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2014/10/20 Pikantes Kürbis-Zimt-Chili mit Tofu {Fazit VFF Woche 3}


Ist es nicht immer wieder erstaunlich, wie fix die Wochen um sind?
Noch ein paar Tage und dann sind – zumindest laut Kalender – die 30 Tage Vegan For Fit geschafft.
Die vergangene Woche war hinsichtlich Zucht, Ordnung und Disziplin auch ganz okay, auch wenn ich so ziemlich jeden Tag das Selbe gegessen habe.
Tatsächlich bin ich manchmal vom Job so k.o., dass ich tagelang nur auf meine Nummer-Sicher-Gerichte zurückgreife, so vergangene Woche auf ein Kichererbsen-Tomaten-Curry mit Kokosmilch.
(Tatsächlich bin ich sicher, die Deutsche mit dem größtem pro Kopf Verbrauch an Kichererbsen überhaupt zu sein, aber das ist ein anderes Thema... )

„Gesündigt“ habe ich (abgesehen von zwei kleinen Flaschen Coke light) nicht. In Kundenterminen trank ich brav Pfefferminztee, ignorierte das anbei gereichte italienische Nugat konsequent und aß mittags ein belegtes Brot. Wie es der Zufall wollte, hatte ich jüngst bei Hannah ein tolles Clean Eating Care Paket gewonnen, das u. a. auch die neuen Hofgemüse-Aufstriche von Allos beinhaltete. Endlich mal vegane Aufstriche abseits der altbekannten Sorten bzw. Pasteten, wirklich toll. Ob Curry-Zucchini, Spinat-Pinienkern oder Pastinake-Karotte-Petersilie, bisher hätten wir am liebsten direkt aus dem Glas gelöffelt.

Sport gab's dafür nicht so häufig. Ich habe es nur Dienstag ins Studio geschafft und war gestern morgen knapp 5 Kilometer laufen. Ich merke aber, dass ich langsam wieder in den Trott komme und freue mich darüber. Zumindest einmal möchte ich dieses Jahr noch die 10 Kilometer voll machen – meine kleine private Sport-Challenge. Nun aber zum Rezept!
Ich habe heute ein Kürbis-Zimt-Chili mit Tofu für euch. Wer wie ich Kürbis zwar liebt, diese ständig gleichen Kürbis-Kokos-Suppen aber nicht mehr sehen kann, sollte nun aufmerksam weiterlesen. Denn dieser Eintopf – grob inspiriert von der lieben Gourmande – ist total interessant und vielschichtig im Mund, und je nachdem, wovon man gerade am meisten im Mund hat und in welcher Kombination untereinander, schmeckt es ganz anders als der Löffel zuvor. Ist doch toll, oder?



Pikantes Kürbis-Zimt-Chili mit Tofu
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
350 g Hokkaido-Kürbis
1 rote Paprikaschote
1 Zwiebel
150 g Tofu (geräuchert oder natur)
1 TL Zimt
1 TL Pimenton de la Vera, scharf
1 Prise Kreuzkümmel
1 EL Sonnenblumenöl
400 g passierte Tomaten
200 ml Gemüsebrühe
75 g Mais (Dose)
75 g Kidneybohnen (Dose)
1-2 EL Apfelessig oder Balsamico
1 TL Reissirup
ev. Petersilie, Salz und Pfeffer


Zubereitung

Den Kürbis und die Paprika waschen und mundgerecht würfeln. Zwiebeln klein häckseln. In Sonnenblumenöl ca. 3 Minuten anbraten, dann Zimt, Pimenton und Kreuzkümmel sowie dne mit einer Gabel zerdrückten Tofu hinzugeben. Unter rühren weitere 2-3 Minuten braten. Anschließend mit den passierten Tomaten und der Gemüsebrühe ablöschen. Zudecken und 20-25 Minuten auf mittlerer Hitze leicht köcheln lassen. Anschließend mit Essig und Reissirup abschmecken, eventuell noch Salz und frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen und garniert mit Petersilie servieren.

Dazu passt krosses Baguette, das ich mir zur Zeit aufgrund von Weißmehl leider verweigern muss.

2014/10/15 {feines gemüse reist rum} NEW YORK IV – Heiraten in der aufregendsten Stadt der Welt



Dieser Blogpost hat mir ein bisschen Kopfschmerzen bereitet: Zuerst wollte ich meine Hochzeit auf keinen Fall zum Thema innerhalb von Feines Gemüse machen. Dann doch. Dann widerum kam mir die Idee total bescheuert vor. Aber da war eben nicht nur ich mit meinem Gedanken-Pingpong, da ward auch ihr Leser(innen!): Neugierige Fragen, Forderungen nach weiteren Fotos, Empfehlungen für Heiratswillige – das hat nicht nachgelassen. Und irgendwie bin ich ja auch euren Interessen verpflichtet, insofern: Bitteschön.

Ich mochte die Idee einer Hochzeit im Ausland irgendwie, und konnte mir eine „typische“ deutsche Hochzeit mit plus 100 Gästen auf einem ambientearmen Standesamt mit puscheligem Prinzessinenkleid nie so gut vorstellen. Weder mein Mann noch ich sind besonders mittelpunktaffin, insofern bot sich eine „Destination Wedding“ (wie es neumodisch heißt) einfach an. Aber wieso New York? Der größte Dank dafür geht wohl an Carina, die 2012 in NYC geheiratet und auch ausgiebig darüber gebloggt hat. Ihre Bilder kannte ich schon lange vor meiner eigenen Planung und hatte mich damals spontan in die Idee verliebt. (Wer mag, schaut einfach mal hier nach ihrem Bericht.)

An sich ist es völlig easy, in New York zu heiraten, viel einfacher, als in Deutschland. Eigentlich benötigt ihr nur eure Personalausweise. Mit denen könnt ihr aufs dortige Standesamt fahren und euch nach kurzer Wartezeit trauen lassen. Da dies aber nicht unbedingt romantischer ist als ein deutscher Amtsflur, haben wir uns für einen anderen Ort entschieden. In New York kann eine Trauung andernorts von lizenzierten Friedensrichtern erfolgen, die dafür natürlich eine kleine Gebühr nehmen. Wie aber mit denen in Kontakt kommen? Spätestens da wird's ein bisschen komplizierter, sodass wir externe Hilfe in Anspruch nehmen wollten. Auf Carinas Empfehlung hin buchten wir Erol von Echt New York als Hochzeitsplaner, der sich als absolut zuverlässige und strukturierte Hilfe in jedwedr Notlage erwies. Und das zu Preisen, die mehr als angemessen sind und es auch uns „Normalverdienern“ ermöglichen, in Übersee zu heiraten.Der Gang auf's Amt geschah schon kurz nach unserer Ankunft am 14. August und war kurz und schmerzlos. Hier habe ich ein Foto für euch, das Erol von uns gemacht hat, kurz nachdem wir die Wedding License beantragt hatten. 


Ihr seht: Besonders romantisch ist es nicht, oder?

Im Anschluss daran ging es zum Floristen ÉLAN FLOWERS – ein absoluter Traumladen in einer kleinen Seitenstraße. Eigentlich gab es dort kaum sichtbare Blumen oder gar -arrangements, aber die Atmosphäre war so professionell und stilvoll, dass ich gar keine Angst hatte, am Hochzeitstag mit einem hässlichen Bridal Bouquet da zu stehen. Und davor hatte ich wirklich riesige Angst! 
Ich meine: Welche Braut will schon einen hässlichen Strauß? Letztlich zeigte ich ein paar Bilder, die ich mir via Pinterest gespeichert hatte und legte mein Glück dann sorglos in die Hände von Megan und der lieben Stylistin – was eine sehr gute Entscheidung war, denn am Montag, den 18. August 2014 hielt ich den schönsten Strauß in meinen Händen, den ich je gesehen hatte und der jeden teuren Cent wert war.

Und dabei mag ich eigentlich weder Rosen noch grünes Gestrüpp besonders, aber der Strauß sah einfach genau so aus, wie ich ihn mir imaginär ausgemalt hatte: Modern, aber auch ein bisschen vintage, was zu meinem Kleid – einer Sonderanfertigung des schönen Ateliers Labude in Köln – sehr gut passte. Aber schaut selbst:


Für die Hochzeitsfotos hatten wir die sehr talentierte BETHANY MICHAELA  gebucht. Zwar bestand die Möglichkeit, nach der Trauung eine Foto-Tour durch NYC zu machen und Fotos vor besonders hübschen Sehenswürdigkeiten zu machen, aber so ganz unser Stil war das dann doch nicht. Wir wollten nichts gestelltes, nichts dekoratives, nur Fotos von uns vor einer schönen Kulisse. Und auch das haben wir bekommen:






  



Unsere Trauung fand am 18. August 2014 um 15 Uhr amerikanischer Zeit im Ladies Pavillion im Central Park statt. Der Pavillion ein ziemlich beliebter Ort für Hochzeiten, und wohl Zurecht. Er ist so hübsch und romantaisch und liegt direkt am See – leider nicht besonders versteckt, so dass wir an diesem schönen Sommertag natürlich auch Fremdpublikum begrüßen durften. Allerdings habe ich währenddessen so abgeschaltet, dass mir diese Leute kaum aufgefallen sind.
Mit dabei waren übrigens nur unsere Eltern und mein Jetzt-Schwager.






Im Anschluss an die Trauung sind wir ins Hotel gefahren und haben ein bisschen Zeit mit unseren Eltern verbracht, bevor wir zum Dinner gefahren sind. Dieses feierten wir im SPICE MARKET im Meatpackin District, was eine sehr schöne, ganz unelegante Wahl war. Jeder sollte mal im Spice Market gewesen sein. Das Ambiente ist toll und das Essen der reinste Wahnsinn. Ohne Witz – ich habe selten zu so moderaten Preisen so gut gegessen. Gerade die Fleischgerichte sind zu empfehlen. Ausnahmslos reine Gaumenfreuden.

Der Service hätte etwas aufmerksamer sein können (ich finde, Hochzeiten verdienen immer mehr Aufmerksamkeit als „normale“ Gäste), aber darüber sehe ich großzügig hinweg, auch wenn ich schon ziemlich doof fand, ungefähr drei Mal nach einer Vase für meinen Strauß fragen zu müssen. Wir hatten einen „Alcove Room“, quasi in einer großen Nische in der Wand. Das Ambiente ist orientalisch-gemütlich, d. h. man sitzt mehr auf einer Art Sofa und das Essen wird in (viel zu) großen Portionen nach dem Serve-Yourself-Prinzip am Tisch serviert. Das Preis-Leistungsverhältnis ist – vor allem für New York – nicht zu toppen. Unser Menü sah zum Beispiel wie folgt aus:


Appetizers
Salmon Tartare, Soy-Ginger Dressing, Radish and Avocado
Charred Chili Rubbed Beef Skewers, Thai Basil Dipping Sauce
Spiced Chicken Samosas, Cilantro Yogurt

Salad
Spicy Thai Slaw, Asian Pear, Crispy Shallots and Mint

Entrees 
Cod with Malaysian Chili Sauce, Thai Basil
Red Miso Roasted Chicken, Pea Shoot Salad, Sweet Onion Jus
Soy-Glazed Brisket, Green Apple and Jalapeno Puree

Side Dishes 
Vegetable Fried Rice, Spring Garlic and Mint
Broccoli and Baby Corn, Lemongrass, Chili
Crispy Baby Potatoes, Chili and Lime

Desserts 
Ovaltine® Kulfi, Caramelized Banana and Spiced Milk Chocolate Sauce
Japanese Cheese Cake with Kumquat Marmalade
Assorted Cookies

Zwischendurch habe ich ein bisschen geknippst – jaja, ich kann's nicht lassen –, aber da das Licht dort sehr dunkel ist, sind die Fotos nicht so dolle. Dennoch geben sie einen guten Eindruck in das Ambiente im Spice Market.





Tja, und so schnell ist ein Hochzeitstag dann auch schon um. Ich bin so traurig, dass der große Tag schon so lange zurückliegt und würde jederzeit alles noch einmal genau so machen. – Lediglich die entspannenden Flitterwochen fehlen mir bis heute. Aber irgendwo muss man eben (auch finanziell) Abstriche machen. New York bleibt eben New York  und ist damit weder entspannend noch günstig.

Ich würde jederzeit wieder dort heiraten. Auch, weil die Menschen so entspannt sind und ganz offen auf einen zukommen, einen umarmen oder gratulieren. Im Alltag fänd ich sowas ja furchtbar, aber nun war ich total gerührt von diesen freundlichen Gesten – das fing bei dem Eisverkäufer an, der mir kurz nach der Trauung ein Softeis schenkte, steigerte sich über die verwirrte Dame, die mir in die Arme fiel und mir mit Tränen in den Augen alles Gute wünschte und mit starkem osteuropäischem Akzent irgendwas von der Hochzeit ihrer Tochter erzählte bis hin zum Busfahrer, der spätabends neben unserem Taxi an einer Kreuzung anhielt, die Scheibe runterkurbelte und uns ebenfalls mit „I hope it lasts !“ beglückwünschte.

Es war so schön! Und ich kann nur allen Paaren wünschen, ebenfalls eine so wunderschöne, traumhafte Hochzeit nach genau den eigenen Vorstellungen zu feiern.

2014/10/12 Dinkelbrot mit Avocado, Möhren und Cashewkernen – {Fazit VFF Woche 2}


Die zweite Woche VFF war – und ich kannte es schon von meinem ersten Challenge-Versuch 2013 – die Woche, in der der Schlendrian sich langsam aber sicher einschleicht. Höchst motiviert vom neuen Körpergefühl und der Energie, die man in sich spürt, denkt man sich: Naja, so schlimm wird die eine oder andere „Sünde“ nicht sein. (Das Gleiche kennt man ja auch von Ex-Rauchern.)

Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Beruflich wurde ich in den vergangenen Tagen zu vielen kulinarischen Verlockungen ausgesetzt, und ja: Ich habe Champagner getrunken, ja, ich habe ein Stück US-Beef gegessen, ja, ich habe eine Kugel Vanilleeis gegessen, die man mir zum späten Feierabend zur Aufmunterung an den Schreibtisch brachte. Solch eine liebevolle Geste hättet ihr doch auch nicht abgelehnt, oder? Dass wir gestern unsere Hochzeit nachgefeiert haben, während der ich mit meinen besten Freunden Gin und Tonic, sowie einigen Snickers, Milky Ways und Twix leider nicht nur mental durchgebrannt bin, würde ich so gerne unter den Tisch kehren, aber es bringt ja nichts: Passiert ist passiert, und es heißt nun: Dranbleiben. Denn mir geht es sehr gut. 

Neumodern heißt so ein Tag „Cheatday“, d. h. man fudelt, bricht bewusst (!) mit der selbst gewählten Ernährungsform (ob low carb, paleo oder vegan spielt keine Rolle) und genießt ohne schlechtes Gewissen das, was man sich sonst verwehrt bzw. ablehnt. So würde ich den gestrigen Ausreißer auch bezeichnen. 

Und was ist? – Heute war ich direkt wieder brav. Zum Mittag gab es mein zur Zeit liebstes, belegtes Brot. Ihr müsst das unbedingt ausprobieren, vor allem aber, wenn ihr besonders süße, aromatische Möhren bekommen konntet. Das Rezept funktioniert natürlich auch mit jedem anderen, kräftigen Brot (z. B. dunkles Schwarzbrot oder ein Vollkornbaguette), und besonders lecker wird es, wenn ihr im Nachhinein noch ein bisschen Cashew- oder weißes Mandelmus drüber träufelt. 

Meine liebste Eigenkreation zur Zeit (ich freestyle VFF bis auf das Frühstück), und definitiv einen Versuch wert. Da braucht's keinen Schinken, keinen Käse – versprochen, ihr vermisst nichts. 

Dinkelbrot mit Avocado, Möhren und Cashewkernen
Rezept für 1 Brot

Zutaten
1 Scheibe dunkles Dinkelvollkornbrot (z. B. von Alnatura)
1/4 – 1/2 reife Avocado
1 kleine Möhre
15 g Cashewkerne
Cashew- oder Mandelmus
Salz und Pfeffer
opt.: Petersilie 

Zubereitung
Das Brot toasten. In der Zwischenzeit die Möhre raspeln.
Das getoastete Brot mit Cashew- oder Mandelmus bestreichen. Die Avocado mit einer Gabel leicht „manschen“ und ebenfalls auf das Brot streichen. Salzen und pfeffern. Im Anschluss mit geraspelter Möhre und optional noch einem Zweigchen Petersilie on top belegen. 
Guten!

2014/10/05 Kakaobutter-Knusperriegel mit Amaranth – {Fazit VFF Woche 1}


Und so schnell kann eine Woche um sein!
Wie ist es mir während der Challenge – die ich übrigens unter #christinagoesvff verhashtagged habe – gegangen? So weit, so gut, seelisch zumindest, und laut Maßband haben sich auch wenige Zentimeter verabschiedet, doch körperlich ist es dieses Mal keine Endorphin-Party. Ich bin schlapp, und habe häufig Kopfschmerzen. Nur: Woran liegt es? Ich mag es nicht auf den „Entzug“ von Zucker, Fleisch, Milch, Weizen schieben, das kommt mir albern vor. Viel eher glaube ich, dass ich mich von der Erkältung von vor ein paar Wochen immer noch nicht ganz erholt habe, nach wie vor schlapp und ein wenig antriebslos bin. Ich beobachte das und hoffe, dass das bald vorbei geht.
Sporteinheiten habe ich 4 zu verzeichnen (1 x Bauchübungen, 2 x Fitnessstudio, 1 x Joggen), Sünden abgesehen von einer Viertelecke Keks und Krümel vom weltbesten Zitronenkuchen keine.

Wie immer wurde lecker gekocht, häufig auch freestyle. Für Zwischendurch habe sowohl eigene Riegel aus Trockenfrüchten und Nüssen gebastelt als auch diese Riegel hier mit Kakaobutter ausprobiert: Und die sind ja so fein, ich bin total verzückt.
Habt ihr schon mal mit Kakaobutter hantiert? Kakaobutter ist ein hellgelb und fest, sie sieht aus und riecht wie weiße Schokolade. Theoretisch kann man sie pur verzehren, aber da es sich um ein natürliches, 100%iges Fett handelt, würde ich davon abraten wollen. Auch in handelsüblicher Schokolade wird sie benutzt, um ihr einen besonderen Glanz zu verleihen. Auch als Privatperson ohne Schokoladenfabrik kann man mit Kakaobutter so einiges anstellen – ich habe Sie, nach Idee von Hildmann, als „Kleistermasse“ für einen Knusperriegel benutzt und bin sowas von angetan von der ganzen Geschichte, dass ich mir direkt noch einmal eine Fuhre nachbestellt habe, um in Serienproduktion gehen zu können.

Ich finde handelsübliche Müsliriegel sind ganz großer, pseudo-gesunder Beschiss, und wenn ich – ähnlich wie Foodwatch – Goldene Windbeutel verteilen könnte, würde ich einmal das gesamte Sortiment im Supermarkt damit etikettieren. Sobald ihr selbst Hand anlegt, müsst ihr keine Kompromisse zwischen lecker und gesund eingehen: Die Riegel mit Kakaobutter duften köstlich und sind voll mit guten Zutaten, nämlich Reissirup, Nussmus, Cashewkernen. Ich denke, ihr wisst selbst, dass gesund nicht kalorienarm bedeutet, will sagen: Bitte genießt auch diese Riegel in Maßen, auch wenn's schwer fällt. Die Riegel halten sich eine Weile im Kühlschrank, insofern gibt es keinen Grund zur Eile. Ihr könnt unendlich variieren: Wie wäre es mit einer Kombination von Kokosflocken und -raspeln, getrockneten Ananas- und Mangostücken? Winterlicher wird's mit gerösteten Mandeln, Apfelchips und Zimt. Oder ihr nehmt eine klassische Variante ohne großes Tamtam, so wie ich sie gewählt habe.

Wenn ihr euch nun fragt: Wo zur Hölle kann ich Kakaobutter kaufen? – Im Bioladen! Leider hat meiner keine besonders große Auswahl, so dass ich Kakaobutter von Rapunzel bestellt habe, die fair gehandelt wird. Ihr wisst ja, bei Kaffee- und Kakaoprodukten bin ich ein bisschen missionarisch unterwegs. Nun aber endlich zum Rezept!

Kakaobutter-Knusperriegel mit Amaranth
für ca. 10 Riegel

Zutaten
85 g Kakaobutter
65 g Amaranth, gepoppt
50 g Mandeln, geröstet und gehackt (oder auch nicht)
50 g Reissirup
30 g Cornflakes
15 g Kokosraspeln oder -chips
50 g Mandelmus, weiß
15 g Kakaopulver, stark entölt
1 TL Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Kakaobutter in kleine Stückchen brechen und – ihr kennt das von Schokolade – über dem Wasserbad schmelzen. Das dauert ein bisschen, Kakaobutter ist irgendwie besonders robuts.
Dann mit den anderen Zutaten vermengen. Auf ein Backpapier geben und zu einem Rechteck formen, in der Höhe von ca 1,5 cm. Mit einem zweiten Backpapier und den Handflächen glatt drücken. Ab in den Kühlschrank damit und nach ca. 2 Stunden in Riegel (oder kleinere Stücke) schneiden.

Quelle

2014/09/28 Feines Gemüse goes vegan – again: Die 30-Tage-Challenge, Neuauflage + das beste Frühstück


Ihr erinnert euch? Eventuell? Ein bisschen vielleicht?Im Mai 2013 wagte ich einen ersten Versuch mit der damals omnipräsenten 30-Tage-Challenge, die Attila Hildmann über seinen Bestseller Vegan For Fit promotete.Meine Meinung über Herrn Hildmann soll an dieser Stelle nichts zur Sache tun, ich hatte mich bereits mal ausgiebig geäußert (Lästerattacke hier).

Dennoch hat er es wie bisher kein zweiter geschafft, ein simples, aber effektives Programm zu entwickeln, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und für tolle Ergebnisse sorgt. Auch, wenn ich die Challenge 2013 nur eineinhalb Wochen durchhielt, habe ich mich super gefühlt. Ein strahlender Teint, straffe Haut, lockere Hosen, eine super Verdauung – ich war überzeugt davon, mich für den Rest meines Lebens grob nach diesen Regeln richten zu können, um in ewiger Schönheit zu altern. Das hat natürlich super geklappt!... haha.

Tagtäglich lockt der Süßwarenautomat vor der Bürotür, seit ich eine bis dato unbekannte Leidenschaft für Lion aufgetan habe, von den Sturzbächen Coke light, die ich dauernd gierig hinunterstürze ganz zu schweigen. Da ich mich nicht wiege, muss ich auch keine Zahl scheuen, die mir den Tag (und die Schokolade) verdirbt. Eine Hose, die den ganzen Tag im Hüftspeck hin und her zwickt und Falten in den Kniekehlen wirft, ist aber ähnlich gemein und ermahnend.
Die sportlich-dynamische Christina, zu der ich mich im letzten Jahr entwickelt habe, ist irgendwo zwischen New York und der anschließenden Erkältungspest verloren gegangen, mein Fitnessstudio umfahre ich bestmöglich mit allerhand Ausreden (z. B. „Es regnet!“ oder „Irgendwie tut mein Fuß weh!“ oder „Ich gehe lieber morgen... “). Ich habe mich sogar schon dabei erwischt, wie ich absichtlich länger gearbeitet habe, nur um nicht mehr ins Studio gehen zu müssen. Na, was ist denn da los?

Das alles soll und muss ein Ende haben. Ich mag das so nicht.
Ich kenn mich ja mit 100 Kilo (wuah), aber auch mit 55 Kilo (da hätte mir mal einer sagen sollen, dass ich total magersüchtig aussehe), und die Wohlfühlwahrheit liegt irgendwo dazwischen, vermutlich so bei 63-65. Ich schätze mich zur Zeit auf 69-70 – aber die Bestätigung dafür werde ich mir nicht holen – Demotivation vermeiden und so...
Plan ist, euch jeden Samstag ein Fazit zur vergangenen Woche zu geben.

Aber kommen wir doch kurz zu den Keyfacts.
Bei der VFF-Challenge gelten folgende Schlüsselelemente:

– Keine Produkte tierischen Ursprungs (Fleisch, Milch, Joghurt, Butter, Eier, Honig ... )
– Kein Weißmehl
– Kein Kristall- oder Rohrzucker (Hildmann nimmt Agavensirup, der für mich aber nicht in Frage kommt, ich nehme Reissirup)
– Keine stärkehaltigen Produkte nach 19 Uhr
– Keine unnatürlichen Lebensmittel bzw. Zusatzstoffe, z. B. Süßstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker etc.

Mein Lieblingsfrühstück der Challenge ist der Amaranth-Joghurt-Pop. Woher das alberne Pop kommt, muss man Herrn Hildmann fragen, bei dem ja immer alles ganz besonders fancy klingen muss.
Bei VFF sind die Portionen häufig sehr groß – ich nenne Sie Männer-Portionen –, so dass mein Amaranth-Joghurt nach einiger Tüftelei in mädchengerechter Größe daher kommt. Ich verzichte außerdem auf zugesetzten Zucker. Die Himbeeren kaufe ich im tiefgefroren. Damit bin ich dann flexibler in der Frühstücksplanung, und außerdem muss ich am Ende des Monats mein Konto nicht überziehen.
Das Rezept kann man natürlich auch mit normalem Joghurt machen, insbesondere griechischer ist bestimmt phänomenal, und dazu dann ein Löffelchen Honig...

Amaranth-Joghurt mit Himbeeren 
Rezept für 1 Portion

Zutaten
100 g Himbeeren, tiefgekühlt
200 g Soja-Joghurt
30 g Amaranth, gepoppt
15 g geröstete Kokosscheibchen oder Raspeln
1 Msp. Matcha
wer mag: 1 TL Reissirup

Zubereitung
Himbeeren über Nacht auftauen lassen.
Sojajoghurt mit Amaranth (und wer mag Reissirup) verrühren. Abwechselnd mit den Himbeeren in ein Glas schichten, oder wie ich einfach alles in eine Schüssel geben. Dann habt ihr einen bunten Pamps, wie oben abgebildet. Mit Kokosscheiben garnieren und mit Matcha bestäuben. Sofort essen, weil sonst matschig. ;-)

2014/09/21 Mochi-Milchreis mit Apfel-Ingwer-Kompott – hi, Herbst!


Nicht nur, dass wir den Sommer gefühlt übersprungen haben, ab morgen sind wir auch laut Kalender im Herbst angekommen. Endlich!, möchte ich rufen, dabei habe ich eigentlich nichts gegen den Sommer.  
Ein Sommer kann etwas Wunderbares sein. Insbesondere wenn man klein ist, noch zur Schule geht und einem die (natürlich stets wohlverdienten) sechs Wochen Freiheit zwischen Ausflügen zu Baggersee, Grillabenden im Garten, Rumhängen mit FreundInnen und anderem Schmu irgendwie endlos erscheinen. Ein Zeitvakuum, in dem egal ist, was war, und man weiß, das was neues kommt, auf das man sich allerdings nicht so vorbereiten muss, das es die Freizeit irgendwo tangiert. 

Wenn man älter wird, ist der Sommer immer noch schön, aber verliert irgendwie das allgemein-spektakuläre, das ihn früher ausmachte. Die Sommerferien, das alljährliche Highlight, immer Sonne, immer Spiel, immer Spaß, und dazu jeden Tag ein Eis. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich denke: „Früher war alles besser. Da waren die Sommer noch sonnig, im Winter lag immer Schnee, und der Rhein war jedes Jahr zugefroren.“ 
Ich weiß ja – und ihr wisst es bestimmt auch – , dass einem das Erinnerungsvermögen einen Streich spielt und Vergangenes verklärt, umso erschreckender, dass ich selbst damit anfange. 

Wenn der Sommer sich dem Ende neigt, bin ich gleichzeitig vorfreudig auf muckelige Abende, Kürbiseintöpfe und Weihnachten, andererseits überrumpelt mich eine gewisse Melancholie, wenn ich merke: „Gott, ist das Jahr schon wieder fast um?“ (Und bestreitet es nicht, was folgt nun noch: Ein bisschen Oktober, und ab Mitte November geht der Weihnachtshype um, damit ist das Jahr offiziell vorbei.) 

Verzeiht meinen kleinen Ausflug, das waren ungewohnt ernste Worte, um einen Milchreis anzukündigen. Diesen Milchreis habe ich mit Mochireis gekocht, der damals in meinem Probierpaket von Reishunger war und bis dato sein Dasein im Vorratskammerschatten fristen musste. 
Dem einen oder anderen sind Mochi sicherlich ein Begriff: Japanische Reiskuchen, für die gedämpfter Klebreis ordentlich mit einem Hammer verkloppt werden muss – das zumindest ist der traditionelle Weg. Heutzutage übernehmen das Maschinen, und wenn man selbst Hand anlegen will, kann man das auch bequem mittels Klebreismehl tun. Das habe ich mal versucht, und mich danach auf den Kauf von Fertig-Mochis spezialisiert.

Aber hier wollte ich ja gar keine Mochi machen, sondern Milchreis. Ich hatte gehofft, der Reis sei am Schluss etwas schlotziger, doch blieb er relativ (biss)fest, was wohl am Vollkorn lag. Das fand ich trotzdem sehr okay, ist schließlich gesund, schmeckt lecker und hält lange satt. Das Kompott ist variabel, ich mag Apfel-Ingwer sehr gerne (insbesondere mit meiner Geheimzutat Muskat!), aber Pflaumen oder Birnen oder Kürbis schmecken bestimmt genauso fein. 

Ich mache Milchreis übrigens in der Mikrowelle, weil ich keine Lust auf angebrannte Töpfe habe. Die Zubereitungszeit beträgt so ca. 45 Minuten, im Topf rund 1 1/4 Stunden. Das Kompott hingegen ist eine Sache von Minuten und kann sogar auf Vorrat gekocht und eingefroren werden.

Mochi-Milchreis mit Apfel-Ingwer-Kompott
Rezept für 4-6 Dessertportionen

Zutaten
für den Milchreis
200 g Vollkorn-Mochi-Reis
600 ml (Pflanzen-)Milch
Zucker nach Belieben (ca. 50 g)
1 Prise Salz

für das Kompott
2 Äpfel
Ingwer nach Belieben, frisch oder getrocknet, ein 0,5 x 0,5 cm großes Stück genügt
1 Prise Muskatnuss
etwas Wasser


Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf oder in eine Mikrowellenschüssel (Glas!) geben und kochen. Falls ihr im Topf kocht: Schön rühren, sonst könnt ihr den Topf nachher wegwerfen. Alles schon passiert. ...

Das Kompott könnt ihr noch machen, wenn der Milchreis so gut wie fertig ist: Die Äpfel sechsteln, entkernen und in Würfel schneiden. Zusammen mit dem klein gehackten Ingwer, der Prise Muskatnuss und 4-5 EL Wasser in einen Topf geben. Ein paar Minuten aufkochen lassen und den dann weichen Apfel mit einer Gabel zerstampfen.
Zusammen mit dem Milchreis (warm oder kalt) servieren und genießen.