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28.06.2011 Oliven-Parmesan-Cracker


... die im Original (nämlich erneut der „Sommerküche“) eigentlich feurige Chili-Oliven-Cracker heißen. Da ich allerdings wenig Interesse an zu scharfen Knabbereien habe und gerade Chili eine heikle Sache ist („ups, verschüttet...“ oder „ach, da kann ruhig noch was mehr rein... so...  WASSER, WASSER!“), habe ich es gaaanz genau genommen und nur einen halben Teelöffel Chiliflocken hinzugefügt. Das finde ich aber genau richtig, weil das feine Aroma von Rosmarin, Oliven und Parmesan sonst von der Schärfe erdrückt würden.
Tjoah, und was soll ich sagen? Super einfach, super schnell, super lecker, super mürbe, super käsig! I like!

Oliven-Parmesan-Cracker
Rezept für ca. 40 Cracker

Zutaten
16 schwarze Oliven ohne Stein
2 TL Rosmarin, getrocknet
1/2 TL Chiliflocken
180 g Mehl
3 Prisen Salz
70 g frisch geriebener Parmesan
125 g kalte Butter

Zubereitung
Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Die Oliven fein hacken. 
Das Mehl mit Salz und Parmesan mischen. Die Butter in Stücke schneiden und mit den Oliven, Rosmarin und Chili fix unter's Mehl arbeiten und daraus einen Mürbeteig kneten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen und Kekse ausstechen oder schneiden - ich habe einfach mit einem Messer Quadrate ausgeschnitten, finde ich optisch ganz ansprechend. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Auf der mittleren Einschubleiste des Ofens ca. 20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind und knusprige braune Ränder haben. Fertig! Allerdings schmecken sie jetzt noch nicht besonders intensiv, deswegen: erst auskühlen und am besten ein paar Tage in einer verschlossenen Blechdose durchziehen lassen. 

Quelle
Tanja Dusy, Sommerküche - voller Sonne und Aroma, GU, 2010.

27.06.2011 Nicht-Rezept: Cake Pops


Der Schein trügt: Zwar schauen die Cake Pops hier ganz hübsch und unschuldig drein, als könnten sie kein Wässerchen trüben - und doch hat mich die Zubereitung ganz wahnsinnig gemacht. Gut, das liegt natürlich weniger an den Pops als an mir - und deswegen gibt es heute auch ein Nicht-Rezept, damit ihr - ihr alle da draußen, die irgendwann mal Cake Pops machen möchtet - nicht die selben Fehler macht wie ich, und im Endeffekt den gesamten Kram nur in den Müll treten möchtet.

19.06.2011 Schwarzwälder Kirschkuchen, portabel

Nachdem ich nun eine Woche beruflich (und schwer schuftend) in Süddeutschland unterweges gewesen bin, fühle ich mich wie vom Laster überrollt. Eigentlich möchte ich nur liegen und schlafen. Aber dann könnte ich nicht dieses wundervolle Kuchen-Rezept posten, das ich noch letzten Sonntag als Wegzehrung für die Fahrt nach Bayern ausprobiert habe und das mit wirklich total umgehauen hat. Ich hatte noch so viele frische Kirschen, die während meiner Abwesenheit nicht vergammeln sollten, also musste ich sie in eine portable Form bringen, was mir - ich will mich nicht selbst loben, aber hier muss es sein - grandios gelungen ist: Ein kräftig schokoladiger Kirschkuchen, beschwipst und nicht zu süß, der auch nach einigen Tagen noch sehr weich und saftig war. Unfassbar lecker – und sooo einfach zu machen.

{EDIT} » 2015 habe ich den Kuchen noch einmal (mit einem schönen Foto) verbloggt. 

Schwarzwälder Kirschkuchen, portabel
Rezept für eine Springform mit Loch (26 cm)

Zutaten
für den Kuchen
500 g frische Süßkirschen
150 ml (oder mehr) Kirschlikör
250 g Butter
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker (bzw. 1 Päckchen Vanillinzucker)
5 kleine Eier
125 g Quark
50 ml Milch
375 g Mehl
1 Packung Backpulver
4 EL Kakaopulver

für Glasur
Puderzucker
Kirschlikör (oder Wasser, wenn man dem Alkohol nicht so sehr zugeneigt ist)

Zubereitung 
Backofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) oder 160° (Umluft) vorheizen.
Die Kirschen putzen, entkernen und zur Seite stellen.
Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Eier, Quark, Milch und Kirschlikör zugeben und glattrühren. Mehl mit Backpulver und Kakaopulver mischen, und langsam unter den Teig rühren. Anschließend die Kirschen vorsichtig unterheben. Abschmecken - vielleicht doch noch ein bisschen mehr Likör? (Ich habe ehrlich gesagt noch ein bisschen nachgegossen... ) 

Nun den Teig in die gefettete Springform füllen und ca. 45 Minuten backen. Ich hatte eigentlich auf eine Backzeit von ca. 60 Minuten spekuliert, aber von wegen - das ging wirklich fix, also aufpassen und lieber öfters mal nachgucken.
Anschließend den Kuchen abkühlen lassen und aus der Form stürzen.  Ich habe an dieser Stelle noch ein wenig Likör drüber geträufelt, weil ich intensiven Kirschlikör-Geschmack mag - das ist aber kein Muss. Was aber auf keinen Fall fehlen sollte, ist eine  dicke Glasur, die aus viel Puderzucker und 1-2 EL Kirschlikör zusammengerührt und auf den erkalteten Kuchen gestrichen wird.

Er schmeckt übrigens tatsächlich am besten, wenn er ein wenig durchziehen konnte. Den letzten Rest habe ich gestern (also nach 6 Tagen!) gefuttert, und er war noch immer in topform! Und noch ein letzter Tipp: Gut gekühlt schmeckt mir der Kuchen am allerbesten!

12.06.2011 Rote-Bete-Salat mit Mozzarella und Walnüssen


Nachdem ja nun auch endlich ich im Besitz des wirklich sehr appetitanregenden Kochbuchs Sommerküche - voller Sonne und Aroma von Tanja Dusy bin, musste natürlich direkt irgendetwas ausprobiert werden. Nach der ganzen EHEC-Panik sollte es unbedingt etwas rohes, salatiges sein. Da kam der Kandidat hier gerade recht. Allerdings habe ich keine frische Rote Bete bekommen, deswegen musste es die vakuumisierte tun. Die kam dann auch nicht zum garen in den Ofen, sondern wurde nur kurz erwärmt. Letzteres habe ich in der Mikrowelle getan, wer keine besitzt oder benutzen möchte, weicht dann eben auf den Ofen aus. Eine weitere Änderung habe ich hinsichtlich des Essigs vorgenommen: Hier tat es (anstatt Aceto Balsamico bianco) Walnussessig. Der gammelt sonst nämlich nur vor sich hin, und hier erschien er mir endlich mal überaus passend. Außerdem werden die Walnusskerne bei mir angeröstet, natürlich - ungeröstete Nüsse schmecken ja meistens fad.
Kurz und schmerzlos mein Fazit: Der Salat war 'ne Wucht, dürfte für meinen Geschmack aber einen Tick mehr Essig vertragen. Wer sein Grünzeug also ebenso gerne wie ich in Saft ersäuft, sollte hier vielleicht einfach etwas mehr zubereiten.

Rote-Bete-Salat mit Mozzarella und Walnüssen
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
500 g Rote Bete, gegart und vakuumisiert
1 EL Olivenöl
1 TL getrockneter Thymian
1 TL Zucker
Salz und Pfeffer
1 Kugel Mozzarella
25 g Walnusskerne
1 Bund Rucola, ca. 150 g
1 große Möhre
5 Stängel Basilikum
1 TL flüssiger Honig
2 EL Walnussessig (ersatzweise Aceto Balsamico bianco)
3 EL Walnussöl (ersatzweise Olivenöl)

Zubereitung
Rote Bete in feine Scheiben schneiden und mit 1 EL Olivenöl beträufeln. Thymian, Salz, Pfeffer und Zucker bestreuen. In eine feuerfeste Form geben und wahlweise im Backofen oder der Mikrowelle erwärmen. Wählt man den Backofen, sollte man natürlich eine etwas längere Zeit einplanen als in der Mikro. 

Mozzarella trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Walnüsse grob stückeln und in einer Pfanne fettfrei anrösten. Rucola waschen und trocken schleudern. Möhre waschen, schälen, raspeln. Basilikum waschen, trocknen und in feine Streifen schneiden. 
Honig und Walnussessig verrühren, Walnussöl unterschlagen, salzen und pfeffern - fertig ist die Vinaigrette.

Die Roten Beten sollten nun fertig sein. Den Garsud und die Vinaigrette rühren und in ebendieser dann den Rucola wenden und auf dem Teller verteilen. Die warmen Roten Beten auf dem Salat verteilen, ebenso wie Möhre, Mozzarella, Basilikum und Nüsse, alles leicht salzen und Pfeffer grob übermalen.
Dazu passt exzellent: Ciabatta, am besten mit Walnüssen. Oberlecker!

Quelle
Tanja Dusy, Sommerküche - voller Sonne und Aroma, GU, 2010. 

09.06.2011 Polenta-Kekse mit Orange


Als ich gestern Nacht während eines wirklich heftigen Gewitters nicht schlafen konnte und mich deswegen in Kochen für Freunde müde blätterte, hat dieses Rezept sofort meine Aufmerksamkeit erregt: Kekse mit Polenta? Klang ungewöhnlich, also: Nachmachen. 
Leider hatte ich nicht mehr so viel Polenta übrig, deswegen habe ich mehr Mehl benutzt, außerdem weniger Zucker und unter eine Hälfte des Teigs Kakaopulver gerührt. Das Ergebnis: Lecker! Ratzfatz auf dem Tisch und der Maisgrieß macht die Kekse sehr, sehr knusprig. Die kleinen Körnchen werden allerdings durchs Kauen nicht weicher, wer sich daran stört, ist mit diesem Rezept also nicht gut beraten. Mir schmecken sie allerdings prima, und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die hellen oder dunkle Variante bevorzuge (wobei letztere ein weeenig wie meine geliebten Jaffa-Kekse schmecken... hmmm).

Übrigens habe ich die Plätzchen in einer veganen Variante gebacken. Warum? Weil ich der veganen Lebensweise prinzipiell zugetan bin, ab und an mal einen „veganen Monat“ einlege und weiß, dass viele Ernährungsinteressierte stets auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen zu ümmeligen Fabrikkeksen voller tierischer Fette und Käfigeiern sind.

Polenta-Kekse mit Orange
Rezept für ca. 50 Plätzchen

Zutaten
170 g Margarine (unvegan: Butter)
150 g Polenta
200 g Mehl
150 g Zucker
2 TL Ogran No-Egg oder ein anderer Ei-Ersatz (unvegan: 2 Eier)
abgeriebene Schale von 2 Bio-Orangen
1 EL echtes Kakaopulver, stark entölt

Zubereitung
Margarine, Polenta, Mehl und Zucker miteinander vermischen, bis man einen krümelig-klebrigen Teigklumpen (ähnlich Streuselteig) in der Schüssel hat. Orangenschale und angemischten Ei-Ersatz bzw. Eier zufügen.
Teig anschließend in zwei Hälften teilen, und bei einer zusätzlich einen EL Kakaopulver unterkneten.Zwei glatte Kugeln formen und mit Klarsichtfolie abgedeckt ca. 1 Stunde im Kühlschrank zwischenlagern.

Backofen auf 190° C vorheizen. Von dem Teig mit einem Teelöffel kleine Stückchen abstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Man kann sich natürlich auch Mühe geben und kleine Kugeln o. ä. formen, aber ich fand diese rustikale Form irgendwie ansprechend. 
In 5-6 Minuten fertig backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Die Kekse sind nach dem backen sehr (!) weich, nach wenigen Minuten hart und nach ein paar Stunden ultraknusprig.

06.06.2011 Pakora


Ich habe eine sehr gute Freundin, deren Eltern aus Pakistan stammen, und die zu jeder Gelegenheit, ob Geburtstags-, Weihnachts- oder Abschlussfeier, immer dasselbe mitbringen muss: Pakora! Da gibt es kein Pardon, das arme Mädchen darf sich nie kreativ an Herd oder Ofen austoben, alle wollen immer nur Pakora – und kaum hat sie sie irgendwo abgestellt, sind sie schon wieder weg. Wer zu einem Buffet etwas mit 100%iger Geling- und Aufessgarantie beisteuern möchte, ist hiermit also exzellent beraten. ;-)

Pakora sind in Teig ausgebackene Gemüsestückchen indischer bzw. pakistanischer Herkunft. Welches Gemüse man nimmt, ist eigentlich relativ egal – mein Favorit ist die gute alte Kartoffel –, und auch die Gewürzmischung kann variieren. Dieses Rezept hier wurde mir von meiner Freundin überlassen, die es widerum von ihrer Mutter hat – also echt pakistanisch! – und für mich ist es das einzig wahre.

Pakora
Rezept für ca. 15-20 Bällchen

Zutaten
1 große Kartoffel
1 Zwiebel
1 Frühlingszwiebel 
1 TL Salz 
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Chilipulver (wer's gern scharf hat, kann natürlich die Menge erhöhen)
2 TL Koriandersamen
ca. 200 gr Kichererbsenmehl
ca. 150 ml Wasser, lauwarm
Olivenöl o. Frittierfett

Zubereitung
Die Kartoffel waschen und schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken.
Zusammen in eine Schüssel geben und die Gewürze unterheben. Dann Mehl und Wasser zufügen - hier ist es mir nicht möglich, euch exakte Grammangaben zu geben, da in meinem Originalrezept die Angabe „vielleicht eine Tasse Kichererbsenmehl + Wasser“ steht. Aber ich habe abgemessen und im Endeffekt waren es ungefähr 200 gr und 150 ml Wasser. Im Endeffekt sollte der Teig weder zu flüssig noch zu zäh sein, in etwa so wie Waffelteig. Ist eigentlich gar nicht so schwer, einfach auf's Gefühl verlassen.

Nun geht's ans braten bzw. frittieren. Meine Freundin brät den Pakorateig esslöffelweise in Olivenöl aus. Hierzu nutzt sie eine hohe Pfanne bzw. Wok. Die Pakorabällchen sollten komplett von Öl umhüllt sein. Ich habe für mich festgestellt, dass sie am knusprigsten und leckersten in der Friteuse werden und würde deswegen diese Zubereitungsart empfehlen: Friteuse auf 190° erhitzen und jeweils ca. 5 Teigbällchen mehrere Minuten knusprig braun ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und am besten noch warm servieren. Dazu schmeckt entweder Tomatenketchup oder ein Chutney (zum Beispiel mein köstliches Rhabarberchutney, das auch auf dem Foto als Deko dient).

03.06.2011 Matcha-Kekse


... mampf... krümel... sprotz... also eigentlich bin ich gar kein Keksesser (von Weihnachten mal ganz abgesehen, aber das ist was anders), aber für diese hier war ich sofort Feuer und Flamme. Grund war wieder einmal Matcha - ich bin einfach süchtig danach, und das gebe ich auch ganz freimütig zu. Gefunden habe ich das Rezept im berühmt berüchtigten deliciousdays von Nicole Stich und ein wenig nach meinen Vorlieben und Vorräten abgewandelt: a) Zitrone statt Limette: Letztere hatte ich nämlich nicht da, deswegen musste es Zitronensaft tun - war aber vollkommen okay und gab den Keksen eine leckere, sommerliche Note! b) Dekoration: Sesam und Rohrzucker: Nicole wälzt ihre Kekse vor dem Backen in Zucker. Das habe ich bei der Hälfte des Teigs auch getan, und dann spontan bei der zweiten Hälfte auf eine Mischung aus Rohrzucker und hellem Sesam zurückgegriffen. Die Variante schmeckt mir sogar noch besser, Sesam ist eh einer meiner All-Time-Favoriten. Kann ich also nur empfehlen. c) 3 statt 2 TL Matcha: Da ich den Geschmack ja sehr mag, habe ich die Menge intuitiv erhöht. Seltsamerweise sind meine Kekse aber bei weitem nicht so grün wie das Bild im Kochbuch suggeriert. Der Geschmack kommt zwar wirklich sehr schön durch, doch die Farbe ist eher fad. Dabei verwende ich wirklich keinen schlechten Matcha. Aber: „Hauptsache, es schmeckt.“ Sprach sie, während sie sich ein paar blassgrüne Krümel aus den Mundwinkeln wischte und darüber nachdachte, ob sie nicht doch noch ein oder zwei Plätzchen essen könnte... 

Matcha-Kekse
Rezept für ca. 2 Bleche

Zutaten
für die Kekse
80 g Puderzucker
3 gehäufte TL Matcha-Tee
1 EL frischer Zitronensaft
150 g kalte Butter
1 Prise Salz
200 g Mehl
40 g Speisestärke
3 Eigelb

für die Dekoration
Zucker
Rohrzucker
Sesam

Zubereitung
Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben und mit dem Matcha vermischen. Die Butter in Stückchen sowie das Salz zum Puderzucker geben. Mit den Knethaken eines Handrührgeräts so lange rühren, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. (Stich empfiehlt an dieser Stelle zwar eine Küchenmaschine, aber mit dem Handrüher ging das bei mir auch ziemlich flott... ) Dann Mehl und Stärke, zum Schluss Eigelbe und Zitronensaft zugeben. 
Den Teig in zwei Hälften teilen, zu ca. 1,5cm-dicken Platten formen und in Klarsichtfolie einschlagen. Anschließend in den Kühlschrank legen, und zwar für mindestens 1 Stunde. Je länger, desto besser, weil sich der Teig schlecht verarbeiten lässt, sobald er warm wird. (Stich sagt, dass bis zu 2 Tage kein Problem seien... ) 
Den Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Zwei kleine Schüsseln bereit legen: In die eine stinknormalen Kristallzucker, in die andere eine Mischung aus Rohrzucker und Sesam füllen. 

Den Teig auf einer mit wenig Mehl bestäubten Arbeitsplatte beliebig dick (0,5-1,0 cm) ausrollen und anschließend Kekse ausstechen. Diese in einer der Zuckermischungen wälzen, auf dem Backblech verteilen und auf der mittleren Schiebeleiste des Ofens je nach Dicke und Form 10-15 Minuten backen. Meine Kekse waren recht dick und haben exakt 12 Minuten benötigt, also einfach ein Auge drauf haben: Sie sollen nicht braun und knusprig werden, sondern ihre schöne grüne Farbe möglichst durchgängig behalten. Abkühlen lassen und wenn möglich nicht alle auf einmal aufessen. ;-)

In lichtundurchlässigen Dosen aufbewahren, weil a) Aroma und b) Farbe sehr flüchtig sind.


Quelle
Nicole Stich, delicious days, GU, München 2008.

01.06.2011 Rote Bete Salat mit karamellisierten Schalotten, Datteln und Feta


Also, erstens möchte ich mich für die rot-weiß-karierte Tischdecke entschuldigen, die irgendwie auf fast jedem Foto zu sehen ist. Ich werde sie wohl mal wegräumen müssen, ich kann sie selbst schon nicht mehr sehen. Und zweitens möchte ich euch eins meiner absoluten Lieblingsessen vorstellen, das ich schon vor vielen Monaten auf dem Blog Sugar and Spice entdeckt habe. Das Rezept hat sich Kirsten selbst ausgedacht und meiner Meinung einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich liebe Rote Bete ohnehin schon, aber in Kombination mit den süßen Datteln und dem säuerlichen Feta kommt ihr Eigengeschmack ganz besonders gut zur Geltung. 
Natürlich habe ich die Zutaten auch hier wieder ein wenig abgewandelt (ich kann gar nicht 100% nach Rezept gehen, irgendwas in mir drin verbietet es), aber im Großen und Ganzen ist alles wie im Original.

Rote Bete Salat mit karamellisierten Schalotten, Datteln und Feta
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
500 g gekochte und vakuumisierte Rote Bete
3 Frühlingszwiebeln
3 Schalotten
6 getrocknete Datteln
100 g Feta
5 Minzblätter
1 EL Zucker
4 EL Olivenöl
5 EL Dattelessig
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Schalotten schälen, halbieren und quer in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, Schalotten zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. fünf Minuten dünsten. Zucker darüber streuen, warten bis die Schalotten bräunlich werden und karamellisieren, dann 2 EL Dattelessig zugeben, alles kurz aufkochen lassen und weitere 2 bis 3 Minuten dünsten. 
Frühlingszwiebeln putzen, halbieren und waschen und in feine Streifen schneiden. Rote Bete halbieren und quer in Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, Lauch darin bei mittlerer Hitze andünsten. Wenn man den Salat wie ich gern lauwarm mag, Rote Bete zugeben und kurz mitdünsten. Dann Rote Bete, Frühlingszwiebel und Schalotten in eine Salatschüssel geben.

Datteln halbieren und klein würfeln. Minzeblättchen abzupfen, waschen, trocken schütteln und fein hacken. Beides zu den anderen Zutaten geben. Restlichen Dattelessig und restliches Olivenöl in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und zu einem Dressing verrühren. Unter den Salat mischen, diesen anschließend auf die Teller verteilen und den Feta möglichst dekorativ darüber streuen. ;-)
Die Portion ist nicht besonders großzügig, sondern eher ein leichtes Mittag- oder Abendessen, ideal für schwüle Sommertage. Mit zwei, drei Scheiben Baguette (oder wahlweise mehr Feta) kann man es aber auch reichhaltiger gestalten, wenn man denn will.
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