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2015/07/19 Veganer Frischkäse aus Sojajoghurt



Es ist schön, wenn man spürt, dass sich das Leben beruhigt. Dass sich Prioritäten wandeln können und dürfen und müssen. 2015 ist ordentlich was los bei mir, geplant, ungeplant – auf jeden Fall aber immer anders als gedacht.
Nach vielen Monaten habe ich nun das Gefühl, wieder „angekommen“ zu sein im Hier und Jetzt. Nicht, dass ich nicht ständig unterwegs wäre (geistig und körperlich), aber das Grundgerüst wieder fest gesettled zu haben, fühlt sich sommerlich und behaglich an.

Und wenn ich es behaglich finde, stelle ich mich gerne in die Küche und backe Kuchen oder Plätzchen. Leider reizen mich süße Rezepte zur Zeit nicht besonders, also musste ein anderes Projekt her: Ich fand es, als ich vergangene Woche im Bio-Supermarkt ein kleines Päckchen veganen Frischkäse kaufen wollte. Ab 3,39 € hätte ich das Produkt der Begierde erstehen können; Der Preisfantasie war nach oben hin kaum ein Limit gesetzt. Da habe ich zum ersten Mal geschluckt. Zum zweiten Mal schluckte ich beim Blick auf die Liste der Inhaltsangaben. Zucker, Maltodextrin, Xanthan, Carrageen, Aroma und Guarkernmehl in beliebigen Kombinationen. Ich weiß, dass es auch Produkte gibt, die ohne Quatsch auskommen, aber die waren für mich in dem Moment so weit entfernt wie der Mond Pluto.

Ich habe mich dann selbst daran gemacht, einen veganen Frischkäse herzustellen und war erstaunt, wie einfach das ist. Vor einiger Zeit habe ich euch schon einmal eine tippitoppi vegane Tofu-Bärlauch-Creme vorgestellt, die mit Abwandlung nach wie vor Dauergast in unserem Hause ist. Jetzt aber ich wollte eine „neutrale“ Basis, die sich sowohl herzhaft als auch süß abwandeln lässt. Deswegen habe ich auch einen ungesüßten Sojajoghurt (mein Favorit und All-Time-Favorite: Provamel Zero) benutzt – leider sind die meisten Sojajoghurts immer noch gezuckert.

Die Zubereitung ist kinderleicht und funktioniert genau so, wie man auch Frischkäse aus Kuhmilch daheim herstellen würde. Ihr benötigt lediglich etwas Zeit, um die Flüssigkeit aus dem Joghurt bekommen.

Veganer Frischkäse
Rezept für ca. 200 g veganen Frischkäse

Zutaten:
1 großer Becher Sojajoghurt (z. B. von Provamel)
1 Prise Salz

Equipment:
1 Sieb
1 größentechnisch passende Schüssel dazu
Küchenrolle oder ein Mulltuch

Zubereitung: 
Den Joghurt mit Salz verrühren und anschließend in das mit der Küchenrolle oder mit dem Mulltuch ausgelegten Sieb füllen. Ab in den Kühlschrank damit und ca. 24 – 48 h abtropfen lassen. Ab und an umrühren. Sobald die von euch gewünschte Konsistenz erreicht ist, erneut umrühren und genießen. Der vegane Frischkäse hält sich – wenn nicht vorher verschlungen – ca. 5 Tage in einer Tupperdose.

Auch interessant: 
Steph zaubert Frischkäse aus Kuhmilch und Steffi bietet mehrere, vegane Frischkäse-Alternativen ohne Soja an!

2015/07/05 Vichyssoise – Kalte Suppe aus Kartoffeln und Lauch


Na, auch schon geschmolzen?
Der Sommer 2015 kam – nach Tagen endlos scheinenden Regens – mit ganzer Wucht und hat momentan ganz Deutschland voll im Griff. Es ist also Zeit, sich zu beschweren. Deutsche beschweren sich gerne übers Wetter, ich bilde da keine Ausnahme. Die Winter sind uns stets zu mild oder hart, meistens aber zu mild – denn früher, da war der Rhein jedes Jahr zugefroren, konnte man den Schneemännern die Augen noch aus Kohlestückchen ins Gesicht drücken und pünktlich zu Weihnachten legte das Christkind sanft einen weißen Schleier auf Dorf und Stadt. 
Im Sommer regnet es uns zu viel. „Das ist ja gar kein richtiger Sommer“, jammern wir. 
Wenn aber die Hitze tagelang erbarmungslos zuschlägt, die Klimaanlagen in den ICEs sterben, Wassermelonenverkäufe ihr Rekordhoch verzeichnen – schließlich essen alle nur noch Wassermelonen-Feta-Salat oder trinken Wassermelonen-Limonade, nicht wahr? – und, nicht zuletzt, eure Nachbarn euch tagtäglich mit dem Duft gegrillter Forellen einräuchern... DANN ist es auch nicht in Ordnung, und alle sehnen sich nach Kühle und Frische und einem Decken-Ventilator. {So einen brauche ich übrigens unbedingt, findet ihr das zu sehr 80er?}

Ich kann ja immer (viel) essen und dementsprechend machen mir auch die Temperaturen nichts aus. Eine kalte Suppe tut natürlich besonders gut – und deswegen habe ich euch heute einen französischen Klassiker namens Vichyssoise mitgebracht. Diese kalte Suppe finde ich deswegen so spannend, weil sie aus Kartoffeln und Lauch zusammengeköchelt wird, und nicht wie diese ganzen anderen, modernen kalten Suppen à la Gazpacho aus Paprika und/oder Tomaten. Die mag ich zwar auch sehr gerne, aber selbst in dieser hochsonnigen Periode mag ich nicht täglich fruchtig-mediterran essen.

Kartoffeln, Lauch, gut gewürzt, mit ein bisschen Olivenöl und Sahne – einfach lecker, sowohl heiß als auch kalt, gerade im Sommer ein schönes, herzhaftes Abendessen mit ein paar Scheiben Baguette oder Croutons. Optisch sicherlich ausbaufähig, aber bei 38 °C vor zwei Tellern rumturnen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. 


Vichysoisse
Rezept für 2 Portionen als Hauptspeise, für 4–6 als Vorspeise

Zutaten
400 g Lauch, vorwiegend den weißen Teil
1 große Zwiebel
1 EL Olivenöl 
150 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend oder mehligkochend, geschält und in Scheiben geschnitten
2 Zweigchen Thymian
Salz und weißer Pfeffer
750 ml Wasser
100 ml Milch
3 Esslöffel Crème fraîche
zum Servieren: Kerbel oder Estragon oder Schnittlauch 

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und grob hacken. In einem großen Kochtopf das Öl erhitzen – nicht zu stark! – und die Zwieben darin für ca. fünf Minuten bei geschlossenem Deckel anschwitzen. In der Zwischenzeit Lauch putzen und in Ringe schneiden, Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.  Kartoffeln, Lauch, Thymian, Salz und Pfeffer in den Topf geben und für weitere 15 Minuten mit geschlossenem Deckel garen lassen, bis das Gemüse zusammengefallen ist. Wasser beigeben und weitere 20 Minuten garen. 
Dann Milch zufügen und mit einem Stabmixer pürieren, anschließend Crème fraîche einrühren, abschmecken und ggf. nachwürzen. Und nun: Ab in den Kühlschrank damit, am besten über Nacht, so dass die Suppe richtig schön durchkühlen kann. Mit gehackten Kräutern bestreuen und servieren. Dazu passt Baguette. 

2015/07/02 Rucola-Basilikum-Kuchen mit Pinienkernen – packt die Picknick-Decke aus!


Es gibt ja so Kochbücher, die will man unbedingt haben – und wenn sie dann vor einem liegen, starrt man abwechselnd drauf und rein und denkt sich: „Was wollte ich jetzt nochmal damit?“

Wenn sich dieses Gefühl auf Dauer bestätigt, hat man es mit einem klassischen Fehlkauf (oder -geschenk) zu tun – ja, das gibt es auch bei Kochbüchern. Fehlkäufe treten nicht ausschließlich im Fashion- oder Beautybereich auf. Ist halt doof.
Manchmal aber ergibt sich das Gefühl noch mit der Zeit. Ein Buch, zu dem ich lange keinen Zugang fand, finde ich zur Zeit ganz prima: Es handelt sich um SOMMER von Yvette van Boven.
Ich habe es – glaube ich, hui – vor langer Zeit mal zum Geburtstag (oder zu Weihnachten?) bekommen und seitdem stand es als Zierde im Buchregal und staubte so richtig schön vor sich hin.
Als ich jetzt noch einmal einen Blick hinein warf, warum weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, gefiel es mir plötzlich von vorne bis hinten und ich wusste gar nicht, womit ich zu erst anfangen sollte.
Ich entschied mich für einen herzhaften Kuchen. Weil der füchterlich lecker aussah. Glücklicherweise ein Volltreffer: Der scharfe, bittere Geschmack von Rucola in Kombination mit dem mild-gewürzten Teig und den Pinienkernen fand hier direkt große Fans und war ruckzuck aufgefuttert. Ich habe noch etwas Basilikum unter den Teig gemischt, der war da, wollte weg und gibt dem Ganzen eine noch sommerlichere Note.

Schmeckt warm, aufgetoastet oder zerkrümelt über dem Salat.
Sicherlich auch schick abwandelbar mit Oliven, getrockneten Tomaten oder Feta.

Und ehrlich: Wann, wenn nicht jetzt, heute, noch in dieser warmen Sommerwoche?


Rucola-Basilikum-Kuchen mit Pininekernen
Rezept für 1 Kuchen (Kastenform von ca. 25 cm) 

Zutaten
100 g Rucola
25 g Basilikum
175 g Mehl
1 1/2 TL Weinsteinbackpulver
3 Eier
2 EL Saure Sahne
4 EL Olivenöl
1 EL Senf, mittelscharf (oder gern schärfer, wenn ihr ordentlich wumms mögt)
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
50 g Pinienkerne, leicht angeröstet

Zubereitung
Den Ofen auf 160 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
Den Rucola und Basilikum waschen, in einer Salatschleuder trocknen und fein hacken.
Mehl mit Backpulver in eine Schüssel geben. Eier, Saure Sahne, Olivenö, Senf, Salz und Pfeffer ufügen und mit einem Handrührgerät auf der höchsten Stufe fix miteinander verrühren.
Pinienkerne und Rucola unter die Masse heben.

Den Teig in eine gefettete Form füllen, ab in den Ofen damit und für rund 40 Minuten backen. Don't forget the Stäbchenprobe!

Kurz in der Form abkühlen lassen, denn herauslösen. Lauwarm oder auch kalt servieren.

Quelle und Inspiration

2015/06/26 Pasta mit Joghurt und Kreuzkümmelöl


Heute habe ich ein ganz einfaches aber umso genialeres Essen für euch: Pasta mit Joghurt und Kreuzkümmelöl. Ich bin absolut süchtig nach leichten Joghurtsaucen und könnte mich von morgens bis abends so durch den Tag dippen – ob Möhrenschnitze, Baguettescheibchen oder simple Cracker: Eine gute Joghurtsauce geht einfach immer. Mein absoluter Liebling ist diese hier mit Kreuzkümmelöl, ein wenig Knoblauch, Salz und Pfeffer, beworfen mit den Kräutern, die gerade so verfügbar sind.

Interessanterweise stammt das Öl von einem Ex-Nachbar meiner Freundin.
Der macht das nämlich selbst. Der hat eine Ölpresse im Keller. Beziehungsweise mittlerweile woanders, denn seit kurzem ist er in Cottbus ansässig, um dort von Lein- und Olivenöl über Kokos- und Hanföl alles mögliche zu produzieren. Das finde ich toll. Meine Freundin wurde von mir immer sehr um ihren Nachbar beneidet. Ich habe leider nur Nachbarn, die sich von morgens bis abends ankeifen oder die ihre Katzen zu unmöglichen Uhrzeiten übers Parkett jagen lassen. 
Ein Ölpressnachbar wäre eine Wohltat für meine geschundene Seele.

Ich schweife ab.
Das Öl ist wirklich toll – ich hatte eeetwas Gelegenheit, mich durchs Sortiment zu probieren und liebe vor allem das Kokos- und das Kreuzkümmelöl. Vor allem ohne letzteres mag ich nicht sein. Es passt perfekt zu diesem Gericht, das ich bestimmt schon seit 15 Jahren immer mal wieder koche, da es so schön sommerlich und erfrischend ist.
Merkt euch das Rezept auf jeden Fall für die nächsten Tage vor, schließlich soll das Thermometer wieder auf über 30 Grad klettern!

Übrigens: Die Ölfreund-Öle könnt ihr im eigenen Online-Shop bestellen.
Die Empfehlung meinerseits kommt von Herzen und wird nicht entlohnt. ;-)


Pasta mit Joghurt und Kreuzkümmelöl
Rezept für 1 Portion

Zutaten
Pasta nach Wunsch (ich nehme ca. 75 g, zur Zeit am liebsten Vollkorn-Muscheln)
100 g Joghurt, mindestens 3,5%
Salz
Pfeffer
frischer Knoblauch, fein gehackt
1 TL Kreuzkümmelöl (gute Olive tut es wohl auch) + zum toppen
ev. frische Kräuter

Zubereitung
Joghurt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch Kreuzkümmelöl vermischen und ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Nudeln bissfest kochen. Über einem Sieb abschütten und abtropfen lassen.
Nur zwei Minütchen abkühlen lassen, dann den Joghurt über die Nudeln verteilen und ggf. mit weiterem Öl und Kräutern bestreuen. Sofort genießen – oder eintuppern und mit ins Büro nehmen. So macht sich die ganze Geschichte nämlich auch gut.

2015/06/19 Schokoladige Baskenmütze – Béret Basque au chocolat



Ja, es gibt sicherlich bessere Zeiten, einen Schokoladenkuchen zu verbloggen.
Das Wetter hat sich mittlerweile stabilisiert und wir erleben einen typischen, deutschen Frühsommer – sprich, entweder wir schwitzen uns zu Tode oder frösteln unter wolkenverhangenen Himmeln, die morgens noch vielversprechend (i. e. blau) dahergekommen sind. Gerade diese Woche war mehr schlecht als recht, und das Wochenende steht angeblich auch unter dem Motto „Nasskalt“. 

Nun denn, ich finde, ein Schokoladenkuchen ist nie verkehrt und kann gerade in unbeständigen Phasen genau die Wärme spenden, die einem wetterbedingt gerade abgeht. Schwer im Magen liegt die Baskenmütze ohnehin nicht, das verhindert der lockere, leichte Biskuit, welcher naturgemäß ohne Butter daherkommt. Die Ganache – aus 85%iger Schokolade und Crème fraîche – ist natürlich kein Figurschmeichler, aber machen wir uns nichts vor: Für die ein, zwei Tage, die die Wetterfritzen als „Freibadwetter“ bezeichnen, ist ein stahlharter Bikinibody eh völlig übertrieben, und wenn wir in anderen Gefilden Sommerferien machen, kennt uns ja eh Niemand. Also: Fein raus. 

Da mein Sommerurlaub flach fällt, habe ich eh das reinste Gewissen. 
Lediglich nach Paris verschlägt es uns dieses Wochenende, eine spontane Entscheidung. Und somit ist ein Bogen zurück geschlagen, zu diesem feinen, französischen Rezept – eine Nachbildung der berühmten Baskenmütze. Hübsch anzusehen und gar nicht schwer nachzumachen. Lediglich die Menge des Sirups werde ich beim nächsten Mal nach oben hin anpassen und 75 g Zucker auf 75 g Wasser anrühren.

Rachel Khoo verwendet in ihrem Rezept zur Dekoration und zur Nachbildung des bekannten Zipfels kandierte Orangenschale. Bei mir tat es ein Stück Lakritzschnecke. Praktisch, gell?

Also: Genießt das Wochenende, trotzt dem Wetter, macht es euch gemütlich und backt gegebenenfalls einen Kuchen. 




Schokoladige Baskenmütze – Béret Basque au chocolat
Rezept für 1 Springform von 18 – 20 cm (ergibt 8 Stück)

Zutaten
für den Biskuit
120 g feiner Zucker
4 Eier, zimmerwarm
120 g Mehl
20 g ungesüßtes Kakaopulver

für den Sirup
50 g Zucker
50 ml Wasser
2 EL Rum

für die Ganache
200 g Crème fraîche
200 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
1 Prise Salz
5 g Butter

zur Dekoration
nach Belieben: geraspelte Schokolade, kandierte Orangenschale

Zubereitung
Den Backofen auf 160 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Zucker und Eier in eine Schüssel geben – idealerweise aus Glas oder Metall – und auf einen Topf mit siedendem Wasser geben. Achtung: Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren, sonst produziert ihr Rührei.
Mit dem Handmixer die Masse aufschlagen, bis sie schön voluminös und schaumig ist. Anschließend vom Topf nehmen und kurz Beiseite stellen.
Mehl mit Kakaopulver mischen. In drei Steps unter die Eiermasse ziehen. Auch hierbei aufpassen, dass ihr die Masse nicht zu stark verrührt, sonst fällt das Volumen in sich zusammen und der Biskuit wird hart oder geht gar nicht erst auf.
In die eingebutterte Springform füllen und ca. 18 – 25 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe kontrollieren. Anschließend aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Für den Sirup Zucker mit 50 ml Wasser aufkochen. Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, Topf vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und Rum einrühren.

Créme fraîche in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Über die Schokolade gießen und Salz zufügen. Eine Minute ruhen lassen, dann die Butter dazugeben und das Ganze vorsichtig glatt rühren. Auch hier gilt: Vorsicht walten lassen, sonst wird die Ganache steif und unschön.

Den ausgekühlten Kuchen an den Ecken etwas stutzen und kuppelförmig zurechtschneiden. Anschließend waagerecht halbieren. Die untere Hälfte auf eine Servierplatte legen und mit der einen Hälfte des Sirups tränken sowie die Hälfte der Ganache darauf verstreichen. Den oberen Kuchenteil auflegen, ebenfalls mit Sirup und der Ganache bestreichen. Mit der Dekoration verzieren und servieren.
Biskuit bleibt leider nicht so lange saftig, deswegen schmeckt der Kuchen am besten am ersten oder zweiten Tag.


Inspiration und Quelle

2015/06/10 Asiatischer Glasnudelsalat süß-sauer {mit Möhren + Koriander}




Am 5. Juni 2015 war der erste hochsommerliche Tag des Jahres. Hatte es in den Wochen zuvor überhaupt mal einen Tag gegeben, an dem man das Haus ohne Jacke hätte verlassen können? Ich weiß es nicht.

Dieser ü30-Grad-Tag kam für mich völlig überraschend – und diese Hitzewand, gegen die ich rannte, als ich das Büro verließ (sehr passend: im schwarzen Anzug), gefiel mir gar nicht. Dann aber ein Gedanke: Wir hatten doch vergangenes Jahr so schön gepicknickt, in den Rheinwiesen bei Hamm. Das liegt unweit der Innenstadt und den mittlerweile völlig übervölkerten Grasflächen an der Düsseldorfer Rheinkniebrücke und des ebenso proppevollen Medienhafens. Nach Düsseldorf-Hamm brauchen wir mit dem Rad 10 Minuten und sind in einer anderen Welt. Der Stadtteil ist ländlich geprägt, Gemüsefelder weit und breit, die Rheinwiesen dort sind grün und wild. Man teilt sie sich schlimmstenfalls mit Schafherden.

Früher waren wir sehr oft in Hamm – seit wir arbeiten, sind die Ausflüge selten geworden.
An diesem ersten, heißen Freitag hätte sich ein kleiner Trip angeboten. Aber essen muss man natürlich trotzdem was, und da kam mir dieser Glasnudel-Salat ganz recht. Das Rezept ist fürchterlich einfach, die Zubereitung schnell, das Ergebnis mindestens genau so lecker. Die meisten Zutaten habt ihr sicherlich auf Vorrat. Meine Mengenangaben reichen für 2 Portionen, verdoppelt die Menge und ihr habt eine nette Beilage für einen Grillabend mit der Familie und Freunden. Noch ein Pluspunkt: Der Salat schmeckt kalt und lauwarm. 

Ich wollte den Salat gar nicht verbloggen, hatte aber noch so viel Zeit, bis der Mann nach Hause kam, dass ich mir doch die Kamera geschnappt habe. Ja, das sind Äpfel auf der Tischdecke. Ich weiß nicht, was mich da beim Kauf geritten hat. 

PS: Wir waren dann doch nicht picknicken, sondern haben den Abend mit einem kühlen Bier und viel Kokoswasser on ice auf dem Balkon genossen. War auch schön. Und der nächste warme Tag kommt bestimmt...



Glasnudelsalat süß-sauer {mit Möhren + Koriander}
Rezept für 2 Personen

Zutaten 
100 g Glasnudeln
4 Möhren (ca. 350 g)
1 EL Bratöl
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
10 Cherry-Tomaten
1 große Handvoll frischer Sojasprossen (nicht der Quatsch aus dem Glas!)
Saft von 1/2 Limette
1 EL Rohrzucker, braun
1/2 TL  Chilipaste oder 1 EL kräftige Chilisauce
1 EL Sojasauce
1 TL Sesamöl, geröstet
optional: 1 EL Fischsauce – ist dann halt nicht mehr vegetarisch...
frischer Koriander, gehackt

Zubereitung
Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und einweichen lassen. Ab und an mit einer Gabel umrühren und auflockern.
In der Zwischenzeit Möhren putzen und in schräge, dünne Scheiben schneiden. Das Öl in einer beschichteten Pfanne oder einem Wok erhitzen. Die Möhrenscheiben darin unter Rühren anbraten, sie sollten allerdings nicht knusprig bräunen, deswegen immer schön rühren und nach ca. 3 Minuten 1/2 Tasse Wasser hinzu geben. Wenn dieses verdunstet ist, haben die Möhren genau den richtigen Biss. Vom Herd nehmen.
Frühlingszwiebeln in breite Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Sojasprossen waschen und trocken schütteln, Cherry-Tomaten halbieren. Limettensaft, Rohrzucker, Chili, Sojasauce, Sesamöl und Koriander (sowie wenn gewollt: Fischsauce) in einem Schälchen zusammenrühren und alles zu den Möhren geben.
Glasnudeln in einem Sieb abtropfen lassen, wenn gewollt einmal mit einer Schere durchschneiden und ebenfalls in die Pfanne geben.  Alles vermischen, mit Koriander bestreuen und servieren.