Kartoffelsalat nach Familientradition

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Dezember 29, 2011

So, noch einmal Weihnachten nachträglich. Dann ist aber auch gut mit den Schlemmereien... und zu diesem Anlass präsentiere ich euch natürlich eines meiner absoluten Lieblingsrezepte, nämlich das für den Kartoffelsalat. Es kann nur einen geben! Alle anderen starre ich zwar gierig an, probiere vielleicht auch mal ein Löffelchen – aber nur, um im nächsten Moment die Mundwinkel nach unten zu verziehen und die Gabel enttäuscht zur Seite zu legen. Seit ich klein bin, hat der alljährlich zu Heiligabend servierte Kartoffelsalat nach Familientradition mich für andere Varianten verdorben. Es geht einfach nicht, ich kriege sie nicht runter. Es sei denn, man geht in eine ganz andere Richtung, etwa in Richtung Süddeutschland, wo man – wie ich hörte – Kartoffelsalat eher mit Öl und Essig isst. Das schmeckt mir auch. Oder in die asiatische Richtung, das macht auch was her. Aber der „rheinische“, eher norddeutsche Kartoffelsalat mit Mayonnaise – der darf nur so schmecken wie bei uns, kein bisschen anders. Und Äpfel müssen drin sein. Äpfel, aber keine Fleischwurst. Eingelegte Gürkchen und hartgekochte Eier. Und die Mayonnaise muss selbstgemacht sein, ist doch klar. Das übernehmen meine Mama und mein Papa jedes Jahr am Morgen des 24. Dezembers. Kein Vergleich zu gekaufter Mayonnaise. Allerdings ist die hier natürlich die ultimative Fettbombe, die dazu führt, dass der Kartoffelsalat seeehr, sehr schwer im Magen liegt. Deswegen sind wir vor einigen Jahren dazu übergegangen, einen Teil davon durch Joghurt und fettreduzierte Fertigmayo zu ersetzen. Geschmacklich ist das – versprochen! – keine Einbuße, sondern eine schöne, erfrischende Ergänzung. Und euer Magen wird es euch danken. Also, kurz gesagt: Wer diesen Salat nicht mag, hat keinen Geschmack, nä. 
Im Vorhinein: Mit den Mengenangaben ist das so eine Sache. Jahrelang haben wir den Kartoffelsalat ganz ohne Waage, sondern immer so pi mal Daumen zubereitet. Erst letztes Jahr haben wir ungefähre Mengen verschriftlicht, und nur die kann ich euch jetzt weitergeben. Verlasst euch einfach auf euer Gefühl und auf euren persönlichen Geschmack. 
Ich kann nur sagen: Ich freu mich jetzt schon auf den nächsten Heiligabend!

Kartoffelsalat nach Familientradition
für bestimmt 15 Portionen (schmeckt auch noch länger)

für die Mayonnaise
4 Eigelb
ca. 1/8 l Sonnenblumenöl

für den Kartoffelsalat
5 Pfund Kartoffeln
200 g Cornichons
5 Eier 
3 mittlere Zwiebeln 
2 mittelgroße Äpfel 
5 TL Salz, eher mehr
Pfeffer
Paprika, süß
Zucker
1 EL Senf
Essigessenz
1 kleines Glas fettreduzierte Mayonnaise o. Salatcreme
300 g Joghurt

Zubereitung
Die Kartoffel kochen und auskühlen lassen. Anschließend pellen und in dünne, mundgerechte Scheiben schneiden.
Die Eier kochen und pellen. Zwiebeln und Äpfel schälen, Cornichons abtropfen lassen. Anschließend alles fein würfeln. Große Stücke sind hier unerwünscht! Alles beiseite stellen.



Die Mayonnaise herstellen. Hierzu werden 4 zimmerwarme  Eigelb benötigt. Wie ihr auf dem rechten Bild seht, benötigt man am besten eine helfende Hand bei der Herstellung: Die Eigelbe werden in ein Rührgefäß gegeben und mit dem Mixer angequirlt. Die helfende Hand lässt immer tröpfchenweise etwas Öl zufließen, nie zu viel auf einmal! Immer erst nachgießen, wenn das Öl verschwunden ist. Und zack –  hat man Mayonnaise!

Die Mayonnaise gemeinsam mit der Salatcreme und dem Joghurt in eine große Salatschüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Senf, Zucker und Essigessenz abschmecken – ruhig großzügig, es verteilt sich schließlich noch und wenn man an dieser Stelle zurückhaltend ist, schmeckt der Salat später laff. Dann Cornichons, Äpfel und Eier unterheben. Anschließend die Kartoffeln vorsichtig unterheben. Geschmacksprobe machen – und dabei daran denken, dass der Salat mindestens 5 Stunden durchziehen sollte. Zu würzig soll er im Endeffekt ja auch nicht sein. Guten Appetit!


Bratapfel-Tiramisu

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Dezember 27, 2011

Nachdem ich mich im letzten Moment doch gegen das Milchreis-Eis entschieden hatte, gab es bei uns am Ersten Weihnachtsfeiertag einen verwinterlichten Dessertklassiker: Bratapfel-Tiramisu!
Dazu kann ich gar nicht so viel sagen: Tiramisu ist ja altbekannt, und schon seit Jahren wortwörtlich in aller Munde. Ich mag es gerne, allerdings hat mir diese Version hier noch besser als das Original geschmeckt – dieses leckere Apfelkompott ist in Kombination mit dem Kaffeelikör und der Quarkcreme einfach unwiderstehlich und ein schöner, nicht ganz so zucker- und fettlastiger Abschluss für ein Weihnachtsmenü. Großes Kino.

Himbeer-Ingwer-Essig

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Dezember 21, 2011


Puh, so langsam bin ich wirklich fertig – sowohl mit der Geschenkeproduktion als auch mit den Nerven. Über die Feiertage möchte ich mich mit dieser netten Kleinigkeit verabschieden: Himbeer-Ingwer-Essig. Aromatisierten Essig herzustellen ist wirklich total einfach. Er macht sich eigentlich von selbst. 
Die Kombination aus Himbeere und Ingwer macht richtig was her: Allein die Farbe macht schon richtig was her, sieht bombig aus – fast, als wäre irgendwas künstliches mit drin. Ist aber nicht, ha. 
Natur pur. Tja, und was macht man dann mit Himbeer-Essig? Na, auf jeden Fall köstliche Dressings zu saisonalen Salattellen. Im Moment zum Beispiel Endivien oder Feldsalat und Ziegenkäse.  Köstlich. Ein Jeder wird den Rest der Sauce mit einem Stückchen Baguette von den Tellern schrubben, das kann ich euch versprechen. Man sagt aber auch, dass man damit herrliche Wildbraten ablöschen kann, aber dazu kann ich euch nix sagen – am besten probiert ihr's selbst.


Und mit diesem Rezept verabschiede ich mich in eine kurze Weihnachtspause. Ich wünsche euch allen ein ganz wunderbares Weihnachten, das genau so wird, wie ihr es euch vorstellt. – Bis bald! 

Rettich-Reispfanne mit Sesam

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Dezember 16, 2011

Um euch dieses Rezept weiterzugeben, habe ich meine langjährige harmonische Beziehung ganz schön auf's Spiel gesetzt, das kann ich euch sagen! – Es stammt nämlich nicht von mir, sondern von meinem Freund. Während ich mich mittags mit einer Kleinigkeit begnüge, darf's für ihn auch schon mal was richtiges sein. Nicht immer sind seine Kreationen... naja, nachahmenswert. Manchmal aber doch, so wie heute: Heute entstand ein wundervolles, leichtes Reisgericht, das fast japanisch anmutend mit kurz angebratenem Rettich, Radieschen und Sojasauce daherkommt. Dazu ein wenig Sesam – und im Idealfall, meiner Meinung nach, knusprig gebratener Tofu.  Voilà. 
Das hat mich wirklich begeistert, weil dieses Essen wirklich nach seinen einzelnen Bestandteilen schmeckt. Nichts ist überwürzt oder wird von einer anderen, dominanteren Zutat verdeckt. Einfach und gut, und dabei nicht nur ungewöhnlich, sondern auch in knapp 30 Minuten auf dem Tisch. 
Fanden wir prima. Weniger prima fand mein Freund allerdings, dass ich ihm beim Essen mit der Kamera vor der Schüssel rumgefuchtelt habe: „So – jetzt halt die Schüssel mal gerade. GERADE habe ich gesagt. Das ist doch nicht gerade! Jetzt ist das Foto zu dunkel. Pass doch mal auf. Nicht bewegen. Nimm jetzt mal ein bisschen Reis zwischen die Stäbchen. Nicht fallen lassen. Du kannst ja gleich essen. Moment. Nein, jetzt ist das Bild verwackelt. GERADE SOLL DIE SCHÜSSEL SEIN......“
 
Ähem. 
Und ihr verzeiht natürlich, dass das alles etwas wüst aussieht. Aber naja. Es ist halt eine Reispfanne, da muss das so sein. Schmeckt trotzdem (oder gerade deswegen... )

Rezept für 1 Schüssel 
ca. 100 gr Reis (nach Hunger)
2 Frühlingszwiebeln 
ca. 7 Radieschen und
ca. 150 g Rettich – und zumindest eins von beidem sollte nicht zuuu scharf sein. ;-)
1 kleines Stück frischer Ingwer
Sojasauce
Sesamöl 
2 EL Sesam 

Zubereitung
Den Reis gar kochen.
In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in Röllchen und die Radieschen in Scheibchen schneiden. Den Rettich mit einem Sparschäler fein abhobeln. Den Ingwer klein hacken.
Alles in einer Pfanne mit wenig Sesamöl kurz anbraten, wirklich nur 2 Minuten, damit das Gemüse knackig bleibt. Mit Sojasauce ablöschen. Sesam hinzugeben. 
Reis abgießen (wenn nötig) und mit in die Pfanne geben. Alles gut unterheben – und fertig. Wer mag, kann dazu natürlich noch Tofu knusprig anbraten, das schmeckt bestimmt prima.

Interessanter Allrounder: Rote-Bete-Marmelade

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Dezember 11, 2011

Ah, da ist es wieder – das rote Rübchen. Diesmal aber in gänzlich anderer Form. Püriert im Gläschen, mit feinen Gewürzen.

Es gibt ja so Dinge, über die stolpert man zufällig und weiß sofort: Das muss ich auch mal ausprobieren. So erging es mir mit dieser Marmelade. Allein schon, weil ich überhaupt nicht wusste, was ich mir konkret darunter vorzustellen hatte. Ist das jetzt süß, oder ist das herzhaft, isst man das auf Brot oder ist das eher so etwas wie ein Chutney? Und schmeckt das überhaupt?
Jetzt bin ich natürlich schlauer (auch wenn von dem Originalrezept außer der Verwendung von Roter Bete eigentlich nix übrig geblieben ist). Und kann alle Fragen inbrünstig mit „JA!“ beantworten: Diese Marmelade ist unheimlich toll. Gleichzeitig süß und herb, erdig und frisch. Ich könnte mir eine Million verschiedener Verwendungsmöglichkeiten vorstellen: Zu Käse, zu Fleisch, als Dip, zu Brot, beim Grill, Fondue oder Raclette. Ich habe sie bisher zu Baguette erprobt (Bingo) sowie zu der Kombi Kartoffelbrei-Spinat-Spiegelei (Doppel-Bingo!). Der Freund mochte sie zu Fischstäbchen und hat ihr die Hauptrolle in seinem geplanten Knödel-Massaker zugeteilt. 

Bei mir wird daraus definitiv ein kulinarisches Weihnachtsgeschenk – ist allerdings wirklich nur etwas für Leute, die Rote Bete mögen. Also im Zweifelsfall lieber vorher erkundigen, sonst geht unterm Christbaum das große Gemeckere los. Und daran will ich wirklich nicht Schuld sein. ;-)

Rote-Bete-Marmelade
Zutaten
500 g Rote Bete, frisch (oder vakuum-verpackt)
Schale und Saft von 1 Zitrone
250 g Rohrzucker
200 ml Orangensaft
5 Gewürznelken
1/2 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 EL getrocknete Thymianblättchen
1 EL Kümmel

Zubereitung
Die Rote Bete würfeln (Achtung! – tragt Handschuhe, sonst werdet ihr es bitter bereuen!) und gemeinsam mit den anderen Zutaten in einen Topf geben. Kurz sprudelnd aufkochen lassen – und dann auf mittlerer Hitze so ca. 15-20 Minuten (ohne Deckel) garen lassen. Anschließend pürieren und in sterilisierte Twist-off-Gläser geben. Fest verschließen, im Kopfstand auskühlen lassen und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Schon fertig. Das ging doch Ruck-zuck, oder?

Fladenbrot, vegan

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Dezember 06, 2011

Vor einigen Tagen überkam mit die unbändige Lust auf Fladenbrot, gefüllt mit Gemüse, Schafskäse und richtig dicker Joghurt-Knoblauchsauce. An sich kein Problem – bis auf das Brot. Denn bei Brot bin ich ja eigen. Wenn ich nicht selbst backe, gehe ich nur zum Bäcker meines Vertrauens, wo ich weiß, was ich bekomme. Nur an Fladenbrot hatte ich mich dahin noch nie selbst versucht und kam auch erst gar nicht auf die Idee. Also: Auf in den Supermarkt. Das erste Exemplar war schnell gefunden – und ebenso schnell wieder aus der Hand gelegt. Ebenso das nächste und das übernächste. Warum? Nun, ein bekannter Industriebrothersteller rühmt sich auf seiner Internetseite zwar mit der Pflege der „handwerklichen Tradition“, einer „ruhigen Verarbeitung“ und dem „bewussten Verzicht auf Konservierungsstoffe und gentechnisch veränderte Zutaten“. Auf der Verpackung des Fladenbrots las ich dann aber folgendes: 
Weizenmehl, Wasser, Salz, Hefe, Sesam, Verdickungsmittel: Guarkernmehl, Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren, Schwarzkümmel, Säureregulator: Natriumacetate, Dextrose, pflanzliches Öl
Klar, das wird alles rechtlich schon in Ordnung sein. Aber in der Grauzone namens „Verbrauchertäuschung“ geht man da – meiner Meinung nach – dennoch ziemlich ausgiebig spazieren. Wie dem auch sei: Ich wünsche den Konsumenten guten Appetit und esse derweil ein selbstgebackenes Fladenbrot, das vollkommen ohne dubiose Säureregulatoren und Emulgatoren auskommt – und dabei prima schmeckt: Das Brot wird außen herrlich knusprig, innen weich und flaumig. Ein kleines bisschen Kreuzkümmel im Teig sorgt für den extra Orient-Kick, kann aber natürlich auch weggelassen werden. Also ich mach' das jetzt immer so. Reste können entweder eingefroren oder am nächsten Tag frisch aufgetoastet werden. 
Vegan ist das Fladenbrot übrigens dadurch, dass der Laib nicht mit Ei, sondern Sojamilch bepinselt wird. Wer mag, kann hier natürlich beliebig tauschen. 


Fladenbrot, vegan
Rezept für 1 großen Laib

Zutaten

465 g Weizenmehl
optional: 1/2 TL Kreuzkümmel
300 ml Wasser
1 TL Salz
25 g Frischhefe
1 EL Hartweizengrieß 
1 Schuss Sojamilch
oder 1 Ei
1 TL Olivenöl
1 TL Zucker
optional: 1-2 TL Sesam und Schwarzkümmel

Zubereitung
Mehl mit dem Salz vermischen. Hefe in lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit den Knethaken eines Handmixers ca. 5 Minuten unter das Mehl heben, bis ein weicher Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt.
 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C vorheizen.
Anschließend 1 El Hartweizengrieß mit etwas Mehl vermischen und auf einer Arbeitsfläche ausstreuen. Nun hier den Teig  kurz durchkneten und in eine flache, runde Form drücken. Auf das Backblech geben und weitere 10 Minuten gehen lassen.
Öl, Sojamilch (bzw. Ei) und Zucker gut miteinander vermischen. 
Im Abstand von einigen Zentimetern mit dem Daumen "Löcher" in den Teig drücken. Mit der Flüssigkeit einpinseln und (wer mag) zum Abschluss mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
Für ca. 12 Minuten im Backofen ausbacken.

Quelle: The Vegetarian Diaries


Winterliches Milchreis-Eis

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Dezember 04, 2011
Ich weiß ja nicht, was bei euch an Weihnachten in kulinarischer Hinsicht so geplant ist, aber falls ihr noch keine Pläne habt, dann spitzt jetzt die Öhrchen:


Vor- und Nachspeisen kommen in meiner Familie eigentlich nicht vor. Wer vor dem Hauptgang schon Hunger hat, muss sich eben noch gedulden – und wer nicht satt wurde, der holt sich eben noch etwas nach. Bei uns ist es quasi Tradition, nur Hauptgerichte zu servieren. Weihnachten ist da keine Ausnahme: An Heiligabend stopfen wir uns sowieso alle so sehr mit Kartoffelsalat voll, dass ein Vorsüppchen oder Dessertschälchen eh keine Chance hätte. Dass am ersten Weihnachtsfeiertag mittlerweile eine Ausnahme gemacht wird, liegt nur an meiner jahrelangen Quäkerei: Ich will Nachtisch! Nicht immer, eigentlich nie, aber an Weihnachten will ich jetzt offiziell immer einen Nachtisch. Und während es die letzten Jahre meistens irgendeine abgefahrene Sorte Fertigeis gab, habe ich mich 2011 dazu bereiterklärt, selbst etwas zuzubereiten. Klar, Eis sollte es sein – wir stehen alle auf Eis. Aber welches? Und wie soll das überhaupt ohne Eismaschine hergestellt werden? Kein Problem – wenige Mausklicks entfernt fand ich bei Ulrike dieses Milchreis-Eis, das völlig unkompliziert ohne Eismaschine zusammengerührt wird. Aber nicht nur die Zubereitung, auch das Eis selbst überzeugt: Sahnig und und zimtig schmilzt es dahin, und die Milchreiskörner sorgen für eine besondere Überraschung – neben dem wohligen Geschmack ist vor allem die Konsistenz mal was gaaanz anderes: Das Essen macht einfach Spaß!

Übrigens: Im Original wird dazu ein Apfel-Ingwer-Kompott serviert. Ist eine prima Idee, und wird zu Weihnachten auch umgesetzt. Ich stelle mir das als einen sehr schönen, fruchtig-säuerlichen Ausgleich zum süßen Sahneis vor.

Winterliches Milchreis-Eis
Rezept für 1 Liter Eis

Zutaten
500 m Milch
150 g Milchreis
1 Prise Salz
4 EL + 80 g Zucker (ich habe insgesamt nur 100 g genommen, das hat auch gereicht)
1 TL Zimt
2 sehr frische Bio-Eier
200 g Schlagsahne 

Zubereitung
Die Milch in einem hohen Topf aufkochen lassen, Milchreis und Salz zugeben und auf kleiner Flamme ausquellen lassen (ca. 30 Minuten). 2 EL Zucker einrühren und weitestgehend abkühlen lassen. 
Weitere 2 EL Zucker mit dem Zimt mischen und in eine gefettete Kastenform (1 Liter Inhalt – nehmt entweder eine kleine Kastenkuchenform oder eine alte Eisdose) streuen. Eier und 80 g Zucker mit den Schneebesen eures Handrührgeräts schaumig schlagen. Milchreis unterrühren. Sahne steif schlagen und unterheben. Alles in die Eisform füllen, mit Alufolie abdecken und ab ins Gefrierfach. Abdecken und mindestens 6 Stunden gefrieren lassen.

Mir persönlich hat das Eis nach 5 Stunden am besten geschmeckt – da war es außen fest, und innen ganz cremig zart. Wenn es komplett durchgefroren ist, nehmt es ungefähr 30 Minuten vor dem Verzehr aus dem Tiefkühler.
Dann kann es aus der Form gestürzt und mit einem scharfen Messer in Scheiben geschnitten werden.

Schoko-Schnee-Kugeln

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November 30, 2011


So, heute zum letzten Teil meiner diesjährigen Weihnachts-Plätzchen-Back-Session (das längste Wort EVER!). Dabei haben wir noch nicht einmal Dezember. Naja, so kann's gehen. :-)
Die Schoko-Schnee-Kugeln von Living at home faszinieren mich vor allem durch ihr hübsches Antlitz. Sie sehen aus wie kleine, frischgebackene Graubrote, einfach toll – und dabei macht sich die Dekoration fast von allein. Vor dem Backen werden die rohen Teigkügelchen in viel Puderzucker gewälzt, während des Backvorgangs bricht die Kruste auf und sorgt so für diese rustikale Marmorierung. Diese ist übrigens frisch am schönsten. Auf dem Foto seht ihr links die gerade aus dem Ofen befreiten Kekse, rechts ein etwas älteres Exemplar. Geschmacklich tut sich nicht viel, aber falls ihr sie verschenken wollt, würde ich das Zeitfenster knapp halten.
Der Geschmack ist übrigens prima. Außen knusprig, innen weich, tief schokoladig und dabei nicht zu süß! Allerdings ist mir die erste Backladung an der Unterseite ganz schwarz geworden – das bietet sich zum verschenken ja nicht so an. Problem war hier wohl die Umluft-Einstellung am Ofen, die nächste Fuhre buk ich mit der altbewährten Ober-/Unterhitze, und das ergab wunderschöne, gleichmäßig braune Plätzchen. Also, obacht!
Dem Pegel der Keksdose, den schuldbewussten Blicken und der schokoladenbekrümelten Couch zufolge sind das eindeutig die Lieblingskekse von meinem Freund. Ich persönlich bin immer noch total in die Lemon Meltaways verliebt und könnte mich von morgens bis abends damit glücklich knabbern. Was sind denn eure Lieblingskekse in diesem Jahr? So könnt ihr mir schon mal Inspiration für 2012 geben. :-)

Schoko-Schnee-Kugeln
Rezept für ca. 30 Plätzchen

Zutaten
100 g Schokolade (50%)
50 g Butter
60 g  Zucker
1 Ei
1 Eigelb
100 g Mehl
1 EL Kakao
1/4 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL gemahlener Zimt
 Puderzucker zum Wälzen

Zubereitung 
Schokolade hacken und gemeinsam mit der Butter über einem heißen Wasserbad zerlassen. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Zucker, Ei und Eigelb unterrühren. Mehl, Kakao, 1 Prise Salz und Zimt unterrühren. Masse im Kühlschrank 2 Stunden fest werden lassen.

Anschließend teelöffelweise zu walnussgroßen Kugeln formen und in viel Puderzucker wälzen. Im Abstand von 4 cm auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad ca. 14 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und dann vorsichtig in weihnachtstaugliche Blechdosen schichten. 

Vanille-Sirup

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November 29, 2011

Ja, Weihnachten steht in weniger als vier Wochen vor der Tür und wir alle vor der schwierigen Frage: Was um Herrgottswillen kann ich schenken?

Ich habe beschlossen: 2011 gibt es nur Selbstgemachtes. Das hat mehrere Gründe: Einerseits habe ich von mal zu mal mehr Geld in Geschenke investiert, dieses Jahr aber nicht so viel zur Verfügung und möchte (bzw. muss) kürzer treten. Andererseits finde ich es angesichts der derzeitigen Finanzlage und der Situation vieler Länder unsäglich, dass die deutsche Presse mal wieder eine Rekordsumme im Weihnachtsgeschäft prophezeit und die Leute scheinbar nur noch blind konsumieren, konsumieren, konsumieren. 
Natürlich ändere ich nicht die allgemeinen Mentalitäten, wenn ich meine Sachen selbst mache, und dem Weihnachtsgeschäft kommt es auch auf 100 oder 200 Euro von mir nicht an – aber alles beginnt ja im Kleinen. Und an Ideen mangelt es mir nicht – ganz im Gegensatz zu früher, wo ich immer hin und her überlegen musste, wie ich meiner Familie und meinen Freunden eine gekaufte Freude bereiten kann. Für dieses Jahr plane ich unter anderem, Schmalz, Likör und Sirup unter die Leute zu bringen. Gerade Sirup ist eigentlich genial: Die Herstellung ist günstig, benötigt nur wenige, einfache Handgriffe und es gibt unendlich viele Möglichkeiten der Variation. Außerdem ist er fast universell einsetzbar: Er eignet sich für Tees und Kaffee, für Joghurt, Quark, Milchreis und Pfannkuchen, aber auch zum backen. Zu Weihnachten passt zum Beispiel ein vollmundiger Vanille-Sirup. Jeder mag doch Vanille, oder? Und mit der Schote in der Flasche ist es auch ein optisches Highlight, das für glitzernde Äuglein unterm Tannenbaum sorgt. 

Lebkuchen-Kekse

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November 27, 2011

Dieses Rezept kommt außerhalb der von mir geplanten Reihe. Aber manchmal hat man die Dinge nicht selbst in der Hand – schließlich konnte ich nichts dafür, dass am Montag ein liebevoll verzierter Umschlag mit einem groooßen Beutelchen Lebkuchengewürz im Briefkasten lag. Danke, Franzi! Dank dir musste (jaaa, musste!) ich nun also auch noch Lebkuchen backen. Eigentlich sind das ja meine „Klassiker“, die ich schon seit Jahren zu Weihnachen backe und auch aus meinem Verwandten- und Freundeskreis gierig eingefordert werden. Kein Wunder: Das Aroma, das sich in den 3-4 Tagen, in denen der Teig im Kühlschrank ruht, ist ein grandioser Gewürz-Flash. Ich liebe diese Dinger. 
Dieses Jahr sollten zwar primär neue Kreationen auf dem Plätzchen-Teller landen, aber hierfür mache ich dann doch gerne die Ausnahme.  
Verziert sind die Plätzchen mit weißer und brauner Kuvertüre, grünem Glitzerzucker (toll, oder?), Royal Icing und Perlmuttperlen (richtige Prinzessinnenkekse, oder?) und teilweise auch gerösteten Mandeln. Ich hab' einfach alles genommen, was da war und bunt durcheinander gewürfelt. Nur mit dem Icing muss ich noch üben... 

Lebkuchen-Kekse
Rezept für ca. 90 Kekse

Zutaten
125 g Butter
200 g Honig
200 g Rübensirup 
2 Eier  
Saft von 1/2 Zitrone
600 g Mehl
1 Packung Lebkuchengewürz
1/2 frisch geriebene Muskatnuss
375 g Rohrzucker
35 g Stärke
1 EL Kakaopulver
1/2 Beutel Backpulver

Zubereitung
Butter, Honig und Rübensirup miteinander erwärmen. Kurz abkühlen lassen, anschließend Zitronensaft und verquirlte Eier zugeben.
In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken.  Rübenkrautmasse hineingießen und alles gut miteinander verkneten. Vielleicht noch Mehl zugeben, wenn der Teig deutlich feucht ist. 
Anschließend mit Mehl bestäuben und mit einem Tuch abdecken. Drei Tage (im Kühlschrank! Denkt an die frischen Eier...) ziehen lassen, dabei zwischendurch einmal durchkneten.

Den Teig gleichmäßig dick ausrollen und beliebige Förmchen ausstechen. 
Bei ca. 180-200 Grad (Ober-/ Unterhitze) ca. 12 Minuten backen. Achtung: Die Ränder werden schnell (zu) braun. 

Nach dem Backen werden die Kekse schnell SEHR hart. Ich persönlich mag das. Aber wenn sie zwei Tage offen an der Luft gelegen haben, werden sie soft und richtig lebkuchig-weich.

Lemon Meltaways

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November 24, 2011

Diese Kekse sind Teil meiner geplanten „Simple-but-aweeeesome!“-Plätzchen-Trilogie, die eventuell noch ein, zwei zusätzliche Teile bekommt (so wie bei guten Blockbustern, da kommt auch immer noch ein Teil hinterhergeschoben, wenn's sich gut verkaufen lässt... ). Aber was soll ich auch tun? – Meine Blogroll ist tagtäglich gefüllt mit den allerköstlichsten Keksvarianten, die man einfach ausprobieren muss. 
Die Lemon Meltaways kommen im Original als Lime Meltaways daher, werden also mit Limetten zubereitet. Ich entschied mich eigenmächtig für die zitronige Variante, weil ich der gelben Frucht schon vor Jahren die ewige Treue geschworen habe – und weil ich Bio-Limetten nur selten zu akzeptablen Preisen bekomme, aber das nur nebenbei. 


Und was soll ich sagen? Ich glaube, tatsächlich die leckersten Plätzchen aller Zeiten gefunden zu haben. Klar, sie sehen wirklich einfach und vielleicht auch langweilig aus, aaaber: Sie zerfallen im Mund, schmelzen auf der Zunge dahin und erfüllen mich mit einem zitronig-wohligen Glücksgefühl. Die Keksdose leert sich mit rapider Geschwindkeit, so dass ich wohl nicht drum herum kommen werde, noch einmal eine Fuhre nachzulegen. Ausprobieren!

Lemon Meltaways
für ca. 80 Flauscheplätzchen

Zutaten
300 g Butter, weich 
70 g Puderzucker (+ ca. 100 g zum späteren Wälzen)
Abrieb von 1,5 Biozitronen
60 ml Zitronensaft
Mark von 1 Vanilleschote
550 g Mehl
50 g Maisstärke
1 TL Salz

Zubereitung

Das Mehl mit der Stärke und dem Salz in einer Schüssel vermischen.
Die weiche Butter und den Puderzucker mit einem Mixer einige Minuten schaumig rühren. Zitronenabrieb, -saft und das Vanillemark zufügen und unterrühren.
Nun die Mehlmischung hinzugeben und alles kurz unterrühren.
Den Teig in 3-5 Portionen teilen und zu Rollen formen. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank lagern.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 10 bis 15 Minuten backen. Achtung: Die Kekse sollen nicht bräunen!

Anschließend zum Auskühlen auf ein Rost geben. Sobald sie vollständig ausgekühlt sind, in Puderzucker wälzen. 

Quelle
Abgewandelt nach Steph, die es widerum von Martha Steward hat.

Wirsing-Pasta mit Birnen

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November 22, 2011

Ja, auf Birnen stehe ich irgendwie. Nicht nur pur oder morgens im Müsli, sondern auch in deftigen, herzhaften Hauptgerichten. Zum Beispiel in dieser Wirsing-Pasta. Ganz grob hatte ich die Idee, seit ich bei Gourmande von der Weißkohl-Quitten-Pasta gelesen hatte. Dann verbloggte Maja noch Wirsing-Hack-Nudeln mit Schmand, und so kam beides irgendwie zusammen. Hackfleisch stellt in einer vegetarischen Küche natürlich im Allgemeinen ein no go dar, meine letzte Quitte hatte ihre besten Tage längst hinter sich – also musste ein wenig umgemodelt werden. Heraus kam dieses ganz wunderbare Herbstgericht, das mir wirklich sehr gut geschmeckt hat und unbedingt mal wieder gekocht wird. Die beiden Komponenten herb (Wirsing) und süß (Birne) ergänzen sich – wie erwartet – wirklich sehr gut. Dann noch der leicht auf der Zunge prickelnde Szechuan-Pfeffer, und der milde, ausbalancierende Käse – ach, ich verfalle ins Schwärmen! Herbstküche ist einfach toll!



Wirsing-Pasta mit Birnen
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
300 g Wirsing, in feine Streifen gehäckselt
2 Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
1 EL Öl
75 g geriebener Käse
2 reife, weiche Birnen
2 EL Saure Sahne (oder mehr, je nach Wunsch)
Salz
Szechuan-Pfeffer (oder normaler Pfeffer, hauptsächlich frisch gemahlen)
100 – 200 g Pasta

Zubereitung
Die Pasta kochen. Währenddessen Öl in der Pfanne erhitzen, Wirsing und Zwiebeln zugeben und ca. 15-20 Minuten dünsten. Öfters mal umrühren, damit der Wirsing nicht schwarz anbrät, gegebenenfalls etwas Brühe zufügen. Die Birne in nicht zu kleine Stücke würfeln und kurz vor Schluss mit dem Käse unterheben. Falls eine etwas cremigere Sauce gewünscht ist, ist nun der Zeitpunkt gekommen, Saure Sahne oder ähnliches unterzurühren. Mit Salz und Szechuan-Pfeffer abschmecken.

Jetzt die fertig gekochte Pasta zu der Pfanne mit dem Wirsing-Gemüse geben, ordentlich vermischen und auf die Teller verteilen. Mit einem (weiteren) Klacks Saure Sahne verzieren.

Double Chocolate Cheesecake Muffins

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November 20, 2011

Momentan geht's hier ja wieder arg süß zu, gell? Naja, was soll man machen? Manchmal ergibt es sich einfach so. Diese Double Chocolate Cheesecake Muffins sah ich zuerst bei Steph und Kirsten. Ich war  direkt verliebt. Und als sich die Schwiegermama etwas Selbstgebackenes für den Geburtstagskaffee wünschte, war sofort klar: Die sollten es sein, die und keine anderen. Ich war mir einhundertprozentig sicher, dass ich einen totalen Knaller fabrizieren würde.

Als ich sie aus dem Ofen holte, bekam mein Enthusiasmus allerdings schon einen ersten Knick: Während meine Vorbäckerinnen allesamt mit schönsten Mustern aufwarten konnten, war der Effekt bei mir nur minimal ausgeprägt. Wirklich schlecht sahen sie aber auch nicht aus, also dachte ich mir nichts weiter dabei. Stutzig wurde ich erst, als mir nach einigen Stunden auffiel, dass das Topping irgendwie „oll“, angetrocknet, aussah. Und leider hat der Geschmackstest (wohl einen Tag später!) diesen Eindruck bestätigt: Sie waren irgendwie sehr krümelig, fast altbacken, als hätten sie ihre besten Tage längst hinter sich. Selbst wenn die große Runde meine „Backkünste“ außerordentlich lobte und die eine oder andere kuchenverfressene Oma sich auch ein zweites Exemplar geangelt hat, gab mein unbestechlicher Testesser zu später Stunde zu, dass ich schon bessere Sachen fabriziert hätte. Das finde ich wirklich schade. 
Fehlersuche? Ich bin mir nicht sicher. Um ein schöneres Muster zu erhalten, würde ich beim nächsten Mal (wenn es dazu kommen sollte), weniger Topping auf die Muffins streichen. Vielleicht lag es auch am verwendeten Frischkäse? Vielleicht würde ich auch die Backzeit von 20 auf 15 Minuten reduzieren – Öfen haben ja doch alle eigene Persönlichkeiten, Kanten und Macken, und vielleicht waren 20 Minuten einfach zu heftig? Falls sonst noch iiirgendjemand eine Ahnung hat, was hier los war: Bitte gebt mir einen Tipp!
Aber: Das Rezept bekommt ihr trotzdem! Schließlich haben seriöse Quellen es bereits erprobt und für gut befunden. Auf ein gutes Gelingen! Trotzdem mein Tipp: Möglichst noch am selben Tag verzehren, da geht man auf Nummer Sicher. ;-)

Double Chocolate Cheesecake Muffins
Rezept für 12 Muffins

Zutaten
für den Teig
100g gute, 70%ige Schokolade
30g Butter
200g Mehl
100g Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 TL Backpulver
1/4 TL Natron
2 EL Kakao
2 Eier
200g Milch
50g Schokotropfen

für das Topping
250g Frischkäse
1 Ei
30g Zucker
20g Maisstärke
Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Zubereitung
Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Schokolade grob hacken, gemeinsam mit der Butter im Wasserbad schmelzen und dabei mehrfach umrühren. Beiseite stellen. Mehl, Zucker, Kakaopulver, Backpulver und Natron trocken miteinander vermischen, geschmolzene Schokolade und Schokotropfen unterrühren.

Eier und Milch miteinander verrühren. Alle Zutaten für das Topping vermischen. Die trockenen Zutaten zu der Eiermilch geben und nur kurz miteinander verrühren, so dass der Teig gerade so eben feucht ist. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und jeweils einen Esslöffel der Käsecreme darüber geben. Muffins ca. 20 Minuten backen, kurz in der Form auskühlen und später auf einem Kuchengitter komplett erkalten lassen.

Klassisches Weißbrot

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November 17, 2011

Ohne viele Worte kommt hier das Rezept für mein allerliebstes Weißbrot – mal wieder ein Rezept von Muttern, mal wieder altbewährt. 
Dieses Weißbrot ist irgendwie so ein Zwischending von Toastbrot und Stuten. Konsistenz: Toast. Geschmack: Stuten. Das finde ich prima. Toast schmeckt doof und langweilig, punktet aber durch Stabilität. Stuten hingegen schmeckt lecker und zuckrig und winterlich, zerfleddert aber schon, wenn man eine Scheibe aus der Tüte nimmt. Nach dem Bestreichen mit Butter hat man ihn dann meist in mehrere Stücke zerlegt. 
Das alles passiert mit diesem Weißbrot nicht. Es ist in der kalten Jahreszeit mein absolutes Lieblingsbrot: Angenehm flauschig, dezent süß, schmeckt sowohl geröstet als auch weich, mit kräftigem Käse, oder mit Butter und Marmelade. Sonntagskuchen? Brauch' ich jetzt erstmal nich' mehr...

Klassisches Weißbrot
Rezept für 1 große Kastenform 

Zutaten
1 kg Mehl
knapp 1 Würfel Hefe
1/2 l Milch oder Buttermilch
150 g Butter
2 TL Salz
100 g Zucker

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen. Mit den Knethaken des Handrührgerät eures Vertrauens verkneten und an einem warmen Ort zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.  
Die Butter schmelzen und gemeinsam mit dem Zucker und dem Salz zum Teig geben. So weit verkneten, dass ein schöner, nicht klebriger Teig entsteht. Falls nötig, noch etwas Mehl zugeben.

Zu einer schönen Rolle formen und in die gefettete Brotbackform geben. Erneut zugedeckt gehen lassen, bis der Teig die Oberkante der Form erreicht.
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160-170° C ca. 35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Plätzchen, die erste: Snickerdoodles.

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November 16, 2011
Snickerdoodles

Diese Woche habe ich mit der diesjährigen Weihnachtskeks-Backerei begonnen. Dem einen oder anderen Leser wird das vielleicht früh erscheinen, für mich persönlich aber ist Mitte November der perfekte Zeitpunkt. Mein Problem: Ich bin irgendwie unbegabt. Erstens, was die Form angeht. Was bei anderen wunderschöne Kipferl, Flügelchen und Engelchen ergibt, sieht bei mir aus wie... eine Wurst (egal, welchen Ausstecher ich nehme, das Ergebnis ist immer: Wurst). Zweitens, was die Schnelligkeit betrifft. Ich bin unendlich lahm – was vielleicht mit an den Würsten liegt, die mich wahnsinnig machen. Während die eine Fuhre im Ofen langsam verkokelt, rolle und steche ich noch immer widerspenstigen Teig für die nächste Ladung aus. Aus diesem Grund schmeckt ein nicht unwesentlicher Teil meiner Plätzchen immer... naja, nennen wir es verharmlosend „knusprig-braun“.
Darauf möchte ich dieses Jahr gerne verzichten. Aus diesem Grund serviere ich euch in den nächsten drei Wochen je ein deppensicheres Keksrezept, das all meine Ansprüche erfüllt:

Der Teig ist unkompliziert in der Herstellung und kommt ohne exotische Zutaten aus, die Förmchen sind unnötig, es wird nur geschnitten oder gerollt, mindestens eine meiner liebsten Zutaten (Zimt, Schokolade, Zitrone) ist mit im Spiel – und das Resultat schmeckt bombig (natürlich, sonst könnte man sich den Stress ja sparen).

Die Grundbedingungen sind also klar. Dann kommen wir doch gleich zum ersten Rezept: Snickerdoodles. Ha, als ich den Namen zum ersten mal hörte, habe ich mir darunter etwas total krasses vorgestellt, so typisch amerikanische Brownies, gefüllt mit Erdnüssen, Karamell und so. Im Endeffekt sind es aber eigentlich „nur“ Zimtkekse. Die aber haben es in sich: Der Teig ist wundervoll unkompliziert in der Verarbeitung, der pappt nicht an den Händen und bricht nicht. Nach dem Backen sind die Kekse erst weich, erhalten nach dem Auskühlen aber eine wunderbar knackige Zimtkruste, die während des Kauens auf der Zunge zergeht. Lasst euch von dem einfachen Äußeren nicht abschrecken: It's christmas in your mouth! 


Und weil es so schön passt, ist dies auch mein Teilnahmebeitrag beim Event „Backe, backe Plätzchen“ von Petra.  

Snickerdoodles
Rezept für ca. 65 Kekse

Zutaten
für den Teig
160 g weiche Butter
180 g Zucker
2 Eier
330 g Mehl
2 TL Backpulver
1 ordentliche Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote

für den Zuckermantel
ca. 100 g Zucker
1-2 EL  Zimt

Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. 
Butter und Zucker cremig einige Minuten lang cremig verrühren. Anschließend die Eier hinzugeben und schaumig schlagen. Mehl mit Salz, Backpulver und Vanillemark mischen und unter die Buttermasse rühren.
Auf einem Teller (oder in einer Schüssel, wie ihr wollt) Zucker und Zimt mischen. Aus je 1/2 EL Teig kleine Kugeln formen und diese ordentlich im Zimtzuckerbad abtauchen lassen. Die Kugeln auf dem Backblech verteilen und mit einem Löffel leicht flach drücken.
Nun ab in den Ofen und ca. 7-8 Minuten backen lassen. Sie sollten noch leicht hell und weich sein, ansonsten trocknen sie beim Auskühlen zu sehr aus.

Quelle: 
Abgewandelt nach Küchenzeilen.

Herbstgratin mit Kürbis, Lauch und Roter Bete

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November 11, 2011

Der Herbst ist jetzt wohl endgültig eingekehrt. Für mich ein wunderschöner Herbst: Klirrend kalte Morgen, buntes Laub, klare Nachtluft. Und auch wenn ich mich jeden Tag über den fiesen Wind ärgere, der vom Rhein her durch meine mit viel Sorgfalt gebändigten Haare weht, ist der Herbst doch die beste aller Jahreszeiten. 
Und das liegt – natürlich – nicht zuletzt an den tollen Gemüse- und Obstsorten, die man jetzt ernten kann. Dass der Kürbis mein Favorit ist, hat mittlerweile wohl Jeder mitbekommen. Mein zweiter Star am Himmel der Herbstgemüse ist die Rote Bete. Was vielleicht mit daran liegt, dass ich sie viel zu spät entdeckt habe. Naja, natürlich kenne ich die Rote Bete schon seit meiner Kindheit – aber nur eingelegt im Glas, meistens serviert zu Bratkartoffeln. Das ist in Deutschland wohl the classic way, und ich vermute, dem einen oder anderen Leser wird dies nicht unbekannt sein. Aber: Man tut ihr Unrecht, wenn man sie zur süß-sauren Beilage verdammt. 
Hier und hier hatte ich bereits zwei sehr schöne Salate mit Roter Bete verbloggt. Heute spielt sie in einem wirklich tollen Herbstgratin die Hauptrolle – mit Hokkaido-Kürbis als Co-Star und würzigem Lauch und knusprigem Mozzarella in den Nebenrollen. Eine einfache Kombination, die aus gerade mal sechs Zutaten besteht. Aber so ist es ja oft: Die einfachsten Dinge schmecken am tollsten.
Sahne sucht man in diesem Gratin vergeblich. Es wird nichts zugefügt, was die Sache schwer und pappig macht. Ich stehe da einfach nicht so drauf (und vertrag es nicht). Ich mag mein Gemüse pur, am liebsten geschmort im eigenen Saft. Auch der Käse „erdrückt“ das Gemüse nicht, sondern dient als geschmacklicher Akzent. Mir gefällt das so – Freunde von Sahnesaucen und Käsefäden dürfen aber gerne ergänzen, was ihnen hier fehlt.

Herbstgratin mit Kürbis, Lauch und Roter Bete
Rezept für 2 Portionen


Zutaten
2 Kugeln (frische) Rote Bete
300 g Hokkaido-Kürbis, geputzt
1 Stange Lauch 
Salz und Pfeffer
125 ml Gemüsebrühe
60 g Mozzarella, zerpflückt

Zubereitung
Den Backofen auf 200° (Umluft) vorheizen. Nun unbedingt Einweghandschuhe überstülpen (!) und die Rote Bete mit einem Messer dünn schälen, in Scheiben schneiden, salzen und zur Seite stellen.
Handschuhe wieder ausziehen und den Kürbis in dünne Spalten schneiden, dann ebenfalls salzen und beiseite stellen. Als letztes folgt der Lauch: Geputzt, und abermals in feine Ringe geschnitten und gesalzen. Die dünnen Scheiben und Ringe dienen allerdings lediglich einer hübscheren Optik. Ihr könntet auch alles mehr oder weniger grob würfeln und dann in der Auflaufform durcheinanderschmeißen. Das spart Zeit. 

Aber egal, ob wir nun fein- oder grobgeschnittenes Gemüse haben: Es wandert nun in die Auflaufform. Entweder hübsch in Reihen geschichtet oder kunterbunt untereinander.
Die Gemüsebrühe über den Auflauf gießen. Man benötigt wirklich nicht viel davon, sonst landet eine Riesenportion Suppe mit auf dem Teller – mit der entsprechend geringeren Menge an Brühe aber wird das Gemüse nicht trocken und gibt gleichzeitig seinen eigenen Saft abgibt. So entsteht wenig, aber herrlich aromatisch Sauce.

Die Auflaufform ab in den Ofen schieben und nach 15 Minuten mit dem zerpflückten Mozzarella bestreuen. Weitere 10-15 Minuten fertig garen und sofort servieren.

Olivenmuffins mit Schafskäse

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November 06, 2011


Diese Olivenmuffins mit Schafskäse widme ich der lieben Alice, die dazu aufgerufen hat, ihre Geburtstagsparty zu retten, die in zwei Wochen stattfindet. Tja, mit Gerichten für Partys ist das ja so eine Sache... schwierig, schwierig. Man will ja nichts langweiliges kredenzen, aber viel Zeit für aufwändiges Koch- und Backprozeduren hat man auch nicht. Und ganz davon abgesehen: Nicht jeder Mensch auf dieser Welt mag diese „neue“, modernere Art zu kochen, die ganz im Sinne des cross cookings verschiedene Länderküchen miteinander verbindet und Wasabicupcakes mit Birnen-Cream-Cheese-Frosting oder Süßkartoffel-Quiche an Zitronengrasschaum hervorbringt. 
Das ist auf jeden Fall meine Erfahrung. Natürlich, ich beschäftige mich dauernd mit Nahrungsmitteln und den verschiedenen Möglichkeiten ihrer Zubereitung, probiere dementsprechend dauernd etwas Neues aus – aber das kann man nicht von allen Menschen um einen herum erwarten. Ich könnte ja mal die Geschichte erzählen, wie mein Vater sich vor einigen Jahren aufgeführt hat, als meine Mutter ihm das erste Mal eine Lasagne vor die Nase stellte („Wasn das? Kann man das essen?“), aber ich denke, ihr wisst schon, worauf ich hinaus will. Dementsprechend versuche ich, für Geburtstagspartys immer etwas zuzubereiten, was möglichst den Geschmack von vielen trifft, gleichzeitig aber nicht altbacken und langweilig ist (Mettigel, Käsehäppchen mit Weintrauben, Gulaschsuppe). Diese Muffins hier sind eins meiner liebsten Party-Mitbringsel. Warum? 
Erstens sind Muffins per se sehr schnell zusammengerührt und fertig gebacken: Nur wenige Zutaten und Handgriffe sind nötig, man benötigt weder einen Mixer noch gar eine Küchenmaschine, der Teig ist problemlos und will weder besonders lange geknetet werden noch stundenlang ruhen. Die Zeit, die man für die Herstellung von Muffins benötigt liegt meistens ingesamt unter 1 Stunde. Ein weiterer Vorteil von Muffins liegt darin, dass sie nicht kleckern. Sie krümeln höchstens ein wenig, aber das ist weitaus leichter zu verkraften als ein Stück Sahnetorte, das vom Teller fällt und den Teppich ruiniert. Apropos Teller: Auch die benötigt man für Muffins nicht. Jeder schnappt sich ein Törtchen und kann es direkt aus der Hand essen. Spart dann auch wieder den Abwasch. 
Speziell zu diesen Muffins bleibt nur zu sagen, dass Oliven und Schafskäse ja eigentlich ziemlich beliebt sind. Leicht mediterran angehauchtes Essen geht immer gut weg. Und ein weiterer Pluspunkt: Sogar vegetarier-tauglich. Besser geht's doch gar nicht.

Olivenmuffins mit Schafskäse
Rezept für 12 Muffins

Zutaten
80 g entsteinte Oliven, schwarz, grün oder auch gemischt
200 g Schafskäse
250 g Mehl (1050)
1 EL gehackter Rosmarin
2 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Salz und Pfeffer
2 Eier
80 ml Olivenöl  
300 g Naturjoghurt 

Zubereitung 
Den Backofen auf 180°C (Ober-/ Unterhitze vorheizen). Die Vertiefungen der Muffinsform mit Papierförmchen auslegen – oder, wer das lieber mag, einfetten.

Die Oliven in Scheiben schneiden. Einen Teil des Käses in 12 Würfel schneiden, den Rest zerkrümeln und einen Teil davon (nicht alles!) zusammen mit dem Mehl, den Oliven, dem Rosmarin, dem Backpulver, dem Natron sowie Salz und Pfeffer in eine Rührschüssel geben und vermischen. 
Das Ei in einer zweiten Schüssel leicht verquirlen, das Öl und den Joghurt unterrühren.

Die Eimasse zur Mehlmischung geben und mit einem Kochlöffel nur so lange verrühren, bis alle Zutaten feucht sind. Den Teig in die Muffinsvertiefungen geben und je 1 Käsewürfel obenauf setzen und leicht andrücken. Den restlichen Käse darüber streuen.

Im Backofen in 25–30 Minuten goldbraun backen und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Schmecken noch warm, aber auch kalt. :-)

Pumpkin Oreo Cheesecake

| On
Oktober 30, 2011

Wow, im Moment geht's hier Schlag auf Schlag süß zu. Aber es gab in den letzten Tagen und Wocheneinfach so viele Anlässe, zu denen Kuchen gefordert wurde - da kann ich ja nun mal nix gegen machen. Nachdem ich bereits letzten Herbst einen superleckeren amerikanischen Pumpkin Pie gemacht hatte, wollte ich auch dieses Jahr wieder auf irgendeine Art und Weise Kürbis verbacken. Und nachdem ich alle möglichen Blogs und Bücher gewälzt hatte, fiel die Entscheidung auf einen amerikanischen Pumpkin Oreo Cheesecake. Das Rezept stand zwar nirgendwo, aber ich hab's mir dann hier und da zusammengeholt - im Endeffekt ist es aber dann doch so was ähnliches wie eine Eigenkreation. Warum ich unbedingt Oreos da rein pappen musste, ist mir im Nachhinein allerdings nicht mehr wirklich klar. Warum sind das eigentlich solche Kult-Dinger? Die schwarzen Plättchen schmecken ja nur nach... trockenem Kakaoteig, und diese seltsame Plastikcreme ist auch kein Highlight. Beim nächsten Mal gibt's einen ordentlichen Boden aus Butter- oder Ingwerkeksen, oder noch besser: gar keine Kekse, sondern selbstgemachten Mürbeteigboden.
Bezüglich der Füllmasse kann natürlich Jeder vorgehen, wie er möchte. Frischkäse der Vollfettstufe dürfte gar kein Problem sein, ich mag's jedoch etwas weniger schwer... Im Endeffekt hat's der Geburtstagskaffeetafel auf jeden Fall gut gemundet. So gut, dass ich eigentlich gar nichts anderes hätte backen müssen.



Pumpkin Oreo Cheesecake
Rezept für 1 Springform (ca. 26 cm)  

Zutatenfür den Boden
16 Oreos (oder andere Kekse)
60 g Butter

für den Teig
300 g Frischkäse, fettreduziert
150 g Magerquark
200 g Kürbispüree
140 g Rohrzucker
1/2 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss, frisch gemahlen
1 Prise Salz 

für das Topping
200 g Saure Sahne
40 g 
Vanilleschote, das Mark


Zubereitung
Zuerst werden die Kekse zermahlen: Ideal funktioniert das natürlich mittels Mixer, wem es an ebendiesem mangelt, nimmt einfach einen Gefrierbeutel, stopft alle Kekse rein und rollt anschließend mit ordentlich Schmackes mit einem Nudelholz drüber. Das funktioniert auch. Anschließend werden die Krümel mit der geschmolzenen Butter verrührt. 
Die Mischung mit der Rückseite eines Löffels in einer mit Backpapier ausgelegten Springform verstreichen, an den Seiten ein bisschen hochschieben, damit ein Rand entsteht. Für mindestens 30 Minuten kühl stellen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vorheizen und die Füllung zubereiten: Frischkäse und Quark kurz mit dem Handmixer aufschlagen. Zucker mit den Gewürzen verrühren, zur Frischkäsemasse hinzufügen und cremig schlagen. Nach und nach die Eier zufügen und zum Schluss das Kürbispüree  unterheben. Auf dem Teigboden verteilen, glatt streichen und in den Ofen schieben. 

Für das Topping die Saure Sahne, das Vanillemark und den Zucker verrühren. Nach ca. 50 Minuten Backzeit den Kuchen damit bestreichen und weitere 10 Minuten backen.
Dann den Ofen und den Kuchen bei geöffneter Ofentür abkühlen lassen.
Am besten schmeckt der Kuchen gut gekühlt am nächsten Tag.


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