Montag, 20. Mai 2013

HAPPY 2ND BIRTHDAY

Tja, und was ist im letzten Jahr so passiert? Eine Menge, allerdings bezieht sich davon kaum etwas auf den Blog, den ich ja sträflich vernachlässige, was ich selbst ziemlich ätzend finde. Die größte Veränderung im letzten Jahr habe ich vollzogen, als ich meine Arbeit mehr oder weniger von jetzt auf gleich hinschmiss, um mir etwas anderes zu suchen. 
Diesem „Anderen“ gehe ich mittlerweile seit über 8 Monaten nach. Und ernsthaft, I <3 my job! Auch wenn er Zeit und Nerven frisst. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann ganz easy bloggen und arbeiten unter einen Hut bringen und zu einem regelmäßigeren Rhythmus zurückfinden kann. Kochen und Backen ist nämlich nach wie vor mein allerliebstes Hobby – und auch das Netzwerken ist mir wichtig. Ich habe 2012 wieder vieeele liebe Menschen kennengelernt, z. B. während der Frankfurter Buchmesse, oder bei dem einen oder kleinen Bloggertreffen in Düsseldorf. Und bald wird noch das eine oder andere Projekt dazu kommen, aber darüber verrate ich noch nix. Ihr seht: Das Leben steht nicht still, und das soll es auch nicht.

Bevor ich euch weiter mit meiner Biografie vollquatsche, lasse ich lieber Zahlen sprechen:

Wenn ich alle möglichen Follow-Möglichkeiten – die ich selbst beobachte – zusammenzähle, komme ich auf mehr als 1200 Leute, die meinen Kram hier lesen. Das finde ich beachtlich (jaja, da sind sicherlich Doppelungen dabei, aber IMMERHIN!).

Eure drei liebsten Posts sind die Crash Hot Potatoes, gefolgt von der allerleckersten Sauce aller Zeiten – nämlich dem Rhabarberketchup – und den Snickerdoodles. Abgeschlagen auf Platz 4 ist meine Rezension zu Vegan for Fun. Zeigt, dass vegane Ernährung durchaus ein Thema für euch ist. Insofern dürft ihr gespannt sein auf das, was ich über Vegan for Fit zu sagen habe, das teste ich nämlich zur Zeit ebenfalls und ziehe eine 30 Tage Challenge durch, damit ich in 4 Wochen halbwegs formstabil durch feinsten, griechischen Sand robben kann. Anderes Thema.

Weil ich euch unendlich dankbar für all eure Besuche, Anregungen, Kommentare, Kritik und Whatever bin und weil Foodbloggen einfach das coolste ist, was ich hobby-wise je gestartet habe, gibt's natürlich auch ein kleines Geschenkchen (oder wie man in der Bloggerszene zu sagen pflegt: Give Away), das ich persönlich aus New York importiert habe:


Passend zur nun aktuellen Grillsaison gibt's eine ziemlich imposante Flasche Barbecue-Sauce von Hunt's (imho die beste, die man kaufen kann), Senf in einer ziemlich freshen Verpackung, ein Tütchen Marinade „Brown Sugar Hickory“, Liquid Smoke (so geil!) uuuund, damit ich nicht nur Fertigkram verschenke, ein Gläschen frisch produzierten Rhabarber-Ketchup. Ich dachte mir, ich lasse es mal richtig amerikanisch krachen hier, so zum Geburtstag. Und mit diesen Zutaten lässt sich definitiv eine richtig beeindruckende BBQ-Party schmeißen. 

Was ihr tun könnt, sollt, müsst?
× Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Post oder auf meiner Facebook-Fanpage. Darin dürft ihr mich gerne loben, aber auch virtuell bespucken und beschimpfen für meine derzeitig miese Blogfrequenz. Mit im Lostopf seid ihr dann trotzdem.
× Wenn ihr den Beitrag auf Facebook teilt, landet ihr doppelt im Körbchen. 
× Das Gewinnspiel läuft bis zum 31. Mai (also quasi bis zum 30. Mai, 23:59.) 
× Danach ziehe ich den Gewinner per VIDEO! Ha. Ich wollte schon immer mal ein Video drehen, und jetzt habe ich endlich einen Grund, höhö. 

Dann haut mal in die Tasten. Bis bald! 
Samstag, 11. Mai 2013

Bärlauch-Sesam-Pesto mit ohne Käse


Das Pesto wurde aus der Not des Bärlauchüberflusses geboren. Nun fand ich es aber doch zu lecker, um es ganz für mich alleine heimlich abends aus dem Glas zu löffeln.

Wie ich schon sagte, kaufte ich in einer Art Frühlingsrausch 20 Bund Bärlauch und musste die irgendwie sinnvoll verarbeiten bzw. haltbar machen. Pesto war das einzige, das mir ad hoc einfiel. Also nicht lang gefackelt und einfach gemacht. Leider fiel mir erst mittendrin ein, dass ich gar keinen Parmesan hatte. Funktioniert aber auch ohne: Statt dessen habe ich einfach einen Teil Pinienkerne durch Sesam ersetzt und zu dem Olivenöl noch geröstetes Sesamöl benutzt. Das Sesamöl habe ich vor geraumer Zeit von Meine Öle zum Testen bekommen und seitdem nutze ich es permanent. Vorher hatte ich immer das 2 Euro Sesamöl aus den Aldi-Asiawochen, aber das ist ein Witz dagegen.
Überhaupt wertet so eine kleine Sammlung hochwertiger Öle (Olive, Walnuss, Haselnuss, Sesam, Kürbiskern) jede Küche auf. Weiß gar nicht, wie ich vor einigen Jahren nur mit Sonnenblumenöl über die Runden gekommen bin.


Aber wie auch immer: Probiert das ruhig mal aus. Das Pesto hat natürlich ein anderes Aroma als normales Basilikumpesto, aber mir schmeckt es viel besser. Bärlauch und Sesam ergänzen sich ziemlich gut. Ich benutze es übrigens weniger für Nudelgerichte als z. B. für Crostini oder zum Dippen für Gemüsesticks, Grissini und so weiter. Auch an Weizen- oder Linsensalaten macht sich so ein Löffelchen Extra-Kräuter-Power mal ganz gut.

Bärlauch-Sesampesto mit ohne Käse
für 1 Glas von ca. 200 ml

Zutaten
60 g frischer Bärlauch
50 g Pinienkerne
25 g Sesam
4 EL Olivenöl
3 EL geröstetes Sesamöl
1/2 – 1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Bärlauch waschen, trocknen und grob in Streifen schneiden. Pinienkerne und Sesam in einer Pfanne fettfrei anrösten. Zusammen mit dem Bärlauch in einen Mixbehälter geben. Mit den Ölen auffüllen, Salz und Pfeffer zufügen und schön durchpürieren. Ich habe das mit meinem uralten Pürierstab gemacht, Küchensnobs mit einem extra Mixgerät können natürlich auch gerne davon gebrauch machen. Abschmecken – ich hatte mich mit dem Salz verschätzt und musste ordentlich nachwürzen.
Anschließend in ein möglichst sterilisiertes Gläschen füllen und mit Öl bedecken. Hält sich einige Wochen im Kühli. 
Mittwoch, 1. Mai 2013

Vegane Bärlauch-Tofu-Creme


Die Creme basiert auf Paules Tofu-Kräuter-Aufstrich, den ich schon damals, als sie das Rezept im Herbst 2012 veröffentlichte, ganz fix nachgemacht hatte – und der dann sofort zu meinem Standard-Dip avanciert ist.

Ich bin zwar no way vegan, aber – ganz ehrlich – kein Pendant aus Milchprodukten kann hier mithalten: Insofern man halbfesten Tofu verwendet (auf keinen Fall den aus dem Aldi-Vakuumpack, der ist zu fest und wird bröckelig), erhält man eine sooooSOSO samtigzarte Creme, die jedes Pendant aus Quark und Sahne in den Schatten stellt. Hinzu kommt, dass der Tofu einfach zusammen mit den Kräutern pürieret werden kann und das Endergebnis so besonders hübsch und farbintensiv aussieht. Schon mal versucht, Quark mit einem Mixstab zu bearbeiten? – You better don't...

Standardmäßig und ob meiner Petersiliensucht bereite ich die Creme meistens nur damit zu. Weil ich aber ja einen Bärlauchüberschuss zu verarbeiten hatte, habe ich es einfach mal damit versucht. Klappt natürlich auch und schmeckt ebenfalls überzeugend. Vor allem auf frischem Bauernbrot oder mit Gemüsesticks.


Vegane Bärlauch-Tofu-Creme
für viel davon

Zutaten
200 g halbfester Tofu
3 EL Zitronensaft
3-4 EL Olivenöl, eher sanft
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Bärlauch, Menge nach Belieben
optional: Knoblauch

Zubereitung
Tofu in Würfel schneiden. Zusammen mit Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Bärlauch in einen Behälter füllen und mit dem Mixstab ordentlich durchpürieren. Einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, abschmecken und servieren.
Hält sich – theoretisch – ca. 3 bis 4 Tage. Verschwindet aber wie durch Zauberhand meist schneller.

Quelle
Paules Kitchen