Donnerstag, 9. Juni 2011

Polenta-Kekse mit Orange


Als ich gestern Nacht während eines wirklich heftigen Gewitters nicht schlafen konnte und mich deswegen in Kochen für Freunde müde blätterte, hat dieses Rezept sofort meine Aufmerksamkeit erregt: Kekse mit Polenta? Klang ungewöhnlich, also: Nachmachen. 
Leider hatte ich nicht mehr so viel Polenta übrig, deswegen habe ich mehr Mehl benutzt, außerdem weniger Zucker und unter eine Hälfte des Teigs Kakaopulver gerührt. Das Ergebnis: Lecker! Ratzfatz auf dem Tisch und der Maisgrieß macht die Kekse sehr, sehr knusprig. Die kleinen Körnchen werden allerdings durchs Kauen nicht weicher, wer sich daran stört, ist mit diesem Rezept also nicht gut beraten. Mir schmecken sie allerdings prima, und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die hellen oder dunkle Variante bevorzuge (wobei letztere ein weeenig wie meine geliebten Jaffa-Kekse schmecken... hmmm).

Übrigens habe ich die Plätzchen in einer veganen Variante gebacken. Warum? Weil ich der veganen Lebensweise prinzipiell zugetan bin, ab und an mal einen „veganen Monat“ einlege und weiß, dass viele Ernährungsinteressierte stets auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen zu ümmeligen Fabrikkeksen voller tierischer Fette und Käfigeiern sind.

Polenta-Kekse mit Orange
Rezept für ca. 50 Plätzchen

Zutaten
170 g Margarine (unvegan: Butter)
150 g Polenta
200 g Mehl
150 g Zucker
2 TL Ogran No-Egg oder ein anderer Ei-Ersatz (unvegan: 2 Eier)
abgeriebene Schale von 2 Bio-Orangen
1 EL echtes Kakaopulver, stark entölt

Zubereitung
Margarine, Polenta, Mehl und Zucker miteinander vermischen, bis man einen krümelig-klebrigen Teigklumpen (ähnlich Streuselteig) in der Schüssel hat. Orangenschale und angemischten Ei-Ersatz bzw. Eier zufügen.
Teig anschließend in zwei Hälften teilen, und bei einer zusätzlich einen EL Kakaopulver unterkneten.Zwei glatte Kugeln formen und mit Klarsichtfolie abgedeckt ca. 1 Stunde im Kühlschrank zwischenlagern.

Backofen auf 190° C vorheizen. Von dem Teig mit einem Teelöffel kleine Stückchen abstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Man kann sich natürlich auch Mühe geben und kleine Kugeln o. ä. formen, aber ich fand diese rustikale Form irgendwie ansprechend. 
In 5-6 Minuten fertig backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Die Kekse sind nach dem backen sehr (!) weich, nach wenigen Minuten hart und nach ein paar Stunden ultraknusprig.

Kommentare:

  1. Die Kekse sehen total lecker aus, schmecken sicher auch so~

    Fotowettbewerb: “Lärm vs Stille”

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  2. ja, besonders lange haben sie zumindest nicht gehalten. ;)

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  3. Die klingen aber sehr lecker, Jaffa-Cakes mag ich auch :)
    Wow, einen ganzen veganen Monat? Respekt, ich denke mir wäre schon eine Woche zu lang.

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