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2016/01/21 Bunte Paprika mit Hirse-Erbsen-Füllung aus dem Ofen


Weil ich sehr überrascht war, wie gut das Foto der gefüllten Paprikaschoten auf Instagram angekommen ist, dachte ich mir: Hey, mach doch mal sowas – ist nicht so hip und modern, aber sehnen wir uns in den traurigsten und dunkelsten Stunden des Jahres (ernsthaft, Januar und Februar sind meine Hassmonate) nicht besonders nach Klassikern der Hausmannskost, die Mama und Oma in unbeschwerten Kindertagen auf den Tisch gebracht haben? Mir geht es zumindest so. Gut, in meiner Erinnerung schwimmen die Paprikaschoten in einer sündigen Tomaten-Sahne-Sauce und sind mit einer noch sündigeren Hackfleischfüllung bis an den Rand gefüllt, aber trotzdem ist meine Variation so etwas wie eine Reminiszenz an die gute, deutsche Küche, fernab von Buddha Bowls, One Pot Pasta und Pulled Pork Sandwiches.

Zurück zur Hirse. Esst mehr davon. Sie ist nahrhaft und gut.
Als Füllung für diverse Gemüse aus dem Ofen ist sie kaum zu übertreffen. Wenn ihr die ganze Geschichte noch etwas kompakter mögt, könnt ihr zusätzlich ein Ei drunterschlagen.
Hirse ist generell ein dankbares, wenig anspruchsvolles Geschöpf, das sich mit vielen, auch kräftigen Gewürzen verträgt, und für jeden Spaß zu haben ist. Tobt euch an der Füllung ruhig ein bisschen aus: Curry, Koriander, Petersilie, gebratener Räuchertofu, Tomatenwürfel, Mais, Chili-Sauce, Rosinen (why not?)... 
Meine Variante ist, wie der Mann formuliert hat, „pur und gut“, und so waren wir sehr zufrieden damit.

Mehr leckere gefüllte Paprikaschoten habe ich übrigens hier gefunden: 
Auf Schöner Tag noch! gibt's sie mit der klassischen Hackfleisch-Reis-Füllung, raffiniert abgeschmeckt mit Fenchelsaat, Thymian und Kapern – Sugar and Spice füllt sie orientalisch mit Couscous und Rosinen (na, habe ich es doch gesagt) – eine roh-vegane Variante bietet Roots of Compassion mit Zucchini- oder Brokkolicreme-Füllung

Paprika mit Hirse-Erbsen-Füllung

Rezept für 2 Personen

Zutaten
2 große Paprikaschoten
100 g Goldhirse
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Öl
1 TL Butter
100 g Erbsen (TK)
1 EL Senf, gerne kräftig
Petersilie (TK)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
100 ml Wasser
80 geriebener Käse, z. B. Tête du Moine

Zubereitung
Die Hirse nach Packungsanweisung in Salzwasser zubereiten und ausquellen lassen. Den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
In der Zwischenzeit die Paprika putzen und halbieren – wenn ihr mögt, schneidet den Stengel ab, ich finde das optisch aber ganz ansprechend.
Frühlingszwiebeln in 1 EL Öl andünsten, anschließend Erbsen und Butter hinzugeben – diese Mischung mit der Goldhirse vermengen und anschließend mit Senf, Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Paprikaschoten füllen und mit Käse bestreuen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten garen.
Dazu passt z. B. ein grüner Salat ganz hervorragend.

2016/01/05 Wildreis-Salat mit Orangen, Roter Bete und Haselnüssen



Ich mag die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr, sehr gerne. Eigentlich tritt nämlich erst dann das ein, was man sich schon vor Heiligabend so sehr wünscht, aber wegen der üblichen Geschenke- und Planungshektik unerreichbar fern scheint: Ruhe und Gemütlichkeit.
Auch dieses bzw. vergangenes Jahr habe ich das sehr genießen können. Und schwupps, ohne dass man's irgendwie forciert oder fordert – ist sie wieder da: Die Motivation, die Laune, der Wille, die nächsten zwölf Monate neben dem, was ohnehin passiert, bestmöglich zu gestalten:
Der Mann hat in einem Anfall von DIY-Wut einen eigenen Stuhl gebaut. Ich hingegen verprasste Geld in der Farbenabteilung des Baumarkts, um unserem Schlafzimmmer asap einen neuen, gemütlichen Anstrich zu geben. Das wird toll!
Und wenn das nun alles sehr profan ist, persönliche Ziele gibt's natürlich auch: Eindeutig wieder mehr Sport machen – meine Bilanz für die letzten Monate ist wirklich erschreckend, nämlich null –, viel gesünder und veganer essen und trinken. Außerdem möchte ich mich gerne dazu bewegen, Dinge schneller wegzuräumen (oder gegebenenfalls wegzubügeln), auch wenn bequem auf der Couch fläzen einfach so viel toller ist. 

Das mit dem gesünder und veganer klappt soweit schon ganz gut: Ich habe heute Mittag ratzfatz einen irrsinnig leckeren Salat gezaubert (und das aus Resten!), der nicht toller und bunter hätte sein können. Wildreis ist eine meiner liebsen (Pseudo-)Reis-Sorten, denn er wird nie matschig, sondern bleibt schön bissfest und dabei angenehm nussig. Dass er enährungsphysiologisch poliertem Reis vorzuziehen ist, versteht sich fast von selbst, ist aber doch ein angenehmer Nebeneffekt. 
Hin oder her: Aus Wildreis kann man klasse Salate machen, zum Beispiel jetzt, im Winter, mit Orangen, Roter Bete und vielen, vielen Haselnüssen. Wer mag, toppt das ganze noch mit Fetakäse – sieht hübsch aus und schmeckt noch einen winzigen Ticken besser, insofern das überhaupt möglich ist. 

Richtig klasse und ein schönes Abendessen nach all den Knödeln und Topfenpalatschinken der letzten Wochen. Macht sich auch ideal als Bürolunch, wobei schon jetzt vor neidvollen Blicken der Kollegen gewarnt sei. 

Wildreis-Salat mit Orangen, Roter Bete und Haselnüssen

Rezept für 2 Personen

Zutaten
120 g Wildreis
1 mittelgroße Orange
200 g Rote Bete, vakuumisiert
2 kleine Möhren 
30 g Haselnüsse
1 EL Öl, idealerweise Walnussöl – aber Olive ist auch okay
1 EL Essig, idealerweise Nussessig – versucht's ansonsten mit Weißweinessig
1 TL Ahornsirup
Salz
optional: Schafskäse

Zubereitung
Den Wildreis nach Packungsanweisung zubereiten, das dauert ca. 45 Minuten – also plant die Zeit ein. In ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Die Orange rundherum so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Anschließend in dünne Scheiben schneiden. 
Die Rote Bete würfeln, die Möhren putzen und diagonal in dünne Scheiben schneiden. Haselnüsse in einer Pfanne fettfrei anrösten, danach grob hacken. 

Aus Öl, Essig, Ahornsirup und Salz ein kräftiges Dressing zusammenmischen, der Salat verträgt das.

Anschließend Wildreis mit Möhre und Roter Bete mischen und mit dem Dressing übergießen. Die Hälfte der Haselnüse unterrühen. Beim Servieren die sensiblen Orangenscheiben vorsichtig unterheben. Mit den restlichen Haselnüssen – und weg mag, zusätzlich Schafskäse – bestreut servieren. Guten Appetit!

2015/12/30 Foodblogbilanz 2015 – das Jahr ist vorbei, und alle so: Yeah!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber 2015 hatte es ganz schön in sich – über die Weltnachrichtenlage müssen wir uns ja gar nicht unterhalten. Vor kurzem habe ich in der ZEIT so etwas gelesen wie „2015 war ein Jahr, das mehr Nachrichten und Bilder produzierte, als man ertragen konnte“, was es ganz gut zusammenfasst. 
Aber auch für mich selbst waren die vergangenen zwölf Monate ein ewiges Auf und Ab – und ganz ehrlich: Ich bin froh, wenn das Jahr um ist. Ich weiß noch, wie glücklich 2014 abgeschlossen wurde: Ein gutes, sicheres, ausschließlich positives Jahr, wir hatten geheiratet, im Familien- und Freundeskreis ging es allen gut, hervorragend sogar. Wir dachten noch, was für ein Glück wir haben – so ein gutes Leben. Es würde sicher so weitergehen. 
Nun: Ging es nicht. 2015 wurde ein anstrengendes, zehrendes Jahr, das vor allem im letzten Drittel an Instabilität alles übertraf, was ich bis dahin gekannt hatte. Insofern: Ich bin nicht traurig, dass 2015 geht. Dass das Jahr natürlich dennoch unglaublich schöne Momente hatte, die sich v. a. auf unseren Reisen (Seychellen, Paris, Brüssel, Sardinien) ergaben, soll nicht unerwähnt bleiben. Dennoch: 2016, ich sehne mich nach dir. Auf dass du freundlich, lustig, großzügig und weltübergreifend friedlich sein mögest.

Und nun voilà – meine Foodblog-Bilanz. Wollt ihr auch mitmachen? Dann schaut mal bei Giftige Blonde vorbei, sie sammelt diesmal alle Einträge zu #foodblogbilanz2015.

1. Was war 2015 dein erfolgreichster Blogartikel?
Woran misst man denn Erfolg? Page Impressions? Kommentare? Facebook-likes? Ich nehme als Indikator einfach mal das gesamte Feedback, und kann mich gut erinnern, dass die Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln sich großer Beliebtheit erfreuten. Aber auch mein Beitrag über Veganes Essen im Flugzeug kam gut an.


2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Das kann ich so nicht sagen, ich über-emotionalisiere mein Essen nicht sonderlich. Spaß hatte ich aber an den 30 kulinarischen Highlights aus 30 Lebensjahren anlässlich meines 30. (ach!) Geburtstags.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Hier würde ich eher die Blogs selbst nennen: Viel gelesen habe ich bei Projekt: Gesund leben, Moey's Kitchen und LeckerBox.

4. Welches der Rezepte, die du 2015 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Das war mit Sicherheit der Glasnudelsalat Süß-Sauer, der kam bestimmt fünf Mal auf den Tisch. Einfach ganz toll, vor allem bei den Temperaturen im Sommer.


5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2015 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
Etappenweise Lustlosigkeit. So allgemein: Keine Lust auf nix, nicht auf kochen, nicht auf backen, nicht auf anrichten und fotografieren. Bisher kein Patentrezept dagegen entdeckt.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Also die frische Kokosnuss auf den Seychellen war schon ganz besonders. Ich bin da ja eher schlicht unterwegs. Aber ich habe mich auch deutlich intensiver (und häufiger) mit Wein beschäftigt und plane, dies weiterhin auszubauen.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
Da würde ich mal "entwässern an oberschenkel" nennen. Ich meine, man kann hier echt eine Menge entdecken, aber dafür weiß ich wirklich keinen Rat.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?
Ich möchte zum 5. Bloggeburtstag (!) im Mai einen Relaunch machen. Mir selbst wünsche ich: Gelassen und bescheiden sein, mich stärker für mich selbst einzusetzen und nicht immer nachzugeben.



Nun. In dem Sinn wünsche ich euch einen spritzigen Abschluss für 2015 und ein fabelhaftes neues Jahr. Wir lesen uns auf jeden Fall wieder!

Lass krachen,
Christina 

2015/12/19 Kulinarische Notizen, Herbst 2015 in Düsseldorf

Im Herbst habe ich mich kulinarisch etwas zurückgezogen.
Beginnen wir – eigentlich in den letzten Tagen des Sommers – mit unserem letzten Urlaub auf Sardinien, wo ich das Essen eigentlich nur einmal außergewöhnlich gut fand: Im Hotel Su Gologone im Landesinneren. Ein 4-Sterne-Plus-Traum für einen alten Hotelhasen wie mich, mit einem absolut fabelhaften, rustikalen Restaurant: Wir wurden geradezu überschüttet mit Klassikern der sardischen Küche, die wenig raffiniert, sondern einfach und kräftig ist –  und mich damit natürlich sofort angesprochen hat: Bortigalesa Rumpsteak, Schinken, Salami, diverse Innereien (nichts für mich, aber ihr merkt, der Sarde als solcher ist dem Fleisch sehr zugetan), dazu die leckersten Bohnen, die ich je gegessen habe, dampfende Kartoffeln, in Olivenöl eingelegte Sommergemüse, als Dessert gebackener Schafkäse mit Zitrone im Blätterteig, übergossen mit Honig, dazu Fenchellikör und diverse Weine – ich war nach diesem Mahl sehr, sehr glücklich und sehr, sehr lange satt.


Anfang Oktober schließlich verbrachte ich einen schönen Abend mit Sophia, Anne, Julia und Tim im Karl's, wo wir unter dem Motto „Rhein Connection“ zu einer Verkostung Elsässer Weine eingeladen waren – hui, das stieg schnell in den Kopf, aber dennoch erinnere ich mich an eine Menge köstliches rheinländisches Fingerfood und eine spannende Interpretation des von mir heiß-geliebten Fortunabrötchens. Gerne spreche ich euch eine Empfehlung aus, es dort mal zu probieren.

Sattgrün am Graf-Adolf-Platz
Schön war es übrigens auch immer im Sattgrün, wo man mich ab und an während der Mittagspause antreffen konnte. Das vegane Buffet lohnt sich immer, und ich persönlich komme mit dem Kinderteller für 5,90 Euro auch ganz gut hin, ohne in schwindelerregende Höhen zu stapeln. Der frittierte Tofu ist der beste, den ich jemals gegessen habe.

Ab Anfang Oktober wurde es um mich herum richtig anstrengend, so dass kaum noch Zeit und Lust blieb, mal essen zu gehen. Erst Mitte November saßen wir dann endlich mal im SchnellVeg, das vielversprechend klang und einen ausgezeichneten Ruf genießt. Deswegen bin ich ein bisschen traurig, wenn ich sage: Service, Ambiente, Konzepte top – Essen naja. Wir bestellten den orientalisch-inspirierten Vorspeisenteller, zudem Tofu-Burger, hausgemachte Polentafritten mit Thymiansalz, den Salat „Agadir“ sowie die hausgemachte Limonade ohne Zucker. Die Limonade war großartig. Der Vorspeisenteller war lecker, aber schon da mochte ich die relativ kalten, weichen Falafel nicht. Falafel müssen heiß und knusprig sein. (Die besten Falafel in Düsseldorf gibt es übrigens bei Byblos in Oberbilk oder Friedrichstadt.)
Der Salat hat mich – als riesengroßen Salatfan – ziemlich enttäuscht: Ein riesiger Haufen sehr großer Salatblätter (wie soll man das essen?), dazu gebratene Auberginenscheiben, ein paar Cherrytomaten und Gurkenscheiben, ein riesiger Klecks Hummus mittendrin, dazu wieder die weichen Falafel und ein Sweet-Chili-Dressing, das bissig-süß und irgendwie unangenehm schmeckte. Da muss für den Preis von 10,50 Euro doch mehr gehen, oder? Etwas weniger Blattsalat, dafür ein paar knackige Walnüsse, Granatapfelkerne und bitte, bitte, bitte knusprige Falafelbällchen.
Die Polentapommes waren dafür richtig lecker, auch der Tofuburger durchaus solide. Mein Highlight aber war die zuckerfreie Limonade. Ein Traum! Ob ich noch mal wieder komme? Ich denke ja – auch wenn ich das Preis-Leistungsverhältnis nicht immer stimmig fand.

SchnellVeg – Burger und Salat
Am 1. Advent traf ich Denise und Maren zum Adventskaffee im Derag Livinghotel De Medici, wohin seit Kurzem jeden Sonntag eine echte Wiener Kaffeetafel lockt. Bei Wiener Melange, Schümli und Topfentorte ließ es sich in dem doch recht gediegenen – aber keinesweges steifen Ambiente – gut plaudern und genießen. Eine schöne Abwechslung zu anderen Café-Konzepten. Anschließend kann man noch wunderbar durch die Altstadt schlendern und das Wochenende gemütlich ausklingen lassen.

Wiener Kaffeehaus im Derag Livinghotel De Medici in der Altstadt
Kurz vor Weihnachten verschlug es mich anlässlich des Geburtstags einer Freundin wieder mal in die Cucina Farina, die ganz in der Nähe meines alten Arbeitsplatzes liegt und ist immer einen Besuch wert ist. In der sehr zentralen Lage in Bahnhofsnähe würde man vielleicht nicht unbedingt ein ebenso hippes wie anständiges Restaurant erwarten – aber ihr werdet euch wundern: Die Karte beschränkt sich auf Burger, Pizza und Pasta (sowie einige wenige Fleischgerichte). Besonders hervorzuheben ist die Penne Bolognese, aber auch der Caesar's Salad und die Burger können sich sehen lassen. Auch mittags eine gute Wahl, wenn einige Varianten für 6,90 Euro angeboten werden, was ich als mehr als fair empfinde. Übrigens: Auf TripAdvisor aktuell Platz 8 von 1477 Restaurants in Düsseldorf.

Cucina Farina auf der Oststraße: Unten Caesar's Salad, oben Pizza Funghi
Tja, und das war es auch schon. Ich finde ja, es hätte mehr sein können, aber ich habe schon so einige Restaurants und Hotspots auf dem Plan – die nächste Ausgabe der kulinarischen Notizen gibt's dann Mitte März!

Jetzt wünsche ich euch erstmal ein frohes Weihnachtsfest und hoffe, dass ihr ruhige, besinnliche und hoffentlich verschneite (...) Tage im Kreise eurer Lieben verbringen könnt. Macht es euch festlich und gemütlich.
Alles Liebe und merry xmas,
eure Christina

2015/12/06 Double Chocolate Peppermint Biscotti


Uff, ich weiß jetzt wieder, wieso ich letztes Jahr keine Plätzchen gebacken habe: Stress.
Irgendwie bin ich aktuell so zart besaitet, dass mich selbst eine ansonsten eher als mediativ empfundene Tätigkeit wie Plätzchen ausstechen – oder noch schlimmer: dekorieren – schnell in den Wahnsinn treibt. Vier Sorten habe ich in den letzten Tagen produziert, bin jetzt fix und foxi und werde den Rest des Jahres damit verbringen, mich über das Jahr zu beschweren. Und damit, mir für 2016 einen dickeren und längeren Geduldsfaden zu stricken. Habe ich schon erwähnt, dass 2016 das Jahr der Gelassenheit werden soll? So, jetzt steht's hier, in digitalen Stein gemeißelt. No U-Turn. 

Was ich aber eigentlich wollte: Die Biscotti. Ich wollte mal wieder was Anderes backen – neben den Butterplätzchen à la Mama, den vom Mann heißgeliebten Schoko-Schnee-Kugeln und meinen persönlichen Favoriten Lemon Meltaways. Die Idee dazu kam über das Buch Very Vegan Christmas Cookies: 125 Festive and Flavorful Treats, das leider absoluter Schrott ist und aus dem ich nach einigen Fehlversuchen nie wieder ein Rezept nachbacken werde.
So blieb mir nichts anderes übrig, als abzuwandeln – und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich hätte die Biscotti zwar etwas dünner schneiden sollen (1 Biscotto = 1 Hauptmahlzeit), mir kleben immer noch pieksige Zuckerstangen-Stückchen unter den Socken und der Deko hätte etwas mehr Geduld und Zen ganz gut getan (siehe Einleitung zu diesem Blogpost), aber sie sind da, sie sind lecker und definitiv ein Blickfang.

Achtung, Pfefferminze: Ich hätte mir für 10 Euro ein kleines Fläschchen Pfefferminz-Extrakt kaufen können. Für 10 Euro kann ich aber auch eine Flasche Rotwein kaufen. Also habe ich – nach einigem Gegoogle – einfach handelsübliches Heilpflanzen-Öl benutzt, das man sich sonst bei Kopfschmerzen auf die Stirn reibt. Das ging erstaunlich gut, schmeckt aber sehr intensiv, so dass 4 bis 5 Tröpfchen reichen. Ich würde übrigens vorher kommunizieren, um was für eine Geschmacksrichtung es sich handelt. Es gibt schließlich Leute, die können After Eight und Co. nicht sonderlich viel abgewinnen. Der Mann zum Beispiel muss jetzt immer ein bisschen würgen, wenn er in Richtung Plätzchendose guckt. Aber so habe ich wenigstens auch mal was für mich, pah.



Double Chocolate Peppermint Biscotti
Rezept für ca. 30 Stück

Zutaten
für die Biscotti 
260 g Mehl
65 g Backkakao, stark entölt
1 TL Natron
1/2 TL Salz
85 g Butter, weich
150 g Zucker
85 g grob gehackte Schokolade, 70 %
2 Eier
3 Tropfen Pfefferminzöl (oder Pfefferminz-Extrakt)

für die Dekoration
80 g Kuvertüre, am besten zartbitter
Zuckerstangen mit Pfefferminzaroma

Zubereitung
Den Ofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Mehl mit Kakao, Natron und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Butter und Zucker mit dem Handmixer ca. 3 Minuten schaumig schlagen, dann die Eier und das Pfefferminzöl unterrühren.

Die Mehlmischung zugeben und verrühren. Zuletzt die Schokolade hinzugeben und mit den Knethaken zu einem sehr festen Teig verarbeiten. Den Teig in zwei gleiche Hälften teilen und mit den Händen zu zwei Rollen formen, welche wiederum leicht platt aufs Backblech gedrückt werden und so die typische Biscotti- oder Cantuccini-Rolle formen.

Für ca. 30 – 35 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen. In Scheiben schneiden (gerne auch ein bisschen diagonal), zurück aufs Blech und weitere 10 Minuten backen, bis die Biscotti schön knusprig sind. Komplett auskühlen lassen.
Anschließend in geschmolzene Kuvertüre dippen und mit sehr fein gehackter Zuckerstange bestreuen.

2015/12/01 Sei du! – Ich und die Weine der Côtes du Rhône {mit Gewinnspiel: 3 x 3 Flaschen Wein *sponsored}

Wenn man mir noch vor einigen Jahren gesagt hätte, dass ich mal was über Wein schreiben würde, hätte ich wohl herzlich gelacht. Mein Verhältnis zu Alkohol war nämlich lange Zeit etwas speziell – denn bis in meine 20er hinein waren Bier, Wein und Co. meine Sache nicht: Ich trank, wenn ich musste, weil es den Anlass gab, „weil es alle tun“, zu Geburtstagen, auf Partys oder an Silvester. Abseits davon nippte ich selig und mit mir selbst im Reinen an Cola Light und Pfirsich-Eistee.

#SeiDu – die Côtes-du-Rhône zeigt sich offen gegenüber einer etwas anderen Klientel
Tja, alles geht mal vorbei. Mittlerweile weiß ich den einen oder anderen Tropfen zu genießen, auch wenn ich zugeben muss, fürchterlich schnell beschwipst zu sein. Vor allem von Sake. Oder Bier. Egal.
Nun, als die Anfrage kam, ob ich nicht auf der hiesigen Wine+Taste mal die Weine der Côtes du Rhône kennen lernen wollte, war ich sofort dabei. Nicht nur trinken, sondern was lernen, die Dinge besser einordnen können, alles klar. Auch das Kampagnenmotto fand ich nett: „Sei Du – und ein bisschen Côtes du Rhône“. Da fühlte sich der Nonkonformist in mir direkt angesprochen. Es ist nämlich ziemlich wahrscheinlich, dass ich im Schlafanzug, die Haare zerzaust, einen Disney-Film glotzend auf der Couch sitze, auf dem Schoß mit zwei Bechern Ben & Jerry's jongliere, und dabei Rosé aus einem recht gefüllten Glas trinke – das entspricht dem typischen Bild eines Weintrinkers vielleicht so mittel. Also: Sei du und so. 


Der knallrote Côtes-du-Rhône-Truck war ein richtiger Blickfang und hat alle anderen Winzer bestimmt ein bisschen neidisch gemacht. Ich hätte auch gern so'n Ding.
Zuerst habe ich aber mein Vokabular etwas aufgefrischt: Appellation! Appellawhat?
Also: Die Côtes-du-Rhône sind eine Appellation, also ein bestimmtes, klar umrissenes Weinanbaugebiet, wie z. B. auch Bordeaux. Es liegt im Südosten Frankreichs und ist damit sicher nicht nur aufgrund der Weingüter-Dichte eine Reise wert. Für mich besonders interessant: Das Preis-/Leistungsverhältnis war überaus stimmig.
Findet ihr es auch immer so schwer, wenn ihr euch für einen Wein entscheiden sollt, weil ihr nicht wisst, ob 3 Euro genügen oder doch lieber 30 Euro angemessen wären? Wenn ich groß bin, werde ich mal Sommelière, dann muss ich mir nämlich ein olfaktorisches Vokabular jenseits von „Hat was von Pfirsich!“ aneignen. Jetzt meine Frage an euch: Wie findet ihr das Kampagnen-Motto? Wie steht ihr zu Wein generell? Wein finde ich besonders spannend, verständlicherweise, bin ich angesichts der unüberschaubaren Auswahl doch in höchstem Maß überfordert. Dem einen oder anderen von euch wird's genau so gehen, oder? (Bitte sagt ja!) Mir geht es immer (!) so.

Ja, was soll man denn da nehmen?
Ein Tröpfchen in Ehren...

Die Weine, die im Côtes-du-Rhône-Van verkostet wurden, lagen zwischen 4,90 € und 13,90 € was ich sehr fair fand. Bereut habe ich den Besuch nicht. Ich hatte viel Spaß und habe tolle Weine entdeckt, glücklicherweise mit einer Bezugsliste, so dass ich Düsseldorf nicht einmal verlassen muss, um den einen oder anderen Schatz zu besorgen. Für euch habe ich natürlich auch noch was mitgebracht: Zusammen mit den Côtes du Rhône verlose ich (passend für lange, schummerige Winterabend) 3 Pakete à 3 Weine der CdR (je 1 x Weiß // 1 x Rot // 1 x Rosé). 
Welche Weine das sind, könnt ihr auch auf meinem Instagram-Account sehen (und mir bei der Gelegenheit direkt folgen): www.instagram.com/feinesgemuese
Was ihr dafür tun müsst? Erzählt mir einfach von eurem Lieblingswein – eine gute Empfehlung kann man ja immer gebrauchen.

Der Teilnehmer muss das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis des Erziehungsberechtigten haben. Der Versand kann nur innerhalb Deutschlands erfolgen. Der Gewinner wird via Zufallsgenerator ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Nach Beendigung wird der Gewinner per E-Mail informiert. Der Versand der Weine erfolgt über die PR-Agentur SOPEXA, die zu diesem Zweck eure Adresse benötigt. Anonyme Kommentare ohne Kontaktmöglichkeit werden nicht berücksichtigt. Das Gewinnspiel läuft bis zum 8. Dezember um 23.59 Uhr. 
Das Gewinnspiel ist vorbei, die Gewinnerinnen wurden bereits benachrichtigt. Danke fürs Teilnehmen!
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