Pages

30.06.2016 Bolo de Fubá – Brasilianischer Maismehlkuchen


Bolo-de-fuba-sudaka-

Im Kochen und Backen bin ich mittlerweile ganz gut, denke ich. Immerhin existiert dieser Blog seit über fünf (!) Jahren, und auch davor habe ich schon ziemlich regelmäßig die Küche in ein Schlachtfeld verwandelt.
Trotzdem gibt es zwei Dinge, an deren Zubereitung ich regelmäßig verzweifle: 
Das erste sind Salatdressings, das zweite quasi alles, was eine bestimmte Konsistenz erfordert – zum Beispiel Risotto oder feine Sößchen. Ich kann entweder „wässrig-flüssig“ oder „dick-pampig“, aber die perfekte, die ideale Zwischenstation, die verpasse ich häufig. 
An diese Schwäche musste ich denken, als ich gezuckerte Kondensmilch selbst herstellen wollte. Meine Basiszutaten: Eine Dose Kondensmilch mit 10% Fettgehalt, dazu in gleicher Menge Zucker. Das Rezept in diesem unerschöpflichen Quell der Weisheit („Internet“) las sich und ratzfatz und easy, alles ab in den Topf und leicht köcheln lassen, „bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist“. 
Doch wann ist die gewünschte Konsistenz erreicht? Was ist überhaupt die gewünschte Konsistenz? Dickt das nicht noch nachträglich ein? All diese Fragen stellte ich mir, während sich die hellbeige Kondensmilch langsam aber sicher in dickliches Karamell verwandelte: Und genau das habe ich dann auch produziert. Irgendwas zwischen Dulce de Leche und Karamell. Aber okay. Schmeckt ja nicht unbedingt schlecht. 

... um die lange Geschichte an dieser Stelle abzukürzen: Der Bolo de Fubá ist ein brasilianischer Rührkuchen mit Maismehl und Kokosmilch, der zwar im erkalteten Zustand eeetwas krümelig daherkommt, aber durch eine fantastisch-gelbe Farbe überzeugt. 
Er schmeckt pur, aber so richtigrichtig lecker mit gezuckerter Kondensmilch (oder Puderzucker, hat mich aber nicht überzeugt) übergießt und lauwarm serviert. 

Das Rezept stammt aus Chakalls Kochbuch „Sudaka – Südamerikanische Trendküche“, aus dem ich bisher abgesehen von diesem Kuchen noch nichts nachgekocht habe, in dem ich aber verdächtig häufig blättere. Da kommt also sicher noch etwas. Bis dahin: Maismehlkuchen deluxe!

Bolo-de-fuba-sudaka2

Bolo de Fubá 
Rezept für 1 Kastenform {ca. 30 cm}

Zutaten
400 g Maismehl
200 g Mehl
1 Packung Backpulver
200 ml Kokosmilch
200 ml Milch
200 ml Sonnenblumenöl
200 g Zucker
4 Eier
und für dazu: Puderzucker oder gezuckerte Kondensmilch

Zubereitung
Den Backofen auf 185 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Maismehl, Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Sonnenblumennöl, Milch und Kokosmilch in einer weiteren Schüssel verrühren.
Zucker und Eier in einer Rührschüssel mit dem Handrührer zu einer hellen, schaumigen Creme schlagen. Öl-Milch-Mischung unterrühren, dann die Mehlmischung nach und nach unterheben.

Die Kastenform einfetten und den Teig hineingeben. Den Bolo de fubá  im heißen Ofen etwa 45 Minuten (im Originalrezept stehen 25 Minuten – meiner Meinung nach viel zu kurz!) backen, bis er gebräunt ist und durchgebacken ist. Herausnehmen und 10 Minuten auskühlen lassen, dann stürzen.

Mit Puderzucker oder Kondensmilch übergossen servieren. Am besten lauwarm. Hmm...

23.06.2016 Schokoladen-Brownies mit Kidneybohnen – großartig lecker! {Happy Birthday, Naturata!} *sponsored

 

Pflanzenfett, Marzipan, pürierte Melone, Gras (!), Pfeffer, Senf (wurde zweimal genannt), sogar Mett – nichts schien meinen Kollegen auf der Arbeit als Brownie-„Geheimzutat“ undenkbar. Macht das mal: Stellt ein Blech Kuchen ins Büro und gebt dazu die Info, dass eine besondere Zutat erraten werden muss – das macht auch Spaß, auch wenn ihr überhaupt nichts seltsames verbacken habt und gibt in jedem Fall Aufschluss darüber, wie man euch einschätzt. 

Aber was war nun in den Brownies drin? Nun, kein Mehl. Dafür aber rote Bohnen. Ja, Kidneybohnen. Aus der Dose. Warum? Weil man es kann.

Die Brownies sind damit glutenfrei und für Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit haben oder auch nur denken, eine zu haben, sehr geeignet. Weil sie aber unglaublich lecker und saftig sind – wie Brownies eben sein müssen –, fällt die kleine Kuriosität in der Zutatenliste geschmacklich überhaupt nicht auf. Im Gegenteil: Das sind definitiv mit die leckersten Brownies, die ich je gebacken habe und kommen asap in meine Favoritenliste.

Sind die Brownies deswegen clean eating oder gar gesund? Hmmmmm, nein. Es wird Zucker genutzt und natürlich Schokolade. Aber immerhin sind Bohnen sowas ähnliches wie ein Gemüse. Ihr wisst schon.




Übrigens: Die Brownies sind ein Geburtstagsgeschenk für eine meiner liebsten Biomarken: Naturata! Naturata ist im Juni 40 geworden – und da beteilige ich mich natürlich gerne an der Party. Und weil Brownies immer ein gutes Geburtstagsmitbringsel sind, marschiere ich mit einem vollen Blech davon nebst Tröte und Glitzerkonfetti auf.  




Schokoladen-Brownies mit Kidneybohnen 
für 1 Brownie-Blech (ca. 25 Stückchen)

Zutaten
300 g Kidneybohnen (in der Dose)
2 EL Sonnenblumenöl
3 Eier
150 g Rohrzucker
1 Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote (oder 1 TL gemahlene Vanilleschote)
1/4 TL Backpulver
25 g gemahlene Nüsse (z. B. Haselnüsse oder Mandeln)
30 g Kakaopulver, schwach entölt
120 g Schokolade, 70% oder mehr 

Zubereitung 
Den Ofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine quadratische Brownieform fetten und mit Backpapier auslegen. 
  1. Die Kidneybohnen und Sonnenblumenöl im Mixer oder mit einem Rührstab glatt pürieren. In eine größere Rührschüssel füllen. Eier, Vanille, Salz und Zucker dazugeben und mit dem Handrührgerät kurz verrühren.
  2. Das Kakaopulver mit Nüsse und Backpulverer mischen und zu den restlichen Zutaten geben. Wieder verrühren.  75 g  Schokolade schmelzen und unterrühren. Die restliche Schokolade relativ grob hacken und unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 – 25 Minuten backen. 
Kurz abkühlen lassen, aus der Form heben, mit Puderzucker oder Kakao bestäuben und servieren.

Guten Appetit!

* Dieser Post ist in Kooperation mit Naturata entstanden. 

11.06.2016 Kalte Kohlrabisuppe mit Meerrettich und Kresse

Kohlrabi-Suppe mit Meerrettich und Kresse

Ich bin ein Riesenfan kalter Suppen, ehrlich. 
Wenn's im Sommer heiß her geht – und das hatten wir ja dieses Jahr schon, ich meine, bevor der endlose Regen über uns hereinbrach – , schlürfe ich am liebsten von morgens bis abends Gazpacho oder kalte Gurkensuppe mit Joghurt, Knoblauch und Minze.
Das wird nach vielen Jahren als Erdenbürger natürlich auch schonmal langweilig. Schon im letzten Jahr hab ich mich deswegen an eine Vichysoisse gewagt, was mein Kalte-Suppen-Portfolio mächtig aufmöbelte.
Jetzt aber habe ich einen neuen Favoriten, den ich direkt mit in die sechste Runde der Mädchenküche gebracht habe: Eine kalte Kohlrabisuppe mit Meerrettich und erfrischender Kresse. Der Meerrettich bringt einen gewissen Pep in die ganze Angelegenheit, ohne sie ungenießbar-scharf zu verunstalten.

Auch die anderen Mädchen haben zu unserem gemeinsamen Thema „Kohlrabisuppe“ ziemlich kreativ gekocht: Samira kredenzt vegane Kohlrabi-Creme-Suppe mit grünem Pesto, Ilona eine nicht-vegane Kohlrabi-Creme-Suppe mit Paprika-Petersilien-Pesto, Nathalie zaubert eine Kohlrabi-Kokos-Suppe mit Petersilien-Gremolata und Ramona eine Kohlrabi-Apfel-Suppe! Ich finde, das war eine tolle Runde, oder was meint ihr?

Kalte Kohlrabisuppe mit Meerrettich und Kresse
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
1 TL Kokosöl
1 große Kohlrabi (nach dem Putzen: 450 g)
2 Frühlingszwiebeln
750 ml Gemüsebrühe
1 kleine Avocado
1 Prise Muskatnuss
Salz
frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer
ein daumengroßes Stück Meerretisch, frisch geraspelt
oder 1 großzügiger TL Meerrettich im Glas
Olivenöl
1 Körbchen Kresse

Zubereitung
Kohlrabi und Frühlingszwiebeln waschen und putzen, anschließend würfeln. In einem Topf das Kokosöl mittelstark erhitzen und Kohlrabi und Frühlingszwiebeln darin mehrere Minuten andünsten, aber nicht braten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. 5 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Kohlrabi so weich ist, dass der Mixstab es mit ihr aufnehmen kann. Vom Herd nehmen.
Avocado von der Schale befreien, würfeln und zusammen mit einem halben Körbchen Kresse in der Suppe pürieren. Mit Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Meerrettich würzen. Im Kühlschrank kühlen (ach!). Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln, Kresse darüber streuen und servieren. Schmeckt auch lauwarm. Und am besten dazu, natürlich: Frisches Pain de Campagne.




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...