Möhren-Kichererbsen-Salat mit Petersilie und Feta + Gewinner von {TREE OF TEA}

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April 13, 2014

Heute ist Sonntag und das Wetter ist – im wahrsten Sinne des Wortes – aprilfrisch. Sonne und blauer Himmel wechseln sich mit düster drein blickenden Regenwolken ab, die Temperatur schwankt zwischen T-Shirt und Fleecedecke. Ich finde das eigentlich ganz charmant (die Jahreszeiten sollten sich öfter an das halten, was man ihnen nachsagt), habe aber doch ein bisschen unter dieser wechselhaften Muffeligkeit zu leiden, die solche Mal-Hü-mal-hott-Aktionen da oben bei mir verursachen.

So verbrachte ich diesen Sonntag zum ersten Mal seit langer Zeit mit… gar nichts. 
Kurz bevor ich mir den Hintern komplett quadratisch gesessen und gelegen hatte, erinnerte ich mich an ein Rezept, das wenig Aufwand und viel Ergebnis versprach und ich erst vor kurzem auf Majas Blog moey's kitchen erspäht hatte. Der lauwarme Salat von geschmorten (Baby-)Möhren, Kichererbsen, Petersilie und Feta verbindet schon im Titel alles was ich gerne mag, musste insofern gut bei mir ankommen. Nachdem auch der Mann Hunger vermeldete, schaffte ich es dann tatsächlich, mich kurz von dem Sofa zu erheben und uns den Salat zu zaubern. Und fotografiert habe ich ihn dann auch noch!

Wenn es eine Art Blogger-Oscar in der Rubrik „Faulster Shoot“ gibt, so habe ich ihn hiermit verdient. 

Euch lege ich diesen Salat ans Herz, weil a) schnell, b) lecker, c) passt super zur upcoming Grillsaison.
Ich habe normale Möhren dafür genutzt, die schmecken zur Zeit aber auch sehr lecker. Rezept ist wie immer leicht abgewandelt (mehr orange und mehr grün, dafür weniger weiß).
Theoretisch könnte man den Salat mit einem Hauch Kreuzkümmel auch noch orientalisch anhauchen, aber mir gefiel die minimalistische Version sehr gut.


Möhren-Kichererbsen-Salat mit Petersilie und Feta
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
400 g geschälte und geputzte Jungmöhren 

Schale und Saft von 1/2 unbehandelten Zitrone
Salz
Olivenöl
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 265 g)
3-4 EL Petersilie, glatt und gehackt 
50 g Feta


Zubereitung
Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Die Möhren in etwas dickere Scheiben schneiden, mit Zitronenabrieb und 1 EL Öl mischen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, gut vermengen und zusammen auf ein tiefes Backblech legen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten garen, bis die Möhren weich sind. 

Kichererbsen abgießen und unter fließendem Wasser abspülen. In eine Schüssel geben

Die fertig gegarten Möhren samt Öl zu den Kichererbsen geben. Die gehackte Petersilie und den Zitronensaft dazugeben und gut untermischen. Abschmecken und eventuell noch mehr Öl oder Säure zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat auf zwei Tellern verteilen, den Feta gleichmäßig darüber krümeln, eventuell mit noch mehr Petersilie garnieren und sofort servierne.


Quelle
Moey's Kitchen


Und PS: 
Hier noch der Gewinner der TREE OF TEA-Verlosung. 
Herzlichen Glückwunsch. :-) Du kriegst Post!



Knallhart getestet: Die FOODIST Box

| On
April 09, 2014


Ich habe mit diesem Boxenwahnsinn, der seit Anfang 2012 um sich greift und immer verrücktere Ausmaße annimmt, nicht so viel am Kopp. Abo- und Überraschungsboxen gibt es mittlerweile für alle möglichen Sparten: Beautyprodukte, Lebensmittel, Getränke, Süßigkeiten, Klamotten, Tiernahrung, Wellness, Babybedarf, Blumensträuße, Nahrungsergänzungsmittel – es bieten sich dem (gelangweilten? abenteuerlustigen? superreichen?) Konsumenten also allerlei Wahlmöglichkeiten.

Auch ich hab's mal versucht, vor zwei Jahren bestellte ich mir eine Glossybox – den Klassiker der Beauty-Boxen – fand aber schon die erste Box so scheiße, dass ich das Abo direkt wieder gekündigt habe. Das war's dann auch für's erste, auch wenn ich nebenbei immer mal mitverfolgt habe, was in der Boxen-Szene so los ist. So richtig drumherum kommt man als Blogleser ja eh nicht, und so ein bisschen neugierig bin ich von Natur aus eh. Das ist auch der Grund, wieso ich nun doch eine weitere Box getestet habe: Die Foodist Box.

Was ist die Foodist Box?
Foodist ist nicht einfach nur eine Box mit Lebensmitteln. Foodist ist die „Überraschungsbox für Gourmets“ – so beschreiben sie sich zumindest selbst. Das Team ist in ganz Europa unterwegs, um exklusive Delikatessen in kleinen Manufakturen und Start-Ups aufzutreiben. Letztlich handelt es sich um 6–8 Lebensmittel; der Gesamtwarenwert liegt in jedem Fall über 30 €. Den Verbraucher kostet der Spaß dann 24 € (inklusive Versand); er erhält die Box ungefähr in der Mitte eines jeden Monats und kann selbstverständlich jederzeit kündigen.
Eine Besonderheit ist, dass der Onlineshop die Produkte auch zum Nachkauf anbietet. Das macht natürlich Sinn, wenn man schwer zu erstehende Raritäten anbietet. Insofern: Ein rundum durchdachtes Konzept.

Und ich denke, jeder wird verstehen, warum allein die Beschreibung mein kleines, altes Herzchen schneller schlagen lässt: Schwer aufzutreibende Delikatessen kleiner Manufakturen – genau mein Ding. Nichts anderes würde ich mit meinem Leben anstellen wollen, als von Ort zu Ort reisen und kulinarische Schätze entdecken – hätte ich denn die Mittel dazu. Habe ich nicht, okay, also weiter foodbloggen. Fahren wir fort.

Ja, was war denn nun alles in der Foodist Box?  
• Das „White Truffle Flavour Oil“ von Truffle Pig? – Grandios, es genügen 3-4 Tröpfchen um aus meinem schnöden Kräuterquark die Deluxe-Version zu zaubern. Selten habe ich so ein intensives Trüffelaroma geschmeckt und geschnuppert. Ein absolutes Highlight in meiner Öl- und Essigsammlung.

• Die „Mandel Trüffel“ von Belvas? – Waren so schnell weg, dass ich eine extra Runde im Fitnessstudio einlegen musste. Diese Trüffel waren sowas von sündig, cremig, süß, lecker, dass ich kaum an mich halten konnte. Noch dazu ist das Unternehmen EMAS-zertifziert, und trägt demnach das Siegel des weltweit anspruchsvollsten Systems für nachhaltiges Umweltmanagement.

• „Johannisbeere & Basilikum in Honig“ von Kaiser Honig? – Ich habe noch nie so etwas abgefahrenes gegessen. Zuerst schmeckt man ganz klar die Johannisbeere, dann, ein paar Sekunden später, schlägt die Basilikumbombe ein. Völlig verrückt, aber gerade deswegen einen Versuch wert.
Kaiser Honig kannte ich sogar schon von meinem letzten Berlin-Trip, umso lustiger fand ich, dass nun ein Produkt in der Box war. Bei Kaiser Honig gibt's eine Menge verrückte Dinge, die mit Honig gemacht werden: Minze und Mandel, Rosine und Rosmarin – ich weiß schon jetzt, dass ich sie alle testen werde.

• „Totally Minted Choc Chip-Marshmallows“ von Art of Mellow? – Weder ich noch der Mann sind Marshmallow-Fans, wenn wir nicht gerade am Lagerfeuer sitzen und sie auf langen Holzspießen grillen. Gegessen habe ich die hier (natürlich) trotzdem. Für Fans bestimmt eine tolle Sache, für mich total zu vernachlässigen: Auch weil der Preis von 4,50€ für 6 Marshmallows (85 g) ein bisschen heftig ist. Die Marshmallows sind demnach das Produkt mit dem schlechtesten Preis-/Leistungsverhältnis der Box.

• „Exceptional Cheddar&Spicy Chilli Straws“ von NibNibs? – Hergestellt in kompletter Handarbeit, das heißt, sogar handgerollt! Kann man mal machen. Zuerst fanden wir die Stangen nur okay, entdeckten aber schnell das süchtigmachende Potenzial und haben dann doch noch am selben Abend alle vernichtet. Ein sehr intensives Cheddar-Aroma, begleitet von einer süßen Schärfe. Fanden wir grandios und hätten nichts dagegen, die öfters mal ins Körbchen zu packen.

 „Lime & Lemongrass Getränkesirup“ von Mr Fitzpatricks Vintage Cordials? – Wir so: Geil, was zu trinken? Flasche aufgerissen und angesetzt. Hätten wir gewusst, dass es sich um einen Sirup handelt… ihr wisst, wie die Geschichte ausgeht. Immer brav die Etiketten lesen, Gier wird sofort bestraft.
Vermischt mit Sprudel ist es dann auch wirklich ein sehr leckeres Getränk, das sich gut bei meinen Geburtstagsgästen machen wird.

Zudem gibt es in jeder Foodist-Box noch eine Art Begleitmagazin, in dem eine kurze Einführung zu jedem Produkt nebst Foto der Menschen dahinter zu finden sind. Das finde ich äußerst sympathisch – es ist doch immer schön, zu wissen, wer welches Lebensmittel warum herstellt. Ist halt schöner, als einfach nur eine Tüte Erdnussflips bei Aldi zu kaufen.
Ein nettes Magazin zum schmökern, dem allerdings ein Hauch Professionalität abhanden geht durch nicht hochaufgelöste Fotos. Für einen Moment nahm ich an, meine Augen seien so schlecht geworden, aber sie sind tatsächlich fast durchgängig pixelig. Da würde ich mir eine Verbesserung wünschen, da es das ansonsten hochwertige Produkt – im wahrsten Sinne des Wortes – leicht trübt.

Und soll man die Box nun bestellen oder eher nicht?
Ich finde, dass die Foodist Box definitiv ihr Geld wert ist und ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Viele potenzielle Kunden scheuen vor den Überraschungsboxen zurück, weil sie Angst haben, unbrauchbare Produkte zu erhalten – das kann ich gut verstehen und ist auch bei mir, wie oben angedeutet, mit ein Grund für meine Zurückhaltung. Diese Gefahr sehe ich bei der Foodist-Box weniger als bei anderen Boxen: Denn wenn nicht für solche Lebensmittel, wofür sollte sich die Zielgruppe sonst interessieren? Sicher, die eine oder andere Sache, auf die man nicht so unglaublich abfährt, wird wohl mal dabei sein – siehe hier z. B. die Marshmallows – aber als hochwertiges Mitbringsel, Schwiegermuttergeschenk oder Kollegenbestechung taugt es ja immer noch, sollte man sich selbst nicht zu einem Geschmackstest durchringen können.

Letztlich aber sind 24 € immer noch 24 €, und damit gehört die Box zu den teuersten auf dem Markt im Food-Segment. Für 24 € kann ich auf meinem Markt 15 Kilo Äpfel oder Möhren kaufen. Ihr versteht, worauf ich hinaus will? Ich erhalte hier ja keine existenziell notwendigen Dinge, sondern Luxus. 24 € für so „nebenbei“ kann ich vor meinem sparfüchserischem Ich (das Wort habe ich gerade erfunden, aber es klingt ganz gut) schlecht rechtfertigen

Aber: Ich kenne mich nach 29 Jahren auf diesem Planeten auch ganz gut. Deswegen weiß ich, dass ich früher oder später zum Nachkäufer werde. Ihr auch?
Für alle diejenigen, die die Foodist Box mal testen wollen habe ich noch einen kleinen Anreiz für euch: Bei der Nutzung des Gutscheincodes feinesgemüse bei der Erstbestellung erhaltet ihr 20% Rabatt. Ich finde, unter diesen Umständen könnt ihr euch das ruhig mal gönnen. ;-)

* Die Foodist Box wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt; mein Testbericht bleibt davon natürlich unberührt.
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