Donnerstag, 29. Mai 2014

FRUIT everyday! von Hugh Fearnley-Whittingstall – {Jeden Tag ein Buch, #jteb}

Juchuh; – auch von mir endlich mal eine Rezension im Rahmen der mittlerweile dritten Runde von Jeden Tag ein Buch. Ich freue mich so sehr, dass ich dieses Mal endlich mit dabei sein kann und auch genügend Disziplin aufgebracht habe, mich intensiv mit mindestens einem Kochbuch zu beschäftigen und nebenbei noch ein revolutionäres Radieschen-Bewertungssystem einzuführen.

Was Jeden Tag ein Buch ist könnt ihr auch bei Astrid nachlesen.

Für meine Rezension habe ich mir meinen aktuellen Liebling ausgeguckt: FRUIT everyday! von Hugh Fearnley-Whittingstall. HFW (wie ich ihn im Folgenden der Einfachheit halber nennen werde) gehört irgendwie in die selbe Riege wie Jamie Oliver oder Gordon Ramsay, ist also ein britischer Fernsehkoch, der hierzulande aber weniger Bekanntheit genießt. Vermutlich, weil er nicht so polarisiert wie der lässige Naked Chef Oliver oder der aggressive Küchendiktator Ramsay.
HFW ist einfach ein netter Typ, der sich um gutes Essen kümmert. Bekanntheit erlangte er vor allem durch die TV-Sendung River Cottage, in der er sich im ländlichen England als Selbstversorger auf einer Art Farm versucht. Außerdem ist HFW in mancherlei Hinsicht Aktivist im Bereich „Besser essen“, engagiert sich gegen Hähnchen-Qualzucht und seltsame Fischerei-Regeln, ist Journalist und hat außerdem mittlerweile gut und gerne 10 Kochbücher (mit-)geschrieben, von denen ausnahmslos jedes auf meiner Wunschliste steht. FRUIT everyday! aber ist tatsächlich mein erstes, und weil ich das Buch so toll finde, möchte ich es euch im Rahmen von #jteb auch näher vorstellen.


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Bloomsbury Publishing (10. Oktober 2013)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 1408828596
  • ISBN-13: 978-1408828595

In FRUIT everyday! beschäftigt sich HFW mit dem, was er „the best, most bountiful and bounciest food we have“ denn „eating more of it can bring us nothing but pleasure and good health. I've written this book not to tell you why – I think that's obvious – but to show you how.“ Volltreffer!  Es geht um Früchte aller Art, süß und herzhaft zubereitet, mal mit Fleisch, mal ohne, mal als Hauptgericht, mal als Side – es ist für jeden was dabei. HFW ist es wichtig, die in unseren Gefilden vorherrschende „fruit apathy“ zu überwinden und sie nicht länger als „decorative item“ zu betrachten.
Raus aus dem Obstkorb und rein in Pfanne und Ofen!

{ K A P I T E L  +  S T R U K T U R }

So ganz ist mir nicht klar, nach welchem Prinzip die Rezepte geordnet wurden: Da stehen neben "Summer berries & currants" oder "Tropical favorites" auch einzelne Sorten wie "Apples" oder "Rhubarb", aber auch "Dried Fruit" oder "Uncommon Fruit". Ich persönlich bin bisher so verfahren, dass ich im alphabetischen Register – es gibt keines nach Kategorien – nach einer bestimmten Obstsorte gesucht habe, um mich inspirieren zu lassen. Damit fahre ich bisher ganz gut, aber ich blättere auch so ganz gerne in dem 400 Seiten starken Wälzer.
In jedes Kapitel leiten drei Seiten ein. Dort gibt HFW Einkaufstipps, erklärt den Reifeprozess oder empfiehlt diese und jene Sorten. Tatsächlich ist das nicht nur interessant zu lesen, sondern wird  charmant und witzig präsentiert. 

L A Y O U T  +  F O T O G R A F I E }

Das Buch ist sicherlich das farbenfroheste, das ich besitze. Angesichts des Themas macht das auch Sinn. Der quietschbunte Buchrücken ist ein Eyecatcher im Buchregal, Einleitung und Zwischenkapitel sind auf rotem, pinkem, orangenem Papier gedruckt und auch die Rezepttitel springen einen in einer seltsamen Hippie-Regenbogen-Typo an, die ich persönlich leider grottenhässlich finde. Das ist natürlich Geschmackssache, aber wenn man ehrlich ist wird jeder zugeben: So richtig schön geht anders. 
Die Fotografien aber: So cool, richtig echt und aus dem Leben. Einfach den Teller irgendwo hin geklatscht, für eine exzellente Belichtung und professionelles Equipment sorgen und gut. Wer braucht schon drei verschiedene Löffel, rot-weißes Schnürgarn und ein zerknüddeltes Stück Stoff, wenn Essen auch so pur gut und appetitlich aussehen kann?

{ N A C H G E K O C H T  +  V O R G E M E R K T }

Weshalb ich das Buch genial finde? Gut 50 % der Rezepte sind nicht süß, sondern herzhaft orientiert. Und genau so ein Nachschlagewerk hat mir bisher noch gefehlt; Ich habe ja dieses besondere Faible für die süß-deftige Kombination {schon seit ich als Kind im Restaurant immer Putencurry Hawaii bestellt habe – hmm, mit Dosenobst...} HFW präsentiert zumeist simple, aber immer raffinierte Rezepte, Kreationen, auf die ich im Traum nicht gekommen wäre. 
Ihr konntet auf dem Blog bereits die Erdbeer-Panzanella oder den süß-sauren Rhabarber-Salat mit Feta bewundern. Auch das Chutney aus getrockneten Mangos habe ich bereits nachgemacht und war sehr angetan vom Ergebnis. Mit auf die Nachkochliste gewandert sind außerdem:
Cucumber and Gooseberry Soup;  Pomegranate, Grapefruit and Noodle Salad; Salted Chocolate Lime Mousse; Pear and Frangipane Toffee Tarte; Brussels Sprout, Clementine and Chestnut Salad und Broad Beans, Bluebeeries and Goat's Cheese. 
Auch Fleisch- und Fischfans kommen auf ihre Kosten: Es locken Sausage and Lentil Hotpot with Prunes; Mackerel and Gooseberry and Mint Salsa oder Peachy Pork with Maple Syrup.

FRUIT everyday! ist demnach kein vegetarisches Kochbuch, aber gut ausgewogen und auch für Veggies eine Option. 

{ F A Z I T }

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Radieschen! (Was für ein cooles Bewertungssystem ich mir da ausgedacht habe, oder?) Das Buch ist ein ganz großer Hit! Ich freue mich auf viele weitere Ess-Erlebnisse mit Hugh und freue mich darauf, dass bald weitere Werke von ihm bei mir einziehen werden.


Mittwoch, 21. Mai 2014

Erdbeer Panzanella mit Fenchel und Gurke – und ein bisschen Gemecker über #lowcarb


Es gibt da etwas, das mir schon länger auf der Seele brennt. Na gut, brennen ist nun übertrieben, aber es beschäftigt mich: Und zwar unser aller Verhältnis zu Lebensmitteln. Ich denke, ich bin nicht die einzige die bemerkt, wie sich zur Zeit – allgemein, aber im Besonderen auf Food- und Beautyblogs – der ja nicht neue Trend nach Ego-Optimierung auf Nahrungsmittel konzentriert.
Dabei kann man nicht sagen, dass das eine komplett neue Erscheinung ist, aber in unserer schnelllebigen Kommunikationskultur verbreiten sich Mythen, Legenden oder einfach gesagt: Pseudo-Erkenntnisse vielfach schneller als noch vor fünf oder gar zehn Jahren.

Ich beschäftige mich nicht erst mit Ernährung, seit ich diesen Blog führe, sondern seit ich noch vorpubertär zum ersten Mal seitens meines Kinderarztes auf Diät gesetzt wurde. Das geschah nicht freiwillig, war aus heutiger Sichtweise völlig unnötig, aber trug wohl mit die Verantwortung dafür, dass ich immer schon kritisch zusah und -hörte, wenn es um das gesundheitliche (sprich: gewichtsreduzierende) Versprechen ging. 

Letztlich kann man es grob so zusammenfassen: In den 90ern war die auf „kalorienreduzierte Mischkost“ mit Standard von 1000 Kalorien (#wtf) die ultimative Methode, um binnen Kürze die Bikinifigur zu erreichen. Zeitgleich machte Harry Wijnford Werbung für Slimfast und für einen bis heute populären widerlichen Fastentrunk namens Almased wurden erste Annoncen geschaltet.

Anfang der 2000er setzte ein bedächtiges Umdenken ein, die Kalorienmenge wurde angehoben, stattdessen reduzierte man an anderer Stelle – der Trend da lautete: LowFat. Fett- und geschmacksreduzierte Produkte wie Käse, Joghurt und Wurst schossen wie fade Pilze aus dem Boden, denn Fett macht fett, das ist ja irgendwo logisch und ließ sich eine Zeitlang auch gut vermarkten.

Aber: Nothing lasts forever. Heutzutage reduziert man die Kohlenhydrate und behashtaggt alle Instagramfotos mit #lowcarb und #nocarb. Es werden Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen, die bis dato in Ordnung und aufgrund des nicht vorhandenen Fettgehalts sogar erwünscht waren. Kartoffeln – weg. Pasta – weg. Reis – weg. Knuspriges Baguette – weg. Obst – weg. Im nächsten Schritt fallen Lactose und Gluten der Food-Zensur zum Opfer, weil das ja auch nicht gesund ist. Ohne Witz, leider fällt mir die Quelle nicht mehr ein, aber ein nicht geringer Prozentsatz dieser Lebensmittel wird gekauft, weil man sie für gesünder hält als „normale“ Milch oder „normales“ Brot. Wahnsinn.
Versteht mich nicht falsch: Unverträglichkeiten und Allergien können alptraumhaft sein, und es ist wunderbar, dass die Medizin heute so viele Möglichkeiten hat, diese zu diagnostizieren und zu behandeln. Aber mir geht es nicht um Krankheiten, mir geht es um Spaß am Essen und um den Genuss vielfältiger Lebensmittel.

Gesunde Ernährung und Sport können und sollen Spaß machen. Aber wenn es dann zur Massen-Inszenierung und zum kurzzeitigen Trend einer ganzen Generation wird, finde ich es anstrengend, doof und langweilig. Ich mag meine Kartoffeln!


Nach diesen ernsten Worten (die eventuell etwas unkoordiniert daher kommen, man möge mir verzeihen) mag ich euch noch diesen fabehlaften Erdbeer-Brotsalat mit Fenchel und Gurke vorstellen. Inspiriert von einem Rezept in meinem aktuellen Lieblingsbuch, leicht abgewandelt. Wer braucht schon Kapern?
Aber Achtung: Enthält Kohlenhydrate (Brot), Fructose (Erdbeeren) und zudem 'ne Menge Geschmack und gute Laune.

Gerne sollt ihr auch eure Gedanken mit mir teilen. Wisst ihr, wovon ich rede? Findet ihr, dass ich überreagiere? Wie sind eure Erfahrungen?

Erdbeer Panzanella mit Fenchel und Gurke
Rezept für 1 großzügige Portion

Zutaten
1 Scheibe altbackenes Brot (ca. 50 g)
250 g Erdbeeren, geputzt
1 EL Olivenöl
1 EL guter, dickflüssiger Balsamico
1/4 Schlangengurke, geviertelt und gewürfelt
1 kleine rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
1/2 Fenchel, geputzt und in dünne Scheiben geschnitten
1 paar Blättchen Basilikum oder Oregano
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Das Brot in Würfel schneiden und im auf 200° C im Ofen ca. 5-10 Minuten leicht toasten. Beiseite stellen und auskühlen lassen.

Die Hälfte der Erdbeeren mit den Händen zerdrücken und mittels Holzkochlöffel durch ein feines Sieb streichen. Das dauert ein bisschen, belohnt euch aber mit der extragenialen Basis für das Dressing: Erdbeerpüree! Olivenöl und Balsamico zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Beiseite stellen.

Den Rest der Erdbeeren würfeln und mit Gurke, Zwiebel und Fenchel vermischen. Das Dressing darüber löffeln, Brot zufügen und gut unterheben. Ein paar Minuten zur Seite stellen, damit sich alles richtig gut vollsaugt.
Anschließend mit Basilikum oder Oregano bestreuen, erneut abschmecken und servieren.
Enjoy!

Quelle 
Donnerstag, 15. Mai 2014

Schnüsch – meine Neudefinition von Comfort Food



Ja, das heißt wirklich so. Als ich meinem Freund erzählte, dass ich zum Mittagessen Schnüsch kochen würde, hat er erstmal geguckt wie ein Auto und wohl gedacht, ich würde ihn veräppeln.

Schnüsch gibt's bei uns nicht. Bei uns gibt's nur „Schnüss“, was im Rheinischen „Mund“ bzw. „Schnauze“ heißt (wir sind hier ja eher so bott vom Typ, aber ist schon okay) und mir gegenüber in den vergangenen 29 Jahren primär in Verbindung mit den Worten „Halt die“ geäußert wurde. Aber ich schweife ab.

Schnüsch kommt aus Norddeutschland und bezeichnet einen Eintopf aus allem, was im Frühlings- oder Sommergarten so wächst, ordentlich gekräutert und – und das ist das Besondere! – in Milch und Sahne gekocht wurde. Ich ahnte ja von Anfang an, dass das bestimmt schmecken würde. Aber dass durch diese Verbindung im Kochtopf die Reinkarnation von Comfort Food geboren werden würde – nee, das hat mich schon überrascht. Zärtlich hielt ich den Teller in den Händen, löffelte bedächtig und langsam meinen Eintopf und wollte mich letztlich selbst umarmen. Mehrmals.

Gut, fotografisch war da jetzt semiprofessionell nix zu holen, in „Deutschland vegetarisch“ – aus dem das Rezept unverkennbar stammt – hingegen wird auch das gemeistert.

Durch Schnüsch ist Norddeutschland jetzt mein neuer It-Place. Ich empfehle dieses Rezept wärmstens weiter, auch in meiner abgewandelten Version für faule Leute, die keine Lust haben, Erbsen zu palen.
Generell könnt ihr das Gemüse natürlich abwandeln wie ihr lustig seid. Ich stelle mir da auch ein gekochtes, wachsweiches Ei ziemlich gut dazu vor. Fleisch hingegen passt für mich gar nicht.

Schnüsch
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
2 Möhren
250 g frischer, weißer Spargel
1 kleine Zwiebel
150 g Kartoffeln
20 g Butter
1 TL Zucker
1 TL Mehl
100 ml Milch
75 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne
50 g Erbsen, TK
150 g grüne Bohnen, TK
Salz
Pfeffer
glatte Petersilie

Zubereitung 
Die Zwiebel fein würfeln, Kartoffeln schälen und in Würfelchen schneiden.  In heißer Butter in einem Topf glasig dünsten.
Gemüse putzen und vorbereiten: Möhren schräg in Scheiben und den Spargel in Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker zur Zwiebel geben und verrühren. Mehl ebenfalls unterrühren. Milch, Brühe und Sahne dazugeben und 5 Minuten kochen.
Erbsen und Bohnen in den Topf geben und weiter 5 Minuten kochen. Das Gericht mit Salz und Pfeffer würzen und Hitze runternehmen. Kleingehackte Petersilie zum Großteil unterrühren und mit dem Rest servieren.

Quelle

Sonntag, 4. Mai 2014

Süß-saurer Rhabarber-Möhren-Salat mit Walnüssen und Feta


Zu Rhabarber fallen mir spontan nur altmodische Rezepte ein.
Ich glaube, das geht nicht nur mir so. Weil er in seiner „Altmodischkeit“ aber so geil funktioniert, muss das keinen stören: Rhabarber-Kompott, Rhabarber-Baiser-Kuchen (nur echt von meiner Mama – göttlichster Frühlingsbote) und Erdbeer-Rhabarber-Marmelade – ist schon okay so, oder? 
Mich juckt's halt trotzdem alle paar Jahre mal in den Fingern, weil ich was Neues ausprobieren möchte. Nachdem ich mich nun zwei Jahre lang auf meinen geliebten Rhabarber-Tomaten-Ketchup konzentriert  und (fast wortwörtlich) darin gebadet habe, ist nun die Zeit für ein neues Ufer gekommen. 
Es sei denn, ihr habt den Ketchup immmmmer noch nicht ausprobiert, dann müsst ihr den als erstes machen und den Salat hinten anstellen. Alles klar? 

Okay, also wenn ihr dann den Ketchup fertig abgefüllt, könnt ihr euch ja mal an diesem Rezept versuchen, das irgendwo auf einer Idee von Hugh Fearnley-Whittingstall basiert. Auch er schmeißt rohen Rhabarber und Möhren zusammen auf einen Teller und garniert zum Schluss mit Walnüssen; Das ist dann aber auch so ziemlich alles, was die Rezepte gemeinsam haben.
Für mich kam das Originaldressing zum Beispiel gar nicht in Frage: Ganz klassisch Öl-Essig-Senf und ein bisschen Honig, das macht doch viel zu wenig Wumms, und ist für den jetzt zu erstehenden Outdoor-Rhabarber auch viel zu wenig Ausgleich. Das Saure muss hier auf eine aromatische Süße treffen (finde ich), deswegen war meine Dressingbasis Orangensaft mit ordentlich Honig. Hat super geklappt. Statt Ziegenkäse (nicht bekommen) gibt hier cremiger Schafskäse den richtigen Schliff. Ich war richtig happy mit dem Ergebnis. Wieder ein gutes Beispiel dafür, dass ein raffiniertes Essen weder viele Zutaten noch viel Zeit benötigt. Nach höchstens 10 Minuten liegt ihr mit dem fertigen Salat in er Hand schon wieder auf der Liege im Garten. Das ist doch was. 

Bestimmt auch 'ne nette Vorspeise in einem Frühlingsmenü… dann aber auf 'nem Teller, auf dem das ganze nicht so langweilig aussieht wie bei mir. 

Süß-saurer Rhabarber-Möhren-Salat mit Walnüssen und Feta
Rezept für 1 Portion

Zutaten
für den Salat
1 dünne, möglichst rote Stange Rhabarber 
1 Möhre
30 g krümeliger Feta- oder Ziegenkäse
ein paar Walnüsse

für das Dressing
Saft von 1/2 Orange
1 TL Dijon-Senf
1 EL Honig
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Den Rhabarber (wenn nötig, was jetzt meistens der Fall ist) schälen und in dünne Scheiben schneiden. Möhren in Julienne hobeln. Den Fetakäse darüber krümeln. Walnüsse rösten und ebenfalls auf den Salat geben.

Für das Dressing alle Zutaten miteinander verrühren, großzügig über den Rhabarber-Möhren-Mix geben und servieren.
Dazu passt natürlich Brot, eher was mildes wie Baguette oder etwas süßlicheres. Ich hatte Zwieback, was ich ziemlich gut dazu fand. 

Und wie gesagt, ganz stark abgewandelt nach einem Rezept von: 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Haferflockenbrot mit Walnüssen und Rosinen



Es gibt sie noch, die Rezepte, über die man eigentlich nur rein zufällig stolpert – und kaum eine Minute später direkt selbst umsetzt.
So erging es mir gestern, als ich bei Gourmet Guerilla das Haferflockenbrot sah. Insbesondere lockte mich die kurze Zubereitungszeit – knapp 30 Minuten inklusive kneten, backen, servieren – und die Möglichkeit, das Grundrezept nach Lust und Laune abzuwandeln.
Ihr wollt ein puristisches Brot? Dann haltet euch an das Originalrezept, das sich (wie die liebe Mel empfiehlt) perfekt zum Grillen eignet. Ihr seid eher der flippige Typ?  Dann fügt doch getrocknete Tomaten, Oliven, Schafskäsewürfel, Kräuter, Pinienkerne hinzu. Und wenn ihr – so wie ich gestern – eher Lust auf was Süßes habt, dann darf die Basis gerne um je anderhalb Handvoll Rosinen und Walnüsse und Zucker ergänzt werden.

Ein wirklich ruckzuck zubereitetes Brot (nix geht über frisches Brot aus dem Ofen) mit leckerer Kruste, das auch am nächsten Tag noch aufgetoastet schmeckt. Ich bin überzeugt, freue mich schon auf die nächsten Grillabende und empfehle das Rezept gerne weiter.

PS: Falls euch das Licht nicht optimal erscheint: Ich stand bei natürlichem „Sonnenschein“ um 21:30 Uhr auf dem Balkon. Aber frischgebackenes Brot ist halt schöner als Brot, das schon über Nacht irgendwo gelegen hat…


Haferflockenbrot mit Walnüssen und Rosinen
Rezept für 2 kleine Laibe

Zutaten 
250 g Weizenmehl
80 g Haferflocken
40 g Zucker
3 g Salz
1/2 Packung Backpulver
1 1/2 Handvoll Rosinen
1 1/2 Handvoll Walnüsse
250 ml Buttermilch
1 EL Honig

Zubereitung
Alle trockenen Zutaten miteinander vermengen. Die Buttermilch mit dem Honig hinzufügen und mit dem Handmixer (Knethaken!) circa 2 Minuten gut vermengen. Mit den Händen zu zwei Brotlaiben formen, mit Haferflocken bestreuen und mit einem Brotmesser kreuzförmig einschneiden (so lässt sich das Brot nämlich später ganz leicht brechen und teilen).

Ab in den auf 200° C vorgeheizten Ofen, 20 Minuten backen lassen – und fertig. Lasst es euch schmecken!

Quelle
Gourmet Guerilla