Sobanudel-Salat mit gebratenen Auberginen und Mango (vegan)

Yotam, du hast mein Herz geklaut. Ich hatte ja schon oft von dir gehört, aber zu einer persönlichen Begegnung ist es irgendwie nie gekommen – bis zur Frankfurter Buchmesse 2012. Ich sah dich (bzw. „Das Kochbuch“*) und war plötzlich bis über beide Ohren verknallt.

Das ist meine (zugegebenermaßen kurze) Geschichte mit Yotam Ottolenghi bzw. seinen Kochbüchern. Tausendmal gehört, tausendmal ist nichts passiert. Dann aber richtig. Etwas pathetisch formuliert: Ich frage mich, wie ich so lange so blind sein konnte. Eigentlich nämlich sind wir wie füreinander gemacht. Kein Wunder, dass kaum zwei Monate später schon „Genussvoll vegetarisch“* unterm Weihnachtsbaum lag und ich nun der Veröffentlichung von „Jersualem“* freudigst entgegenfiebere.

Rezeptpremiere hier im Blog ist der Sobanudel-Salat mit Auberginen und Mango, weil mir die Kombination taugte. Allerdings ziehe ich vor, eine Aubergine vor der Verarbeitung zu entwässern und in wenig Öl auszubraten – Ottlenghi frittiert sie.

Es handelt sich übrigens um eine köstliche Art Nudelsalat, die vor allem in den ersten Sommertagen das Herz erfreut, wenn man endlich wieder in Gärten, Balkonen und Terrassen sitzen und Gerichte essen kann, die Leib und Seele erfrischen. Auch als Begleitung zu einem Grillabend macht der Salat definitiv was her.

Sobanudeln sind dünne, grau-bräunliche Nudeln aus Buchweizenmehl und sind deswegen auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet. Ich esse sie sehr, sehr gerne, auch wenn man sie nicht 1:1 wie Spaghetti aus Hartweizengrieß behandeln kann. Sobanudeln sind viel weicher, schneller gar und natürlich auch etwas „vollwertiger“ im Geschmack. In Japan – wo sie herstammen – sind kalte Sobanudeln mit einem speziellen Dip aus Sojasauce und Frühlingszwiebeln („Zaru Soba“) ein einfaches, köstliches Essen für heiße Tage, das schnell auf dem Tisch steht. Leider habe ich mich daran vor geraumer Zeit völlig überfressen, naja.

Das Rezept für den Sobanudel-Salat mit Auberginen und Mango reicht für zwei, wenn dazu noch eine kleine Beilage serviert wird.

Lust auf Nudelsalat, aber nicht auf Soba? Dann probiert doch den leckeren Nudelsalat mit Fenchel, Kapern und Oliven, der auch perfekt in den Sommer passt.

Sobanudeln mit gebratener Aubergine und Mango
Foto von 2013 😀
Sobanudeln mit Aubergine und Mango

Sobanudel-Salat mit Aubergine und Mango

DRUCKEN
Servings 2

Zutaten

  • 60 ml Reisessig
  • 20 g Zucker
  • ½ TL Salz
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • etwas Chili nach Belieben
  • 1 TL Sesamöl geröstet
  • Saft und Abrieb von 1 Bio-Limette alternativ: Saft und Abrieb von ½ Zitrone
  • 1 Aubergine in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 125 g Sobanudeln
  • 1 reife Mango in 1 cm große Würfel geschnitten
  • 30 g Petersilie fein gehackt
  • ½ rote Zwiebel in sehr dünne Ringe geschnitten

Zubereitung

  • Zuerst wird die Aubergine entwässert: Dazu die Würfel in eine Schüssel geben, großzügig salzen, vermengen und beiseite Stellen.
  • In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten: Reisessig zusammen mit Zucker und Salz in einem Topf erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Knoblauch, Chili und Sesamöl, sowie Limettenabrieb und -saft hinzugeben. Abkühlen lassen.
  • Die Aubergine über einem Sieb abtropfen lassen und mit kaltem Wasser ordentlich abspülen. In 1 EL Olivenöl goldbraun braten und anschließend mit Pfeffer (und eventuell Salz) würzen.
  • Die Sobanudeln in reichlich kochendem Salzwasser bissfest (!) garen. Das dauert nicht lange, etwa 5–7 Minuten. Abgießen und ebenfalls mit kaltem Wasser abspülen, dann zum Trocknen auf ein Geschirrtuch auslegen.
  • Anschließend die Soba in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing, der Mango, der Aubergine, den Kräutern und Zwiebelringen vermischen und ca. 2 Stunden durchziehen lassen.

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14 Kommentare

  1. Hm.. Das war das 1. Rezept aus dem Buch was ich damals gekocht habe und es hatte mich so gar nicht überzeugt. Vielleichg wär es an der Zeit für eine 2. Chance?

  2. Mh, ich liebe Mango, Auberginen dafür gar nicht. Das Rezept liest sich toll, ob ich mal meine Auberginenabneigung dafür beiseite stelle?
    Ich überlege es mir mal...
    Liebe Grüße!

  3. Hihi, bei mir ist es so: Ich bin Auberginen einfach total zugetan - finde sie geschmacklich aber eher so semispektakulär. Aber sie sehen so toll aus, diese tolle lila Farbe und dieses kleine Hütchen... ich muss sie immer wieder kaufen! 🙂

  4. ohhh das gericht fand ich auch köstlich! das buch ist einfach toll - jedes foto hätte ich glatt nachkochen können! die sobanudeln gab es in etwas abgewandelter form bei mir auch (ich mag keine aubergine und hab sie deswegen mit Avocado ausgetauscht... beginnt ja beides mit A):
    Reise nach Asien

    🙂

  5. ich find auberginen auch so semitoll, aber irgendwie mache ich sie doch immer wieder... und bei den rezepten von ottolenghi klappt's auch meistens echt gut. 🙂

  6. Weiß auch nicht, ich fand es von der Würzung her ziemlich lahm, die Konsistenz insgesamt zu glitschig - irgendwie hatte ich mir ganz was anderes erwartet (ich liebe Auberginen und Koriander) - aber wie gesagt, vielleicht sollte ich es mal wiederholen.

  7. Ich liebe dieses Kochbuch auch! Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass es alles super aufwändig zu kochen sei, weil die Zutatenliste doch manchmal sehr lang ist, aber da hatte ich mich getäuscht... bei mir war es also auch Liebe auf den zweiten, dritten Blick 🙂
    Viele Grüße
    Julia

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