Fine Vegan Dining – das Amano Verde in Düsseldorf

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August 29, 2014

Ich bin mal wieder die letzte im Bloggerbunde, die von einem wirklich schönen Event vor einigen Wochen erzählen kann. Aber ich denke, mein New York „Projekt“ ist eine ziemlich gute Ausrede für all meine Nachlässigkeiten. ;-)

Das Restaurant im Düsseldorfer Hotel Radisson Blu Media Harbour existiert zwar schon länger – hat aber seit kurzem ein völlig neues Konzept: Im Amano Verde wird nur noch vegan und vegetarisch gekocht, und zwar auf hohem Niveau. Schon als ich im Frühjahr das erste Mal davon hörte, dass das Restaurant sich bald komplett vom Fleisch auf der Karte verabschiedet, wurde ich hellhörig. Und wie es der Zufall wollte, wurde ich kurz darauf eingeladen, zusammen mit Maja (moeys kitchen), Mareike (girl on travel) und Samira (Vegetarisch-Delikate Kochwelt) das Amano Verde zu testen.

Am Samstag, dem 19. Juli war es so weit: Empfangen wurden wir auf der Terrasse des Hotels mit einem lecker Dröppche, dessen Namen ich leider vergessen habe. Es war pink, spritzig und so lecker, dass ich schon um 17:30 Uhr einen ersten Schwipps hatte. 
Schon früh zu Beginn gesellte sich auch der Küchenchef zu uns: Dennis Riesen, selbst – wer hätte es geahnt? – seit rund einem Jahr Veganer. Ein kleiner Knuspersnack, den wir blind verkosteten: Woran erinnern Konsistenz und Geschmack des Bruschetta-Belags? – Na, ganz klar an Eiersalat. Die Kombination aus Avocado und Kala Namak (einem Salz, das alles nach Ei schmecken lässt, ohne Witz!) macht's – toll! Direkt zu Anfang was gelernt und auf die Nachbastel-Liste gepackt. 

Nachdem wir auf der Terrasse Platz genommen haben, ging's auch schon los. Vier Gänge standen auf dem Programm:


Créme Brulee von der Paprika und Süßkartoffel-Curry-Suppe mit Apfelchips  


Risotto mit Garnelen


Ananas-Minze-Salat mit Grüner Tee Sorbet

Zu Gang 1 gibt's für mich überhaupt nichts hinzuzufügen. Total abgefahren, sooo gut und sooo mächtig, dass ich danach eigentlich schon satt war. Dennoch hätte gerne noch drei Schüsselchen davon gegessen: Das rauchige Paprikaaroma hat einfach ganz wundervoll mit dem pfeffrigen Rucola und der zuckrigen Kruste harmoniert – hmm!
Statt einer weiteren Portion, die ich mir heimlich gewünscht habe, bekam ich Gang 2 serviert, der sich glücklicherweise auch als sehr köstlich entpuppte: Die Süßkartoffel-Curry-Suppe überzeugte durch nicht zu viel Kokos, nicht zu viel Curry und das leckere frische Topping. Lecker – ich glaube aber, kalt hätte sie mir an diesem hitzigen Tag noch besser geschmect. (Ich liebe kalte Suppen!)

Der darauffolgende Gang, das Risotto mit Garnelen, hat uns gespalten. Die Garnelen waren – natürlich – nicht echt, sondern wurden aus Yamswurzel hergestellt: Optisch wie auch von der Konsistenz her sehr überzeugend, geschmacklich allerdings nur okay. An dem Risotto selbst hatte ich meine helle Freude: Dennis Riesen arbeitet mit einem ertüftelten Verhältnis eines bestimmten Käseersatzes und Margarine, um die schlotzige Cremigkeit des Risottos zu erhalten und hat mich damit auf voller Linie überzeugt. Ich weiß, ich weiß: Viele Leute werfen einem gleich virtuelle Mistgabeln an den Kopf, wenn man mit „Fleischersatzprodukten“ um die Ecke kommt. Ich persönlich bin da (wie so oft) relativ entspannt und denke mir: Why not? Man muss halt finden, was einem schmeckt und was dem eigenen Lebens- bzw. Ernährungskonzept entspricht. Ist doch prima, wenn man ein Risotto auch mit rein pflanzlichen Produkten nachbauen kann.

Wie gut, dass es Eis zum Dessert gab, denn das passt ja bekanntlich immer noch irgendwie rein. Interessant: Das Sorbet von grünem Tee war weiß und wurde somit nicht aus Matchapulver hergestellt. Dadurch war das Sorbet wirklich sehr schön leicht und dezent herb im Geschmack, unterstützt durch die klassische Sommerkombination Ananas und Minze.

Preislich ist das Amano Verde völlig okay, das teuerste Gericht liegt bei 16,50 €. Da kann man nicht meckern, gerade in Düsseldorf.

Herzlichen Dank an das gesamte Team vom Radisson Media Harbour, für die Einladung, für eure Gastfreundschaft, für euren vollkommenen Service. 

Ihr wollt auch mal Fine Vegan Dining ausprobieren?
Dann solltet ihr euch – falls ihr nicht aus der Gegend kommen – dringend in den nächsten Zug, das nächste Flugzeug oder Auto schmeißen und Düsseldorf einen Besuch abstatten. Das Radisson Blu liegt im Medienhafen und damit zwar nicht direkt im Zentrum, hat aber eine an den Hauptbahnhof angeschlossene Busverbindung (725) direkt vor der Tür. Bei schönem Wetter lohnt sich anschließend ein Besuch im Medienhafen selbst, und von dort könnt ihr dann gemütlich in Richtung Altstadt bummeln und das schöne Rheinpanorama genießen.
Richtig cool: Das Amano Verde nimmt wieder an der Tour de Menu Düsseldorf teil, das heißt, ihr könnt zwischen dem 11. September und 5. Oktober ein 4-gängiges veganes und laktosefreies Menü für 35,50 € schlemmen. Ziemlich fair, wie ich finde – kann schon sein, dass man mich an einem Abend dort antreffen wird. ;-)

Amano Verde
im Radisson Blu Media Harbour
Hammer Straße 23
40219 Düsseldorf

{feines gemüse reist rum} NEW YORK I – Mein Hochzeitstrip nach New York City

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August 27, 2014

Wenn ihr mir auf Facebook, Twitter oder Instagram ebenfalls folgt, so wisst ihr, dass ich vor kurzem aus einem fast zweiwöchigen Trip nach New York zurückgekommen bin.
Was, schon wieder NYC? Da war ich doch erst letztes Jahr!


Ja, genau. Es hat mir aber gut gefallen! Und im Sommer kann man New York noch viel besser genießen – man kann Eis essen, in kurzen Hosen herumspringen, stickige U-Bahn-Luft atmen, bis spät in die Nacht ausbleiben, schöne Himmel und Wolken bestaunen und im Central Park heiraten.  
Letzteres war ehrlich gesagt der Hauptgrund, diese Reise anzutreten, und tja – was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung überhaupt und ich bin sehr, sehr glücklich, bei wunderschönem Sonnenschein im allerengsten Familienkreis dem besten Mann überhaupt das Ja-Wort gegeben zu haben.


Drumherum haben wir die Stadt so genommen (und genossen), wie sie nun einmal ist. Das geht umso besser, wenn man touristisch krass überlaufene Plätze meidet und sich vielmehr treiben lässt. Von hier nach dort. Gerne nach Brooklyn. Ins East Village. Auf die Upper Westside. In den Central Park. Man bummelt durch die Straßen, durch Museen und Bibliotheken, durch kleine Boutiquen und Buchläden, sitzt in ruhigen Cafés und lauten Restaurants, erkundet Brücken, fährt Boot und Fähre und freut sich des Seins. Während man isst. Man kann in New York so unfassbar gut essen! Allein dafür lohnt sich die Reise. Und für die unendlich vielen WTF-Momente, die man unvermeidlich alle paar Minuten erlebt.



Mitgebracht habe ich dieses Mal dennoch weitaus weniger als 2013. Irgendwie... naja, man sieht sich schnell satt am Überangebot, und viele Produkte, die ich damals unbedingt haben und unter „Impulskauf“ verbuchen musste, brauchte ich jetzt nicht noch einmal. Auch haben wir dieses Mal in einem Hotel in Manhattan übernachtet, und dort gibt es weniger „richtige“ Supermärkte wie zum Beispiel in Queens, einem etwas wohnlicheren Gebiet, in dem wir letztes Jahr gewohnt haben. Manhattan wartet eher mit Convenience Stores auf, und deren Angebot ist eher eingeschränkt (und preislich natürlich gehoben).
So habe ich primär M&Ms – die amerikanischen Klassiker mit Erdnussbutter und Pretzels – im Koffer verstaut und andere schokoladige Kleinigkeiten. Bald fange ich aber wieder mit Clean Eating an, ja, ganz bestimmt. 


Die USA sind ja vor allem als Shoppingparadies für Klamotten- und Kosmetikwütige bekannt. Damit kann ich null anfangen. Ich habe mir ein Make-Up und eine Wimperntusche gekauft, weil ich beides innerhalb meines Hotelszimmers verloren habe (... bitte nicht fragen), und außerdem bei UNIQLO eine Bluse und eine Hose – das war's. 


Leider habe ich mir noch in den letzten Tagen eine dickedicke Erkältung eingefangen – Klimaanlagen und Kühlhaus-Temperaturen sei Dank. Wir Honeymooners flogen also richtig krank zurück und verbrachten die ersten beiden Tage der Woche fast permanent schlafend im Bett. Nicht nur deswegen bin ich ein bisschen im Verzug mit meinen Blogbeiträgen, habe aber (natürlich!) eine Mini-NYC-Serie geplant.

Nachtrag: 

Hier geht's zu meinem Hochzeitsbericht.
Hier zeige ich euch einen der gigantischen Whole Foods Märkte mal von innen.
Hier gebe ich euch Tipps, wo ihr in New York City gut und günstig essen könnt.


Schoko-Zucchini-Kuchen mit Walnüssen

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August 06, 2014
 Schoko-Zucchini-Kuchen mit Walnüssen

So zwischendurch schiebe ich mal wieder ein Rezept hier rein, damit ihr alle wisst: Sie lebt noch!
Ja, sie lebt, aber sie ist sehr beschäftigt, mit beruflichen und privaten Dingen abseits der Bloggerei, sodass Kochen, Backen, Essen (bedauerlicherweise) viel zu kurz kommt.

Dennoch möchte ich euch diesen Schoko-Zucchini-Kuchen nicht vorenthalten, denn er bietet sich in Zeiten der allseits bekannten und gefürchteten Zucchinischwemme Anfang August besonders an. Ich meine, Zucchini sind gut und lecker und wir alle lieben sie (ich vor allem als Bestandteil eines Ratatouilles oder gefüllt mit Mandeln und Räuchertofu oder als Spaghetti) aber man kann sie halt nicht den ganzen Tag nur davon ernähren.

Also versteckt man das geschmacklich zurückhaltenden Gemüse einfach in einem Schokokuchen, der durch eine besonders saftige Konsistenz überzeugt. Zusammen mit ein paar Walnüssen, die für den richtigen Crunch sorgen, steht so ratzfatz etwas wirklich Köstliches auf dem Tisch. Durch den Gemüseanteil hat man sogar das Gefühl, dass man sich halbwegs gesund ernährt. Tatsächlich ist er im Vergleich zu normalen Schokoladenkuchen weitaus weniger süß, was ich und alle anderen Testesser sehr geschätzt haben. Selbstredend, dass die Zucchini geschmacklich nicht auffällt. 

Noch ein Vorteil: Der Schoko-Zucchini-Kuchen wird vor allem mit Zutaten gemacht, die sowieso im Haus sind (auf die Walnüsse und Schokolade kann im Zweifel verzichtet werden), er ist also besonders praktisch für die eher spontanen BäckerInnen unter euch. 
Das Rezept habe ich von Miris Kitchen, die es erst Dienstag frisch verbloggt hat. So schnell kann's gehen!

Schoko-Zucchini-Kuchen mit Walnüssen
Rezept für 1 Kastenform (30 cm)

Zutaten
240g Mehl
50g Kakao

50 g grob geraspelte, dunkle Schokolade
1 große Hand grob zerbrochene Walnüsse
1 TL Backpulver
½ TL Salz
3 Eier
120g Zucker
120ml Öl (bei mir eine Mischung aus Sonnenblumen- und Kürbiskernöl)
350g geriebene Zucchini


Zubereitung 
Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Mehl, Kakao, Backpulver und Salz miteinander mischen. Die Eier mit dem Zucker gut schaumig schlagen, dann die Ölmischung unterrühren. Die geriebenen Zucchini mit einem Drittel der Mehlmischung vermischen. Den Rest des Mehls sowie Schokolade und Nüsse zum Eier-Zucker-Teig geben und unterrühren. Die Zucchini unter den Teig heben und den Teig in eine gefettete Kastenform (bei mir 30 cm) geben. 
50 Minuten backen, vergesst nicht die regelmäßige Stäbchenprobe!
Den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann stürzen und vollständig erkalten lassen. Guten Appetit!
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