Orangen-Kokos-Curd

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Februar 25, 2014

Mittlerweile sind die 10 Kilogramm Orangen aus Sóller leider aufgebraucht, der Großteil davon hat – ich wusste es von Anfang an – letztlich doch pur den Weg in mein Bäuchlein gefunden.
10 Kilogramm hört sich irgendwie auch nach mehr an als es tatsächlich ist, das geht ratzfatz – hier eine in den Mixer geschmissen, dort eine als Fernsehsnack verzehrt, dann noch fix drei für einen Saft ausgepresst – uuund schwupps, Kiste leer.

Orangen sind neben Mangos und Birnen einfach mein liebstes Obst. Und trotz aller Gier habe ich es geschafft, sie auch anderweitig zu verarbeiten. Zwei Knüller-Rezepte hatte ich euch ja bereits vorgestellt: Zum einen die kandierte Orangenschale (auch Maja ist jetzt großer Fan, zurecht schrieb sie das Wort „Suchtgefahr“ mit in den Titel!), zum anderen die supersaftige Orangen-Tarte nach Zorra. Das letzte Rezept ist dieses Orangen-Kokos-Curd – den Tipp habe ich über meine Facebook-Seite bekommen, vorgeschlagen hat es die liebe Smámunir.

Curd wollte ich eh schon immer mal ausprobieren, warum also dann nicht mal mit Orangen?
Ein leckerer Aufstrich mit exotischer Kokosnote, in Süße und Säure fein ausgewogen, sodass eine willkommene Abwechslung zur täglich konsumierten picksüßen Marmelade gefunden wurde.
Curd ist allerdings bei Weitem nicht so lange haltbar – ein Nachteil – weswegen ich beim nächsten Mal nur noch die Hälfte zubereiten. Den Rest musste ich zwangsläufig in einem fluffigen Orangenkuchen verarbeiten, ein Drama. Für Diejenigen, die bereits an ihre Bikinifigur denken.

Orangen-Kokos-Curd
für 3 Gläschen

Zutaten
100 ml Orangensaft
50 ml Zitronensaft
Schale von 1 unbehandelten Orangen
Schale von 1 unbehandelten Zitrone
150 g Rohrzucker
80 ml Kokosmilch
30 g Butter oder Margarine
3 gestrichene TL Speisestärke
wenige TL Wasser

Zubereitung
Säfte und Schalen der Zitrusfrüchte zuasmmen mit Zucker, Kokosmilch und Butter bzw. Margarine in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. Speisestärke mit wenig Wasser anrühren und mit in den Topf geben, Hitze sofort reduzieren und rühren, rühren, rühren, bis die Masse eindickt.
In sterilisierte Gläschen füllen und kühl aufbewahren. Zügig aufbrauchen.

Quelle
Smámunir

Pretzel Chocolate Apricot Rocks

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Februar 19, 2014

Diese Rocks haben eine Vorgeschichte, die eigentlich gar nicht so viel mit Backen zu tun hat, ich euch aber dennoch erzählen möchte, da sie mich nachhaltig irritiert.

Ich bin diese Woche krank geschrieben. Warum, ja, es ist mir ein bisschen peinlich, weil so einfach und so dumm und so unnötig, aber okay: Sonntagabend lief ich gegen einen Bettpfosten. Mir wurde schwindelig, schwarz vor Augen, übel, dann brach mir der Schweiß aus. Nun, was denkt man sich, eigentlich nichts weiter, also hingelegt und geschlafen.
Montagmorgen taten mir die Zehen (links, der kleine und sein Nachbar) immer noch weh, bei jeder Bewegung, bei jedem Schritt. Ich entschied mich also dazu, meinen Orthopäden aufzusuchen und saß um Punkt 8:15 Uhr zusammen mit dem vermeintlichen Klumpfuß im Behandlungszimmer.
Als ich in blumigen Worten von dem Fehltritt erzählte, erwähnte ich auch beiläufig, dass das ja öfter mal vorkomme, dass man sich die Zehen stößt. Da guckte der Herr (eher der unemotionale Typ, aber ich mag das bei Ärzten, so hysterische Charaktere kann ich nicht ausstehen) mich einfach nur mitleidig lächelnd an und sagte: „Das passiert Ihnen öfter? Oh je.“
Ich lächelte (dann ebenfalls irritiert) und fühlte mich ein bisschen – Entschuldigung – behindert, motorisch völlig daneben. Ich gebe es zu: Ich laufe dauernd überall gegen. Gegen Türrahmen, Bettpfosten, Tischbeine. Ich stoße mir auch permanent den Kopf, mit Vorliebe an Hochschrank-Türen, die ich nicht geschlossen hatte, bevor ich mich nach irgendwas bücken musste. Ich schneide mich außerdem mit Papier, verbrenne meine Hände an Auflaufformen und Backblechen und meinen Bauch an Wärmflaschen. 

Sagt, will die Natur mich ausmerzen?
Ich hasse Ärzte.


Und nun zum Rezept. Leider wird mein Privatkreativzentrum lahm gelegt, wenn ich arbeiten gehe. Ich bin froh, wenn ich mich nach 9 oder 10 Stunden Büro noch zum Sport schleppen und danach etwas halbwegs vernünftiges aus dem Kochtopf fischen kann.
Wenn ich aber nicht arbeiten muss, schäume ich direkt über vor Küchenideen. Ich kochte bereits Schokoladenpudding nach High Foodality, der mein Leben – das weiß ich jetzt schon – nachhaltig verändert hat, genieße Milchreis in unterschiedlichsten Varianten (Kokos und Mango, ihr Wundervollen!), plane Wirsingrouladen (hallo, mir würde sonst im Traum nicht einfallen, abends um 19 Uhr noch Wirsingblätter zu blanchieren!) und habe auch diese „Rocks“ gemacht, ziemlich leckere, wuchtige und sehr knusprige Cookies, die im Original „Drops“ heißen. Noch nie war ein Name so schlecht gewählt.

Das Rezept stammt im Original aus Vegan Cookies invade your Cookie Jar. Das ist sowas wie die vegane Keksbibel: Ein ziemlich amerikanisches, robustes, quadratisches Softcover, bunt, poppig, aber auch von inhaltlicher Substanz. Ich mag es wirklich, man erfährt eine Menge über veganes Backen und bisher ist noch jedes Rezept gelungen. Leider gibt es nicht allzuviele Fotos (wo der deutsche Foodblogger ja recht fix nörgelig wird), und die, die es gibt, sind eher zweckmäßig. Aber okay, dafür kostet es auch fast nix.
Soeben sehe ich übrigens, dass es seit Dezember 2013 auch eine deutsche Übersetzung gibt, die den überaus bescheuerten Titel Vegane Cookies füllen deine Keksdose trägt. Peinlich.


Pretzel Chocolate Apricot Rocks
stark abgewandelt nach den Peanut Apple Pretzel Drops, für ca. 30 Kekse

Zutaten
125 g Mini-Brezel, in Stücke gebrochen
150 g Bitterschokolade (70%), grob gehackt
75 g getrocknete Aprikosen oder Apfelringe, grob gehackt
210 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Zimt
125 ml Pflanzenmilch
1 EL Speisestärke
125 ml Sonnenblumenöl
1 EL Erdnussmus
150 g Rohrzucker

Zubereitung
Den Ofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Zutaten werden nun auf drei Schüsseln aufgeteilt:
In der ersten werden Brezel, Schokolade und Aprikosenstücke miteinander vermischt.
In der zweiten Mehl, Backpulver, Natron und Zimt.
Und in der dritten die Speisestärke mit der Milch (unbedingt esslöffelweise die Milch zugeben, sonst gibt's Klümpchen…), danach Öl, Erdnussmus und Zucker zugefügt und mit dem elektrischen Handrührer so lange gemixt, bis die Textur sehr fest ist.
Nun Stück für Stück die Mehlmischung unterrühren und danach die Brezelschokoaprikosenmischung unterheben. 
Mit einem Esslöffel Teigberge (mit Abstand von ca. 4 cm) auf das Backblech setzen und im Ofen ca. 15 Minuten backen. Die Ränder sollten nur leicht bräunen.

Quelle


Grünkohl-Kürbis-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen

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Februar 16, 2014


Grünkohl war bisher in meiner Küche kaum präsent, nicht besonders beliebt. Wieso auch? Verbunden habe ich ihn nur mit Kartoffeln und ziemlich viel Mettwurst, tot und blass hat er mich aus dem Kochtopf geschaut, nichts erinnerte mehr an seine ehemals knackig und appetitlich grünen Blätter. Das war jetzt nichts wo ich mir dachte: „Wow, das willst du unbedingt nachmachen, und dazu schneidest du noch schön drei dicke Mettwürstchen rein, damit das auch nach was schmeckt.“ – Nee.
Nun hatte der Freund aber auf dem Markt Grünkohl erstanden, fertig geschnibbelt und geputzt, somit war die Herausforderung da. Zuerst landeten die Blättchen händeweise in meinen Grünen Smoothies (meine neue Leidenschaft), aber das konnte doch wohl nicht alles sein?

Auf der Suche nach interessanten Rezepten,  Grünkohl „mal anders“ zu verarbeiten, wurde ich ziemlich fix fündig, da gab es zum Beispiel klare Grünkohlsüppchen, herzhafte Grünkohl-Muffins, Spaghetti mit Grünkohlsauce, Grünkohl-Lasagne – oder eben diverse Tartes.
Aus all den Rezepten schusterte ich mir dann mein eigenes zusammen. Die Kürbiszeit ist für mich quasi schon passée, aber gut, er passt farblich und auch geschmacklich setzt er einen frischen Akzent, denn optisch ist der grün-gräuliche Gemüsepansch auf Teigboden ebensowenig appetitanregend wie zerkocht im Topf.
Möhren sind hier sicherlich ein guter Ersatz, wenn wer keinen Kürbis mehr bekommt oder kaufen mag. 


Wichtig: Die Tarte warm essen, entweder direkt aus dem Ofen oder aufgewärmt. Kalt geht natürlich auch, aber dann geht euch ein erheblicher Teil des Geschmacks verloren. Und das wäre schade, denn richtig temperiert schmeckt sie phänomenal.

Grünkohl-Kürbis-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen
für eine Tarteform von 30 cm

Zutaten
für den Mürbeteig
250 g Mehl
125 g Butter, kalt und in Stücke geschnitten
1 TL Thymian
1/2 TL Salz
3 EL eiskaltes Wasser

für die Füllung
200 g Grünkohl, aus dem Glas oder frisch gekocht
200 g Kürbis nach Wahl, geputzt, bei mir Muskat
200 g Joghurt natur
2 Eier
40 g Ziegenfrischkäse
Salz
Pfeffer
1 Knoblauchzehe
1 TL Majoran
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
1 EL Pinienkerne

Zubereitung
Aus den angegebenen Zutaten fix einen Mürbeteig kneten, mit Frischhaltefolie abdecken und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Für die Füllung den Grünkohl – geputzt und fein geschnitten – ca. 1 h lang im Topf kochen, bzw. entfällt dieser Schritt natürlich bei der Verwendung eines entsprechenden Fertigprodukts.
Den Kürbis entweder im Ofen (wäre mir zu viel Stromverschwendung und dauert zu lange) oder in der Mikrowelle (my choice, geht fix und kost nix) halbweich garen, so dass er sich leicht in Würfel schneiden lässt.
Aus Joghurt, Ziegenfrischkäse und Eiern eine Creme rühren, mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Majoran und Muskat würzen. Den gut ausgedrückten Grünkohl unterheben.
Teig ausrollen und in die ausgebutterte Tarteform legen, dabei einen Rand hochziehen. Die Grünkohlmasse einfüllen. Kürbiswürfel sowie Pinienkerne darauf verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Ober- / Unterhitze) ca. 35 Minuten backen, anschließend servieren.

Orangentarte, eine ganz wundervolle und sehr zu empfehlende

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Februar 09, 2014


Immer noch auf der Suche nach Rezepten, mit denen ich meinen Orangenbestand dezimieren konnte, veröffentlichte Zorra einen Blogpost mit dem Titel „Zitronentarte, schon wieder“, und wusste, hier würde ich fündig werden.
Es gibt halt so Momente, zack, da weiß man, man hat genau das richtige vor den Augen – und wir wurden nicht enttäuscht. Flugs die Zitronen gegen Orangen getauscht, und schon stand eine süß-saftige Tarte auf unserem sonntäglichen Kaffeetisch, sogar das Wetter spielte mit und war sehr frühlingshaft.
Gut, der perfektionistische Foodblogger in mir begehrt gegen das Foto nach dem Anschneiden auf, die Füllung ist halt nicht so fest, als dass man die Tarte in makellose Stücke zerteilen könnte, deswegen muss euch das Foto aus der Ecke als Teaser genügen.

Dies ist eins dieser Innullkommanix-Rezepte, die das Leben so leicht und schön und lecker machen, dass ich sie auf zu meinem Geburtstag (ja, es in ein paar Wochen wieder soweit, puh … ) auch der Familie kredenze. Mich in Sicherheit wiegend, dass sie – die alle kein Fan von schweren Schokoladensünden sind – die Form binnen Minuten bis auf den letzten Krümel leerfegen werden.

Mir haben übrigens 3 Eier gereicht, im Gegensatz zum Original mit 5 Eiern. Schaut mal, wie sich eure Füllung so entwickelt, bei mir war es so perfekt.
Der Teig reicht für die doppelte Menge an Tarte, aber das finde ich gut, er ruht nun im Tiefkühlfach und wartet auf Weiterverwendung; Mürbeteig kann man immer gebrauchen.

Orangentarte 

Rezept für eine kleine Springform von 20 cm


Zutaten 
für den Teig
50 g fein gemahlene Mandeln
200 g Mehl
4 EL Zucker
1 Prise Salz
ein bisschen geriebene Orangenschale (bio, oder wenigstens unbehandelt, das wisst ihr ja)
90 g kalte Butter
1 Ei

für die Füllung
Saft von ca. 2 kleinen Orangen (ca. 120 ml)
ein bisschen geriebene Orangenschale (s. o.)
180 g Zucker
3 EL Schmand
3 Eier

Zubereitung
Für den Teig die Mandeln, Mehl, Salz, Zucker und Butter mit den Pfoten (oder einer Küchenmaschine, solltet ihr so eine besitzen) zu einer krümeligen Masse kneten, dann das Ei dazu geben und zu einem Teigball formen. In Klarsichtfolie wickeln und ab in den Kühlschrank, für rund 30 Minuten. 
Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Anschließend auf einer Arbeitsfläche dünn auswallen und in die ausgebutterte und mit Backpapier ausgelegte Form legen, dabei einen Rand hochziehen. Den Rest anderweitig verarbeiten oder einfrieren.Teig mit der Gabel mehrmals einstechen und ca. 20 Minuten blind backen. Form herausnehmen und Temperatur auf 140 °C runterschalten.

Für die Füllung Orangensaft und -schale und Schmand gut verrühren, Zucker untermischen und Eier unterheben. Nicht zu lange schlagen, die Masse soll nicht luftig werden. Die Füllung in die Form gießen und nun ca. 30 – 40 Minuten backen, anschließend auskühlen lassen (dabei wird die Füllung noch fester). Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Quelle 

Kandierte Orangenschalen mit Zartbitterschokolade

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Februar 02, 2014


Letzte Woche brachte der Postmann eine große Kiste, ausnahmsweise war der Absender nicht Amazon oder Zalando, vielmehr kam sie direkt von Mallorca. Vor fast drei Jahren habe ich einen wirklich schönen Urlaub auf der Insel, in einem kleinen Ort an der Nordküste – Port de Sóller. . Früher mochte ich Mallorca nicht, in meinem Kopf sah ich überall Pauschalurlauber mit Dosenbierhaltermützen (frühkindliche Prägung durch den Film „Ballermann 6“ mit Tom Gerhard), und habe mich geweigert, je auch nur einen Fuß dorthin zu setzen.
Nunja, wie das Leben so spielt, man wird älter und der Ballermann ist auch nicht mehr das, was er mal war (hörte ich zumindest). Mallorca ist günstig, ein Studentenbudget freut sich darüber. Also ab in Süden, bzw. den mallorquinischen Norden, in den ich mich direkt verliebte. Es war eine zauberhafte Woche, ganz reizend ist die Gegend, vor allem wenn man (wie ich) gerne gleichzeitig auf Meer und Berge schaut, und dann das Essen – das ESSEN. Im Hotel war's so lala, wir ärgerten uns darüber, keine Ferienwohnung mit Küche zu haben, wo wir dieses wunderschöne, naturbelassene Gemüse zu wunderbaren Nudelsaucen, kalter Ratatouille oder Gazpacho hätten verarbeiten können.
Ganze zwei Mal fuhren wir ins Städtchen Sóller, wo wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit der „Eigenmarke“ Fet a Sóller machten. Auf der Homepage beschreibt sich das Unternehmen wie folgt:

Fet a Sóller” – die Qualitätsmarke feiner Delikatessen ist Garant für höchste Lebensmittel-Qualität (naturbelassene Orangen, bestes Olivenöl, Wein, Konfitüren & Marmeladen, Meersalz u.v.m.) aus dem pittoresken Tal von Sóller, der kleinen Stadt im Herzen des Tramuntana-Hochgebirges von Mallorca.

Nun, pittoresk ist Sóller tatsächlich, und wir haben einige Leckerbissen von dort nach Deutschland importiert, auch wenn die Oliven nicht mit den griechischen mithalten können. ;-)
Letztes Jahr las ich zum ersten Mal, dass sie sogar Orangen nach Deutschland liefern. Nach reichlicher Überlegung, ob das wohl nachhaltig sei, dachte ich mir, schwamm drüber, und bestellte kurzerhand 10 kg Orangen und 1 kg Zitronen – naturbelassen, natürlich. Die Orangen sind nicht bio, aber auch nicht gespritzt und gewachst, die Schale lässt sich verarbeiten. Dem ersten Exemplar wurde die Haut aber einfach abgezogen: Ein wunderbar, orangiger Geschmack. In Deutschland Orangen im Netz zu kaufen ist Glückssache, mal wirklich lecker, mal fad und langweilig. Die Orangen aus Sóller sind saftig und süß und voller Aroma. Ich würde sie wiederbestellen, auch wenn man sie ratzfatz verarbeiten muss. Drei Stück musste ich wegwerfen, aber das ist zu verkraften.
Ich liebe Orangen pur und in Stücken, mein Freund trinkt ihren Saft lieber ohne Spur von Fruchtfleisch. Eine besondere Leckerei aber finde ich die kandierten Orangenschalen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so köstlich sein würde. Die Pitzelarbeit wird belohnt, vor allem die Zartbitterschokolade ist eine perfekte Ergänzung. Schon jetzt eine meiner Favoritensüßigkeiten 2014.


Kandierte Orangenschale mit Zartbitterschokolade
Zutaten
3 große Orangen
Zucker
Wasser 
Zarbitterschokolade

Zubereitung
Die Orangen heiß abwaschen und trockenreiben. Anschließend schälen. Hierzu schneide ich mit meinem super tollen Tupper-Orangenschneider feine Linien von Nabel zu Nabel, die ich dann einzeln abziehe. Aber macht wie ihr wollt. Dann mit einem scharfen Messer das weiße von den Schalen entfernen. Das kann ein bisschen dauern. ;-)
Die Schalen insgesamt drei Mal mit kaltem Wasser bedecken und aufkochen lassen, damit die Bitterstoffe herausgeschwemmt werden. Anschließend mit Küchenkrepp gut säubern und in feinere Streifen (siehe Bild) schneiden. Ihr könnt natürlich auch größere Stücke kandieren, aber so kleine Häppchen finde ich persönlich angenehmer.
Die Streifen wiegen. Die gleiche Menge Zucker sowie auf 100 g 2 EL Wasser in einen Topf geben. Gut verrühren und mit den Orangenschalen aufkochen lassen, bis das Zuckerwasser verschwunden ist. 
Die Schalen auf einen Teller mit Zucker geben und darin wälzen. Einzeln auf Backpapier legen und trocknen lassen. Anschließend mit geschmolzener Zartbitterschokolade beträufeln oder überziehen.
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