Montag, 29. April 2013

Bärlauch-Tomaten-Tarte


So. Nachdem ich wochenlang erfolglos in alle möglichen Geschäfte und über Märkte getigert bin, habe ich ihn endlich finden können: Bärlauch.
War dann auch direkt in so einem Rausch, dass ich erstmal für knapp 10 Euro zuschlagen musste. Für das Sümmchen habe ich natürlich ein ordentliches Bündel bekommen. Was ich daraus gezaubert habe werde ich in den nächsten paar Tagen (oder Wochen, ich kenne mich ja ... ) verbloggen.

Ich finde ja, dass sich Bärlauch phänomenal auf Pizza oder in Tartes und Quiches macht. Schon letztes Jahr hat mich die Bärlauchquiche mit Kürbiskernen begeistert. Aber dieses Rezept hier hat mir noch besser geschmeckt. Im Original stammt es von Juliane (bzw. aus einer uralten Petra-Ausgabe), ich habe mir die Freiheit genommen, ein paar kleine Abwandlungen vorzunehmen. So habe ich z. B. auf das Blindbacken verzichtet und 'ne Menge getrocknete Tomaten untergerührt.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Schön knofelig, ergänzt durch das süßlich-mediterrane Aroma der getrockneten Tomaten. Und weil die „Füllung“ auch nur mit Saurer Sahne und Magerquark zusammengerührt wird, ist sie schön frühlingshaft leicht, ohne auch nur annährend an Geschmack einzubüßen. Mag ich, mache ich spätestens nächstes Jahr wieder.



Bärlauch-Tomaten-Tarte
für 1 Tarteform von 28 cm Durchmesser

Zutaten
250g Mehl
125g kalte Butter

4 Eier
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
100 g geriebener Käse (z. B. Emmentaler)
150 g Bärlauch, frisch 
250 g Magerquark
150 g saure Sahne 
frisch geriebene Muskatnuss
50 g getrocknete Tomaten ohne Salz
2-3 Cocktailtomaten, in dünne Scheiben geschnitten 

Zubereitung 
Die kalte Butter in Stücke schneiden. Mit dem Mehl, 1/2 TL Salz und einem Ei von Hand zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Tarte- oder Quicheform mit Butter einfetten.
Magerquark, saure Sahne, die restlichen drei Eier und den Käse gut miteinander vermengen. Bärlauch waschen, trocken schleudern, die Stiele abzupfen und die Blätter fein hacken. Die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden. Beide Zutaten ebenfalls unterrühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Abschmecken.
Nach der Kühlzeit den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie rund ausrollen, in die Tarteform legen und einen Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Bärlauch-Masse einfüllen und gleichmäßig verteilen. Die Cocktailtomatenscheiben dekorativ auf der Tarte verteilen.
Ab in den Backofen und auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten fertig backen. 

Schmeckt (mir) am besten kalt, so nach 1-2 Tagen. Herrlich. 
Dienstag, 16. April 2013

Zucchini-Paprika-Suppe mit Minze {low carb}


Ich hatte Geburtstag, schon vor einigen Wochen. Habe ich gar nicht erwähnt. Ich bin an Karfreitag 28 geworden. An Feiertagen Geburtstag zu haben ist ziemlich cool. Allerdings habe ich – infolgedessen eben – auch viele Tage am Stück kräftig gefeiert, gegessen, getrunken. Auch davor, zum Beispiel in New York, habe ich viel gegessen. Viel Erdnussbutter. Und Schokolade. Jaja, und nun ist es mal wieder so weit – der Speck muss weg, weil ich sonst bald in Jogginghose ins Büro muss, was vermutlich als nicht angemessen empfunden wird.

An sich denke ich mir immer: Christina, du hast doch schon mal 40 Kilo abgenommen. Jetzt komm mal klar und reiß dich für die paar Winterpfündchen mal zwei Wochen zusammen. Klappt aber nicht so dolle. Mit einem Foodblog hat man eigentlich eh schon verloren. Und mit einem Freund, der zwei Tüten Chips und drei Tafeln Joghurtschokolade quasi wegatmet OHNE AUCH NUR JEMALS EINEN HAUCH VON SPECK ANZUSETZEN. Hach. 

Weil ich auf meinem alten Weg nicht weiter gekommen bin, versuche ich mich nun an Low Carb. Also zumindest abends. Zumindest manchmal. Ich finde es aber interessant, mich mal wieder mit einer anderen „Ernährungsweise“ zu beschäftigen und beim Kochen vor neue Herausforderungen gestellt zu werden. Ohne Kartoffeln zu kochen, ohne süße Saucen und vor allem ohne süßes Dessert sieht die Kochwelt doch wieder ganz anders aus. Ja, schauen wir mal.

Die Suppe hier werde ich auf jeden Fall häufiger machen – auch in High Carb Zeiten, und auch im Sommer mal in kalt. Dass Minze so gut passt, war eher eine Zufallsentdeckung. Aber so isses ja oft.  

Zucchini-Paprika-Suppe mit Minze
für 1 Portion

Zutaten
1 größere Zucchini
1 grüne Paprika
1 kleine rote Zwiebel
1 TL Öl 
300 ml Gemüsebrühe 
50 g Saure Sahne
5 frische Minzblätter
ein paar Stängel Petersilie 
optional: Tofuwürfel

Zubereitung
Die Zucchini und Paprika putzen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. In einem kleinen Topf 1 EL Öl erhitzen. Darin die Gemüsewürfel einige Minuten anbraten; sie sollten aber keine Farbe annehmen, also lieber ab und an mal rühren. Mit Gemüsebrühe auffüllen und ca. 15 Minuten gar kochen lassen. Zum Schluss Minze, Petersilie und saure Sahne unterrühren – zu dem Punkt sollte die Suppe allerdings schon nicht mehr ganz so heiß sein, sonst flockt die Sahne aus und die Petersilie mag zu dolle Hitze auch nicht besonders. Schon fertig. Wer mag, kann die Suppe mit Tofuwürfeln servieren, das fand ich ganz passend.

Quelle
Ich habe mir tatsächlich mal wieder was selbst ausgedacht!