Hilda geht picknicken – auf unserer Decke ist noch Platz! {Klassische Guacamole; Möhren-Kokossalat mit Ingwer; Nektarinen-Lavendel-Muffins}

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Juli 29, 2013


Ihr erinnert euch doch mit Sicherheit noch an die Plätzchen-Hilda? Nun ist sie wieder da – allerdings ohne Kekse, dafür aber mit den tollsten Ideen für euer Sommerpicknick. Und selbstverständlich bin ich nicht allein: Auch bei Katharina, Julie, Isa und Juliane könnt ihr allerhand gelingsichere Picknick-Rezepte finden!

Bei meiner Auswahl hatte ich ein paar Bedingungen im Kopf. Dafür habe ich versucht, mich nach meinen eigenen Picknick-Bedürfnissen zu richten. Und die sehen wie folgt aus: Erstens – ich habe vor einem Picknick meistens weder Zeit noch Lust, lange in der Küche zu stehen. Gerade bei diesem unvorhersehbaren Sommer ist die Entscheidung, draußen zu essen, meistens eine ganz spontane. Heißt, die Gerichte müssen fix zubereitet sein. Mit der Spontaneität geht dann auch einher, dass es nicht viel sein kann: Drei Komponenten (ein Dip, ein Salat, ein Dessert) müssen reichen; Getränke und Brot kaufe ich meist so hinzu. Die Kombination hat sich auch deswegen bewährt, weil man nicht viel schleppen muss: Brot wird per Hand auseinander gerupft und gedippt, und auch das Dessert sollte ohne viel Krümelei , Sößchen und Geschirr essbar sein.

Tja, und dann natürlich noch raffiniert, aber auch nicht zu exotisch, um viele Geschmäcker zu treffen.
Gar nicht so einfach. Aber ich koche und backe ja nicht erst seit gestern.

Deswegen präsentiere ich euch hier meine kleine, feine Auswahl, mit der es sich gut ein paar Stündchen auf der Wiese aushalten lässt: Klassische Guacamole (neben Hummus mein allerliebster Dip überhaupt, schmeckt einfach immer grandios), ein erfrischender Möhren-Kokossalat und als Nachtisch ein dezent süßer und fruchtiger Muffin, natürlich mit meinem liebsten Sommerobst: Nektarinen (wahlweise natürlich auch durch Pfirsiche oder Aprikosen ersetzbar – oder einfach mischen!), aromatisiert mit Vanille und einem Hauch Lavendel. Und alle ist binnen anderthalb Stunden gemacht und servierfertig. Salat und Dip sind auf je 2 Personen berechnet, damit könnt ihr beliebig multiplizieren. Los geht's! :-)

PS: In Düsseldorf kann man ganz wunderbar picknicken. Am besten fährt man dazu (mit dem Rad) nach Hamm oder Flehe, auf den Rheinwiesen dort ist fast nichts los und die Natur ist irgendwie ganz unberührt. Auch auf der anderen Rheinseite ist es schön, allerdings sind wir dann ja schon wieder in Neuss...
Wer es aber trubelig und stadtnah mag: Die Wiesen an den Rheinterrassen sind immer belebt, aber auf eine sehr angenehme Art und Weise: Dort wird gegrillt, Feder- und Volleyball gespielt, einfach nur herum gelegen – auch schön. Falls ihr noch Tipps habt: Immer her damit

Klassische Guacamole

Wie schon gesagt: Mein liebster Dipp. So einfach, so variabel, so gesund. Ob ihr frisches, knuspriges Baguette oder Gemüsesticks zum Dippen benutzt, ist eigentlich egal – schmeckt alles.

Zutaten 
für 2 Personen
1 reife Avocado
1 kleine Zwiebel
1 Tomate
1 Knoblauchzehe
1 EL Limetten- oder Zitronensaft
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
ev. Joghurt

Zubereitung 
Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel ausschaben. In einer Schüssel mit einer Gabel zerkleinern. Zwiebel und Knoblauchzehe ganz fein hacken, untermischen. Die Tomate achteln, entkernen und nur die feste Haut klein würfeln. Zusammen mit Salz, Pfeffer und Limettensaft unter die Masse rühren – fertig! Wer es noch ein klein wenig frischer mag, kann auch noch 1 – 2 EL Joghurt unterheben.


Möhren-Salat mit Kokos und Ingwer

Hier besteht die meiste Arbeit darin, die Möhren in feine Stifte zu schneiden. Vielleicht tun's auch dünne Scheiben, damit spart man definitiv Zeit – auch wenn Stifte natürlich hübscher aussehen. Der Salat hat uns total gut geschmeckt; Kokosnuss hat halt immer was sommerliches an sich. 
An die Kokoscreme gelangt ihr, indem ihr eine normale Dose Kokosmilch in den Kühlschrank stellt. Das Kokosfett setzt sich dann oben ab. Also nicht umrühren oder schütteln, bevor ihr die Dose öffent!

Zutaten 
für 2 Personen
500 g Möhren
1 EL Sesamöl
1 Zwiebel, in feine Scheibchen gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt 
3 EL Kokoscreme 
25 ml Orangensaft
1 gestr. Teelöffel getrockneter Koriander
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
frische Petersilie 

Zubereitung 
Die Möhren putzen und in feine Stifte (oder halt Scheiben) schneiden. In 1 EL Sesamöl ca. 5 Minuten braten. Dann die Zwiebel und Knoblauch hinzugeben, weitere 2-3 Minuten braten. Vom Herd nehmen und in eine Schüssel-to-go füllen. 
Kokoscreme mit O-Saft, Koriander, Salz und Pfeffer verrühren und über die Möhren geben. Wer mag, nimmt dazu noch frische Petersilie – ist aber kein Muss. Vor dem Verschließen der Schüssel abkühlen lassen. 


Nektarinen-Lavendel-Muffins

Das hier sind einfach die perfekten Sommer-Muffins: Bursting with fruits and flavors, ideal für schwüle Nachmittage und Abende. Wenig Zucker, dafür viel Nektarine, die natürlich von bester Qualität und hervorragendem Geschmack sein sollte. (Und als kleines Obendrauf: Eine halbe Zuckeraprikose und Puderzucker – für die Spiegelei-Optik!) Lavendel spaltet ja die Geschmäcker – wer sich unsicher ist: Einfach weglassen! Dies war übrigens mein erster „Schüttelteig“. Nicht schlecht, wenn man keine Lust und Zeit hat, die Küchenmaschine oder den Mixer anzuwerfen.
PS: Die Tortenplatte wurde mir von Blueboxtree rübergebeamt – danke dafür!

Zutaten 
für 9 Stück 
2 reife, aromatische Nektarinen, in würfelgroße Stückchen geschnitten
150 g Weizenmehl
75 g Butter oder Margarine, geschmolzen und abgekühlt
75 g Zucker
Mark von 1 Vanilleschote
1/2 TL Lavendel
1/2 Packung Backpulver
3 Eier
optional: halbierte Zuckeraprikosen

Zubereitung 
Den Backofen auf 175 ° (Ober- / Unterhitze) vorheizen. 
Für den Teig Mehl mit Backpulver mischen, in eine verschließbare Schüssel geben und mit Zucker vermischen. Eier, Butter, Lavendel und Vanillemark hinzufügen, Schüssel mit dem Deckel fest verschließen. Mehrmals kräftig schütteln, bis alle Zutaten gut vermischt sind. 
Die Nekarinen unterheben. Jetzt Stück für Stück in die gefetteten Muffinsförmchen geben, ein Aprikosenhütchen aufsetzen und ab in den Ofen damit. 
Nach ca. 20 Minuten eine Stäbchenprobe machen. Schmecken noch warm, aber auch kalt hervorragend!

Zucchini-Lasagne mit Räuchertofu und Mandelcreme – (fast) besser als das Original, ja.

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Juli 25, 2013

Das erste Rezept, das ich im Rahmen der Vegan for Fit-Challenge ausprobierte, war direkt ein Volltreffer. Weil während der Challenge auf Weißmehl und Stärke verzichtet wird, kommen normale Nudeln bzw. Nudelplatten nicht in Frage und werden durch Zucchini ersetzt. Die haben den Vorteil, dass sie nach nix schmecken, aber gerade deswegen so gut als Ersatz für echte Pasta herhalten können. Der geringe Nährwert tut natürlich sein Übriges. Ich bin seit der Challenge ein Riesenfan von Zucchini-Nudeln, habe mir auch direkt diesen genialen Spiralschneider geholt, mit dem ich Zucchini in windeseile in Spaghetti schnibbeln kann. (Ich weiß, das hört sich jetzt wie ein gesponsorter Post an, isses aber nicht, der Spiralschneider ist echt toll. Weiß schon gar nicht mehr, wie ich 28 Jahre ohne leben konnte.)

Übrigens auch sehr geil: Die Mandelcreme! Ehrlich, hätte ich selbst nicht geglaubt, aber sie schmilzt unter der Ofenhitze und bekommt eine leicht knusprige Kruste, so wie Béchamel – nur irgendwie leckerer. Die Lasagne schlägt für mich (fast) das Original meiner Mama – aber an solchen Gerichten hängt natürlich immer so etwas kindlich-nostalgisches, dass man es eigentlich gar nicht wirklich miteinander vergleichen kann. 
Kann ich wirklich jedem empfehlen, der prinzipiell auf Nudeln steht, aber ein weeenig auf's Figürchen achten möchte. Außerdem macht die Lasagne hier megasatt. Das Rezept ist wie immer leicht abgewandelt und verzichtet z. B. auf Rotwein.

Und wer jetzt noch wissen möchte, was aus meiner Challenge geworden ist... – ich möchte nicht drüber reden. Nä. Vielleicht lasse ich mich in einem späteren Blogpost darüber aus. 

Zucchini-Lasagne mit Räuchertofu und Mandelcreme 
für 1 große Portion

125g Räuchertofu, natur
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Möhren, fein gehackt
ca. 3 EL Olivenöl
130g Tomatenmark
1TL Oregano
1 TL Agavendicksaft
Salz
schwarzer Pfeffer
15g weisses Mandelmus
1 EL stilles Mineralwasser

1 Zucchini

Zubereitung
Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Den Tofu mit einer Gabel zerbröseln. 
2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, und den Tofu darin ca. 3 Minuten auf hoher Hitze anbraten. Dann das fein gehackte Gemüse dazugeben und wiederum 3 Minuten anbraten, immer mal wieder rühren. Tomatenmark, Oregano und Agavendicksaft unter die Mischung heben, und alles 1 Minute weiterbraten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, vom Herd nehmen.
Mandelmus und Mineralwasser mischen, salzen und pfeffern. 
Zucchini mit einem Hobel in hauchdünne Scheiben schneiden. Mit 1 EL Olivenöl und etwas Salz mischen. Dann eine Lage Zucchin leicht überlappend in eine Gratinform legen. Dann ca. 2 EL von der Gemüsemischung darauf verteilen. Mit Zucchini und Füllung so weiterschichten, bis alles aufgebraucht ist. Zum Schluss die Mandelcreme gleichmässig darüber träufeln. 
Ab in den Ofen und ca. 5 Minuten überbacken. 

Quelle:
Attila Hildmann: Vegan for Fit – Die 30 Tage Challenge

Na'amas Fattoush

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Juli 14, 2013

Nachdem Jerusalem nun gut ein Vierteljahr bei mir vollgestaubt ist, habe ich mich endlich mal dazu durchgerungen, ein Rezept auszuprobieren. Die Wahl fiel – weil ich nun mal gerade alles da hatte – auf den Fattoush. Allerdings hat mich auch die Geschichte mit dem Brot da drin interessiert. Eigentlich steh ich nicht so sehr auf Brotsalate, hier aber fand ich's ziemlich lecker. Überhaupt schmeckt der Salat total frisch und einfach nur sommerlich. Das kommt sicherlich auch durch das Buttermilchdressing. Ich kenne so „orientalische“ Salate sonst eher nur mit mucho Olivenöl und Essig, aber die Buttermilch tut dem hier echt gut. Habe ich nun schon öfters gemacht, auch mit verschiedenen Gemüsen und Kräutern. Toll, auch für's Büro (wenn man die Brotwürfel separat mitnimmt und erst kurz vorm Lunch zu den restlichen Zutaten gibt).

Na'amas Fattoush
für 2 Portionen

Zutaten
1/2 Salatgurke, geschält und entkernt
5 Radieschen
4 Tomaten
2 Frühlingszwiebeln
20 g Petersilie
5 g frische Minze
1/2 TL getrocknete Minze
Saft von 1/2 Zitrone
1 Zehe Knoblauch, zerdrückt
Salz
Pfeffer
Sumach
100 ml Buttermilch
150 g Fladenbrot, altbacken

Zubereitung
Gemüse fein würfeln. Orientalische Salatrezepte sind irgendwie immer am besten, wenn Gurkenstückchen klein und Radieschenscheiben dünn sind. Weiß auch nicht woran das liegt.
Petersilie und Minze waschen, trockenschütteln und ganz fein hacken. Zusammen mit dem Gemüse in einer Schüssel vermischen. Getrocknete Minze, Zitronensaft und Knoblauch zugeben. Salzen und pfeffern, Buttermilch zufügen und gut unterheben. Nun mindestens 10 Minuten durchziehen lassen.
In der Zwischenzeit könnte man das Fladenbrot in einer Pfanne kurz rösten, das gibt dem ganzen Salat etwas mehr Struktur. Und außerdem schmeckt geröstetes Fladenbrot prinzipiell besser als ungeröstetes.

Nach der Durchzieh-Zeit das in kleine Stücke gerissene Brot unter den Salat heben und sofort servieren. Davor aber mit viel, viel Sumach bestreuen. Pflicht.

Quelle
Yotam Ottolenghi / Sami Tamimi: Jerusalem. Das Kochbuch.

Berry Ice Cream Cake – make it easy.

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Juli 07, 2013

Diese Rezept ist nicht griechisch, hängt aber doch mit meinem Urlaub auf Rhodos zusammen: 
Irgendwann fand ich im Hotel eine abgegrabbelte englische Zeitung, die mir ziemlich gut gefiel – nicht zuletzt wegen des schönen Rezeptespecials, das sich allein um Sommerbeeren drehte. 

Gerade der Mixed berry ice cream cake hatte es mir sofort angetan, nicht zuletzt wegen der simplen Zubereitung. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wieso ich nicht von alleine auf so eine Idee gekommen bin... 
Lange Rede, kurzer Sinn: Kaum war der Koffer ausgepackt, stand ich auch schon in der Küche. Ich muss zugeben, dass ich den Kuchen nicht selbst gebacken, sondern fertige Tortenböden gekauft habe, die ihren Zweck ganz wunderbar erfüllen und viel Zeit sparen. So ist der Kuchen in 10 Minuten gemacht. Er sollte zwar noch einige Stunden gut durchfrosten, aber wenn das einmal geschafft ist, hat man – wann immer es einem in diesem unvorhersehbaren Sommer gelüstet – in nullkommanix ein köstliches Stückchen Eiskuchen auf dem Teller.
Ich habe hier nur mit frischen Johannisbeeren gearbeitet. Als Variante könnte ich mir auch gut Schokoladeneis und Kirschen vorstellen. Oder (für den Winter) Walnusseis mit Spekulatiusstückchen. Hmm.

Habt einen tollen sonnigen Tag!


Berry Ice Cream Cake
für 1 großen Kuchen 

Zutaten
2 Tortenböden, hell oder dunkel
1 l Vanilleeis
300 g frische oder TK-Beeren nach Wahl, z. B. Blaubeeren, Himbeeren, Johanissbeeren
Puderzucker 

Zubereitung
Das Vanilleeis (bitte nicht diese modische, cremige Plörre, sondern richtiges, festes Eis) ca. 15 Minuten auftauen lassen.
Eine Springform im Durchmesser des Tortenbodens mit Klarsichtfolie auslegen. Durch die Folie friert der Kuchen nicht an; die Form ist aber gut, weil sie im folgenden Schritt die nötige Stabilität gibt und das Eis nicht an den Rändern herauslaufen kann. Die Hälfte des cremigen Eises auf dem Boden verteilen. Mit Beeren bestreuen. Die andere Eishälfte auf den Beeren verteilen und mit Tortenboden Nr. 2 abdecken. Leicht andrücken. 
Noch einmal ab ins Gefrierfach, bis die Eiscreme wieder fest geworden ist. Dann in Stücke schneiden, leicht antauen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren. 

Original Griechischer Bauernsalat

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Juli 04, 2013

Kalimera, ich bin wieder da.
Wie gesagt, war ich ja in Griechenland, auf Rhodos genauer gesagt. Ich bin ja eigentlich nicht so der Pauschalurlauber – das sagt bestimmt jeder Pauschalurlauber von sich –, aber alle zwei bis drei Jahre steht mir der Sinn danach, mal eine Woche lang auf einer Liege rumzuhängen, dabei sanften Wellenklängen zu lauschen und abends ein bis zwei Mojitos zu inhalieren, bevor ich (meistens gegen 21 Uhr, denn solche faulen Tage sind enorm anstrengend) tot ins Bett falle um den nächsten Tag ebenso zu gestalten.

Ja, das habe ich nun also eine Woche lang getan und bin nun wieder im kalten Düsseldorf und liege mit einer Wolldecke auf der Couch. Aber I'm fine with that. Auch wenn Griechenland echt ganz nett ist. Okay, es könnte etwas sauberer sein und die ganzen Rohbauten und Ruinen tun sich zwischen den prächtigen Olivenhainen auch nicht so gut, aber wir wissen ja, dass es da zur Zeit nicht so ganz leicht ist.Aus dem Grund wurde mir übrigens von vielen Leuten abgeraten, überhaupt nach Griechenland zu fahren. Weil „DIE sind UNS nicht gut gesonnen zur Zeit.“ Ach wat, gähn, ehrlich, wuah, erzähl mir mehr.Tatsächlich kann ich diese Furcht zerstreuen: Könnt ihr euch vorstellen, dass kein Grieche versucht hat, mir mit einem Hackebeil den Schädel zu spalten? Ich habe zwar durchaus unfreundliche Exemplare getroffen, aber mindestens genau so viele nette Menschen – alles ganz 08/15, so wie hier auch. 
Ich fahre zwar beim nächsten Strandfieber trotzdem wieder nach Mallorca, aber nur, weil ich nicht so auf gigantische Riesenheuschrecken stehe, die mich auf dem Gehweg anfallen.

Anyway. Beim Hotel hätte ich eine bessere Wahl treffen sollen. Das Essen war nicht so supi. Eigentlich bin ich da im Urlaub nicht so sonderlich empfindlich, aber diesmal war's schon hart an der Grenze. Glücklicherweise gab's direkt nebenan eine prima Taverne, die wir aufgesucht haben: Grigoris. Bei Grigoris gab's leckeres Essen. Unter anderem den berühmt-berüchtigten „Griechischen Bauernsalat“ und die allerbesten Oliven, die ich je gegessen habe. Ich bestellte immer diesen Salat, weil ich ihn einfach gerne esse. Allerdings gehen die Griechen die Geschichte etwas grobschlächtiger an, als ich es hier aus Deutschland gewohnt bin. Hier kommt alles ganz fein und schick, in mundgerechte Stückchen und Würfelchen zerlegt.
Dort wird einfach alles grob und dick geschnitten, in eine Schale geworfen (Paprika mit Kerngehäuse, so what?!), obendrauf ein Klotz Schafskäse gelegt – und die Mühe ein Dressing anzumischen macht man sich auch nicht. Einfach 'n Kännchen Öl / Weinessig daneben gestellt. Do it yourself. Aber: Genial. Der beste Bauernsalat meines Lebens. (Und ich habe mich mittlerweile überzeugt: Das ist tatsächlich die gängige Methode, was wir Deutschen aus dem Salat machen, ist alles Firlefanz... ) 

Bei dieser puristischen Vorgehensweise lebt der Salat natürlich von seinen Zutaten, ist klar. Wenn ihr nicht direkt auf eurem Balkon oder Garten alles pflücken könnt, geht auf den Regionalmarkt und besorgt euch gutes Gemüse, das schmeckt – mit wässrigen Tomaten, beißend-scharfen Zwiebeln und fader Paprika kann der Salat natürlich nur ein Reinfall werden. Und kauft ja nicht die 70 Cent-Oliven aus dem Discounter, die würden dieses Rezept nur entweihen. Auch beim Weinessig dürft ihr gerne etwas tiefer in die Tasche greifen. 

Griechischer Bauernsalat
für 1 Portion als leichtes Abendessen

Zutaten
2 Tomaten
1/2 Schlangengurke
1/2 Paprika
1 milde Zwiebel
50 bis 100 g Schafskäse
grüne und schwarze Oliven mit Stein (natürlich griechische Oliven)
Öl
Weinessig
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Gemüse waschen, grob schneiden und ab in eine Schale damit. Ein paar Oliven mit rein werfen (ja keine große Mühe machen, das ist Teil der Kunst!), anschließend den Schafskäse obendrauf platzieren.
An den Tisch setzen. Öl und Weinessig nach Belieben über den Salat träufeln, salzen, pfeffern, genießen.
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