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2012/07/29 Gelber Zucchinikuchen mit karamellisierten Cashewnüssen


Ich kann es nicht glauben: Nach über einem Jahr kann ich endlich im Rezepteindex etwas unter G eintragen. Wie konnte es nur so lange nicht dazu kommen? Ich hätte ja mal einen Gurkensalat machen können. Oder Grießbrei. Eine Gemüsesuppe. Meh  boring! 
Ansonsten fallen mir leider nur noch solche Dinge wie Gänsebraten, Garnelen, Geflügelpastete, Grillsteaks, Gulasch und Gyros ein  insofern ist der Mangel an G-Rezepten in diesem Blog nicht verwunderlich. Übrigens: Rezeptnamen, die mit „gefüllt“, „gebacken“ oder „gebraten“ anfangen, gelten nicht. Die werden zwecks Übersichtlichkeit im Glossar unter ihrer Hauptzutat eingeordnet (also „gefüllte Ofentomaten“ unter O, is' klar, ne?).


Aber nun gibt es endlich ein G-Rezept – das glücklicherweise auch noch ein echter Knüller ist. Ich liebe süße Gemüsekuchen ja ohnehin. Ob Möhre, Kürbis, Bohnen oder Zucchini – da samma dabei. Und der Kandidat hier ist ab heute mein neuer Favorit! Süß und scharf zugleich, mit feiner Ingwer- und Kokosnote, abgerundet durch knackig-karamellisierte Cashewkerne. Auch die Konsistenz ist genau mein Fall: richtig schön pampig. Ich mag das ja, saftig und so. Wer also lieber Trockenkuchen isst, sollte die Finger hiervon lassen. Würde ich aber nicht empfehlen, denn dann verpasst man was. Weil der Kuchen zwar feucht, aber dennoch sehr kompakt ist und sich einige Tage im Kühlschrank hält, eignet er sich übrigens perfekt für's Sommerpicknick... 

Bei mir ist der Kuchen sehr flach und erinnert deswegen eher an eine Tarte. Wer mag, backt ihn einfach in einer etwas kleineren Form. 

Gelber Zucchinikuchen mit karamellisierten Cashewnüssen
Zutaten für eine Springform (26 cm) 

für den Kuchen
400 g Zucchini, gelb + 50 g zur Dekoration
150 g Mehl
1/2 Packung Backpulver
1 gestr. TL Natron
70 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Ei
1 kleines Stück frisch geriebener Ingwer
70 ml Kokosmilch

für die Dekoration
Scheiben von gelber Zucchini (s. o.)
30 g Cashewnüsse
1 EL Zucker

Zubereitung
Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Die Backform großzügig einfetten und mit Backpapier auslegen.
400 g Zucchini waschen und ungeschält in eine Schüssel raspeln, eventuell kurz ausdrücken.
In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Natron vermischen, in einer dritten Butter und Zucker schaumig schlagen.
Zu Butter-Zucker-Masse das Ei und den Ingwer geben, dann die Zucchini und die Kokosmilch unterrühren. Zum Schluss das Mehl hinzugeben und ebenfalls unterrühren.
In die Form füllen und ca. 50 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe!).
Nach der Hälfte der Backzeit die Zucchinischeiben und die Cashewnüsse auf dem Kuchen verteilen und mit Zucker bestreuen. 

2012/07/24 Rezension: VEGAN FOR FUN / Attila Hildmann

Es ist soweit: Meine nächste Rezension ist fertig!

Dieses Mal habe ich Attila Hildmanns VEGAN FOR FUN unter die Lupe genommen. Warum? Weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr so genau. Letztlich bin ich nur wenig begeistert, was vor allem daran liegt, dass viele Rezepte mit einer veganen Küche, wie ich sie verstehe, nichts zu tun haben. Denn bei mir spielen Convenience-Produkte nur selten eine Rolle, und auch Soja muss nicht zwangsläufig in die Zutatenliste gepresst werden. Am besten lest ihr selbst, was hinter und in dem Buch steckt. Nämlich hier: Rezension: VEGAN FOR FUN

Wenn ihr Lust auf vegane Küche habt, schaut euch einfach im Internet um und probiert euch aus.
Auch auf feines gemüse findet sich mittlerweile eine kleine Sammlung feiner veganer Rezepte, die ohne Convenience-Produkte und (fast) ohne Soja auskommt.

Als veganes Hauptgericht könnte ich euch zum Beispiel ein veganes Chili sin carne, meine geliebte Kürbis-Cranberry-Pfanne mit Zimt und DillPasta in Apfel-Zimt-Sauce oder eine Rettich-Reispfanne mit Sesam empfehlen. Ganz frisch dazu gekommen: Die gefüllten Zucchini mit Räuchertofu und Mandeln. Den kleinen Hunger nach etwas Besonderem stillt Rote-Bete-Carpaccio mit Rucola und Pistazienöl. Auch eine vegane Brotzeit muss nicht traurig aussehen. Auf Fladenbrot und Kürbisbrot schmecken z. B. Möhren-Oliven-Cremevegane Leberwurst oder Rote-Bete-Marmelade ganz fantastisch. Was zum knabbern? Klar! Vielleicht herzhafte Pakora (die man perfekt in Rhabarberchutney dippen kann) oder süße Schokocrossies mit Fleur de Sel? Oh, und kein Mensch an der Kaffeetafel merkt, dass in den Dark Chocolate Cherry Poppy Muffins oder Cranberry-Scones keine tierischen Erzeugnisse enthalten sind. Wer doch auf Sojajoghurt setzt, kann ihn ja mal mit Vanille- oder Matcha-Sirup aromatisieren.

Wow, das war jetzt Eigenwerbung, oder? Habe ich mich durch VEGAN FOR FUN mit einem ekligen Ego-Marketing-Virus infiziert? Sobald ich anfange, euch scheinbar unauffällig den Erwerb überteuerter Küchengeräte nahezulegen und jeden Beitrag mit lasziven Fotos von mir, auf denen mein Body ganz besonders gut zur Geltung kommt, zu schmücken: Sagt Bescheid!

2012/07/23 Gefüllte Aubergine mit Quinoa, Ziegenkäse und Honignüssen


Ich präsentiere: Meinen neuen Tisch. Der eigentlich gar nicht neu ist, mir in Zukunft aber häufig als Fotountergrund dienen wird. Isser nich schön? Das kleine Kerlchen haben wir vor über vier Jahren vom Sperrmüll gerettet und ihm die Aufgabe des Kramhalters im Arbeitszimmer zugewiesen. Das hat er auch eine lange Zeit prima gemeistert. Aber dann kam ein neues, weitaus funktionaleres Regal vom Schweden (nicht so schön, aber eben praktisch!) und der Kleine musste in den Keller ziehen. Dort geriet er in Vergessenheit, bis ich mich auf der verzweifelten Suche nach einem schönen Untergrund (Balkonboden nervt, weißer Schreibtisch reflektiert das Licht komisch, dunkler Esstisch glänzt speckig) an ihn erinnerte. 
Der Kleine hat bei seinen alten Besitzern schon gut was mitgemacht (Flecken, Kerben, Trinkglasränder), aber genau deswegen finde ich ihn so charmant. 


Wollt ihr auch was zu dem Rezept wissen? Das habe ich von meiner Namensvetterin Christina geklaut und leicht modifizier. Manchmal weiß man eben von Anfang an, dass etwas gut schmecken wird. Etwas aufwendiger für meine Verhältnisse, aber die Mühe lohnt sich. Ich fand's sehr lecker und werde bestimmt bald wieder mal in die Richtung gehen. Nur mit dem Quinoa muss ich noch warm werden. Der schaut so... glupschig aus. Wie kleine Amphibienaugen. Da ist mir Bulgur irgendwie lieber. 

Gefüllte Aubergine mit Quinoa, Ziegenkäse und Honignüssen
für 2 Personen

Zutaten
1 große Aubergine 
1 EL Olivenöl 
120 g Quinoa
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
75 g Ziegenfrischkäse (mild oder würzig, je nach Geschmack)
30 g Cashewnüsse
1 TL Honig
ein paar Stengel Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung
Die Aubergine längs halbieren, leicht salzen und mit der Schnittfläche nach unten in eine mit Olivenöl ausgestrichene Auflaufform legen. Im Ofen bei 200°C (Ober- / Unterhitze) weich garen. 
In der Zwischenzeit den Quinoa unter warmem Wasser waschen. In der 2,5fachen Menge Wasser ca. 20 Minuten kochen und ausquellen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Cashewnüsse fein hacken und in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Mit Ziegenfrischkäse und Honig verrühren.

Die Auberginen aus dem Ofen nehmen und aushöhlen, dabei einen ca. 0,5 cm breiten Rand lassen. Fruchtfleisch hacken und mit dem Quinoa vermischen. Schnittlauch oder Petersilie hacken und zum Großteil unter diese Mischung heben; einen Teil zur Deko beiseite legen.
Die Masse in die ausgehöhlten Auberginen füllen, mit Ziegenfrischkäsemasse bestreichen und im Ofen weitere 5 Minuten überbacken. 

Anschließend mit frischen Kräutern bestreuen und zu einem frischen Salat servieren. 

2012/07/20 Gefüllte Zucchini mit Mandeln und Räuchertofu (vegan)


Leider habe ich gerade wenig Zeit und muss den Blog hintanstellen. Glücklicherweise habe ich aber noch ein Gericht in petto, das die Tage überbrücken kann und sowieso vorgestellt werden muss: Gefüllte Zucchini mit Räuchertofu und Mandeln. Hört sich richtig öko an, gell? Stimmt. Ist auch durch und durch vollwertig und vegan. Das Rezept wurde bereits 2001 in der Schrot & Korn veröffentlicht und stammt ursprünglich aus Der Natur auf der Spur – Backen und Kochen auf rein pflanzlicher Basis von Wiltrud Stumpfe. Eine Bezugsquelle kann ich leider nicht nennen; elf Jahre alte Kontaktdaten finden sich allerdings hier

Ich hab' ja alle paar Monate mal so 'nen Tick, wo ich nur vegan esse. Ich mag veganes Essen. Wenn man sich ein wenig damit auskennt, ist es unglaublich vielfältig und köstlich  natürlich abseits von diesem unsäglichen Convenience-Kram, der auch in dieser Sparte groß in Mode ist: In Bio-Supermärkten füllen pflanzliche Cordon Bleus, Frikadellen, Würstchen und Currywürste ganze Thekenabschnitte. Muss das sein? Ich persönlich finde: Nö. Aber ein Jeder kann essen, was er mag und nicht umsonst sind Geschmäcker verschieden. Ich bleibe aber bei Gemüse (hey, mein Blog heißt nicht umsonst so!), Obst und Trockenfrüchten, Getreide, Nüssen und selbstverständlich Tofu. Und bin damit ziemlich glücklich und zufrieden.

Noch glücklicher bin ich übrigens, wenn dieses Gericht hier aufgetischt wird. Zur Zucchinizeit ein Dauergast! Rein pflanzlich, was aber keinem auffällt, der es nicht weiß, ha. 
Uns reicht pro Person eine mittelgroße Zucchini als Hauptmahlzeit, wer mag, serviert noch mit Kreuzkümmel aromatisierten Reis, Bulgur oder Couscous dazu.

Gefüllte Zucchini mit Mandeln und Räuchertofu (vegan)
für 2 Portionen als Hauptspeise

Zutaten
2 mittelgroße Zucchini
Fett für die Form 
150 g Räuchertofu 
1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 Knoblauchzehe, klein gehackt 
2 EL Zitronensaft
1 EL Olivenöl
1 TL Curry
Kräutersalz
30 g Sultaninen
2 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Mandeln, gehobelt
1/2 Tasse Apfelsaft
1/2 Tasse Gemüsebrühe

Zubereitung
Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
Die Zucchini vom Stielansatz befreien und längs halbieren. Das Kerngehäuse mit einem Löffel herausschaben und beiseite legen.
Die Zucchinihälften mit der Öffnung nach oben in eine gefettete Auflaufform setzen. 
Tofu, Kerngehäuse, Zwiebelstücke, Knoblauch, Zitronensaft und Öl pürieren und mit Gewürzen abschmecken. Rosinen und je einen Esslöffel gehackte Mandeln und Sonnenblumenkerne unterziehen. Mit dieser Masse die Zucchinihälften befüllen und die übrigen Mandeln und Sonnenblumenkerne dekorativ darauf verstreuen. 
Falls was übrig bleibt: Den Rest einfach neben die Zucchini legen. Nun Apfelsaft und Gemüsebrühe angießen und im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.

2012/07/13 Dark Chocolate Cherry Poppy Muffins (vegan)


Dass mein Zuckerherz für die Kombination Kirsche / Schokolade schlägt, ist nichts Neues. Schon die Sommerferien meiner Kindheit wurden durch den regelmäßigen Konsum von Schwarzwälder-Kirsch-Eisbechern geprägt und aufgewertet. (Dass darin Alkohol enthalten war, habe ich übrigens erst vor kurzer Zeit erfahren. Trotz präadoleszentem Suff bin ich aber doch ganz passabel gelungen, keine Leberschäden oder gar was am Köpfchen... ) 
Bis heute hat sich an meiner Liebe zu dieser Kombination nichts geändert, im Gegenteil: Sie ist sogar noch inniger geworden. Und da ich nun auch endlich im Besitz eines Kirschentkerners bin, muss ich bei der Verarbeitung nicht länger jede Frucht mit einem Messer bis zur Unkenntlichkeit entstellen und mich zudem von oben bis unten mit Saft einsauen. Famos, ganz famos. 


Nun aber zu den Muffins, die ich spontan während eines verregneten Sommernachmittags gebacken habe und die sich von jetzt auf gleich in meine persönliche Backhitliste katapultierten. Eindrucksvoll beweisen sie, dass veganes Backen kompromisslos möglich ist und hierbei auch auf  künstlichen Ei-Ersatz verzichtet werden kann.
Die Muffins sind durch die Kirschen supersaftig, durch den Mohn knusprig – und spätestens, wenn man auf eine dieser großen, weichen Schokoladeninseln trifft, weiß man, wieso ich so verliebt in dieses Rezept bin. 


Dark Chocolate Cherry Poppy Muffins (vegan)
für ca. 10-12 Muffins

Zutaten 
175 g Mehl 
90 g Mohn
125 g Zucker
1 TL Natron
3 TL Weinsteinbackpulver
1 großzügige Prise Salz
200 ml Soja- oder andere Pflanzenmilch
100 ml neutrales Öl
2 EL heller, lieblicher Essig
150 g Schokolade (70% Kakao), grob gehackt
400 g frische Kirschen, gewaschen und entsteint. Sicherlich eignen sich auch Kirschen aus dem Glas, aber immerhin ist gerade Saison und frische Kirschen sind natürlich immer 'nen Ticken leckerer als diese überzuckerten Labberdinger. 

Zubereitung
Den Backofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die trockenen Zutaten (Mehl, Mohn, Zucker, Natron, Backpulver) in einer großen Rührschüssel gut vermengen. Sonnenblumenöl mit Sojamilch und Essig in einer anderen Schüssel vermengen. Zu den trockenen Zutaten geben und nur kurz mit einem Kochlöffel o. ä. unterrühren. Nun Schokolade und Kirschen vorsichtig unterheben.

Eine Muffinsform mit Backförmchen auskleiden und den Teig gleichmäßig darin verteilen. 
Anschließend etwa 20 Minuten fertig backen (Stäbchenprobe!).

stark abgewandelt nach Vegan und Lecker.de 

2012/07/10 Mastix-Küchlein mit Schwarzkümmel


Apropos Kekse: Vergangenes Wochenende fühlte ich mich mal wieder so danach, welche zu backen. Perfekt, weil ich eh meinen Neuzugang im Gewürzschrank ausprobieren wollte: Mastix.
Hä?
Ja, das war auch mein erster Gedanke, als ich vor ein paar Wochen in einem Restaurant in Istanbul über dieses Wort stolperte. Und wie gut, dass wir mittlerweile in der Zukunft leben und Smartphones unsere ständigen Begleiter sind, oder? So konnte ich nämlich binnen weniger Minuten in Erfahrung bringen, dass es sich bei Mastix um das getrocknete Harz des Mastix-Pistazienbaums handelt. Mastix kann man z. B. in der Ölmalerei oder als Maskenbildner verwenden. Oder man gibt es an Süßspeisen, was vor allem in Südosteuropa häufig getan wird. Wenn ihr Lokum kennt und liebt (auch als Turkish Delight bekannt), liebt ihr vermutlich auch Mastix.

Jetzt war ich natürlich angefixt. Kaum zurück in Deutschland, orderte ich mir über einen Online-Gewürzhandel ein kleines Tütchen davon, um selbst loslegen zu können. Am Wochenende kramte ich also wegen oben erwähnter Kekslust ein Rezept für Mastix-Kekse heraus. Wobei der Titel etwas irreführend war. Bei dem Wort „Kekse“ ging ich nämlich automatisch von „knusprig“ aus. Aber knusprig is hier nich, im Gegenteil: Die hier sind ganz weich, deswegen auch die Umbenennung in „Küchlein“, um zukünftige Verwirrungen zu vermeiden. Unabhängig vom Härtegrad schmecken sie aber ganz famos, am besten frisch, gedippt in ein wenig Olivenöl  herrlich!


Mastix erinnert übrigens ein wenig das herbe Aroma von Tannennadeln  ich stehe total drauf. Die von mir initiierte Zugabe von Schwarzkümmel, der ja auch ein wenig ätherisch daherkommt, war übrigens eine brillante Idee: Die Beiden ergänzen sich famos.

Mastix-Küchlein mit Schwarzkümmel
Rezept für ca. 40 Stück

Zutaten
275 g Mehl
2 Eier
1 TL Natron
1 Spritzer Zitrone
125 g Zucker
1 TL Mastix
250 g Quark
50 ml Olivenöl
Schwarzkümmel

Zubereitung
Den Ofen auf 180° C vorheizen.
Öl, Zucker, Eier und Quark vermischen. Natron unter das Mehl rühren und dann gemeinsam mit dem Zitronensaft unter die Masse heben. Zu einem glatten, leicht klebrigen Teig verarbeiten. Nun die Mastixstücke (mittels Mörser und Stößel) klein stoßen und dem Teig zufügen, ein weiteres Mal durchkneten und dann mit bemehlten (!) Händen zu kleinen Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, mit Schwarzkümmel bestreuen und im Ofen ca. 20-25 Minuten fertig backen.
Und wie ich schon sagtet: Frisch am besten!

Quelle: abgewandelt nach Yogurtland.com

2012/07/05 Kräutertarte mit Ziegenfrischkäse


Ich habe alles versucht. Tischdeckchen in blau, grau. Und in rotkariert. Tortenheber mit Holzgriff. Gabeln im Vintage-Stil. Kräuterbündchen, hübsch mit Paketband zusammengeschnürt. Sogar mein rustikales Nudelholz habe ich hervorgekramt. 
Aber an manchen Tagen kann ich mir noch so viel Mühe mit der Dekoration geben und von vorne bis hinten, von hinten nach vorne verzweifelt Lexika zur Foodfotografie wälzen – ein gescheites Foto, nee, das kriege ich nicht hin, obwohl das Motiv einwandfrei ist. So war das auch hier. Und irgendwann habe ich es dann aufgegeben, die Tarte auf den Balkonboden gestellt und drauf los geknipst. Sie muss nun ganz für sich stehen. Ohne Deko. 


Ihr müsst mir also auch so abnehmen, dass die Tarte überaus lecker (und dabei schnell gemacht) ist. Der Boden knuspert und der Belag wird durch die frischen Kräuter herrlich aromatisch. Vor allem für ein Picknick mit Freunden die perfekte Wahl.
Ich habe mich grob von Heike (Original) und Simone (erste Abwandlung) inspirieren lassen. Leider gab mein Kühlschrank nicht halb so viele Tomaten her, wie das Rezept ursprünglich vorsah. Deswegen wage ich auch nicht, meine Version als „Tomatentarte“ zu bezeichnen. Aber da ich in die Ziegenfrischkäsecreme alle möglichen Kräuter, die mein Balkon derzeit zu bieten hat, reingemischt habe, trifft es „Kräutertarte“ wohl ganz gut. Vor allem auf den Salbei solltet ihr nicht verzichten. Seit ich sein Potenzial erkannt habe, kommt er in meiner Küche wirklich häufig abseits von Gurgellösung zum Einsatz. Es lohnt sich.

Kräutertarte mit Ziegenfrischkäse
Rezept für 1 Tarteform (Durchmesser: 30 cm)

für den Boden
250 g Mehl
125 g kalte Butter
30 g frisch geriebener Parmesan
5 g Salz
1 Ei (S)

für den Belag
200 g Schmand
150 g Ziegenfrischkäse
n. B. Kräuter (Salbei, Minze, Rosmarin, Thymian, Estragon, Oregano, Basilikum... tobt euch aus!)
Salz
Piment d'Espelette
n. B. Cherrytomaten

Zubereitung
Aus den Zutaten für den Tarteboden fix einen Mürbeteig kneten, ausrollen und in die gebutterte Tarteform legen. Im auf 200 ° C vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene ca. 15-20 Minuten blind backen.
Aus dem Ofen holen und kurz auskühlen lassen.

Dann für den Belag Schmand, Ziegenfrischkäse, gehackte Kräuter mit Salz und Piment d'Espelette zu einer dicken Creme rühren. Auf dem Boden verteilen und anschließend dekorativ mit Kirschtomaten verzieren.
Ab zurück in den Ofen und auf gleicher Temperatur erneut 20-25 Minuten backen, bis die Creme fest und die Tomaten schön weich sind. 

2012/07/01 Späte Liebe: Clafoutis von Sommerfrüchten


Ich habe eine neue Leidenschaft: Clafoutis. 
Clafoutis [klafuti] kommt aus Frankreich und besteht aus mit Teig übergossenen Früchten, die dann im Ofen gebacken werden. So einfach  so unfassbar gut. Dabei habe ich einen ersten Versuch jahrelang aufgeschoben. Kennt ihr das? Irgendeine Art von Gerichten macht euch total an, aber aus nicht näher definiertbaren Gründen könnt ihr euch nicht zu einem Erstversuch aufraffen? Ich nenne das „Koch- und Backprokrastination“.
Gerade in diesem Fall aber bereue ich, so lange etwas verpasst zu haben. Clafoutis ist schnell zubereitet und dabei totaaal variabel. Nehmt einfach die schönsten Früchte der Saison und überbackt, was das Zeug hält: Kirschen (an absolute classic!), Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Aprikosen, Pflaumen, Äpfel, Birnen  oder wie wär's mit einer herzhaften Variante, vielleicht mit Tomaten?

Auch am Teig könnt ihr nach Belieben drehen. Meine Version besteht tatsächlich nur aus Basiszutaten: Ei, Milch, Mehl, ein wenig Zucker (und die obligatorische Prise Salz). Andere Rezepte fügen z. B. Butter, gemahlene Nüsse oder Likör hinzu. Oder servieren zu dem noch ofenwarmen Clafoutis eine Kugel cremiges Vanilleeis. Das macht die Geschichte natürlich etwas extravaganter. Ihr seht: Rumprobieren ist ausdrücklich erwünscht. What you waiting for?

Auf dem Bild könnt ihr übrigens meine super(t)ollen Topflappen bewundern. Ich weiß gar nicht, von wem ich die mal bekommen habe. Sie sind auf jeden Fall uralt, vollkommen verschandelt, mit Brandflecken und nicht mehr entfernbaren Teigresten übersäht  aber trennen kann ich mich irgendwie nicht von ihnen.