Pretzel Chocolate Apricot Rocks

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Februar 19, 2014

Diese Rocks haben eine Vorgeschichte, die eigentlich gar nicht so viel mit Backen zu tun hat, ich euch aber dennoch erzählen möchte, da sie mich nachhaltig irritiert.

Ich bin diese Woche krank geschrieben. Warum, ja, es ist mir ein bisschen peinlich, weil so einfach und so dumm und so unnötig, aber okay: Sonntagabend lief ich gegen einen Bettpfosten. Mir wurde schwindelig, schwarz vor Augen, übel, dann brach mir der Schweiß aus. Nun, was denkt man sich, eigentlich nichts weiter, also hingelegt und geschlafen.
Montagmorgen taten mir die Zehen (links, der kleine und sein Nachbar) immer noch weh, bei jeder Bewegung, bei jedem Schritt. Ich entschied mich also dazu, meinen Orthopäden aufzusuchen und saß um Punkt 8:15 Uhr zusammen mit dem vermeintlichen Klumpfuß im Behandlungszimmer.
Als ich in blumigen Worten von dem Fehltritt erzählte, erwähnte ich auch beiläufig, dass das ja öfter mal vorkomme, dass man sich die Zehen stößt. Da guckte der Herr (eher der unemotionale Typ, aber ich mag das bei Ärzten, so hysterische Charaktere kann ich nicht ausstehen) mich einfach nur mitleidig lächelnd an und sagte: „Das passiert Ihnen öfter? Oh je.“
Ich lächelte (dann ebenfalls irritiert) und fühlte mich ein bisschen – Entschuldigung – behindert, motorisch völlig daneben. Ich gebe es zu: Ich laufe dauernd überall gegen. Gegen Türrahmen, Bettpfosten, Tischbeine. Ich stoße mir auch permanent den Kopf, mit Vorliebe an Hochschrank-Türen, die ich nicht geschlossen hatte, bevor ich mich nach irgendwas bücken musste. Ich schneide mich außerdem mit Papier, verbrenne meine Hände an Auflaufformen und Backblechen und meinen Bauch an Wärmflaschen. 

Sagt, will die Natur mich ausmerzen?
Ich hasse Ärzte.


Und nun zum Rezept. Leider wird mein Privatkreativzentrum lahm gelegt, wenn ich arbeiten gehe. Ich bin froh, wenn ich mich nach 9 oder 10 Stunden Büro noch zum Sport schleppen und danach etwas halbwegs vernünftiges aus dem Kochtopf fischen kann.
Wenn ich aber nicht arbeiten muss, schäume ich direkt über vor Küchenideen. Ich kochte bereits Schokoladenpudding nach High Foodality, der mein Leben – das weiß ich jetzt schon – nachhaltig verändert hat, genieße Milchreis in unterschiedlichsten Varianten (Kokos und Mango, ihr Wundervollen!), plane Wirsingrouladen (hallo, mir würde sonst im Traum nicht einfallen, abends um 19 Uhr noch Wirsingblätter zu blanchieren!) und habe auch diese „Rocks“ gemacht, ziemlich leckere, wuchtige und sehr knusprige Cookies, die im Original „Drops“ heißen. Noch nie war ein Name so schlecht gewählt.

Das Rezept stammt im Original aus Vegan Cookies invade your Cookie Jar. Das ist sowas wie die vegane Keksbibel: Ein ziemlich amerikanisches, robustes, quadratisches Softcover, bunt, poppig, aber auch von inhaltlicher Substanz. Ich mag es wirklich, man erfährt eine Menge über veganes Backen und bisher ist noch jedes Rezept gelungen. Leider gibt es nicht allzuviele Fotos (wo der deutsche Foodblogger ja recht fix nörgelig wird), und die, die es gibt, sind eher zweckmäßig. Aber okay, dafür kostet es auch fast nix.
Soeben sehe ich übrigens, dass es seit Dezember 2013 auch eine deutsche Übersetzung gibt, die den überaus bescheuerten Titel Vegane Cookies füllen deine Keksdose trägt. Peinlich.


Pretzel Chocolate Apricot Rocks
stark abgewandelt nach den Peanut Apple Pretzel Drops, für ca. 30 Kekse

Zutaten
125 g Mini-Brezel, in Stücke gebrochen
150 g Bitterschokolade (70%), grob gehackt
75 g getrocknete Aprikosen oder Apfelringe, grob gehackt
210 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Zimt
125 ml Pflanzenmilch
1 EL Speisestärke
125 ml Sonnenblumenöl
1 EL Erdnussmus
150 g Rohrzucker

Zubereitung
Den Ofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Zutaten werden nun auf drei Schüsseln aufgeteilt:
In der ersten werden Brezel, Schokolade und Aprikosenstücke miteinander vermischt.
In der zweiten Mehl, Backpulver, Natron und Zimt.
Und in der dritten die Speisestärke mit der Milch (unbedingt esslöffelweise die Milch zugeben, sonst gibt's Klümpchen…), danach Öl, Erdnussmus und Zucker zugefügt und mit dem elektrischen Handrührer so lange gemixt, bis die Textur sehr fest ist.
Nun Stück für Stück die Mehlmischung unterrühren und danach die Brezelschokoaprikosenmischung unterheben. 
Mit einem Esslöffel Teigberge (mit Abstand von ca. 4 cm) auf das Backblech setzen und im Ofen ca. 15 Minuten backen. Die Ränder sollten nur leicht bräunen.

Quelle


Kommentare on "Pretzel Chocolate Apricot Rocks"
  1. Ich weiß was du meinst, mit dem überall dagegen laufen. Ich laufe mit Vorliebe gegen Türrahmen (-> liegt bestimmt an der Brille), Türklinken (-> sollte ich jemals Eigentum besitzen, gibt es bei mir sicher kein Türklinken), Staubsauger (-> ich weigere mich mittlerweile staubzusaugen).

    Ich lauf auch gerne gegen die Schlüssel an den Wandschränken. Und das nur, um nicht schon wieder gegen den Türrahmen zu laufen.

    Und die Griffe an meinen Oberschränken sind mein Feind! Dass ich noch keine Platzwunde hatte, ein Wunder ;-)

    Die Cookies hören sich auf alle Fälle sehr lecker an und trösten hoffentlich über die kaputten Zehen hinweg! Gute Besserung!

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    1. Naja, es geht so. :-) Leider tut mein Zeh immer noch weh, aber vielen Dank für deine lieben Wünsche!

      LG
      Christina

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  2. Dann bin ich hiermit die Dritte im Bunde. Ich weiß nicht, ob wir über die Gründung einer Selbsthilfegruppe nachdenken sollten? Deren Treffen wären natürlich auch krankenscheinpflichtig und darum verbunden mit allerlei Kulinaria. Oder gibt es das längst und heißt 'Weight Watchers'?
    Ich fühle jedenfalls mit Dir - beste Besserung! Und so ein Kekserl, das nehm' ich mal mit...

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    1. Eine gute Idee, haha :-)
      Bedien dich bitte, es sind genug für alle da… :-)

      LG
      Christina

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  3. Selbsthilfegruppe klingt gut, denn nun sind wir schon 4 :-) denn... ja denn ich bin auch eine, die gegen alles läuft "wo kommt denn der Pfosten her, wohne seit 5 Jahren in dem Haus, der war niemals nimmer vorher da ..." *grins* oder letztens musste ich im Keller räumen, tiefe Decke und ich bin bestimmt 20x gegen den selben blöden Kasten an der Decke mit meinem Kopf *arrrggghhh* Also: Ihr seid noch allein :-) Herzlichst Nadja

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    1. Aaaah, das freut mich das zu hören :D!

      LG
      Christina

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  4. oh das kenne ich. Ich bin auch dazu geneingt gegen Dinge zu laufen, noch mehr aber zu stolpern:(
    Die Rocks sehen super lecker aus. Süss und salzig, klasse!
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

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    1. Jaaa, süß und salzig = das beste! <3

      LG
      Christina

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  5. Oh mein Gott, diese Kombination klingt unglaublich lecker! Wird nächste Woche nachgebacken!

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    1. Cool, sag doch mal bescheid wie's geschmeckt hat! :-)

      LG
      Christina

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  6. ...das sind GENAU die Kekse, die ich schon lange mal machen wollte. Ich hab nämlich das tolle Buch und ich bin auch der englischen Sprache mächtig - allerdings tu ich mir doch erhelblich schwer bei englischen Rezepten. Das "flutscht" einfach nicht so wie bei deutschen und nachdem ich mich dann auch an keinen Bildern orientieren kann, hab ich das Buch zur Zeit dezent in die zweite Reihe geschoben...
    Aber dank Dir werd ich mich jetzt doch endlich mal an das Rezept wagen und hoffentlich an noch viele weitere...
    Heike
    P.S. Meine Schussel-Phase ist vorbei. Vielleicht wird es im Alter besser, weil man sowieso in allem langsamer wird???...Ich drücke auf jeden Fall die Daumen

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    1. Mach die auf jeden Fall nach, ich find die suuuper. Ich habe sie schon noch einmal gebacken, diesmal ohne Trockenfrüchte, dafür aber mit gerösteten Erdnüssen… – NOCH besser, ein wahrer Traum!

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  7. "Vegane Cookies füllen deine Keksdose"? Ich schmeiß mich weg...
    Du hast mir ja gestern schon gehörigen Speichelfluss mit deinen Cookies verpasst, die scheinen wirklich fix zu gehen. Nur hab ich irgendwie nie diese Mini-Brezeln da, muss ich mal besorgen.
    Das mit dem "die Natur will mich ausmerzen" kommt mir übrigens sehr bekannt vor. Was steht das ganze Zeugs auch immer in meinem Weg?!
    Wünsche dir gute Besserung :)
    Liebe Grüße,
    Dani

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    1. Albern, gell? Aber hauptsache das Ergebnis kann sich "schmecken" lassen ;-)

      LG
      Christina

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  8. ich kenne das, also das mit dem sich ständig überall stoßen, da bist du nicht allein ;) Was gäbe ich für eine Woche krankgeschrieben sein und sich leidenschaftlich durch den Tag kochen! Ich war letzte Woche zwar auch krankgeschrieben, hatte aber leider keine Kraft das Bett zu verlassen, zu schade. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich demnächst stoße, lässt hoffen ;) Liebe Grüße und danke für das tolle Rezept! Theresa

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    1. Puh, da bin ich wirklich froh, dass nur mein Fuß höllisch weh tat bzw. tut… naja, ich bin auf dem Weg der Besserung.
      Sehr gerne hab ich das Rezept geteilt :-)

      LG
      Christina

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