Sonntag, 2. November 2014

Junior's New York Cheesecake – Der beste Käsekuchen!


Käsekuchen. Es gibt sie mit Quark, es gibt sie mit Frischkäse. Es gibt sie mit Boden oder ohne, es gibt sie „plain“, mit Rosinen, mit Mohnfüllung oder Erdbeeren – auf jeden Fall in ziemlich vielen Varianten.Weil somit für jeden was dabei ist, ist Käsekuchen wohl auch so beliebt. Und dennoch ist man Zeit seines Lebens unterwegs – ich zumindest– um das beste, das leckerste, das eine ganz große Käsekuchenrezepthighlight zu finden, das in Süße und Säure, in cremig und fest, genau so auf der Zunge zergeht, wie man es selbst am liebsten mag.Das Internet ist voll mit Rezepten, die den leckersten Käsekuchen aller Zeiten versprechen, nur da, wo jeder andere Maßstäbe und Geschmacksknospen anlegt, wird es – ihr wisst – allgemein schwierig.

Dennoch mische ich jetzt mit und behaupte: Ich habe das beste Käsekuchenrezept gefunden.

Rückblende: 2009 aß ich in Tokyo das erste Mal einen Käsekuchen, der mich fast vom Stuhl kippen ließ. Wie konnte irgendein Japaner ohne Backstubentradition so ein himmlisch-zartes-cremiges-phänomenales Wölkchen erschaffen? Nun, mangels Sprachkenntnisse konnte ich diese Frage nicht stellen, und nur eine Erinnerung an diesen Abend im Caffé Veloce in Asaskusa mitnehmen.
2014, vergangenen Sommer in New York kauften wir (auf Empfehlung) ein Stück Käsekuchen bei Junior's, einer Restaurantkette, besonders berühmt für ihre Kuchen. 
Klar, 8 $ für ein Stück Kuchen, da packst du dir hier in Deutschland an den Kopf, aber wir hatten ja gerade geheiratet, da kann man das mal machen. Und was für eine gute Entscheidung das war! Denn nach dem ersten Bissen dachten wir beides das Selbe: Das schmeckt doch wie damals in Japan!

Nun, überprüfen kann ich es gerade natürlich nicht (vielleicht 2015), aber selbst, wenn uns die Erinnerung einen Streich spielte: Nach diesem Rezept konnte man immerhin googlen! Und hier ist es nun, ein Käsekuchen in Perfektion bis zum letzten Krümel. Nicht in 10 Minuten gebacken, aber jeden Arbeitsschritt und jede genutzte Schüssel wert. Und das Beste: Er schmeckt sogar ohne (im Original empfohlenen) Philadelphia gut, das heißt, ihr müsst für die knapp 1 Kilogramm Frischkäse euer Konto nicht überziehen. 

Ich weiß natürlich nicht, ob dieses zu 100% das Rezept ist, nach denen Junior's seinen Käsekuchen bäckt. Aber letztlich ist es mir auch total egal, so lecker ist es! Bonuspunkt: Der erste Käsekuchen, der im Ofen nicht aufgerissen ist! 
Was ist euer liebstes Käsekuchen-Rezept? Oder seid ihr noch auf der Suche? Ich habe meine offiziell für beendet erklärt – und vielleicht ist das hier ja auch „euer“ Rezept?



New York Junior's Cheesecake
Rezept für 1 Springform (ø 26 cm)

Zutaten
für den Boden

35 g Mehl
30 Stärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
3 Eier, getrennt
70 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL abgeriebene Zitronenschale
45 g zerlassene Butter
25 g Zucker 

für die Füllung 

900 g Frischkäse, Zimmertemperatur
320 g Zucker
30 g Stärke
1 TL Vanillezucker
2 Eier 
175 g Sahne 

Zubereitung

Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Springform einbuttern und mit Mehl bestäuben.
Mehl, Stärke, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen. 

Eigelb auf hoher Stufe mit einem Handmixer 3 Minuten verschlagen, dann langsam den Zucker hineinrieseln lassen. So lange weiterschlagen, bis die Masse dicklich-gelb ist. Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren. 

Erst die Mehlmischung mit einem Schneebesen unterrühren, dann die geschmolzene Butter zugeben. 
In einer sauberen Schüssel mit einem Handmixer die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Den restlichen Zucker hineinrieseln lassen und so lange schlagen, bis das Eiweiß Spitzen bildet. Ebenfalls unterheben. Den Teig in die Backform löffeln und glatt streichen. Circa 10 Minuten backen. In der Form (!) auf einem Rost auskühlen lassen und dann die Form mit Alufolie umwickeln. In der Zeit kümmern wir uns um die Füllung: 

Dafür 250 g Frischkäse, 125 g Zucker und Stärke in eine Schüssel geben und auf niedriger Stufe verrühren. Dann den restlichen Frischkäse untermischen, anschließend Zucker, Vanillezucker, Eier  und Sahne hinzugeben. So lange schlagen, bis die Creme verrührt ist, aber nicht übertreiben. 
Nun die Creme auf dem Boden verteilen und auf eine mit heißem Wasser gefülte, ofenfeste Schale platzieren, so dass das Wasser an den Seiten ca. 2,5 cm hoch steht. 
Den Cheesecake ca. 60 Minuten backen, so dass die Füllung kaum noch wackelt. 
Abkühlen lassen und mit Klarsichtfolie bedeckt in den Kühlschrank stellen – am besten natürlich über Nacht. 
Dann jederzeit servieren und im Käsekuchenhimmel schwelgen.

Rezept gefunden auf Zeit.de

Kommentare:

  1. Da isser :D! DAS merk' ich mir. Denn wie Du bin auch ich auf der Suche nach DEM einen Cheesecake-Rezept. Eine erste Annäherung ist mir neulich schon gelungen, aber vielleicht passt Junior's noch besser.

    AntwortenLöschen
  2. Ich wüsste gerne, wieviel % Fett im Frischkäse sein soll, wenn schon Sahne in die Füllung kommt.
    Danke, Zizibe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Zizibe, es handelt sich um Doppelrahmfrischkäse. ;-)
      LG

      Löschen
  3. Ich mag ja das Käsekuchenrezept meiner Oma sehr gerne. Es ist ein "Tränchenkuchen", also mit gezuckertem Baiser obenauf, die Eigelbe verschwinden zusammen mit Quark in der Füllung, es sind aber vergleichsweise wenig Eier drin... Was New York Cheesecake angeht bin ich noch ein ziemlicher Frischling aber das Rezept werd ich mal probieren. :)

    AntwortenLöschen
  4. Boah, liebe Christina, da hast Du mir jetzt aber einen Floh ins Ohr gesetzt!
    Herr Zuckerwatte LIEBT Käsekuchen (in der amerikanischen Version) über alles, doch auch hier waren die letzten Backexperimente eher mau: Einer fiel auseinander, der nächste hat irgendwie nicht so dolle geschmeckt und das letzte Experiment ging so in die Hose, dass der ganze Kuchen, ja sogar der Ofen, danach getrieft haben vor Fett. Kurzum: Dieses Rezept wird probiert - lieben Dank! :-)
    Und 8$ für ein Stückchen richtig leckeren, himmlischen Käsekuchen, von dem man noch jahrelang träumen und schwärmen kann…? Ist doch völlig in Ordnung *hihi - immerhin macht man das ja auch nicht jeden Tag. Oder?
    Ganz liebe Grüße - und nochmals Danke, wir werden berichten :-)
    Ylva

    AntwortenLöschen
  5. Das klingt ja traumhaft... aber eins versteh ich nicht so ganz: Warum umwickelt man die Form denn mit Alufolie?
    Liebe Grüße
    Kaddi
    sun.kaddi ät web.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Kaddi, ich denke, das sollte man tun damit durch die Springform unten kein Wasser in den Kuchen zieht! :-)

      LG
      Christina

      Löschen