Dienstag, 15. Juli 2014

Schwarzwälder Kirschkuchen, portabel


Das heutige Rezept gab es schon mal auf diesem Blog – allerdings vor über drei Jahren.
Ich glaube, kaum einer von euch wird es damals wahrgenommen haben. Das Foto war auch gruseligst, aber wir haben ja früher alle mit einer kleinen Digitalkamera angefangen, oder?

Der Kuchen ist mir so lecker und saftig und überhaupt in Erinnerung geblieben, dass ich ihn einfach noch einmal gebacken und fotografiert habe – und ihn euch heute in der optimierten Neuauflage präsentiere.

Schwarzwälder Kirsch gehört mit zu meinen liebsten Geschmackskombinationen: Es geht doch nichts über Kirschen mit Schokolade mit Likör. Wenn ich mal ein Kochbuch (oder auch nur eine eigene Rezeptstrecke) herausgeben würde, es ginge dann wohl um Schwarzwälder Kirsch. Verpackt als Muffins, Brownies, Eiscreme, Milchshake, Kekse, Müsli – eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und just in diesem Moment habe ich entschieden, den Gedanken weiter zu verfolgen. Mal sehen, wohin das noch führt. Neben all den anderen Ideen, die ich immer so habe.

Der Kuchen hier ist die „leichtere“ Variante des Klassikers mit Sahnecreme. Ich mag Torten ja nicht so unfassbar gerne, sondern habe lieber ein Stück handfesten Kuchen auf dem Teller, also habe ich dieses Rezept kreiert, das dem Original in nichts nachsteht. Außerdem zerläuft bei wärmerem Wetter nicht zerläuft und sich leicht transportieren lässt. Zum Beispiel zu den Kollegen ins Büro. Weiterer Pluspunkt: Die Haltbarkeit. Der Kuchen schmeckt auch nach drei oder vier Tagen noch lecker, vielleicht sogar leckerer als am Backtag, weil er bis dahin schön durchzieht und enorm gewinnt.

Also: Habt ihr noch Kirschen, die ihr jetzt zur Saison los werden müsst? Dann huschhusch – und wer keine Schokoladenglasur mag, der kann es auch mit einem Guss aus Puderzucker und Likör probieren, einer nicht minder attraktiven Option. 




Schwarzwälder Kirschkuchen, portabel
Rezept für 1 runde Springform mit Loch (26 – 28 cm)


Zutaten
500 g frische Kirschen
120 ml  Kirschlikör
250 g Butter oder Margarine
150 g Zucker
3 Eier (M) 
150 g Magerquark
50 ml Milch
375 g Mehl
1 Packung Backpulver
4 EL Kakaopulver

Zubereitung 

Backofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) oder 160° (Umluft) vorheizen.
Die Kirschen putzen, entkernen und zur Seite stellen.
Butter mit Zucker und Eiern schaumig schlagen. Quark, Milch und Kirschlikör zugeben und glattrühren. Mehl mit Backpulver und Kakaopulver mischen und langsam unter den Teig rühren. Anschließend die Kirschen unterheben. Nun den Teig in die gefettete Springform füllen und ca. 45 Minuten backen. 

15 Minuten abkühlen lassen und aus der Form stürzen. I

ch habe an dieser Stelle noch ein wenig Likör drüber geträufelt, weil ich intensiven Kirschlikör-Geschmack mag – das ist aber kein Muss. 
Als Finish empfehle ich Puderzucker (mindestens), besser aber eine Glasur aus Schokolade oder einen Zuckerguss mit Kirschlikör. 
Dienstag, 8. Juli 2014

Roasted Peach Muffins with Cinnamon Streusel – oder auch: Kokosöl! Kauft mehr Kokosöl!


Pfirsiche sind das einzige Obst, das ich schon seit meiner Kindheit esse. Ich war als kleines Mädchen ziemlich „picky“ – ja, ich weiß, das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen – und Obst kam ü-ber-haupt nicht in Frage, geschweige denn auf den Teller. Bis auf Pfirsiche eben. Die fand ich schon früher toll: So hübsch und orange, mit ihrer samtigen Haut und dem gefälligen, exotisch-süßen Geschmack. Und so stürze ich mich auch noch heute, ein Vierteljahrhundert später, zu Sommerbeginn auf die ersten, flauschigen Exemplare, wobei ich dicke, runde, gelbfleischige Exemplare bevorzuge. Genau solche habe ich auch in diese Muffins verpackt, die sicherlich nicht die schnellsten, aber doch mit die leckersten sind, die ich je gebacken habe. Durch das Rösten bekommen Pfirsichscheiben ein tolles Aroma – vor allem, wenn ihr die Haut der Früchte nicht schält.

Nicht zum ersten Mal habe ich in diesem Rezept die geschmolzene Butter mit Kokosöl ersetzt. Ich hatte nämlich vor einiger Zeit ein Glas Kokosöl von DeliCoco zur Verfügung gestellt bekommen und immer mal wieder eingesetzt – einerseits zur Körperkosmetik (Lippenbalsam, Haarkur), andererseits natürlich in der Küche. Und ich muss sagen: Eine tolle Sache, vor allem beim Backen. Das Kokosöl ergänzt Teig auf eine ganz wunderbare Art und Weise. Keine Sorge: Ihr fabriziert keinen Bountykuchen, aber die subtile Kokosnote lässt andere Aromen erst zur Höchstform auflaufen. 
Mein erster Cherry Pie mit Kokosöl war eine Offenbarung! Und ich bin sicher, dass das Öl auch bei diesen Muffins dafür verantwortlich war, sie so intensiv sommerlich schmecken zu lassen.


Ich werde nun definitiv immer ein Glas Kokosöl zur Hand haben und es partiell einsetzen. Tatsächlich hat es sich total schnell und unkompliziert in meine Alltagsküche integriert, dabei habe ich Jahrelang standardmäßig nur Butter, Oliven- und Sonnenblumenöl benutzt. 

Abgesehen vom Geschmack ist es auch gesundheitlich gar nicht verkehrt: Gutes Kokosöl – wie das von DeliCoco – ist kaltgepresst, unraffiniert, undesodoriert, ungebleicht und ungehärtet. Weil das alles unter 40° C geschieht ist es außerdem für Rohkost geeignet. Auch in herzhaften Gerichten (z. B. Currys) macht es sich super. 
Kokosöl erfordert allerdings etwas Geschick, da es bei Zimmertemperatur weich ist, bei der kleinsten Erwärmung zerläuft aber auch blitzschnell steinhart wird, sobald die Umgebung fröstelt. 
Achtet also zum Beispiel bei diesem Rezept darauf, dass Joghurt und Eier Zimmertemperatur haben, sonst habt ihr eine flockige Masse, die ihr langsam und mühselig in der Mikrowelle wieder erwärmen müsst. Ein Fehler, der mir natürlich nie passieren würde. [ ... ] 

Selbstverständlich könnt ihr euch das Experiment mit Kokosöl sparen und die unkompliziertere Butter verwenden – aber dann entgeht euch natürlich irgendwie die Offenbarung der unterschwelligen Kokosnuss. Hm.

Roasted Peach Muffins with Cinnamon Streusel
Rezept für 12 (oder mehr) Muffins

Zutaten
für die Muffins
450 g Pfirsiche (nicht zu weich), in dickere Stücke geschnitten
360 g Weizenmehl
175 g Zucker
3 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Zimt
1/2 TL Salz
325 g Naturjoghurt
70 g Kokosöl, alternativ: Butter
1 Ei (L)

für die Streusel
50 g Butter (hier kein Kokosöl, wie gesagt, es soll subtil sein, nicht mit der Schaufel... )
50 g Mehl
50 g Zucker
30 g grob gehackte Mandeln oder Walnüsse

Zubereitung
Den Ofen auf 200° C vorheizen und die Pfirsiche in einer feuerfesten Form (für Aufläufe o. ä.) ca. 20 Minuten rösten, bis die Haut Blasen wirft.
In der Zwischenzeit Mehl mit Zucker, Backpulver, Natron, Zimt und Salz verrühren. In einer anderen Schüssel Naturjoghurt und Ei (beides auf Zimmertemperatur, gell?) verquirlen und das geschmolzene Kokosöl bzw. die Butter hinzufügen und unterrühren.
Nun trockene und feuchte Zutaten zusammenfügen, bis beide sich so eben miteinander vermischt haben. Die Pfirsichstücke unterheben. Auf die Muffinsformen verteilen.

Nun noch fix alle Zutaten für die Streusel zusammenkneten und auf die Muffins verteilen, ab in den Ofen damit und ca. 25 Minuten lang backen lassen, bis sie schön goldbraun und lecker aussehen.

Inspiration
Healthy. Delicious. 

Anmerkung
Deli.Coco hat mir ein Glas Kokosöl kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine ehrliche Meinung bleibt davon unberührt. Ich find das Öl wirklich super. ;-)