Möhrensuppe mit Oliven, Dill & Fenchelsamen

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Januar 17, 2017
Karottensuppe mit Oliven, Fenchelsamen und Dill


Endlich habe ich mal etwas aus dem schönen Le Pain Quotidien-Kochbuch gekocht, das mir der weltbeste Mann bereits vorletztes Weihnachten geschenkt hat. Hach, man kommt ja doch nicht hinterher mit all den Inspirationen aus Kochbüchern, Magazinen, Blogs – und wenn man dann noch eigene Ideen umsetzen will: Gute Nacht. 💤
Ich habe jüngst wieder ausgemistet und viele Kochbücher, die ich sowieso nicht mehr benutze, verkauft oder verschenkt. Das befreit Kopf und Gewissen – und macht mir persönlich auch wieder etwas mehr Lust auf den heiß geliebten Rest, der sich da noch im Bücherregal tummelt.

Sehr froh bin ich, über dieses eher unauffällige Rezept gestolpert zu sein. Weil Möhre + Olive + Fenchelsamen + Dill – wer kommt denn eigentlich auf sowas? Ich auf keinen Fall. Dabei lohnt die Suppe sehr – weil sie so schnell gemacht ist, und weil einem im Januar und Februar ja so langsam die Ideen ausgehen, wenn sich einem die Gemüsestände auf dem Markt so immerkarg und traurig präsentieren. Möhrensuppe mit Oliven ist ein kurzer Ausweg aus der Wintergemüse-Tristesse, der euch leuchtend orange aus dem Teller entgegen lächelt.

Übrigens: Möhren und Oliven sind richtig gute Buddies – ich hatte vor fünf (!) Jahren auch schon mal diese Möhren-Oliven-Creme für aufs Brot verbloggt.

Möhrensuppe mit Oliven, Dill & Fenchelsamen
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
für die Suppe
500 g Möhren
12 grüne Oliven, entsteint (am besten selbst machen, das vorentsteinte Zeug ist ja unerträglich!)
1/2 Scheibe altbackenes Sauerteigbrot
600 ml Wasser
1 TL Salz
1 Lorbeerblatt
1 TL Fenchelsamen
2 EL Olivenöl

zum Garnieren
6 grüne Oliven, entsteint und grob zerteilt
Dillspitzen nach Geschmack
Olivenöl

Zubereitung
Die Möhren putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit allen anderen Zutaten – mit Ausnahme des Olivenöls – in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe aufkochen; für ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen (oder bis die Karotten weich sind). Von der Herdplatte nehmen, das Lorbeerblatt entfernen und mit einem Mixstab durchpürieren. Das Olivenöl in die Suppe rühren. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.
In tiefe Teller füllen, mit den Oliven und Dillspitzen garnieren und abschließend noch etwas Olivenöl (davon kann man nie genug haben) darüber träufeln.

Zu der Suppe passt knuspriges Baguette, aber auch frisches Sauerteigbrot mit krosser Kruste.

Quelle


Tiroler Mohnkuchen mit Walnüssen – Mohnparade olé!

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Januar 03, 2017
Tiroler-Mohnkuchen

Kommt es mir nur so vor, oder ist Mohn heutzutage nicht mehr so wirklich in Mode? 
Beim Bäcker lugt nur selten ein schüchternes Mohnteilchen aus der hinteren Ecke der Auslegeware hervor. Auch in meiner Blogroll, die ja nun wirklich sehr bunt gemischt ist, habe ich ewig kein Mohngebäck mehr wahrgenommen. Vielleicht, weil es nicht so fancy ist wie Chia oder Matcha – und sich deswegen vielleicht auch kein Geld oder Klick mehr damit verdienen lässt? Man weiß es nicht.
Doch als großer Fan komme ich nicht umhin, das sehr zu bedauern – nichts schmeckt besser als ein saftiges Stück Mohnkuchen, in das man so richtig herzhaft reinbeißen kann. (Hauptsache, man hat eine Zahnbürste dabei, oder zumindest irgendwas, mit dem man in den Zähnen rumporkeln kann.)

Ich hab's ja mittlerweile nicht mehr so mit der „modernen“ Bäckerei – früher fand ich Cupcakes und Cakepops und Triple Layer Rainbow Cakes ja gut und schön, aber mittlerweile muss ich sagen, dass ich alten, bodenständigen Familienrezepten viel mehr zuneige. Bienenstich, Marmorkuchen, Nusskranz, Butterstreusel, Erdbeerboden – das ist meine Welt. 
Ich glaube, ich habe mich deswegen ein bisschen in „Das große Sacher“-Kochbuch verliebt. Ich wollte es sofort haben, weil es so heimelig wirkt. Ich hatte beim Durchblättern das Gefühl, das so ziemlich jedes Rezept auch von meiner Oma stammen könnte – mit reichlich Butter, Eiern und anderen Gehaltvollkeiten. Ein richtiges Wohlfühlbuch für mich. Dass mir das Layout nicht ganz zuspricht und manche Rezepte dann doch eher für den fortgeschrittenen Bäcker sind – geschenkt.
Der Mohnkuchen, im Original ein Kranz, hat hier sowohl Mann als auch Eltern überzeugt.
Wunderbar saftig, aber nicht pampig, hinreißend mohn-y. Wir haben den Kuchen erst nach zwei Tagen angeschnitten, da war er richtig toll durchgezogen.
Also: Klare Empfehlung für das Wiener-Kaffeehaus-Feeling at home.

Weitere Zeugen meiner Mohnsucht:
Vegane Schokoladen-Kirsch-Muffins mit Mohn
Pistazien-Financiers mit Mohn und Brauner Butter
Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln
Kleiner Schoko-Mohn-Kuchen

Tiroler Mohnkuchen mit Walnüssen 
für eine Spring- oder Kranzkuchenform von ca. 26 cm

Zutaten
100 g Rosinen
40 ml Rum
200 g weiche Butter
200 g Walnusskerne
geriebene Schale von 1/2 unbehandelten Orange
7 Eier
1 Prise Salz
250 g Mohn
Prise Salz
200 g Zucker
30 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Zubereitung
01) Zuerst die Rosinen in einer kleinen Schüssel mit Rum mindestens 10 Minuten ziehen lassen.
02) Die Walnüsse in einer Pfanne fettfrei rösten, dann abkühlen lassen und fein mahlen.
03) Backofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
04) Eine Kranz- oder Springform ordentlich ausbuttern.
05) 200 g Butter mit 180 g Zucker und Orangenschale mit dem Handmixer schaumig rühren.
06) Eier trennen und nacheinander die Eigelbe in die Buttermasse rühren.
07) Eiweiße in einer separaten Schüssel sehr steif schlagen.
08) Ein Drittel des Eischnees mit Rosinen, Rum, Mohn, Walnüssen, Mehl und Backpulver unter die Buttermasse rühren; Übrigen Eischnee vorsichtig unterheben.
09) Teig in die Form füllen und glatt streichen.
10) Im unteren Teil des Ofens etwa 35 Minuten backen (Achtung: Originalbackzeit sind 50 Minuten, bei mir haben 35 Minuten aber locker gelangt – macht unbedingt die Stäbchenprobe!).

Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, dann stürzen. Zum Servieren dick mit Puderzucker bestreuen.

Quelle


Feines Gemüse im neuen Look & Foodblogbilanz 2016 – Mein Rückblick

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Dezember 30, 2016


Wir sind nun „zwischen den Jahren“, also noch nicht im neuen, aber irgendwie auch längst nicht mehr im alten Jahr. Es ist eine komische Zeit, eine zeitlose Zeit. Ich nutze sie jährlich, um all das zu tun, was in den vergangenen zwölf Monaten zu kurz gekommen ist: Unerfreulichen Papierkram sortieren und wegheften, Kochbücher wälzen, Rückenyoga, schlafen. Vor allem schlafen, aktuell komme ich auf knapp zehn Stunden pro Tag, dabei bin ich doch eigentlich Kurzschläfer und Frühaufsteher. Schon im Rückblick 2015 hatte ich mir festgenommen, dem Blog zum 5. Geburtstag im Mai einen neuen Look zu spendieren – nun, daraus ist gar nichts geworden. Der Geburtstag ging im Alltag unter, und mich mit einem neuen Look & Feel zu beschäftigen, nein, dazu war wirklich keine Zeit. Bis jetzt! Die letzten zwei Tage habe ich kontinuierlich gebastelt, gerüttelt, verschoben, vektorisiert und nun ist es da: Das neue „Feines Gemüse“ – jetzt sogar auch auf eurem Handy oder Tablet in schön! Ein paar Kleinigkeiten sind noch anzupassen, aber das ist nur Fitzelarbeit. Nach nunmehr zweieinhalb Jahren mit dem alten Layout war ein neues Mäntelchen durchaus angebracht. Ich hoffe, es gefällt euch so gut wie mir.

Zudem gibt's heute meinen obligatorischen Jahresrückblick:
2016 war ein seltsames, chaotisches Jahr, und viele Ereignisse haben uns erschüttert. 
Für mich persönlich war 2016 ein tolles Jahr, und es fühlt sich angesichts der vielen schecklichen Ereignisse fast falsch an, das zu schreiben. Aber so ist es nun einmal: Gespickt mit wundervollen Reisen – Kurztrips führten nach Wien, drei Mal nach Berlin, nach Karlsruhe und mit meinen Eltern ins schöne London. Die längeren Reisen, die wir 2016 erst im letzten Drittel unternehmen konnten, führten ins über alles geliebte Japan (wandern) und auf die Seychellen (entspannen). 

Nun möchte ich noch kurz die Fragen zur Foodblogbilanz 2016 beantworten, die dieses Jahr wieder bei Sabine gesammelt werden.

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?
Wenn man mal von den – wie üblich – erfolgreichen Posts in Verbindung mit einem Gewinnspiel absieht, haben die meisten von euch auf meinen Artikel zur selbstgemachten Remoulade geklickt, die gerade jetzt zur Weihnachtszeit ein Renner war. Aber auch die Schokoladen-Brownies mit der Geheimzutat Kidneybohne und die Ofenpaprika mit Hirsefüllung.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Die Frage finde ich ob meiner miesen Blog-Frequenz schwierig. Ich finde meinen Beitrag zum Basenfasten wichtig – weil ich im Anschluss daran mehrmals eine Ernährungsärztin aufgesucht habe, wodurch mir ziemlich viel klar geworden ist. In Kombination hat das zwar nicht zu einer Ernährungsumstellung geführt (brauche ich nicht, sagt auch die Ärztin), aber zu einer „Verhaltensüberdenkung“.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Boah. Tja. Weiß ich auch nicht. Ich lese halt immer dieselben Blogs, ich bin langweilig. Aktuell verliere ich mich gerne bei Grain de Sel und Urgeschmack.

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum? 
Da muss ich passen, typische Foodblogger-Krankheit, ich koche höchst selten irgendwas zwei Mal, außer Standardgerichte. Aber wo ich gerade die Rezepte so durchgehe: Ich muss unbedingt nochmal diesen famosen Kartoffelkäse machen.

kartoffelkaese


5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
A) Ich hasse meine Fotos und nein, ich habe es nicht gelöst.
B) Ich hasse mein Layout und habe es heute, einen Tag vor Neujahr gelöst (obwohl ich es mir schon vor über einem halben Jahr vorgenommen hatte, haha).

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Wir haben in Japan fast nur regional gegessen, und das war schon besonders, wenn man in irgendwelchen Bergen rumhampelt. Ansonsten haben wir auf den Seychellen das Fruchtfleisch junger Kokosnüsse entdeckt, und ich vermisse es sehr. So frisch, so süß und saftig und kokos-ig.


7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind? 
Ich würde sagen: why.does.keycode33484119.spacebarnot.work? ist ein ziemlich komischer Suchbegriff. Und kulinarisches highlight zum 50 geburtstag ebenfalls, ich meine, da bin ich ja wohl noch ganz weit entfernt davon. 

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?
Ein bisschen mehr Leben als 2016 und – wie wir alle – mehr Kommentare. Ich meine, wir meckern alle darüber, dass nur noch auf Facebook kurz geliked und kommentiert wird, und die Blogs verwaisen, müssen aber doch ehrlicherweise zugeben, dass wir meistens genau so sind. Also ist das (mal wieder) mein Vorsatz für 2017. 

Wen's interessiert: Hier könnt ihr noch meine Foodblogbilanz 2015 nachlesen.
Und jetzt erzählt mir von euch! Erstens möchte ich wissen: Gefällt euch das neue Design? (Bitte sagt ja!) Und zweitens: Wie war euer Jahr 2016 so?

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