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2015/08/12 Die Mädchenküche kocht zusammen #3: Gurken-Saté-Salat mit Kokosflakes



Heute ist der Tag, an dem die Mädchenküche euch kreative Rezepte zum Thema „Gurkensalat“ vorstellt. Ich bin ein riesengroßer Fan von einfachem Gurkensalat, wie ihn meine Mutter immer gemacht hat: Dafür werden Gurken gehobelt und mit einem Dressing aus Sonnenblumenöl, Essig Essenz, Zwibelwürfeln, Salz, Pfeffer und Zucker angemacht – kein großer Aufwand, aber bombiges Ergebnis. Ich denke, so oder so ähnlich kennt auch ihr den klassischen Gurkensalat.

Es geht aber auch anders – und dementsprechend haben wir heute viele kreative Gurkensalat-Rezepte für euch.

Bei mir kommt ein Gurken-Saté-Salat mit Kokosflakes auf den Tisch – eine tolle Kombination, die ich mal irgendwo gesehen und dann jetzt, zu diesem Anlass, nach eigener Idee umgesetzt habe. Mir gefällt das Zusammenspiel von Aromen und Texturen hier sehr, und viele Attribute passen: Exotisch, asiatisch, knackig, frisch, sommerlich – einfach toll!

Bei den anderen Mädchen gibt's übrigens folgende Gurkensalate:
Franzi serviert ihn mit Koriander, Ziegenkäse und Pinienkernen, während es bei Nathalie mit Dill und Schmand sowie Ilona mit Kartoffeln, frischen Kräutern und Ei eher klassisch (doch nicht minder lecker) zugeht. Simone packt in ihre Leckerbox einen Gurkensalat mit Kichererbsen. Samira zaubert einen Kartoffel-Gurken-Salat mit Brokkoli-Blumenkohl-Frikadellen aus dem Ofen. Maja macht Gurken-Dinkel-Salat mit Hüttenkäse und Sibel einen Gurken-Hähnchen-Salat in Knoblauch-Joghurt-Sauce mit Walnüssen und Schwarzkümmel.

Eure Gurkenrezepte sammelt dieses Mal Simone!



Gurken-Saté-Salat mit Kokosflakes
für 2 Portionen als Hauptgericht oder üppige Vorspeise

Zutaten
1 große Bio-Gurke
50 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen
je ein paar Stengel Petersilie und Koriander
Saft von 1 Zitrone
1 EL Sojasauce
1 EL Zucker
2 EL Kokosmilch oder Kokoswasser
100 g Babyspinat
30 g Kokosflakes
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Salz

Zubereitung
Die Gurke halbieren und das „labberige“ Innere entfernen. So bleibt eurer Salat schön knackig und wässert nicht. In Scheiben schneiden und beiseite stellen. Erdnüsse grob, Petersilie und Korianer fein hacken. Zitronensaft, Kokosmilch, Sojasauce und Zucker miteinander verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, bis euch die Mischung zusagt.
Babyspinat putzen und zusammen mit dem Dressing zu der Gurke geben und verrühren. Kokosflakes in einer Pfanne rösten und als Topping auf den Salat geben. Sofort servieren.
Dazu passt z. B. Naan-Brot hervorragend.


2015/08/09 Die Mädchenküche kocht #3 – Gurken-Matcha-Limonade mit Basilikum


Es ist wieder soweit – und ihr habt es sicherlich schon mitbekommen: In der Mädchenküche wird wieder gerödelt. Unser Thema im August: Gurken. Denn jeder mag Gurken irgendwie. Meistens als  grünes Plus auf einem belegten Brötchen oder als traurige Salatdekoration. Aber gähn, das kann ja jeder. Also haben wir die Gurke zum Hauptdarsteller unserer nächsten Kochrunde erkoren. Wie immer folgt jede von uns ihren eigene Eingebungen und Ideen – und was für tolle Sachen schon jetzt dabei herum gekommen sind: 

Vegetarisch-Delikate Kochwelt – Munich Mule
Moey's Kitchen – Eingelegte Gurken 
Holunderweg 18 – Sommerrollen mit eingelegten Gurken
Leckerbox – Gurkensandwich ohne Brot
Insane in the Kitchen – Gurken-Relish mit gerösteter Spitzpaprika

Ich habe mich für eine Gurken-Matcha-Limonade mit Basilikum entschieden. Eigentlich mache ich Getränke nicht so gerne selbst, aber dieses Jahr habe ich schon diverse Gemische produziert, die alle ziemlich prima waren: So bin ich großer Fan von Sprudel mit Holunderblütensirup und Basilikum, einfachen Infused Waters, und einem jüngst von mir kreierten Melonen-Dattel-Shake, der bei den hohen Temperaturen der letzten Wochen auch mal ein Mittagessen ersetzen kann. Mit der Gurken-Matcha-Limonade habe ich mich aber selbst übertroffen – hier stimmt einfach alles. Die Limonade ist erfrischend und schön ausgewogen süß-säuerlich. Die Gurke geht gar nicht unter, das Basilikum schmeckt nicht hervor und der Matcha sorgt nicht nur für eine intensive grüne Farbe, sondern ist auch noch gesund. Ihr wundert euch vielleicht über die zwei Schichten in den Gläsern? Die Limonade schäumt ein bisschen, sobald das Mineralwasser hinzukommt. Nach ein paar Minuten hat sich der Schaum gesetzt, aber ganz ehrlich – ich finde das toll und überhaupt nicht störend. Möge die Hitzeperiode also noch lange anhalten!

!!! – Und wie immer steht die Mädchenküche im Zeichen des einen, gemeinsamen Gerichts: In diesem Fall: Der Gurkensalat! Ich bin sehr gespannt, was die anderen Mädchen sich so haben einfallen lassen. Und wieder einmal möchten wir im Nachhinein wissen, was ihr mit Gurken so anstellt. Eure Rezepte werden wie immer auf unserer Facebook-Seite geteilt. Außerdem freuen wir uns, wenn ihr den Hasthag #mädchenküche benutzt. 


Gurken-Matcha-Limonade mit Basilikum
Rezept für ca. 1 Liter 

Zutaten
100 g Zucker
100 ml Wasser
1 TL Matcha
400 g Gurke, bio
Saft von 1 Zitrone
5 Basilikum-Blätter
2 Blättchen Minze
500 ml Mineralwasser

Zubereitung
Zucker und Wasser zusammen aufkochen und solange verrühren, bis der Zucker sich vollständig gelöst hat. Beiseite stellen. Matcha mit 1-2 EL heißem Wasser verrühren, bis die Klümpchen verschwunden sind. Zuckerlösung und Matcha abkühlen lassen.
Gurke schälen und in Stücke schneiden. Zitrone auspressen. Basilikum und Minze waschen und trockenschütteln. Zusammen in einen Mixbehälter geben. Zuckerlösung und Matcha darüber geben und mit einem Stabmixer ordentlich pürieren. Mit Mineralwasser aufgießen. Eiskalt servieren.

2015/08/05 Über Festtagsgeschirr – und den „Lavendelsommer“ mit Villeroy&Boch



Ich entstamme einer Familie, die noch einen gewissen Anstand hat und die über ein gesondertes Festtagsgeschirr verfügt. Das ist – denke ich – irgendwann in den letzten 20 Jahren aus der Mode gekommen. Falls dem nicht so sein sollte, korrigiert mich bitte, aber ich besitze keine Teller, Schüsseln oder Kaffeetässchen mehr, die nur zu Ostern oder Weihnachten den Tisch zieren dürfen. Pff, ganz im Gegenteil, och bin ja schon froh, wenn ich vier ähnliche Teller aus dem Kuddelmuddel im Küchenschrank fischen kann.
Aber wie gesagt: Meine Eltern haben so etwas noch. Wir essen zu allen Sonn- und Festtagen von einer Villeroy & Boch Serie namens Rosette. (Ja, ich musste auch kurz lachen, aber reißt euch zusammen...), die von 1982 bis 1993 erhältlich war. Unzählige Portionen Rotkohl, Klöße und Braten habe ich in den vergangenen Jahrzehnten von diesen Tellern schaufeln dürfen. Ich gratuliere meinen Eltern dazu, ein Geschirr über Jahrzehnte hinweg intakt zu halten, und das bei zwei Kindern wie mir und meiner Schwester – Respekt!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kannte Villeroy&Boch eben nur durch diese Serie und dachte, das sei eben Omageschirr, oder anders gesagt: Geschirr, das man sich heutzutage nicht mehr kaufen würde. Weil der Zeitgeist ein anderer ist. (Ich bin SO diplomatisch!) Bis ich von Denise und Annalena eine Einladung zum „Lavendelsommer“ bekam, einen französischen Abend im Supperclub-Stil, den sie gemeinsam mit Villeroy&Boch ausrichteten.



Und: Was für ein traumhafter Abend, den ich vergangenen Samstag mit vielen lieben Blogger-KollegInnen verleben durfte. Bei köstlichem Essen, gutem Wein, einer Candybar (Halleluja!) und interessanten Gesprächen wurde viel gelacht, getratscht und natürlich fotografiert.
In einem Hinterhof in einer ruhigen Seitenstraße von Düsseldorf-Bilk ließen wir es uns stundenlang richtig gut gehen und verwöhnen. Chapeau an die Organisation und an die Köchinnen, denen jeder Gang gelungen ist. Ach, warum können Samstage nicht immer so sein?



Passend zum Motto „Lavendelsommer“ aßen wir von der Villeroy&Boch-Serie Artesano Provencale Lavendel: Die ganze Tafel war mit diesen schönen Tellern, Schüsseln und Schalen eingedeckt. Das fand ich dann doch sehr ansprechend. Vielleicht leiste ich mir ja doch nochmal ein Festgeschirr. Und darüber können sich meine Kinder in 30 Jahren dann auch wundern, Zeitgeist und so. Irgendwann werden sie verstehen...


Danke für den traumhaft schönen Abend – natürlich auch die anderen Gäste: 

2015/07/30 Laddu – Indisches Kichererbsen-Konfekt


Ich liebe Dattelbällchen – neumodisch „Energy Balls“ genannt, ein doofer Name, Dattelbällchen hört sich viel schöner an! – in allen Formen und Farben und Zusammenstellungen. Gäbe es nicht schon an die 10.000 Rezepte dazu im Internet, hätte ich längst mindestens fünf dabei gesteuert. Sie sind so schnell gemacht und variabel, dazu noch halbwegs gesund, vegan, raw, clean – die ganze Palette eben. 

Heute habe ich ein Rezept dabei, das ich zu Beginn in eine ähnliche Schublade gesteckt habe: Laddu, eine Süßigkeit (unter dem Begriff „indische weiße Schokolade“ bei Pinterest gefunden) die zu kleinen Kugeln gerollt wie die blonde Schwester der dunkleren Dattelbällchen aussehen.

Die aber haben es ganz schön in sich: Hauptbestandteile sind Butter, Puderzucker und geröstetes Kichererbsenmehl, ein paar Gewürze geben den gewissen Pfiff. Mit gesund und roh und überhaupt ist da nicht mehr viel, ganz im Gegenteil. Leider muss ich zugeben: Laddu ist so unverschämt lecker, dass ich große Schwierigkeiten hatte, nicht nachts heimlich aufzustehen und mir die gesamte Ladung in den Rachen zu kippen. Der Geschmack erinnert tatsächlich an weiße Schokolade, die das Konfekt schmilzt im Mund wunderbar dahin und hinterlässt ein wohliges Gefühl im Bauchraum. Wie ihr seht, habe ich keine Bällchen geformt, sondern  die Masse in eine Brownie-Form gestrichen und nach ein paar Stündchen im Kühlschrank in Dreiecke geschnitten.

Übrigens: Wenn ihr die Butter durch Margarine ersetzt, habt ihr tatsächlich sowas ähnliches wie weiße Schokolade in veganer Form. Ich find's super!


Laddu – Indisches Kichererbsen-Konfekt
Rezept für ca. 30 Dreiecke

Zutaten
175 g Butter oder Margarine
200 g Kichererbsenmehl, gesiebt (gibt's im Biomarkt oder im Asialaden)
1 EL Kokosraspeln
2 EL gehackte Nüsse, z. B. Walnüsse oder geschälte Mandeln
2-3 Kardamomsamen, frisch gemörsert
1 Prise Salz
1 Hauch Zimt (optional)
1 Hauch Vanille (optional)
135 g Puderzucker, gesiebt
etwas Kokosraspel zur Dekoration

Zubereitung
Die Butter in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze schmelzen – sie sollte nicht bräunen. Kichererbsenmehl mit einem Schneebesen einrühren. Die Maße wirkt erst klumpig, unter der Hitze aber gibt sich das schnell. Ungefähr 15 Minuten müsst ihr nun immer mal wieder rühren und aufpassen, dass die Masse zwar leicht röstet, aber nicht anbrennt.
Kümmert euch in der Zwischenzeit doch darum, den Kardamom zu mörsern. ;-)

Wenn das Mehl nussig duftet, gebt ihr Kokosraspeln, Nüsse, Kardamomsamen, Salz und – wenn ihr mögt auch Zimt und Vanille – hinzu. Röstet das ganze noch ein paar Minuten zusammen, bevor ihr den Puderzucker langsam einrührt. Die Masse sieht anfänglich etwas schwierig aus, aber mit etwas Geduld wird sie homogen. Nun in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Brownie oder Auflaufform geben und verteilen. Mit einem angefeuchteten Spatel (oder Löffel) platt drücken. Mit den Deko-Kokosraspeln bestreuen. Im Kühlschrank 2 Stunden fest werden lassen; Anschließend in Rauten schneiden und genießen. Am besten in Maßen, aber ich kann auch verstehen, wenn ihr die gesamte Menge innerhalb weniger Stunden verputzt.

Ihr könnt Laddu auch zu Kugeln formen, aber ich muss sagen, besonders attraktiv finde ich die Aussicht, die klebrige Masse zu Bällchen zu formen, nicht.

Auch interessant: 
Die gesunden „Cookie Dough“ Pralinen von der fabelhaften Hannah.

2015/07/19 Veganer Frischkäse aus Sojajoghurt



Es ist schön, wenn man spürt, dass sich das Leben beruhigt. Dass sich Prioritäten wandeln können und dürfen und müssen. 2015 ist ordentlich was los bei mir, geplant, ungeplant – auf jeden Fall aber immer anders als gedacht.
Nach vielen Monaten habe ich nun das Gefühl, wieder „angekommen“ zu sein im Hier und Jetzt. Nicht, dass ich nicht ständig unterwegs wäre (geistig und körperlich), aber das Grundgerüst wieder fest gesettled zu haben, fühlt sich sommerlich und behaglich an.

Und wenn ich es behaglich finde, stelle ich mich gerne in die Küche und backe Kuchen oder Plätzchen. Leider reizen mich süße Rezepte zur Zeit nicht besonders, also musste ein anderes Projekt her: Ich fand es, als ich vergangene Woche im Bio-Supermarkt ein kleines Päckchen veganen Frischkäse kaufen wollte. Ab 3,39 € hätte ich das Produkt der Begierde erstehen können; Der Preisfantasie war nach oben hin kaum ein Limit gesetzt. Da habe ich zum ersten Mal geschluckt. Zum zweiten Mal schluckte ich beim Blick auf die Liste der Inhaltsangaben. Zucker, Maltodextrin, Xanthan, Carrageen, Aroma und Guarkernmehl in beliebigen Kombinationen. Ich weiß, dass es auch Produkte gibt, die ohne Quatsch auskommen, aber die waren für mich in dem Moment so weit entfernt wie der Mond Pluto.

Ich habe mich dann selbst daran gemacht, einen veganen Frischkäse herzustellen und war erstaunt, wie einfach das ist. Vor einiger Zeit habe ich euch schon einmal eine tippitoppi vegane Tofu-Bärlauch-Creme vorgestellt, die mit Abwandlung nach wie vor Dauergast in unserem Hause ist. Jetzt aber ich wollte eine „neutrale“ Basis, die sich sowohl herzhaft als auch süß abwandeln lässt. Deswegen habe ich auch einen ungesüßten Sojajoghurt (mein Favorit und All-Time-Favorite: Provamel Zero) benutzt – leider sind die meisten Sojajoghurts immer noch gezuckert.

Die Zubereitung ist kinderleicht und funktioniert genau so, wie man auch Frischkäse aus Kuhmilch daheim herstellen würde. Ihr benötigt lediglich etwas Zeit, um die Flüssigkeit aus dem Joghurt bekommen.

Veganer Frischkäse
Rezept für ca. 200 g veganen Frischkäse

Zutaten:
1 großer Becher Sojajoghurt (z. B. von Provamel)
1 Prise Salz

Equipment:
1 Sieb
1 größentechnisch passende Schüssel dazu
Küchenrolle oder ein Mulltuch

Zubereitung: 
Den Joghurt mit Salz verrühren und anschließend in das mit der Küchenrolle oder mit dem Mulltuch ausgelegten Sieb füllen. Ab in den Kühlschrank damit und ca. 24 – 48 h abtropfen lassen. Ab und an umrühren. Sobald die von euch gewünschte Konsistenz erreicht ist, erneut umrühren und genießen. Der vegane Frischkäse hält sich – wenn nicht vorher verschlungen – ca. 5 Tage in einer Tupperdose.

Auch interessant: 
Steph zaubert Frischkäse aus Kuhmilch und Steffi bietet mehrere, vegane Frischkäse-Alternativen ohne Soja an!

2015/07/05 Vichyssoise – Kalte Suppe aus Kartoffeln und Lauch


Na, auch schon geschmolzen?
Der Sommer 2015 kam – nach Tagen endlos scheinenden Regens – mit ganzer Wucht und hat momentan ganz Deutschland voll im Griff. Es ist also Zeit, sich zu beschweren. Deutsche beschweren sich gerne übers Wetter, ich bilde da keine Ausnahme. Die Winter sind uns stets zu mild oder hart, meistens aber zu mild – denn früher, da war der Rhein jedes Jahr zugefroren, konnte man den Schneemännern die Augen noch aus Kohlestückchen ins Gesicht drücken und pünktlich zu Weihnachten legte das Christkind sanft einen weißen Schleier auf Dorf und Stadt. 
Im Sommer regnet es uns zu viel. „Das ist ja gar kein richtiger Sommer“, jammern wir. 
Wenn aber die Hitze tagelang erbarmungslos zuschlägt, die Klimaanlagen in den ICEs sterben, Wassermelonenverkäufe ihr Rekordhoch verzeichnen – schließlich essen alle nur noch Wassermelonen-Feta-Salat oder trinken Wassermelonen-Limonade, nicht wahr? – und, nicht zuletzt, eure Nachbarn euch tagtäglich mit dem Duft gegrillter Forellen einräuchern... DANN ist es auch nicht in Ordnung, und alle sehnen sich nach Kühle und Frische und einem Decken-Ventilator. {So einen brauche ich übrigens unbedingt, findet ihr das zu sehr 80er?}

Ich kann ja immer (viel) essen und dementsprechend machen mir auch die Temperaturen nichts aus. Eine kalte Suppe tut natürlich besonders gut – und deswegen habe ich euch heute einen französischen Klassiker namens Vichyssoise mitgebracht. Diese kalte Suppe finde ich deswegen so spannend, weil sie aus Kartoffeln und Lauch zusammengeköchelt wird, und nicht wie diese ganzen anderen, modernen kalten Suppen à la Gazpacho aus Paprika und/oder Tomaten. Die mag ich zwar auch sehr gerne, aber selbst in dieser hochsonnigen Periode mag ich nicht täglich fruchtig-mediterran essen.

Kartoffeln, Lauch, gut gewürzt, mit ein bisschen Olivenöl und Sahne – einfach lecker, sowohl heiß als auch kalt, gerade im Sommer ein schönes, herzhaftes Abendessen mit ein paar Scheiben Baguette oder Croutons. Optisch sicherlich ausbaufähig, aber bei 38 °C vor zwei Tellern rumturnen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. 


Vichysoisse
Rezept für 2 Portionen als Hauptspeise, für 4–6 als Vorspeise

Zutaten
400 g Lauch, vorwiegend den weißen Teil
1 große Zwiebel
1 EL Olivenöl 
150 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend oder mehligkochend, geschält und in Scheiben geschnitten
2 Zweigchen Thymian
Salz und weißer Pfeffer
750 ml Wasser
100 ml Milch
3 Esslöffel Crème fraîche
zum Servieren: Kerbel oder Estragon oder Schnittlauch 

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und grob hacken. In einem großen Kochtopf das Öl erhitzen – nicht zu stark! – und die Zwieben darin für ca. fünf Minuten bei geschlossenem Deckel anschwitzen. In der Zwischenzeit Lauch putzen und in Ringe schneiden, Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.  Kartoffeln, Lauch, Thymian, Salz und Pfeffer in den Topf geben und für weitere 15 Minuten mit geschlossenem Deckel garen lassen, bis das Gemüse zusammengefallen ist. Wasser beigeben und weitere 20 Minuten garen. 
Dann Milch zufügen und mit einem Stabmixer pürieren, anschließend Crème fraîche einrühren, abschmecken und ggf. nachwürzen. Und nun: Ab in den Kühlschrank damit, am besten über Nacht, so dass die Suppe richtig schön durchkühlen kann. Mit gehackten Kräutern bestreuen und servieren. Dazu passt Baguette. 
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