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2011/10/30 Pumpkin Oreo Cheesecake


Wow, im Moment geht's hier Schlag auf Schlag süß zu. Aber es gab in den letzten Tagen und Wocheneinfach so viele Anlässe, zu denen Kuchen gefordert wurde - da kann ich ja nun mal nix gegen machen. Nachdem ich bereits letzten Herbst einen superleckeren amerikanischen Pumpkin Pie gemacht hatte, wollte ich auch dieses Jahr wieder auf irgendeine Art und Weise Kürbis verbacken. Und nachdem ich alle möglichen Blogs und Bücher gewälzt hatte, fiel die Entscheidung auf einen amerikanischen Pumpkin Oreo Cheesecake. Das Rezept stand zwar nirgendwo, aber ich hab's mir dann hier und da zusammengeholt - im Endeffekt ist es aber dann doch so was ähnliches wie eine Eigenkreation. Warum ich unbedingt Oreos da rein pappen musste, ist mir im Nachhinein allerdings nicht mehr wirklich klar. Warum sind das eigentlich solche Kult-Dinger? Die schwarzen Plättchen schmecken ja nur nach... trockenem Kakaoteig, und diese seltsame Plastikcreme ist auch kein Highlight. Beim nächsten Mal gibt's einen ordentlichen Boden aus Butter- oder Ingwerkeksen, oder noch besser: gar keine Kekse, sondern selbstgemachten Mürbeteigboden.
Bezüglich der Füllmasse kann natürlich Jeder vorgehen, wie er möchte. Frischkäse der Vollfettstufe dürfte gar kein Problem sein, ich mag's jedoch etwas weniger schwer... Im Endeffekt hat's der Geburtstagskaffeetafel auf jeden Fall gut gemundet. So gut, dass ich eigentlich gar nichts anderes hätte backen müssen.


2011/10/23 Tarte aux poires, cardamom et chocolat


Ach, Französisch ist doch eine tolle Sprache, oder? Ich liebe Französisch. Alles, was man auf Französisch ausspricht, hört sich direkt melodischer, einfach schöner an. Deswegen habe ich den ursprünglichen Namen dieser Tarte auch beibehalten und darauf verzichtet, sie ganz schnöde in „Birnen-Schokoladen-Tarte mit Kardamom“ umzubenennen.
Ihr ahnt es vielleicht schon, hierbei handelt es sich um meinen Beitrag zum Fremdkoch-Event der hüttenhilfe:

Das ursprüngliche Rezept stammt von dem Blog grain de sel, den ich sehr gerne lese. Michaela, die „Inhaberin“, wohnt in Südfrankreich und veröffentlicht am laufenden Band tolle Rezepte, von denen eins nach dem anderen auf meine Nachmachen!-Liste wandert. Diese Tarte aber hatte es mir irgendwie besonders angetan, und da hier im Hause eh gerade Geburtstag gefeiert und deswegen die von allen innig geliebte Familien-Kaffeetafel (...) ausgerichtet wurde, war das für mich die Gelegenheit, endlich meinen Plan in die Tat umzusetzen. Und bereut habe ich es nicht, so viel ist klar: Der super-knusprige, nur leicht süße Boden schafft einen schönen Ausgleich zur gehaltvollen Mandelpaste, die saftige Birne harmoniert bestens mit dem duftenden Kardamom ein echter Herbstknüller.

2011/10/21 Der wirklich weltbeste Zitronenkuchen



Zitronenkuchen! So einfach, so gut. 
Jedes Jahr zu seinem Geburtstag wünscht mein Freund sich einen stinknormalen Zitronenkuchen mit möglichst dicker Puderzucker-Glasur. Er könnte sich natürlich auch ungewöhnlichere Kreationen wünschen, was weiß ich, Triple-Oreo-Muffins, Rasperry-Cream-Cupcakes, Pumpkin-Peanutbutter-Pie und wie die neumodischen, amerikanisch-inspirierten Kalorienbomben alle heißen. Ich probiere ja gerne rum. Aber nein: Er besteht auf seinen Zitronenkuchen. Weil seine Mama ihn früher immer gemacht hat. 
Kann er haben. Ich verzichte allerdings da drauf, wie seine (ansonsten wirklich sehr tolle) Mutter, zur Zubereitung eine Dr.-Oe*-Packung aufzureißen. Wusstet ihr, dass in diesen Backmischungen sogar der Zuckerguss mit beigepackt wird – verbrauchsbereit, also streichfertig eingeschweißt in ein Alutütchen? Schüttelt's nur mich da? Also ernsthaft, viel fauler kann die Menscheit nicht mehr werden, wenn man nicht einmal mehr Zuckerguss selbst machen möchte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Stattdessen bereite ich den Zitronenkuchen nach dem Rezept meiner Mutter zu, die meiner Meinung nach den allerleckersten Zitronenkuchen auf der ganzen Welt darin verschriftlicht hat: Ganz simpel, wirklich, wahrscheinlich hat man den hier schneller zusammengerührt als die Backmischung – und das Ergebnis erst, da kippt ihr aus den Latschen! Mit der perfekten Balance zwischen Süße und Säure und einem Hauch Vanille zergeht er auf der Zunge. Schlägt die Tüte (mal wieder) um Längen. 
Das einzige Rezept, an dem ich nie auch nur die kleinste Änderung durchführen würde.  

2011/10/16 Mein Beitrag zum World Bread Day: Rustikales Kürbisbrot


Mein Beitrag zum World Bread Day besteht aus - tadaaa, wer hätt's gedacht? - Kürbisbrot! Ich habe so oder so gestern die Kürbisernte meiner Eltern zu Kürbismus verarbeitet, und da lag nichts näher, als nur einen Teil davon einzufrieren und den Rest zu einem Brot zu verarbeiten.
Bei Brot bin ich leider kein besonders kreativer und mutiger Mensch. Ich backe unser Brot zwar prinzipiell selbst, aber das Repertoire beschränkt sich auf einige wenige Standardrezepte, von denen ich weiß, dass sie keine Probleme machen. Also wenn's ein Gebiet in der Küche gibt, auf dem ich definitiv noch was lernen muss / kann / will, dann die Brotbäckerei. Besonders, wenn Hefe mit im Spiel ist. Die Hefe und ich, wir sind uns ja spinnefeind, das kann ich euch sagen! Wie oft hat sie mich schon verzweifeln, toben und schreien lassen, weil sie einfach nicht das machte, was sie sollte. Lauter flache Brotlaibe habe ich in den Ofen geschoben, die ebenso flach wieder herauskamen, und dann, aus lauter Frust, nur noch als Brotsuppe, Paniermehl oder sonstwie als Resteessen herhalten konnten.
Als ultimativer Trick hilft bei mir nur: Teig in den Ofen, Ofen auf 50°C stellen, gehen lassen. Seitdem ich ihr so einheize, muckt die Hefe nicht mehr. Glücklicherweise auch gestern nicht, als ich mich spätabends an das leckere Kürbisbrot von Petra Holzapfel gemacht habe. 
Aus Mangel an Maismehl wurde ein wenig abgewandelt: Stattdessen gab's Vollkornmehl, außerdem mehr Kürbiskerne und eine kräftige Prise Muskatnuss.
Das Urteil des ersten Geschmackstests lautet: Rustikal, knusprig, einfach toll! Und die Farbe ist natürlich 'ne Bombe!

2011/10/13 Kürbissüppchen mit Topinambur


Auf geht's in eine neue Runde mit meinem Lieblingsgemüse — Kürbis! Ich kriege einfach nie genug davon. Sobald die ersten orange-roten Hokkaidos Ende August in den Supermärkten liegen, bekomme ich leuchtende Äuglein und weine jedes Frühjahr ein kleines Tränchen, wenn sie von jetzt auf gleich nicht mehr da sind. Dementsprechend ist die Zeit von September bis Dezember hier sehr, sehr kürbislastig. Noch dazu konnte ich meine Eltern dazu überreden, Kürbis in ihrem Garten anzubauen, weswegen sie mir letztes Wochenende 10 wunderschöne Exemplare lieferten, die sich bis zur endgültigen Verarbeitung auch hübsch als Herbst-Deko machen. Aber meine Eltern brachten mir nicht nur Kürbis mit, sondern auch einen riesengroßen Eimer von... tja, was genau, das wusste ich nicht so wirklich. Auf Nachfragen erhielt ich folgende Antwort: „Topinambur. Wir haben das zwar, wissen aber nicht, was wir damit sollen, und da du ja so gerne kochst... “ Okay? Da stand ich also mit diesen seltsamen Knollen und habe mich erstmal durch's Internet geklickt: Die blühende Pflanze erinnert an die Sonnenblume, sie ist aber eine Nutzpflanze, deren Wurzel primär zur Ernährung genutzt (und auch zur Behandlung von Diabetes eingesetzt) wird. Topinambur ist fest, im rohen Zustand leicht wässrig und schmeckt leicht süß. Eigentlich kann man so ziemlich alles anstellen: Roh knabbern, kochen, braten, stampfen, reiben, pürieren, fritieren und so weiter.
Aber da ich mich erstmal langsam herantasten wollte, zauberte ich ein feines Sonntagssüppchen, kombiniert mit einem Rest Butternut-Kürbis, der noch verwertet werden wollte. Das Ergebnis war toll! Garniert mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen bestimmt auch eine etwas andere Vorspeise zu einem mehrgängigem Herbstmenü.
Und: Ihr könnt mich im Löffel sehen, whui! 

2011/10/07 Gewürzspektakel: Kürbis-Cranberry-Pfanne mit Zimt und Dill


Ein Kürbisgericht, in dem außer Cranberries auch Zimt und Dill gleichzeitig verarbeitet werden? Ja, ich weiß, ich weiß, das hört sich an, als wäre ich irgendwie verrückt geworden. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass die Idee gar nicht von mir, sondern von Jamie Oliver stammt. Der hat ebendieses Rezept nämlich in „Jamies Amerika“ verewigt, und gerade weil es so seltsam klingt, musste ich es unbedingt nachkochen. Und entgegen aller Erwartungen war ich wirklich hin und weg. Es schmeckt nämlich fantastisch.
Mittlerweile bin ich aber vom Originalrezept ziemlich weit abgekommen. Das fängt schon beim Namen an: „Wild-West-Reis“. Keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat. Bei Cranberries und Zimt denke ich eher an Kekse und Weihnachten als an Cowboys und Lagerfeuer. Aber auch davon abgesehen ist mir die Zubereitung im Original einfach zu zeitaufwändig. Außerdem benötigt man eine Schmorpfanne (hab' ich nücht...), und mit den Unmengen Öl, die Jamie Oliver ja prinzipiell verwendet, bin ich auch noch nie klar gekommen. Dem Geschmack tut meine Version meiner Meinung nach allerdings keinen Abbruch.
Welchen Kürbis man verwendet, ist eigentlich egal. Ich verwende meistens Butternusskürbis, der übrigens im Gegensatz zur landläufigen Meinung genau wie der Hokkaido nicht geschält werden muss, solange seine Schale dünn und zart ist. Außerdem wird sie während der Zubereitung ganz weich und schmeckt gut es gibt also keinen Grund, sich da extra Arbeit zu machen.

2011/10/02 Kürbis-Apfel-Gratin mit Parmesanbrösel-Haube


Man sehe mir bitte den fahrlässig umgebundenen Gürtel nach. Ich war etwas k. o. und hatte keine Zeit mehr, außer dem Hauptgericht auch noch mich selbst zu stylen. So, nun zum Wesentlichen:
Es gibt ja so Kombinationen, von denen weiß man - auch ohne, dass man sie vorher je probiert hat - dass sie schmecken. Kürbis / Apfel ist genau so ein Ding. Das muss einfach schmecken. Also habe ich mir frei Schnauze eine vegetarische Version unzähliger bestehender, doch meistens specklastiger Kürbis-Apfel-Gratins erdacht und voilà. Gabel für Gabel gute Laune und ein wohlig warmes Gefühl im Bauch? Kann ich euch nur ans Herz legen, wirklich!

Herbst vegetarisch

Dieses Rezept möchte ich außerdem für Franzis Kochevent Herbst - vegetarisch einreichen, weil es einfach perfekt in diese Jahreszeit passt. Klar, momentan ist es draußen wieder wer weiß wie sommerlich, aber das ist eine andere Geschichte laut meinem Saisonkalender ist nun Herbst, also wird herbstlich gekocht! Pffft, basta!