehl
1,5 EL Butter
1 TL Zucker
Salz
Pfeffer

für die Pasta
200 g Pasta nach Wahl, bei mir Fussili

Zubereitung
Pasta nach Packungsanweisung kochen und warm halten. 
Für den Kürbis die Butter in einer Pfanne erhitzen. Den Muskatkürbis klein würfeln und bissfest braten, anschließend Thymian zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Abdecken. 
Die Zwiebeln in Ringe schneiden und anschließend in einer Schüssel mit Mehl bestäuben. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe auf mittlerer Stufe langsam braun braten.
Die Zwiebeln dabei immer im Blick haben. Wenn sie von beiden Seiten braun sind, den Zucker über die Ringe streuen und karamellisieren. Dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen.

2014/11/19 Göttliches Kürbis-Früchtebrot mit Mandeln und Rosinen


Ich liebe Rezepte, die einen ungeplant aus den Latschen hauen – Rezepte also, von denen man denkt: „Achja, dafür habe ich alles da, das könnte man mal machen“, sich aber eigentlich nicht allzuviel davon erwartet. Aber dann? – Jessas Maria, eine Begegnung der höheren Art, eine Perle, ungewollt aufgedeckt, ein Rezept, das man für immer und ewig in seine Sammlung aufheben und sofort mit der ganzen Welt teilen will.

Wie gut, so die anschließende Erkenntnis, dass es das Internet gibt. Denn nur so kann ich euch – also dem gesamten Globus, zumindest theoretisch – das Rezept des wohl leckeren Früchtebrots seit Menschengedenken hinterlassen, anstatt mich allein im hintersten Kämmerchen freuen zu müssen.


Und ich meine es ernst: Was für ein Brot!Es ist wunderbar zart und hat eine knusprige Kruste, es schmeckt nach Kürbis (ja, so richtig!), nach Gewürzen, leicht nussig, leicht süß, zitronig, nach Winter und Wärme und Wohlfühlen.
Investiert einen Extragang und ein paar Extracents in Vollrohrzucker, den ich anstelle des im Originalrezept verwendeten hellen Muscovadozuckers benutzt habe. Vollrohrzucker schmeckt gleichzeitig leicht nach Karamell und Lakritz, aber nicht so pappsüß wie Kristall- oder Rohrzucker – er benötigt dringend eine breitere Fanbase. Diesem Brot schenkt er zum Beispiel eine komplexe, süße Tiefe; Haushaltszucker wäre damit vollkommen überfordert. Auch gebe ich Cassia-Zimt gegenüber Ceylon-Zimt den Vorzug – er ist schärfer und „zimtiger“, das verträgt sich exzellent mit dem Teig.
Ich hab's mir außerdem mal wieder einfach gemacht und die Eier nicht getrennt.

Das Kürbis-Früchtebrot eignet sich für eine Adventskaffeetafel ebenso wie für die Lunchbox, denn es hält sich ein paar Tage frisch und saftig. Ihr könnt es pur essen, oder aber dick mit Butter bestreichen und zu frisch aufgebrühtem Wintertee genießen. Wie immer gilt: Ihr mögt keine Rosinen? Dann lasst sie einfach weg oder ersetzt sie z. B. durch Cranberries oder ungemahlene Mandeln.

Kürbis-Früchtebrot mit Mandeln und Rosinen 
Rezept für 1 Kastenform von 10 x 20 cm

Zutaten 
Butter zum Einfetten
200 g Vollrohrzucker
4 Eier
200 g fein geriebenes Kürbisfleisch (bei mir: Hokkaido)
1 Zitrone, fein abgeriebene Schale und Saft
100 g Rosinen
100 g gemahlene Mandeln
200 g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL gemahlener Zimt (bei mir: Cassia)

Zubereitung
Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Die Kasenform leicht fetten und mit Backpapier auslegen.
Zucker und Eier mit dem Handrührgerät aufschlagen, bis eine helle, cremige Masse entstanden ist. Den geriebenen Kürbis, Saft und Schale der Zitrone, Rosinen und gemahlene Mandeln dazugeben.  Mehl, Salz und Gewürze hinzufügen und ebenfalls unterheben.

Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Im Ofen ca. 1 Stunde lang backen, bis die Stäbchenprobe positiv (d. h. ohne Teigrückstände) ausfällt. Ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann stürzen und in Scheiben schneiden.

Quelle

2014/11/10 Rote-Bete-Hummus mit gerösteten Walnüssen


Es gibt Hummus! Hummus gehört definitiv in die Top-10-Liste meiner favorisierten Lebensmittel, er rangiert irgendwo zwischen Falafel und Champagner, definitiv vor Butter, aber nach frischem Baguette.

Hummus ist in den letzten Jahren ziemlich hip geworden. Hummus ist heutzutage das, was Kräuterquark in den 90ern war. Kräuterquark ist natürlich immer noch eine runde Geschichte, mit der man nichts falsch macht. Aber er ist nicht vegan, im Gegensatz zu Hummus, deswegen ist er ja auch so hip und irgendwie alternativ und deswegen für Homepartys bestens geeignet.

Hinzu kommt: Hummus selbst zu machen ist eine Aufgabe, die man ab der zweiten Klasse Grundschule leicht bewältigen kann. Vorausgesetzt ihr besitzt einen guten Mixstab und die wenigen Zutaten, die es für die Basisversion braucht. Die da wären: Kichererbsen, gerne auch aus der Dose, Tahin, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitronensaft – das meiste davon hat ein kochinteressierter Mensch wahrscheinlich eh irgendwo rumstehen.
Hummus ist relativ leicht abzuwandeln. Schon letztes Jahr habe ich hier ein Rezept für Hummus von weißen Bohnen vorgestellt, das definitiv mit dem Original mithalten kann. Heute wird's noch ein bisschen mehr funky, denn es gibt Hummus von Roter Bete und Walnüssen:
Eine eher herbstliche Variante des Dips, die aber ebenfalls in Nullkommanix gemacht ist und bis zur finalen Verwendunge brav im Kühlschrank darauf wartet, bedippt zu werden. (Das Wort „bedippt“ habe ich gerade erfunden, es gefällt mir sehr gut.) Dafür eignen sich meiner Meinung nach libanesische Fladenbrote, das sind die flachen, ganz besonders. Alternativ natürlich Möhren, Selleriestangen oder Gurkensticks. Der Rote-Bete-Hummus passt außerdem ganz gut auf euer Frühstücks- oder Pausenbrötchen – wenn es denn den Partyabend übersteht, was mich wundern würde.

Ich bin übrigens ziemlich froh, dass ich so meine vakuumisierte Rote Bete aufbrauchen konnte, ehrlich – ich habe mich an dem Zeug total überfressen und empfinde den irgendwie „metallischen“, erdigen Geschmack pur zur Zeit als sehr unangenehm. Erwartet also in Zukunft erstmal keine Rezepte von Rote-Bete-Salaten auf diesem Blog... 


Hummus von Roter Bete mit gerösteten Walnüssen
Rezept für 2-3 Personen zum Dippen

Zutaten
50 g Walnusskerne
1/2 TL Kreuzkümmel
200 g Rote Bete, vakuumiiert
15 g altbackenes Brot (ich habe Fladenbrot genommen)
1 EL Tahin
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Saft von 1/2 Zitrone
eventuell Petersilie, glatt


Zubereitung

Walnusskerne in einer Pfanne langsam rösten, bis sie zu duften beginnen. Kurz vor Schluss den Kreuzkümmel mit in die Pfanne geben (das kitzelt wirklich ein andere Aroma aus dem Gewürz, sehr interessant). Rote Bete klein schneiden, Brot zerrupfen. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen hohen Mixbehälter – bei mir ein Messbecher – geben. Walnusskerne und Kreuzkümmel zufügen und mit dem Stabmixer ordentlich durchpürieren. Abschmecken.
Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren; Der Hummus hält sich (theoretisch) ein bisschen.

Quelle