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2012/08/30 Pimp my dessert: Tahin-Grießbrei mit Muskatnuss und Pfirsichkompott


Es gibt so einige Begriffe aus dem Bereich der Küche, die ich nicht leiden mag. Zum Beispiel „verfeinern“. Brrr – da schüttelt's mich richtig. Oder wenn auf Speisekarten „Schäumchen“ auf „Süppchen“ oder „Sößchen“ auf „Jus“ treffen. Und alles immer irgendwie „an“ oder „bei“ ist. 
Auch albern: „Bandnudelnest“. Erst letzte Woche wurde mir „Dreierlei vom Weinbergpfirsich“ serviert. Argh! Mit auf den ersten Plätzen liegen aber auch Begriffe aus der vegetarischen / veganen Sparte: „Vleisch“, „Vurst“ und „Visch“.  
Ja, scheinbar habe ich keine wirklichen Probleme, über die ich mich derzeit ärgern kann. 

Das war nun meine Ouvertüre (auch so ein Wort, das sich unsinnigerweise häufig in die Karten hochpreisiger Restaurants verirrt) zu einem echt hammermäßigen Dessert, das selbst ich als Nachtisch-Skeptiker gläserweise weglöffeln könnte. Tahin und Muskatnuss verpassen dem von mir sonst als langweilig empfundenen Grießbrei endlich mal ein bisschen Substanz und Geschmack. Ein fruchtiges  Kompott aus reifen Pfirsichen setzt dem ganzen wortwörtlich die Krone auf. Haut rein. 

Tahin-Grießbrei mit Muskatnuss und Pfirsich-Kompott
für 4 Dessertgläser à 200 ml

Zutaten
für den Grießbrei
750 ml Milch
65 g Hartweizengrieß
50 g Zucker
1 Prise Salz
2 gehäufte Esslöffel Tahin
1 kräftige Prise Muskatnuss

für das Kompott
2 reife Pfirsiche
2 EL Zucker
1 kräftige Prise Muskatnuss

Zubereitung
Die Milch zusammen mit Grieß, Zucker und Salz aufkochen lassen. Den Topf mit einem Deckel verschließen, vom Herd nehmen und 5 Minuten ausquellen lassen. Tahin unterrühren und mit Muskatnuss abschmecken.
Für das Kompott die Pfirische waschen, in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem weiteren Topf zu Mus kochen. Ebenfalls mit Muskatnuss abschmecken (hört sich komisch an, schmeckt aber!).

Wem danach ist, der kann das Ganze natürlich schon jetzt löffeln: Ich fand's aber am besten gut gekühlt mit einem Klecks Joghurt.

2012/08/28 Matcha-Schokoladen-Scones (vegan)


Da isser wieder: Matcha. Es wird der Tag kommen, da werde ich eine eigene Unterkategorie nur für Matcha-Gedöhnse einrichten. Gebäck mit Matcha stößt bei unwissenden Konsumenten für gewöhnlich auf Skepsis. „Schimmel“ – das ist das erste, was den meisten dazu einfällt. Pffft, Schimmel. Nix da. Schweinteures Grüner-Tee-Pulver. Echt ma.
Optisch sind diese Scones tatsächlich eher abschreckend, oder? Naja, Halloween kommt ja bald, da machen die sich bestimmt ganz wunderbar auf einem Grusel-Buffet. Vor allem, weil sie ganz ausgezeichnet schmecken. Herb und süß gleichzeitig – auch deswegen sind Matcha und zartbittere Schokolade so ein gutes Team. Vegan ist das Rezept übrigens eher aus Zufall, wer mag, kann natürlich  Butter statt Margarine und Buttermilch statt Sojadrink benutzen.


Eigentlich nehme ich ja nicht (mehr so wirklich) an Blog-Events teil. Aber weil die liebe Nina zu ihrem 2. Bloggeburtstag ihr allererstes Event unter dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ veranstaltet, mache ich eine Ausnahme. Die Matcha-Schokoladen-Scones passen aus zweierlei Gründen ganz gut zum Motto: Erstmal wegen der Geschmackskombination (Bitter Sweet Symphony und so), wegen der Farben (grün und braun sind doch fast Komplementärfarben, oder? ) und natürlich wegen der Innen-/Außen-Diskrepanz (lecker / gewöhnungsbedürftig). In diesem Sinne: Happy Birthday, Nina. 

Blog-Event: Ungleiche Duette – Gegensätze ziehen sich an

Matcha-Schokoladen-Scones (vegan)
für 6 Scones

Zutaten
250 g Mehl
2 TL Weinsteinbackpulver
3 TL Matcha
1 Prise Salz
40 g Zucker
75 g Schokolade (70%)
60 g Margarine
100 ml Sojadrink

Zubereitung
Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Mehl mit Weinsteinbackpulver, Matcha, Salz und Zucker verrühren. Die Schokolade grob hacken und unterheben. Margarine zugeben und alles mit den Fingern zu einem krümeligen Teig kneten. Dann den Sojadrink zugießen und alles zu einem festen Teig verkneten.
Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zu einem ca. 2 cm hohen, runden Fladen drücken. Nun nur noch in 6 Tortenstücke schneiden und im Ofen ca. 20 Minuten fertig backen lassen.
Die Scones schmecken am besten lauwarm – aber auch kalt, z. B. mit Nutella oder Schlagsahne.

2012/08/26 Frucht-Blitz-Eis – meine Sommerliebe


Ich und Eiscreme. Unser Verhältnis ist... äääh, ich möchte sagen: innig. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns mehrmals die Woche, manchmal sogar mehrmals am Tag sehen. Ich bin süchtig, im positiven Sinn.
Deswegen ist es für mich umso tragischer, dass ich keine Eismaschine besitze. Keine Eismaschine. Irgendwie kam ich bisher nicht dazu, mir eine zu kaufen – und das bei diesen Konsummengen! Stattdessen hänge ich an der Supermarkteis-Nadel. Leider kann vieles, was dort geboten wird, mittlerweile nicht mehr mit meinen Qualitätsansprüchen mithalten. Deswegen bin ich dazu gezwungen, entweder sehr viel Geld für Ben & Jerry's oder Roggenkamp auszugeben, schmieriges Billigeis zu löffeln – oder eben mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen.

Deswegen gibt's hier ein Eis, für das man lediglich einen – zugegebenermaßen nicht ganz schwachen – Pürierstab benötigt. Praktisch, lecker und innerhalb einer Minute gemacht. Und dann weiß man auch noch, was drin ist! 

Frucht-Blitz-Eis
für 1 großzügig befüllten Eisbecher

Zutaten
100 g TK-Früchte (je kleiner das Obst, desto besser kriegt der Pürierstab das hin, ist klar... )
100 g Joghurt 
1 EL Honig oder Zucker

Zubereitung
Kriege ich mit einem Satz hin: Früchte, Joghurt und Honig in ein hohes Rührgefäß geben und mit einem Pürierstab durchpürieren. Fertig – sofort servieren, am besten mit Sahne und frischen Früchten. Oder Eiswaffeln. Schokolade. Zerkrümelten Keksen. Noch mehr Sahne. 

2012/08/17 Kalte Gurkensuppe mit Joghurt, Knoblauch und Minze


Kein Augen-, dafür umso mehr ein Gaumenschmaus, den ich euch ohne große Worte hinwerfe – für mehr reicht's bei den derzeitigen Temperaturen einfach nicht.
Die Suppe besteht nur aus ganz wenigen Zutaten, die in Kombination aber zur geschmacklichen Höchstleistung auflaufen und so gerade an schwülen Sonnentagen zu einem perfekten Mittagessen wird: Leicht und frisch, kühl und aromatisch. Lässt sich nicht nur prima mit ins Büro nehmen, sondern hilft auf Leuten, die unter der aktuellen Gurkenschwemme zu leiden haben und die nicht wissen, wohin mit dem ganzen Zeug. 

So. Jetzt ist es erstmal für ein, zwei Wochen (noch) stiller hier. Ich verreise – körperlich und geistig. Aber ich habe unendlich viele, tolle Ideen im Topf – äh, im Kopf, also macht euch auf was gefasst!

Kalte Gurkensuppe mit Joghurt, Knoblauch und Minze
für 2 Portionen 

Zutaten 
1 Salatgurke
2 Knoblauchzehen
250 g Joghurt, 3,5 %
ca. 150 ml Wasser
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
getrocknete oder frische Minze, fein gehackt
Eiswürfel

Zubereitung
Die Gurken schälen und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch würfeln und in eine Schüssel geben.
Den Knoblauch fein hacken und hinzufügen. Mit einem Mixstab pürieren. Dann den Joghurt unterrühren und nur soviel Wasser zufügen, dass eine „suppige“ Konsistenz entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Minze würzen und dann mindestens eine Stunde – noch besser über Nacht – in den Kühlschrank geben. 
In je eine Suppenschale 1 bis 2 Eiswürfel legen, mit der Suppe auffüllen und eventuell mit Minzblättchen und dünnen Gurkenscheiben dekorieren. 
Dazu passt frisches, knuspriges Baguette. 

2012/08/11 Chocolate Cocoa Nib Meringues


My precious! Kakao Nibs sind geschälte und zu kleinen Stückchen gebrochene Kakaobohnen – ein reines Naturprodukt also, reich an allen möglichen gesunden Inhaltsstoffen und beinhalten – ganz wichtig! – keinen Zucker. So schmecken sie, pur geknabbert, nach stark bitterer Schokolade. Wer glaubt, darin einen kalorienarmen Ersatz für letztere zu finden, irrt aber leider: Der Fettgehalt von Kakaobohnen ist enorm (fast 50 %) und so enthalten auch die Nibs fast 550 Kalorien auf 100 Gramm. 


Kakao Nibs gibt's leider nicht im Laden umme Ecke. Nicht mal meine beiden größeren Bio-Supermärkte oder Reformhäuser führen sie, weswegen ich letztlich auf den Online-Versand ausgewichen bin. Im Endeffekt bin ich aber sehr froh darum, dass ich die Dinger endlich besorgt habe: Die Meringues sind nämlich noch leckerer als erwartet! Schon während des Backens wabert eine gar wundervolle Schokoladenwolke durch die Gemächer. Und wenn dann endlich der Moment kommt, in dem man sich eins vom Blech klauen und die zarte Hülle anknabbern kann – Himmel! Die schmecken wie... hach, ich weiß auch nicht. Wie ein süßer Kindergeburtstag! Die Nibs weichen übrigens während des Backens nicht durch, sondern behalten ihren Crunch. Noch ein Pluspunkt. 

Leider sind meine Meringues ein bisschen gerissen; wohl weil ich sie zu heiß gebacken habe. Zwar war der Ofen nur auf 135 °C eingestellt, aber mein Gerät ist ja immer etwas übereifrig...
Ich persönlich würde es also beim nächsten Mal also mit 110 °C probieren. Scheut euch wegen der Risse auf keinen Fall vor einem Nachbacken, die ändern schließlich nix am Geschmack. 


Chocolate Cocoa Nib Meringues
für ca. 15 größere Meringues

Zutaten
3 frische Eiweiße
1 Prise Salz
1/4 TL Weinsteinbackpulver
170 g feiner Zucker
4 TL Kakaopulver, ungesüßt
30 g Kakao Nibs

Zubereitung
Den Ofen auf ca. 135 °C (Ober- /Unterhitze) vorheizen. 

Die Eiweiße in eine trockene, saubere Schüssel geben, eine Prise Salz zugeben und mit einem Handmixgerät (auf mittlerer Stufe) halbsteif schlagen. Nun das Weinsteinbackpulver hinzufügen und weiter schlagen, bis Spitzen stehen bleiben. 
Zucker mit Kakaopulver vermischen und auf der höchsten Stufe des Handmixgeräts weiterschlagen, bis es fest ist und seidig glänzt. Die Kakaonibs unterheben. 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Meringues mit einem Esslöffel darauf setzen – die hübsche Tropfenform kommt fast von selbst. 

Im Ofen caa. 50–60 Minuten durchtrocknen lassen. Theoretisch halten sich die Meringues in einer luftdichten Blechdose ca. 2–3 Tage, sind praktisch aber natürlich viel schneller aufgegessen. 

2012/08/04 Gemüse mit Gerste und Gewürzjoghurt (vegan)



Mein herzallerliebstes Kochbuch Pişmek, über das ich ja auch schon eine ziemlich euphorische Rezension verfasst habe, wird – mal abgesehen von den fleisch- und fischlastigen Gerichten – vermutlich das erste Buch sein, das ich von vorne bis hinten durchkoche.

Heute kam Gemüse mit Gerste und Gewürzjoghurt auf den Teller. Graupen waren mir (vermutlich auch wegen ihres ümmeligen Namens) nie ein gern gesehener Gast im Topf. Vermutlich, weil ich sie lange nur als ebenso farb- wie geschmacklose Eintopfeinlage kannte. Abseits davon aber erklimmt sie ungeahnte Geschmackshöhen – wie zum Beispiel hier. Das Gericht besticht außerdem durch eine interessante Grünzeugkombination aus Spinat, Sellerie, Rucola und Petersilie. Mit der pikant gewürzten Joghurtsauce ist es ein Essen ganz nach meinem Geschmack. Und deswegen wandert es heute abend erneut auf den Teller.

Natürlich habe ich ein wenig am Rezept gedreht und es meinen Bedürfnissen (keine Hühnerbrühe, keine Abkühlung für die Graupen usw.) angepasst. Weil es hier Sojajoghurt dazu gab, war das Gericht außerdem komplett vegan. Wer keinen Sojajoghurt hat / mag / will, nimmt – wie im Originalrezept angegeben – einfach Schafsmilchjoghurt.


Gemüse mit Gerste und Gewürzjoghurt
für 2 Portionen

Zutaten für das Gerstengemüse
100 g Gerstengraupen
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 Möhren, in dünne Scheiben geschnitten
2 kleine Stangen Sellerie, fein gehackt
1 Prise Zimt
1 EL scharfe Pfefferpaste
1/2 Bund Rucola, grob gehackt
300 g Spinat (TK)
1/2 Tasse Petersilie, gehackt
200 ml Gemüsebrühe
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für den Joghurt
150 g Soja- oder Schafsmilchjoghurt
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL scharfes Paprikapulver
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz

Zubereitung
Die Gerste in einem Kopf mit siedendem Wasser ca. 20 Minuten gar kochen lassen.

In der Zwischenzeit  das Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Zimt hinzugeben und unter häufigem Rühren ca. 5 Minuten weich braten. Anschließend Möhre und Sellerie in den Topf geben und weitere 5 Minuten braten, dabei regelmäßig umrühren. Pfefferpaste hinzugeben und kurz mit anrösten.
Dann die Brühe hinzugeben und zum Sieden bringen. Den Topf zudecken und bei mittlerer bis schwacher Hitze 10 Minuten kochen.
Die Gerste abgießen. Zusammen mit Spinat, Rucola und Petersilie in den Topf geben und gut verrühren; dann den Topf zudecken und weitere 5 Minuten kochen.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Anschließend auf die Teller verteilen und mit dem Joghurt servieren.