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2011/07/30 Gebackene Honigmelone mit Meringue


Dieses Rezept stammt aus der ersten deutschen Ausgabe der Saveurs, die im letzten Monat erschienen ist. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, warum ich sie überhaupt gekauft habe. Ich sah sie in der Bahnhofsbuchhandlung und habe spontan zugegriffen—im Endeffekt hätte ich es mir aber auch sparen können. Viele Rezepte sind eher „ganz nett“ als „wow“, und die meisten Texte fand ich irgendwie mies, irgendwie unbeholfen. Meine Highlights waren die sehr treffende Kolumne von Vincent Klink und eben dieses einfache Rezept hier, in dem die Melone mal auf eine andere Art als im (Obst-)Salat die Hauptrolle spielt. Das klang ungewöhnlich und toll! Und wenn man dann Baiser noch genau so liebt wie ich, ist man hiermit wirklich exzellent beranten. 
So—und nun bin ich bis Freitag out of order (und out of my kitchen), deswegen: Lasst et eusch schmecken und bis bald. 


2011/07/27 Limetten-Fächerkartoffeln mit Lavendelhonig und Rosmarin



Äh ja—manchmal ist es doch ganz schön schwierig, eine korrekte Bezeichnung für's Essen zu finden, wenn so viele Aromen gleichzeitig eine große Rolle spielen. Das heutige Gericht ist ein gutes Beispiel für dieses Dilemma. 
Ich liiiebe-liebe-liebe Ofengemüse. Gerade, wenn Kartoffeln die Hauptrolle spielen. Es schmeckt einfach immer gut, selbst wenn nur mit ein wenig Olivenöl und Meersalz gewürzt wird. Weil ich heute aber Lust auf Experimente hatte, sollte es ein wenig ausgefallener sein. Lavendelhonig und Rosmarin kamen mir da genau richtig. Und da die Limetten weg mussten, wurden sie kurzerhand mit verarbeitet. Einfach toll! Und dabei so easy gemacht...

2011/07/24 Johannisbeerkuchen mit Haselnussbaiser


So langsam sollte ich mir überlegen, den Blog umzubenennen. „Feines Gemüse“ gibt's hier derzeit ja doch weitaus seltener als „feine Backwaren“. Ich werde mich mal darum bemühen, mehr Posts über richtiges Essen zu machen. Auch im Hinblick darauf, dass ich am 10. August nach Mallorca fliege und ich gestern feststellte, dass ich eine meiner Lieblinghosen nur noch unter Anwendung von roher Gewalt anziehen kann... aber naja.
Als ich heute morgen aus dem Fenster blickte, fing ich ernsthaft an, zu grübeln. Soll ich diesen Kuchen tatsächlich backen? Strömender Regen läd meiner Meinung nach nämlich nicht unbedingt zu einem sommerlichen Beerenkuchen ein—aber da ich nun einmal alle Zutaten besorgt hatte, mir ja auch nichts vergammeln sollte und ich auch noch zwei hungrige Schwiegermäuler stopfen musste, habe ich mir kurz darauf doch ans Werk gemacht. 
Das Rezept ist im Original in der „Sommerküche“ zu finden (regelmäßige Leser möchten mittlerweile wohl annehmen, dass ich kein anderes Kochbuch besitze. Dem ist allerdings nicht so). Von dem Mürbeteig war ich mäßig begeistert. Habt ihr vielleicht ein Mürbeteig-Rezept, auf das ihr schwört? Dann her damit! 
Trotzdem war der Kuchen im Endeffekt sehr lecker und erfrischend. Auch wenn mir der Baiser—trotz Abdeckens mit Backpapier nach 10 Minuten— ein wenig zu braun geworden war. Naja, ein bisschen Puderzucker und Deko-Beeren haben Abhilfe geschaffen. Ein bisschen tricksen darf man ja...


2011/07/23 Vanillepudding, der echte


... wollte ich schon immer mal selbst machen, aber irgendwie ist es doch nie dazu gekommen. Ich denke, das liegt daran, dass noch vor wenigen Monaten Vanilleschoten Mangelware in meiner Küche waren. Oder, besser gesagt: Kostbares Gut, das ich möglichst nur zu Weihnachten in Vanillekipferl verarbeitete. Aber mit den ambitionierteren (Back-)Gerichten zogen auch Unmengen Bourbon-Vanilleschoten in meinen Gewürzschrank ein—und dementsprechend war es nun einfach an der Zeit. Als mich dann auch noch Sarah ungewollt an mein lang geplantes Vorhaben erinnerte, bin ich sofort in die Küche gerannt und habe mich an den Herd gestellt. Ergebnis: Lecker. Ganz anders. Vanilliger. Wenn man denn weiß, wie „echte“ Vanille schmeckt. Ich mag den künstlichen Vanillegeschmack zwar auch—schmeckt einfach wie bei Mama und weckt Erinnerungen an schöne Kindertage—, aber das hier ist auf jeden Fall eine tolle, durch das Vanillemark optisch ansprechende Alternative. Und natürlich ungleich gesünder als der Fertigkram.   

2011/07/19 Omas Nusskuchen


... wohlgemerkt nicht meine, sondern dem Tim Mälzer seine Omma hat diesen Nusskuchen  (angeblich) immer gebacken. Ich bin letztens zufällig im Internet auf dieses Rezept gestoßen, weil ich unendlich viele Eieralso 7im Kühlschrank hatte, die weg mussten. Und da kam mir der Kuchen gerade recht. Abwandeln musste ich aber ordentlich: Das Original benötigt eigentlich 8 Eier, aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass sich das fehlende Ei irgendwie bemerkbar macht.  Und Haselnüsse hatte ich auch keine, also gab's Mandeln. Wozu das Knäckebrot gut ist, weiß ich eigentlich gar nicht  (ihr? Dann bitte melden!). Die Schokolade habe ich nicht komplett fein gerieben, weil mir nach der Hälfte der Arm abgefallen istder Rest wurde grob gehackt. Außerdem habe ich noch Amaretto zugefügt. Und Amarena-Kirsch-Konfitüre, die während des Backvorgangs nach unten sinkt und so für ein extraleckeres und -saftiges Kuchenerlebnis sorgt. Wie sich hier schon andeutet, war das was da im Endeffekt aus dem Ofen gekommen ist, ziemlich nach meinem Geschmack. Ich mag diese nass-feuchte Konsistenz von Kuchen ohne Mehl, und das beste ist: Sie sind auch nach Tagen noch super saftig. Mache ich bestimmt mal wieder!


2011/07/17 Gefüllte Ofentomaten mit Kräuterhäubchen


Seit einigen Tagen schon plagt mich dieser unglaubliche Heißhunger auf Tomaten. Das ist insofern verwunderlich, als dass ich Tomaten noch vor einem Jahr nicht eines Blickes gewürdigt habe. Als Kind wurde mir von Tomaten immer übelinsbesondere von den einfachen Strauchtomaten, deren Konsistenz und Geruch ich einfach nicht ertragen konnte. Ja, und noch heute sind mir Strauchtomaten - es sei denn püriert oder sonstwie nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form zugegen - irgendwie zuwider. Alle anderen Sorten habe ich aber lieb gewonnen: Ich züchte sie auf dem Balkon und verarbeite sie fast täglich in der Küche. Meine neueste Entdeckung sind Ochsenherz-TomatenCuore di Bue—, die einfach nur fantastisch sind: Festes Fruchtfleisch, kein bisschen wabbelig und dabei ein wunderbar aromatischer Geschmack. Bei mir sind sie vorgestern mit einer etwas eigenwilligen Füllung im Ofen gelandet, die sich letztlich als Volltreffer herausstellte. Hey, sogar mein Freund—der Tomaten sonst nur als „Gedöhns“ bezeichnet und missmutig zum Tellerrand schiebt—fand's lecker!

2011/07/10 Taboulé

 
Für Taboulé gibt's ja so ungefähr 1000 verschiedene Rezepte. Damit ist Taboulé quasi der Kartoffelsalat des Nahen Ostens - oder so ähnlich. Man kann ihn klassisch, mit ganz wenigen Zutaten zubereiten, oder aber ein bisschen auf die Kacke hauen und drölf Gemüsearten vorgrillen, Rosinen oder sonstige Trockenfrüchte unterheben, abenteuerliche Gewürzkombinationen ausprobieren, Käse drüber hobeln und so weiter und so fort. Da die Grundzutat einer Taboulé - also Couscous oder Bulgur - so unendlich variabel ist, kann man eigentlich kaum etwas falsch machen. Mein liebstes Taboulé-Rezept gehört aber eher in die Kategorie „simpel“. Ich bringe den Salat gerne zu einem Grillbuffet o. ä. mit, weil es einfach mal was anderes ist, als die ständigen Nudel- und Blattsalate, die sonst so aufgefahren werden. Beeindrucken kann man damit immer - und auch die vegetarischen und veganen Gäste freuen sich. 

2011/07/08 Wimmelchen-Schnitten


„Wimmelchen“ sagt man bei uns ( = am Niederrhein), wenn man rote Johannisbeeren meint. Und diese Schnittchen habe ich mir aus mehreren Rezepten selbst zusammengeschustert, weil ich um 21 Uhr abends spontan Lust auf einen beerigen Kuchen hatte. Die Hälfte davon habe ich im noch heißen Zustand so aus der Form gelöffelt. Das ärgert mich im Nachhinein ein bisschen, weil die Schnittchen kalt noch mal so gut schmecken.
Der Belag - eine Mischung aus Baiser mit den Johannisbeeren Haferflocken - war prima, genau die richtige Mischung aus süß und sauer und irgendwie so schön „pampig“ (es handelt sich hier schließlich nicht um ein Crumble, also eine knusprige Haube kann man nicht erwarten). Der Boden aber war mein persönliches Highlight war. Den werde ich in Zukunft wohl öfters genau so zubereiten und den Belag je nach Saison mit frischen Früchten variieren.


2011/07/06 Auberginen-Schalotten-Couscous


Es gibt wohl einfachere Dinge, als ein Couscous-Gericht mit Auberginen so zu fotografieren, dass es nicht aussieht, als hätte man es bereits schon einmal gegessen. Aber wie so oft zählen auch hier die inneren Werte - und die haben's in sich. Couscous mag ich immer gern und hier hat mich die ungewöhnliche Kombination der Zutaten (rote Johannisbeeren, Thymian, Walnüsse, Curcuma... ) sehr gereizt. Als ich dann noch las, dass karamellisierte Schalotten eine Hauptrolle spielen, war es um mich geschehen. Und juchuh, das Rezept hält, was es verspricht. Schmeckt super und eignet sich bestimmt auch in größerer Portion für ein (Grill-)Buffet oder so, wenngleich man die Johannisbeeren dann erst kurz vor dem Servieren unterheben sollte.


2011/07/02 Zucchinipudding


Ein anderes Rezept aus der "Sommerküche", das mich sofort angelacht hat war der Zucchinipudding wie in Griechenland. Ehrlich gesagt weniger, weil ich die Optik so ansprechend fand - sah halt aus wie eine ganz normale Gemüsetarte oder so - eher des Namens wegen. Weil unter Pudding habe ich mir die vergangenen 26 Jahre meines Lebens eher etwas anderes, nämlich eine ungemüsige Süßigkeit vorgestellt. Und das Internet hat mich auch nicht wirklich schlauer gemacht, als ich eine bekannte Suchmaschine mit "Gemüsepudding" gefüttert habe - obwohl ich durchaus Rezepte mit einem solchen oder ähnlichen Titel gefunden habe. Jetzt, nachdem ich den Pudding selbst gemacht habe, kann ich sagen: Eigentlich ist es eine Tarte ohne Boden, und sehr lockerer, ja, puddingartiger Füllung, schlägt deswegen auch fett- und kalorientechnisch nicht so sehr auf die Hüften und ist vielleicht gerade deswegen ein schönes Sommergericht, falls man noch immer mit Weihnachtsspeck zu kämpfen hat oder schon mal für die diesjährige Plätzchensaison Platz in den Hosen schaffen möchte. Naja, und nicht zuletzt ist es auch so einfach wahnsinnig lecker gewesen. Die Kombination der Kräuter - irgendwie abgefahren. Unbedingt ausprobieren!