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02.05.2016 Vegane Lasagne mit Thai-Gemüse und Cashew-Knusper

Vegane Lasagne mit Thai-Gemüse und Cashew-Knusper

Ja, ich hab' auch erstmal ein bisschen komisch geguckt, als ich über das Rezept gestolpert sind. Was soll das sein? Thai und Lasagne, das hört sich in Kombi so attraktiv an wie Sushi mit Spätzle oder Heringsfilet in Saté-Sauce – oder? Trotzdem blieb ich gedanklich irgendwie daran hängen, wie das eben so ist.
Letzten Samstag schließlich schleppte ich mich finally in den Asiamarkt meines Vertrauens,  um den Besitzer nicht unwesentlich zu bereichern und anschließend diese vegane Lasagne zusammen zu frickeln. Fazit: Nice, Bro! 

Die stimmige Kombination aus frischem Gemüse mit Tofu und Shiitake allein hätte mich schon glücklich gestimmt – dazu die dünnen Lagen Wan-Tan-Teig (ich Narr, wieso habe ich das vorher nie ausprobiert?), vollgesogen mit cremiger Kokos-Curry-Sauce und getoppt mit einer Da-kann-man-nix-falsch-machen-Bröselei aus Cashewkernen, veganer Margarine und Paniermehl. Einfach lecker! Allerdings: Wie jede andere Lasagne fällt auch die hier nicht in die Kategorie „Schnelle Feierabendküche“, eine helfende Hand oder viel Zeit und Geduld sollte also vorhanden sein.

Übrigens: Wenn dieser Beitrag online geht, bin ich auf dem Weg nach Berlin zur #rpTEN. Seid ihr auch da? Bock auf Treffen? Drop me a note, ich würde mich freuen. Und ich habe, das verspreche ich, auch keinen Curry-Atem mehr. 

Vegane Lasagne mit Thai-Gemüse und Cashew-Knusper

Vegane Lasagne mit Thai-Gemüse und Cashew-Knusper

Rezept für 4 Portionen

Zutaten
175 g Wan-Tan-Blätter (TK)
2 gelbe Paprikaschoten
1 Zucchini
2 Möhren
1 EL geröstetes Sesamöl
200 g Tofu
250 g Shiitake-Pilze
3 EL Öl
2 TL Sojasauce
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
20 g Ingwer
1 TL vegane Currypaste
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
2 EL Limettensaft
1 Bund Koriander oder glatte Petersilie
50 g Cashewnusskerne
2 EL vegane Margarine
50 g Semmelbrösel

Zubereitung
Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Wan-Tan-Blätter auftauen lassen. Paprika vierteln, entkernen und schmale Streifen schneiden. Zucchini und Möhren schälen, beides schräg in dünne Scheiben schneiden. Gemüse in einer Pfanne im heißen Sesamöl 3 – 4 Minuten dünsten.

Tofu in 1 cm große Würfel schneiden. Pilze putzen, in Scheiben schneiden und mit Tofu in 1 EL Öl anbraten. Mit Sojascaue, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Ingwer schälen, fein hacken und mit der Currypaste in 1 EL Öl andünsten. Mit Kokosmilch ablöschen. Sauce ca. 5 Minuten einköcheln lassen, Limettensaft hinzufügen und abschmecken.

Korianderblätter abzupfen, die Hälfte klein hacken. Nüsse grob hacken und mit Margarine, gehacktem Koriander und Semmelbröseln vermischen – das geht am besten fix mit den Händen.

Eine Auflaufform für ca. 4 Portionen mit 1 EL Öl einfetten. Etwas Kokossauce auf den Formboden geben. Dann abwechselnd Wan-Tan-Blätter, Gemüse, Tofu-Pilz-Mischung und Sauce einschichten. Nuss-Mix darüber streuen.
Ab in den Ofen und ca. 20 Minuten backen – mit dem restlichen Koriander garniert servieren.

Quelle
Slowly Veggie

26.04.2016 Linzer Torte mit Paprika-Ragout und Salbei

Linzer Torte mit Paprikaragout und Salbei

Mit dem Post zu dieser schicken Linzer Tarte mit Paprikaragout habe ich mich schwer getan, weil es aktuell noch keine wirklich guten (damit meine ich: regionalen) Paprika auf dem Markt gibt – und ich ja ungerne Gerichte anpreise, die völlig außerhalb der Jahreszeit ihrer Hauptzutaten daherkommen.
Doch ist es mit Paprika ein bisschen so wie mit Tomaten, Gurken und Zucchini:
Ich vermisse sie im Herbst und Winter so sehr und scharre spätestens jetzt, Ende April, gemüsehungrig mit den Hufen. Und manchmal überwältigt es einen halt.
Daher die Tarte. Hasst mich nicht. Ich danke euch.

Denn selbst jetzt, mit den nicht so dollen spanischen Paprikas schmeckt diese Tarte einfach fantastisch. Das Paprikaragout, das hätte ich auch pur aus der Pfanne hätte löffeln können – samtig, würzig, einfach perfekt, sicher auch als kalter Dip oder Pastasauce. Seine besondere Konsistenz rührt daher, dass die Paprika gehäutet werden und so keine "zähe" Schale mit in die Pfanne wandert.
Die Tarte aus Mürbeteig wird mit dem  typischen Linzer Muster dekoriert. Wobei ich die sichere Führung eines Teigrads sicher vorher nochmal hätte üben können, aber nun, so ist es eben, ich bin nur ein einfacher, kleiner Foodblogger. #Imperfect 
Und die Tarte war trotz kreuzundquerer Gittermuster ratzfatz aus der Form geputzt. 

Was ich sagen will: Wenn ihr schon völlig unkorrekte Paprika zu dieser Jahreszeit essen müsst, dann stellt wenigstens etwas Vernünftiges mit ihr an.

Linzer Torte mit Salbei-Paprikaragout

für 1 Form mit ca. 28 – 30 cm Durchmesser


Zutaten
für den Teig
250 g kalte Butter
1/2 TL Salz
300 g Mehl (550)
200 g fein gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
2 Eier, zimmerwarm

für die Füllung
3 rote Paprikaschoten
2 kleine rote Zwiebeln
3 Salbeiblätter (oder getrockneten Salbei)
1 EL Olivenöl und Fett für die Form
1–2 EL Tomatenmark
50 ml Gemüsebrühe
Pfeffer
1 Prise Zucker
1–2 TL Balsamico

Zubereitung
Kalte Butter würfeln, mit 1/2 TL Salz, Mehl, Nüssen und Eiern zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell 1–2 EL kaltes Wasser dazugeben, sollte der Teig zu fest sein. Dann zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und 1 Stunde kalt stellen.

Paprikaschoen halbieren, entkernen, waschen und mit einem Sparschäler häuten. In grobe Stücke schneiden. Zwiebeln fein würfeln, Salbei fein hacken.

Das Olivenhöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten und das Tomatenmark unterrühren. Paprika und Brühe zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig würzen. Alles ca. 10 – 15 Minuten schmoren lassen, dann mit einem Mixstab ordentlich durchpürieren. Salbei untermischen. Abschmecken. Abkühlen lassen.

Die Backform einfetten. Etwa zwei Drittel des Teigs 3–4 mm dünn rund ausrollen {falls ihr zu viel Teig habt, formt doch Plätzchen oder friert es ein}. Teig in die Form geben, andrücken und dabei einen Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Weitere 30 Minuten ruhen lassen. Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Paprika-Ragout auf dem Teigboden verteilen. Den Rest ausrollen und in ca. 1 cm breite, unterschiedlich lange Streifen schneiden, die dann gitterförmig auf der Kuchenoberfläche verteilt werden. Das sieht vielleicht ein bisschen schwierig aus, ist es aber nicht. 
Dann ab in den Ofen damit und auf der mittleren Schiene 40–50 Minuten backen. 

Quelle
Slowly Veggie

17.04.2016 Selbstgemacht: Remoulade, Remoulade.

Selbstgemachte Remoulade

Remoulade, du hast ein Imageproblem. Kaum einer spricht von dir, und mir fällt keine moderne Ernährungsphilosophie ein, bei der du auf der Gästeliste stehst. Kein grüner Smoothie, keine Buddah Bowl, keine One Pot Pasta will von dir wissen. Deswegen dümpelst du in unattraktiven Plastiktuben und Gläsern in den weiten Gängen der hiesigen Supermärkte vor dich hin – stets platziert neben deiner großen Schwester, der Mayonnaise, die irgendwie immer schon mehr Aufmerksamkeit bekommen hat und auch nach wie vor reißenden Absatz verzeichnet. {Denn, ganz ehrlich, Pommes werden immer gegessen, Low Carb, Fat oder Sugar hin oder her.}

Mir bist du auch nur zufällig ins Auge gesprungen, als Beilage zu Kohlrabischnitzeln – einem Rezept aus Deutschland vegetarisch, die sich der Mann für eine große Samstagabend-Gemüsesause gewünscht hatte. Und allein das Wort „Re-mou-lade“ ließ mich eine Art Proustschen Moment erleben Ich sah mich auf dem Schulhof – vermutlich schreiben wir das Jahr 1999 oder früher –  in der großen Pause. Ich ordere beim Bäcker ein belegtes Käsebrötchen. Da war viel Gouda drauf, Gurke und Salat, Ei – und eine Menge Remoulade. Es schmeckte fantastisch. 
Die Kohlrabischnitzel habe ich natürlich trotzdem zubereitet, gefeiert wurde aber vor allem die Remoulade – Wahnsinn, was auf Basis von ein bisschen Eigelb und Sonnenblumenöl entstehen kann, oder? Natürlich gibt es auch für Remoulade verschiedene Rezepte, bei mir sind natürlich keine Kapern oder Sardellen drin, aber so prinzipiell – was hält euch ab?

Ihr fragt euch, was ihr mit Remoulade so machen könnt? Na, eine Menge natürlich. 
Klassisch natürlich mit Fischstäbchen, Backfisch, Roastbeef oder anderen kalten Braten, aber auch Kohlrabischnitzel (offensichtlich, paniertes, gebratenes Gemüse so generell), Eierbrötchen (fantastisch!!!!11), gebackene Süßkartoffelspalten aus dem Ofen, Bratkartoffeln, Röstgemüse oder  Rohkost, Kartoffelsalat – da gibt's bestimmt noch eine Menge zu entdecken. Macht mit! 

Bedenkt aber: Es wird rohes Eigelb benutzt – deswegen ist die selbstgemachte Remoulade (natürlich) nicht so lange haltbar wie das Zeug aus dem Supermarkt. Weil sie aber so gut schmeckt, sollte rascher Verzehr kein Problem sein. 

Selbstgemachte Remoulade

Selbstgemachte Remoulade

Rezept für ca. 300 ml

Zutaten 
Achtung: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben!
1 Ei
1 sehr frisches Eigelb
1 TL Senf
1 TL Kräuteressig
150 – 200 ml Sonnenblumenöl 
2 EL Gewürzgurkenwasser
2 Gewürzgurken
1 Frühlingszwiebel
Frühlingskräuter (TK, ich habe einen Schnittlauch-Petersilien-Mix benutzt)

Zubereitung
Das Ei hart kochen und in kaltem Wasser abkühlen lassen.
Eigelb mit Senf und ESsig verrühren, kräftig salzen. Dann ganz langsam das Öl zuführen, das heißt zu Beginn tröpfchenweise, später in einem dünnen Strahl – ihr nutzt dafür die Quirls eures Handrührers und rührt, rührt, rührt – bis eine dickliche Mayonnaise entstanden ist. Es ist faszinierend, dass aus so wenig Zutaten eine dicke, hellgelbe Creme entstehen kann.

Die Mayo verrührt ihr anschließend mit dem Gewürzgurkenwasser. Das gekochte Ei wird gepellt, gehackt und untergerührt, ebenso die Frühlingszwiebel und die Frühlingskräuter in feingehackter Form. Gurken würfeln und unterrühren. Dann schmeckt ihr die Remoulade final mit Salz, Pfeffer und Zucker ab und stellt sie kalt. Guten Appetit!

Quelle


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