Sonntag, 30. März 2014

Red Velvet Cupcakes


Ein Red Velvet Cupcake ist für mich der Inbegriff amerikanischer Backkultur: Die krasse Farbe, das irrsinnig süße Frosting… als ich für mein Geburtstagskuchenbuffet das Thema „USA“ festsetzte, waren Red Velvet Cupcakes das erste, was mir in den Sinn kam.

Kein großer Zauber, eigentlich: Ein fluffiger Standardteig – lecker, ohne Frage, der aber einzig und allein durch die rote Farbe so besonders wird. Für diese müsst ihr unbedingt gute Lebensmittelfarbe kaufen – nix von Dr. Oetker oder so, das wird nix. Ich habe rote Gel-Farbe von Wilton verwendet. Diese bekommt ihr teilweise schon im gut sortieren Handel, ich aber musste übers Internet bestellen.
Dann natürlich ein Frosting, zusammengerührt aus einer Lastwagenladung Puderzucker, Butter und Frischkäse. Ich würde es beim nächsten mal anders machen, denn diese leicht knirschige Konsistenz, diese Süße, die einem so richtig in die Zähne zieht – das ist einfach nicht mein Ding. Ich mag meine Häubchen lieber mit ausgeprägtem Frischkäsegeschmack, gerne süß, aber eben nicht zahnwehsüß.

Da es hier aber um die „klassischen“ RVC geht, die mit einem „klassischen“ Frosting verziert werden, sollt ihr trotzdem das Rezept bekommen. Vielleicht macht ihr ja auch mal so einen Themenbuffet, wo authentische Rezepte gefragt sind? Ich fand das eine tolle Sache und werde zukünftig öfter mal nach Themen Geburtstage und andere Feiern ausrichten.
Für das USA-Motto habe ich neben diesen Cupcakes habe ich noch Whole Grain Apple Crumble Muffins, New York Raspberry Cheesecake und Double Chocolate Popcorn Brownies für meine Gäste zubereitet – der Carrot Cake ging leider auf halbem Weg „verschütt“.

Nun ja. Eins ist euch mit diesen Cupcakes auf jeden Fall sicher: Aufmerksamkeit. Und das ist manchmal ja auch ganz schön. Also reißt euch zusammen, beißt voller Lust in die dicke Cremeschicht, macht gute Mine zum süßen Spiel. Ihr könnt danach ja einfach mal mit dem Rad zur Arbeit fahren oder eine Runde um den Block joggen oder so.


Red Velvet Cupcakes
Rezept für 10 – 12 Cupcakes

Zutaten
für die Cupcakes

60 g zimmerwarme Butter
150 g feiner Zucker
1 Ei
10 g Backkakao
1,5 TL rote Backfarbe
Mark von 1 Vanilleschote
120 ml Buttermilch
150 g Mehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1 1/2 TL Weißweinessig

für das Frosting
300 g Puderzucker (ehrlich, kein Witz!)
50 g zimmerwarme Butter
125 g Frischkäse, kalt (Philadelphia funktioniert angeblich am besten, daran habe ich mich gehalten)

Zubereitung
Den Ofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden.
Mehl mit Salz, Natron und Backkakao verrühren und beiseite stellen.

Butter und Zucker mit dem Mixer fluffig aufschlagen, dann das Ei, das Vanillemark und die Lebensmittelfarbe zufügen und zusammenrühren. Dann die Hälfte der Buttermilch und die Hälfte der Mehlmischung zufügen, wiederholen, Essig dazu und alles ein, zwei Minütchen ordentlich miteinander vermixen.
Den Teig auf die Muffinsförmchen verteilen, in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten lang backen (Stäbchenprobe!). Auskühlen lassen, bevor ihr mit dem Frosting anfangt, ist klar, ne?

Für dieses Puderzucker und Butter mixen, bis alles gut vermengt ist. Dann den Frischkäse zugeben und nur so lange miteinander verrühren, bis sich die Zutaten miteinander verbunden haben – ansonsten fabriziert ihr eine süße Pfütze und ihr könnt von vorne anfangen. Aber kein Stress, ist echt easy. Ihr könnt ja auch Sahne aufschlagen ohne Butter zu fabrizieren, dann klappt's auch mit dem Frosting.

Quelle
Montag, 24. März 2014

Scharfes Paprika-Gulasch, vegan

Es ist schon Wochen her, dass ich dieses Rezept aus Deutschland vegetarisch gekocht und fotografiert habe. Halbwegs ansprechende Foodfotografie ist bei mir gerade ungünstig – ich habe mir nämlich in den Kopf gesetzt, in der einen Woche Urlaub, die ich jetzt habe, sowohl das Wohnzimmer umzustellen und -dekorieren als auch den Balkon zu sanieren. Deswegen steht zur Zeit alles Kopf, insofern müsst ihr kurzzeitig mit diesem Archivbild vorlieb nehmen.
Generell war's hier die letzten Wochen etwas ruhiger, dabei habe ich durchaus gut und gerne gekocht. Sogar gleich drei neue Kochbücher sind eingezogen, und weitere werden folgen, denn – obacht! – der Geburtstag naht mit großen Schritten. Samstag ist es so weit. 
Nun, es ist verrückt, wie schnell man alt wird, oder? Die Kindheit schleicht so dahin, die Tage sind  unendlich, das Zeitgefühl ist ein ganz anderes. Und dann, nach der Schule, geht's plötzlich zack-bumm-peng, man kommt kaum hinterher. Immerhin habe ich noch ein Jahr bis zur 30, aber warum sollen wir uns was vormachen, letztlich ist auch das nur ein Wimpernschlag.

Ich schweife ab.
Das Gulasch mochten wir gern. Im Gegensatz zum typischen Fleischgulasch empfinde ich die vegetarische Variante durchaus noch als frühlingslegitim. Es hat ordentlich Würze und Schärfe – Mimis sollten ein bisschen acht geben –, schmeckt aber mit gekräuterten Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne sehr frisch. Wie immer habe ich auch hier ein wenig an der Rezeptur gespielt und z. B. 1/2 TL Fenchelsaat außen vor gelassen (bäh) und keine Butter mehr unter das Gulasch gerührt. Damit ist das Gulasch vegan, insofern man auch auf die Saure Sahne verzichtet.

Zur Kochzeit: Haltet euch dran! Ich habe es ein bisschen länger köcheln lassen, Fazit: Die Zwiebeln waren zum Großteil verkocht, das Gulasch dann natürlich schön sämig, aber auch suppig. Sieht man wohl auch auf den Fotos. Einen Vorteil hat die relativ kurze Garzeit natürlich: Das Gericht ist nicht nur was für aufwändige Sonntagmittagessen, sondern lässt sich auch unter der Woche nach dem Job halbwegs bequem kochen.

Da ich für vier Personen gekocht hatte, haben wir den Rest am nächsten Tag direkt nochmal mit Brühe und ein paar Dosentomaten vermengt, ein bisschen nachgewürzt und als Gulaschsuppe gegessen.



Scharfes Paprika-Gulasch
Rezept für 4 Portionen

Zutaten
400 g Gemüsezwiebeln
800 g rote und gelbe Paprika
2 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 Lorbeerblatt
1 TL Kümmelsaat
1 EL Zucker
1-2 EL Tomatenmark
150 ml Rotwein
600 ml Gemüsebrühe (oder Wasser + gekörnte Brühe)
1 Dose Tomatenstücke
1 TL getrockneter Majoran (+ frischer zum Garnieren)
Zitronenschale, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe

Zubereitung
Zwiebeln und Paprika würfeln. Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Gemüse darin bei mittlerer Hitze 10 Minuten braten. Paprika, Lorbeer, Kümmel, Zucker und Tomatenmark hinzufügen und circa 2 Minuten schmoren lassen.

Mit Rotwein ablöschen und 1 Minute (mit geöffnetem Deckel) kochen lassen. Nun Brühe und Dosentomaten zugeben, Hitze runternehmen und offen 25 Minuten schmoren.

Nach Belieben mit Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne servieren.

Quelle
Sonntag, 9. März 2014

{Give Away} und Shopvorstellung: SAY HALLO von Tree of Tea

Es gibt Dinge, die einem als Blogger leid tun, wenn auch vielleicht unnötig. Ein tolles Testprodukt zu erhalten, begeistert zu sein, sich schwören, seinen Lesern davon sobald wie möglich zu berichten – und es dann einfach sechs Monate zu verpennen, das macht einen (i. e. mich) nicht stolz.
Dennoch ist es so passiert: Letztes Jahr im August habe ich die liebe Anfrage von Tree of Tea bekommen, ob ich mich mal durchs Sortiment testen möchte. Ich, eher von der Fraktion Tee als Kaffee (ich kann Kaffee immer weniger leiden, ehrlich) dachte mir: Kann man mal machen – und hielt ein paar Tage später das Paket in meinen Händen.

Tree of Tea ist ein Onlineshop, der zur MyMüsli GmbH gehört; im Angebot sind wenige Teesorten – insgesamt 8 – , alle aus biologischem Anbau und ausgewählten Pflückungen, wunderhübsch anzusehen, von innen wie von außen. Selbstverständlich wird auch das passende Zubehör angeboten, z. B. Wasserfilter, Teekannen, Zucker, außerdem nette Geschenkboxen und Informationen über Anbaugebiete und Firmenphilosophie (wichtig!). Insgesamt kann man das Angebot durchaus als reduziert bezeichnen, was aber nicht negativ gemeint ist: Man beschränkt sich dort eben auf wesentliche, das hochwertige.


Ich trinke gerne und viel Tee, mag aromatisierte Sorten aber überhaupt nicht. Und kriege Gänsehaut, wenn ich in den Regalen der Super- und Drogeriemärkte „Marzipan-Bratapfel“-, „Caipirinha“- oder „Käsekuchen“-Tees finde. Kein Witz jetzt, es schüttelt mich regelrecht. Was in meinem Teeregal steht? Earl Grey, Sencha, Pfefferminz, Fenchel-Anis-Kümmel, Chai, Brennnessel – naja, und außerdem einige Hustensorten, sowie verschiedene, natürliche Kräuterteemischungen. Ihr seht, ich bin auch dort eher Purist. Insofern hatte Tree of Tea schon halb gewonnen. Musste nur noch die Qualität überzeugen.

Mein persönlicher Lieblingstee ist Earl Grey: Seit bestimmt 4 oder 5 Jahren trinke ich jeden Morgen zum Frühstück ein bis zwei Tassen, und wenn die Zeit es zulässt, auch gerne nachmittags. (Aber nie ohne Milch.) Der Mann konnte dafür den Grünen Tee besser begutachten, hat er doch vor vielen Jahren der gezuckerten Kaffeeplörre, die er dauernd trank, abgeschworen und sich seitdem auf den Genuss von Grüntee spezialisiert. Dabei schwört er auf seine eigene Bio-Lieblingssorte, den Sencha von Alnatura, wohingegen die konventionellen Grüntees von Meßmer, Teekanne und wie sie alle heißen für ihn nix taugen.


Tja, was soll ich sagen? Wir sind hin und weg.
Der Earl wird bei Tree of Tea zu einer MISS GREY, die mit Rosenblüten, Zitronenstückchen, roten Korn- und Ringelblumen nicht nur geschmacklich zur Schönheitskönigin wird. Blumig und zitronig – bzw. bergamottig –, einfach rund, ausgewogen, nicht zu herb, nicht zu schwach. Ein absolutes Highlight.Ähnlich geht es dem Mann mit MANDARIN SPRING (Grüntee): Es ist auch sein Favorit, authentisch, aromatisch-grasig und von einer „sehr facettenreichen Textur“ (Zitat Mann. Wie ihr hört, da spricht ein wahrer Gourmet.). Auch SUN OF HEAVEN (Grüner Tee Sencha Mango) kann was, den mag sogar ich: Ein sehr natürlicher Mango-Einschlag, fernab von den fürchterlichen Exotik-Tees im Supermarkt. Wir trinken diesen Tee gerne mal zwischendurch, gut gekühlt, als netten Ersatz zu Mineralwasser. 
Ich fasse zusammen: Wir beide lieben die Tees von Tree of Tea heiß und innig. So sehr, dass wir nur zu besonderen Anlässen ein Tässchen davon aufgießen, den Tee sogar mehrmals verwenden, um ihn nicht zu vergeuden. … und das muss ja schon was heißen. 

Ha, und wer darf Tree of Tea testen? Ihr!
Ich verlose die Geschenkbox SAY HELLO. Einfach so, weil es Frühling wird, die Sonne scheint und ich noch diesen Monat Geburtstag habe. 


Und so geht's:

× Hinterlasse hier einfach einen Kommentar (bis zum 26.03.) und verrate mir deine liebste Teesorte. 
× Vergiss dabei nicht, deine korrekte E-Mail-Adresse anzugeben, ich muss dich schließlich erreichen.
× Wer das passende Posting auf Facebook teilt, landet zwei Mal im Lostopf. 
× Die Gewinner/innen werden per Zufallsgenerator ausgewählt und per Mail benachrichtigt.
× Teilnahme ab 18. 
× Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen (wäre ja noch schöner!). 
× Auch der Rechtsweg ist natürlich – wie immer – ausgeschlossen.

Hinweis: Ich habe den Tee von Tree of Tea  kosten- und bedingungslos testen dürfen, und die Teebox wurde mir zum Zweck der Verlosung ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dennoch spiegelt der Beitrag allein meine Meinung wider, die nach wie vor von keinem Unternehmen und für kein Geld käuflich ist.