Berliner Löffelerbsensuppe mit karamellisierten Bierzwiebeln

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Januar 08, 2014

Vielleicht hatte ich es schon mal erwähnt: Ich stehe auf Suppen und Eintöpfe, vor allem mit Hülsenfrüchten. Linsen-, Erbsen-, Bohnensuppe – alle zu mir, alle auf einmal, im Sommer, im Winter, ob bei Liebeskummer und Arbeitsstress oder vollkommener Glückseligkeit: Völlig egal – gebt mir einen Teller Suppe, eine Schnitte Sauerteigbrot dabei und ich bin zufrieden.
Leider komme ich nur selten dazu, leckere Eintöpfe mit Hülsenfrüchten zu kochen. Meistens plane ich mein Abendessen kurzfristig, und neige dementsprechend eher zur schnellen Feierabendküche. Erst noch stundenlang Gemüse schnippeln und eine Brühe kochen, dann die Hülsenfrüchte einweichen und zartkochen… nein, das verträgt sich nicht meinem ungeduldigen Magen. Trotzdem sollte meine herzhafte Premiere aus „Deutschland vegetarisch“ die Berliner Löffelerbsensuppe sein, weil sie sich so appetitlich anhörte. Und weil ich ewig keine Erbsensuppe mehr gegessen hatte, schon gar keineselbstgemachte. 
Und was soll ich sagen? Mit kleinen Änderungen (weniger Butter, mehr Lorbeer) bin ich durchaus in love. Seid ihr auf der Suche nach einer fantastischen Erbsensuppe, die euch Proust-like zurück in eure Kindheit katapultiert? Auch wenn ihr gar nicht aus Berlin, sondern vom Niederrhein, aus Oberbayern, Unterfranken, der Lüneburger Heide kommt? Dann huschhusch an den Herd.
Ich werde wohl nächstes Wochenende noch einmal eine Ladung kochen und für schlechte (oder gute) Tage einfrieren. 

Die Bierzwiebeln geben dem ganzen natürlich eine frische Note, ich persönlich bräuchte sie nicht, auch wenn sie wirklich schmecken. Mir reicht die oben erwähnte Scheibe Brot. Ansehnlich fotografieren kann ich Eintopf aber weder mit der einen noch der anderen Einlage. Deshalb: Schnell auflöffeln und nicht drüber sprechen. ;-)

Berliner Löffelerbsensuppe mit karamellisierten Bierzwiebeln
für 4 Portionen

Zutaten
für die Suppe
1 Bund Suppengrün (bei mir: Sellerie, Pastinake, Karotte, Lauch)
1 Zwiebel
25 g Butter (oder Margarine)
1 Lorbeerblatt
1 l Gemüsebrühe
250 g gelbe Schälerbsen
Zitronenschale
Salz
Pfeffer
Majoran
Kümmel
Bohnenkraut

für die Zwiebeln
4 Schalotten oder kleinere Zwiebeln
1 EL Öl
1 großzügiger Schluck Bier
1 TL Zucker

Zubereitung
Suppengrün und Zwiebel putzen, schälen und würfeln. Die Butter in einem größeren Topf erhitzen und das Gemüse darin glasig dünsten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen, die Erbsen zugeben und gut eine Stunde leise köcheln lassen. Anschließend mit den Kräutern würfeln (noch kein Salz hinzugeben, ihr vertut euch nachher mit der Menge und versalzt alles) und weitere 15 bis 20 Minuten einkochen lassen. Ab und an mal umrühren.

Währendessen die Zwiebeln achteln – vierteln reicht bei Schalotten auch. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln hineingeben und bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Zucker zugeben und unterrühren, karamellisieren lassen, dann mit einem Schluck Bier ablöschen.

Die Suppe in tiefen, vorgewärmten Tellern anrichten und mit den Zwiebeln servieren.

Quelle
Kommentare on "Berliner Löffelerbsensuppe mit karamellisierten Bierzwiebeln"
  1. Oh wow - schon Eintöpfe und Suppen sind immer prima.
    Aber besonders gut klingen hier die karamellisierten Bierzwiebeln!!! Die werden auf jeden Fall ausprobiert.
    Danke für den Tipp und beste Grüße!

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    1. Na dann guten Appetit! Karamellisieren kann grundsätzlich nie falsch sein. ;-)

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  2. Mhhhm mir läuft das Wasser im Mund zusammen!

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  3. WOW da bekommt man gleich hunger :) sieht sehr gut aus!
    liebe grüße
    nora&laura

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  4. Erbsensuppe könnte ich, wie Linsensuppe, immer essen! Bei uns gibts übrigens morgen auch eine, besser gehts nicht bei dem Wetter und Hülsenfrüchte sind einfach super!
    Liebe Grüße, Christina

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  5. Jaaa, ich liebe Eintöpfe und deftige Suppen auch sehr!
    Und die sieht echt klasse aus. Ich seh sie momentan überall und es wird wohl höchste Zeit sie mal nachzumachen.

    Viele Grüße,
    Maja

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    1. Ist komisch, gell, ich hab mich eigentlich extra ein Rezept ausgesucht, das ich noch nicht so häufig gesehen habe – und plötzlich poppt es zeitgleich überall auf! :D

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  6. Hmm Erbsensuppe: Im Winter gibt's nicht besseres! Gestern hab ich übrigens den Weiße Bohnen Humus probiert..schmeckt sagenhaft. Danke für die Idee.

    Lg Claudia

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    1. Super! Freut mich sehr, dass es geschmeckt hat. :-)

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  7. Ich nehme mal an du hast das oben vorgestellte Buch, vegetarisch deutschland.
    Manche Rezepte daraus können ja ganz gut sein, aber wenn es wer schreibt,
    wie z.B. Frau Katharina Seiser unter www.esskultur.at und sich dann auf ihren Blog irgendwie lustig macht weg. vegan und vegetarisch und nur schwärmt vom Fleischigem dann will diese Autorin nur mit der aktuellen Welle mitschwimmen und Kohle machen. Wenn man schon in dieser Richtung alternative Bücher schreibt sollten man auch hinter dieser Ideoligie stehen sont wirkt man unglaubwürdig.
    Schöne Rezepte hast du habe schon einiges von deinem Blog nachgekocht.
    Grossen Anklang hat dein Weihnachtssenf bei den Beschenkten gebracht. Muss ich unbedingt wieder machen. Danke dafür
    LG Claudia

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