Foodblogbilanz 2015 – das Jahr ist vorbei, und alle so: Yeah!

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Dezember 30, 2015
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber 2015 hatte es ganz schön in sich – über die Weltnachrichtenlage müssen wir uns ja gar nicht unterhalten. Vor kurzem habe ich in der ZEIT so etwas gelesen wie „2015 war ein Jahr, das mehr Nachrichten und Bilder produzierte, als man ertragen konnte“, was es ganz gut zusammenfasst. 
Aber auch für mich selbst waren die vergangenen zwölf Monate ein ewiges Auf und Ab – und ganz ehrlich: Ich bin froh, wenn das Jahr um ist. Ich weiß noch, wie glücklich 2014 abgeschlossen wurde: Ein gutes, sicheres, ausschließlich positives Jahr, wir hatten geheiratet, im Familien- und Freundeskreis ging es allen gut, hervorragend sogar. Wir dachten noch, was für ein Glück wir haben – so ein gutes Leben. Es würde sicher so weitergehen. 
Nun: Ging es nicht. 2015 wurde ein anstrengendes, zehrendes Jahr, das vor allem im letzten Drittel an Instabilität alles übertraf, was ich bis dahin gekannt hatte. Insofern: Ich bin nicht traurig, dass 2015 geht. Dass das Jahr natürlich dennoch unglaublich schöne Momente hatte, die sich v. a. auf unseren Reisen (Seychellen, Paris, Brüssel, Sardinien) ergaben, soll nicht unerwähnt bleiben. Dennoch: 2016, ich sehne mich nach dir. Auf dass du freundlich, lustig, großzügig und weltübergreifend friedlich sein mögest.

Und nun voilà – meine Foodblog-Bilanz. Wollt ihr auch mitmachen? Dann schaut mal bei Giftige Blonde vorbei, sie sammelt diesmal alle Einträge zu #foodblogbilanz2015.

1. Was war 2015 dein erfolgreichster Blogartikel?
Woran misst man denn Erfolg? Page Impressions? Kommentare? Facebook-likes? Ich nehme als Indikator einfach mal das gesamte Feedback, und kann mich gut erinnern, dass die Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln sich großer Beliebtheit erfreuten. Aber auch mein Beitrag über Veganes Essen im Flugzeug kam gut an.


2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Das kann ich so nicht sagen, ich über-emotionalisiere mein Essen nicht sonderlich. Spaß hatte ich aber an den 30 kulinarischen Highlights aus 30 Lebensjahren anlässlich meines 30. (ach!) Geburtstags.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Hier würde ich eher die Blogs selbst nennen: Viel gelesen habe ich bei Projekt: Gesund leben, Moey's Kitchen und LeckerBox.

4. Welches der Rezepte, die du 2015 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Das war mit Sicherheit der Glasnudelsalat Süß-Sauer, der kam bestimmt fünf Mal auf den Tisch. Einfach ganz toll, vor allem bei den Temperaturen im Sommer.


5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2015 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
Etappenweise Lustlosigkeit. So allgemein: Keine Lust auf nix, nicht auf kochen, nicht auf backen, nicht auf anrichten und fotografieren. Bisher kein Patentrezept dagegen entdeckt.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Also die frische Kokosnuss auf den Seychellen war schon ganz besonders. Ich bin da ja eher schlicht unterwegs. Aber ich habe mich auch deutlich intensiver (und häufiger) mit Wein beschäftigt und plane, dies weiterhin auszubauen.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
Da würde ich mal "entwässern an oberschenkel" nennen. Ich meine, man kann hier echt eine Menge entdecken, aber dafür weiß ich wirklich keinen Rat.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?
Ich möchte zum 5. Bloggeburtstag (!) im Mai einen Relaunch machen. Mir selbst wünsche ich: Gelassen und bescheiden sein, mich stärker für mich selbst einzusetzen und nicht immer nachzugeben.



Nun. In dem Sinn wünsche ich euch einen spritzigen Abschluss für 2015 und ein fabelhaftes neues Jahr. Wir lesen uns auf jeden Fall wieder!

Lass krachen,
Christina 

Kulinarische Notizen, Herbst 2015 in Düsseldorf

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Dezember 19, 2015
Im Herbst habe ich mich kulinarisch etwas zurückgezogen.
Beginnen wir – eigentlich in den letzten Tagen des Sommers – mit unserem letzten Urlaub auf Sardinien, wo ich das Essen eigentlich nur einmal außergewöhnlich gut fand: Im Hotel Su Gologone im Landesinneren. Ein 4-Sterne-Plus-Traum für einen alten Hotelhasen wie mich, mit einem absolut fabelhaften, rustikalen Restaurant: Wir wurden geradezu überschüttet mit Klassikern der sardischen Küche, die wenig raffiniert, sondern einfach und kräftig ist –  und mich damit natürlich sofort angesprochen hat: Bortigalesa Rumpsteak, Schinken, Salami, diverse Innereien (nichts für mich, aber ihr merkt, der Sarde als solcher ist dem Fleisch sehr zugetan), dazu die leckersten Bohnen, die ich je gegessen habe, dampfende Kartoffeln, in Olivenöl eingelegte Sommergemüse, als Dessert gebackener Schafkäse mit Zitrone im Blätterteig, übergossen mit Honig, dazu Fenchellikör und diverse Weine – ich war nach diesem Mahl sehr, sehr glücklich und sehr, sehr lange satt.


Anfang Oktober schließlich verbrachte ich einen schönen Abend mit Sophia, Anne, Julia und Tim im Karl's, wo wir unter dem Motto „Rhein Connection“ zu einer Verkostung Elsässer Weine eingeladen waren – hui, das stieg schnell in den Kopf, aber dennoch erinnere ich mich an eine Menge köstliches rheinländisches Fingerfood und eine spannende Interpretation des von mir heiß-geliebten Fortunabrötchens. Gerne spreche ich euch eine Empfehlung aus, es dort mal zu probieren.

Sattgrün am Graf-Adolf-Platz
Schön war es übrigens auch immer im Sattgrün, wo man mich ab und an während der Mittagspause antreffen konnte. Das vegane Buffet lohnt sich immer, und ich persönlich komme mit dem Kinderteller für 5,90 Euro auch ganz gut hin, ohne in schwindelerregende Höhen zu stapeln. Der frittierte Tofu ist der beste, den ich jemals gegessen habe.

Ab Anfang Oktober wurde es um mich herum richtig anstrengend, so dass kaum noch Zeit und Lust blieb, mal essen zu gehen. Erst Mitte November saßen wir dann endlich mal im SchnellVeg, das vielversprechend klang und einen ausgezeichneten Ruf genießt. Deswegen bin ich ein bisschen traurig, wenn ich sage: Service, Ambiente, Konzepte top – Essen naja. Wir bestellten den orientalisch-inspirierten Vorspeisenteller, zudem Tofu-Burger, hausgemachte Polentafritten mit Thymiansalz, den Salat „Agadir“ sowie die hausgemachte Limonade ohne Zucker. Die Limonade war großartig. Der Vorspeisenteller war lecker, aber schon da mochte ich die relativ kalten, weichen Falafel nicht. Falafel müssen heiß und knusprig sein. (Die besten Falafel in Düsseldorf gibt es übrigens bei Byblos in Oberbilk oder Friedrichstadt.)
Der Salat hat mich – als riesengroßen Salatfan – ziemlich enttäuscht: Ein riesiger Haufen sehr großer Salatblätter (wie soll man das essen?), dazu gebratene Auberginenscheiben, ein paar Cherrytomaten und Gurkenscheiben, ein riesiger Klecks Hummus mittendrin, dazu wieder die weichen Falafel und ein Sweet-Chili-Dressing, das bissig-süß und irgendwie unangenehm schmeckte. Da muss für den Preis von 10,50 Euro doch mehr gehen, oder? Etwas weniger Blattsalat, dafür ein paar knackige Walnüsse, Granatapfelkerne und bitte, bitte, bitte knusprige Falafelbällchen.
Die Polentapommes waren dafür richtig lecker, auch der Tofuburger durchaus solide. Mein Highlight aber war die zuckerfreie Limonade. Ein Traum! Ob ich noch mal wieder komme? Ich denke ja – auch wenn ich das Preis-Leistungsverhältnis nicht immer stimmig fand.

SchnellVeg – Burger und Salat
Am 1. Advent traf ich Denise und Maren zum Adventskaffee im Derag Livinghotel De Medici, wohin seit Kurzem jeden Sonntag eine echte Wiener Kaffeetafel lockt. Bei Wiener Melange, Schümli und Topfentorte ließ es sich in dem doch recht gediegenen – aber keinesweges steifen Ambiente – gut plaudern und genießen. Eine schöne Abwechslung zu anderen Café-Konzepten. Anschließend kann man noch wunderbar durch die Altstadt schlendern und das Wochenende gemütlich ausklingen lassen.

Wiener Kaffeehaus im Derag Livinghotel De Medici in der Altstadt
Kurz vor Weihnachten verschlug es mich anlässlich des Geburtstags einer Freundin wieder mal in die Cucina Farina, die ganz in der Nähe meines alten Arbeitsplatzes liegt und ist immer einen Besuch wert ist. In der sehr zentralen Lage in Bahnhofsnähe würde man vielleicht nicht unbedingt ein ebenso hippes wie anständiges Restaurant erwarten – aber ihr werdet euch wundern: Die Karte beschränkt sich auf Burger, Pizza und Pasta (sowie einige wenige Fleischgerichte). Besonders hervorzuheben ist die Penne Bolognese, aber auch der Caesar's Salad und die Burger können sich sehen lassen. Auch mittags eine gute Wahl, wenn einige Varianten für 6,90 Euro angeboten werden, was ich als mehr als fair empfinde. Übrigens: Auf TripAdvisor aktuell Platz 8 von 1477 Restaurants in Düsseldorf.

Cucina Farina auf der Oststraße: Unten Caesar's Salad, oben Pizza Funghi
Tja, und das war es auch schon. Ich finde ja, es hätte mehr sein können, aber ich habe schon so einige Restaurants und Hotspots auf dem Plan – die nächste Ausgabe der kulinarischen Notizen gibt's dann Mitte März!

Jetzt wünsche ich euch erstmal ein frohes Weihnachtsfest und hoffe, dass ihr ruhige, besinnliche und hoffentlich verschneite (...) Tage im Kreise eurer Lieben verbringen könnt. Macht es euch festlich und gemütlich.
Alles Liebe und merry xmas,
eure Christina

Double Chocolate Peppermint Biscotti

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Dezember 06, 2015
Double Chocolate Peppermint Biscotti

Uff, ich weiß jetzt wieder, wieso ich letztes Jahr keine Plätzchen gebacken habe: Stress.
Irgendwie bin ich aktuell so zart besaitet, dass mich selbst eine ansonsten eher als mediativ empfundene Tätigkeit wie Plätzchen ausstechen – oder noch schlimmer: dekorieren – schnell in den Wahnsinn treibt. Vier Sorten habe ich in den letzten Tagen produziert, bin jetzt fix und foxi und werde den Rest des Jahres damit verbringen, mich über das Jahr zu beschweren. Und damit, mir für 2016 einen dickeren und längeren Geduldsfaden zu stricken. Habe ich schon erwähnt, dass 2016 das Jahr der Gelassenheit werden soll? So, jetzt steht's hier, in digitalen Stein gemeißelt. No U-Turn. 

Was ich aber eigentlich wollte: Die Biscotti. Ich wollte mal wieder was Anderes backen – neben den Butterplätzchen à la Mama, den vom Mann heißgeliebten Schoko-Schnee-Kugeln und meinen persönlichen Favoriten Lemon Meltaways. Die Idee dazu kam über das Buch Very Vegan Christmas Cookies: 125 Festive and Flavorful Treats, das leider absoluter Schrott ist und aus dem ich nach einigen Fehlversuchen nie wieder ein Rezept nachbacken werde.
So blieb mir nichts anderes übrig, als abzuwandeln – und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich hätte die Biscotti zwar etwas dünner schneiden sollen (1 Biscotto = 1 Hauptmahlzeit), mir kleben immer noch pieksige Zuckerstangen-Stückchen unter den Socken und der Deko hätte etwas mehr Geduld und Zen ganz gut getan (siehe Einleitung zu diesem Blogpost), aber sie sind da, sie sind lecker und definitiv ein Blickfang.

Achtung, Pfefferminze: Ich hätte mir für 10 Euro ein kleines Fläschchen Pfefferminz-Extrakt kaufen können. Für 10 Euro kann ich aber auch eine Flasche Rotwein kaufen. Also habe ich – nach einigem Gegoogle – einfach handelsübliches Heilpflanzen-Öl benutzt, das man sich sonst bei Kopfschmerzen auf die Stirn reibt. Das ging erstaunlich gut, schmeckt aber sehr intensiv, so dass 4 bis 5 Tröpfchen reichen. Ich würde übrigens vorher kommunizieren, um was für eine Geschmacksrichtung es sich handelt. Es gibt schließlich Leute, die können After Eight und Co. nicht sonderlich viel abgewinnen. Der Mann zum Beispiel muss jetzt immer ein bisschen würgen, wenn er in Richtung Plätzchendose guckt. Aber so habe ich wenigstens auch mal was für mich, pah.



Double Chocolate Peppermint Biscotti
Rezept für ca. 30 Stück

Zutaten
für die Biscotti 
260 g Mehl
65 g Backkakao, stark entölt
1 TL Natron
1/2 TL Salz
85 g Butter, weich
150 g Zucker
85 g grob gehackte Schokolade, 70 %
2 Eier
3 Tropfen Pfefferminzöl (oder Pfefferminz-Extrakt)

für die Dekoration
80 g Kuvertüre, am besten zartbitter
Zuckerstangen mit Pfefferminzaroma

Zubereitung
Den Ofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Mehl mit Kakao, Natron und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Butter und Zucker mit dem Handmixer ca. 3 Minuten schaumig schlagen, dann die Eier und das Pfefferminzöl unterrühren.

Die Mehlmischung zugeben und verrühren. Zuletzt die Schokolade hinzugeben und mit den Knethaken zu einem sehr festen Teig verarbeiten. Den Teig in zwei gleiche Hälften teilen und mit den Händen zu zwei Rollen formen, welche wiederum leicht platt aufs Backblech gedrückt werden und so die typische Biscotti- oder Cantuccini-Rolle formen.

Für ca. 30 – 35 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen. In Scheiben schneiden (gerne auch ein bisschen diagonal), zurück aufs Blech und weitere 10 Minuten backen, bis die Biscotti schön knusprig sind. Komplett auskühlen lassen.
Anschließend in geschmolzene Kuvertüre dippen und mit sehr fein gehackter Zuckerstange bestreuen.

Sei du! – Ich und die Weine der Côtes du Rhône {mit Gewinnspiel: 3 x 3 Flaschen Wein *sponsored}

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Dezember 01, 2015
Wenn man mir noch vor einigen Jahren gesagt hätte, dass ich mal was über Wein schreiben würde, hätte ich wohl herzlich gelacht. Mein Verhältnis zu Alkohol war nämlich lange Zeit etwas speziell – denn bis in meine 20er hinein waren Bier, Wein und Co. meine Sache nicht: Ich trank, wenn ich musste, weil es den Anlass gab, „weil es alle tun“, zu Geburtstagen, auf Partys oder an Silvester. Abseits davon nippte ich selig und mit mir selbst im Reinen an Cola Light und Pfirsich-Eistee.

#SeiDu – die Côtes-du-Rhône zeigt sich offen gegenüber einer etwas anderen Klientel
Tja, alles geht mal vorbei. Mittlerweile weiß ich den einen oder anderen Tropfen zu genießen, auch wenn ich zugeben muss, fürchterlich schnell beschwipst zu sein. Vor allem von Sake. Oder Bier. Egal.
Nun, als die Anfrage kam, ob ich nicht auf der hiesigen Wine+Taste mal die Weine der Côtes du Rhône kennen lernen wollte, war ich sofort dabei. Nicht nur trinken, sondern was lernen, die Dinge besser einordnen können, alles klar. Auch das Kampagnenmotto fand ich nett: „Sei Du – und ein bisschen Côtes du Rhône“. Da fühlte sich der Nonkonformist in mir direkt angesprochen. Es ist nämlich ziemlich wahrscheinlich, dass ich im Schlafanzug, die Haare zerzaust, einen Disney-Film glotzend auf der Couch sitze, auf dem Schoß mit zwei Bechern Ben & Jerry's jongliere, und dabei Rosé aus einem recht gefüllten Glas trinke – das entspricht dem typischen Bild eines Weintrinkers vielleicht so mittel. Also: Sei du und so. 


Der knallrote Côtes-du-Rhône-Truck war ein richtiger Blickfang und hat alle anderen Winzer bestimmt ein bisschen neidisch gemacht. Ich hätte auch gern so'n Ding.
Zuerst habe ich aber mein Vokabular etwas aufgefrischt: Appellation! Appellawhat?
Also: Die Côtes-du-Rhône sind eine Appellation, also ein bestimmtes, klar umrissenes Weinanbaugebiet, wie z. B. auch Bordeaux. Es liegt im Südosten Frankreichs und ist damit sicher nicht nur aufgrund der Weingüter-Dichte eine Reise wert. Für mich besonders interessant: Das Preis-/Leistungsverhältnis war überaus stimmig.
Findet ihr es auch immer so schwer, wenn ihr euch für einen Wein entscheiden sollt, weil ihr nicht wisst, ob 3 Euro genügen oder doch lieber 30 Euro angemessen wären? Wenn ich groß bin, werde ich mal Sommelière, dann muss ich mir nämlich ein olfaktorisches Vokabular jenseits von „Hat was von Pfirsich!“ aneignen. Jetzt meine Frage an euch: Wie findet ihr das Kampagnen-Motto? Wie steht ihr zu Wein generell? Wein finde ich besonders spannend, verständlicherweise, bin ich angesichts der unüberschaubaren Auswahl doch in höchstem Maß überfordert. Dem einen oder anderen von euch wird's genau so gehen, oder? (Bitte sagt ja!) Mir geht es immer (!) so.

Ja, was soll man denn da nehmen?
Ein Tröpfchen in Ehren...

Die Weine, die im Côtes-du-Rhône-Van verkostet wurden, lagen zwischen 4,90 € und 13,90 € was ich sehr fair fand. Bereut habe ich den Besuch nicht. Ich hatte viel Spaß und habe tolle Weine entdeckt, glücklicherweise mit einer Bezugsliste, so dass ich Düsseldorf nicht einmal verlassen muss, um den einen oder anderen Schatz zu besorgen. Für euch habe ich natürlich auch noch was mitgebracht: Zusammen mit den Côtes du Rhône verlose ich (passend für lange, schummerige Winterabend) 3 Pakete à 3 Weine der CdR (je 1 x Weiß // 1 x Rot // 1 x Rosé). 
Welche Weine das sind, könnt ihr auch auf meinem Instagram-Account sehen (und mir bei der Gelegenheit direkt folgen): www.instagram.com/feinesgemuese
Was ihr dafür tun müsst? Erzählt mir einfach von eurem Lieblingswein – eine gute Empfehlung kann man ja immer gebrauchen.

Der Teilnehmer muss das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis des Erziehungsberechtigten haben. Der Versand kann nur innerhalb Deutschlands erfolgen. Der Gewinner wird via Zufallsgenerator ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Nach Beendigung wird der Gewinner per E-Mail informiert. Der Versand der Weine erfolgt über die PR-Agentur SOPEXA, die zu diesem Zweck eure Adresse benötigt. Anonyme Kommentare ohne Kontaktmöglichkeit werden nicht berücksichtigt. Das Gewinnspiel läuft bis zum 8. Dezember um 23.59 Uhr. 
Das Gewinnspiel ist vorbei, die Gewinnerinnen wurden bereits benachrichtigt. Danke fürs Teilnehmen!

Hilda – Mädchen und Kekse, Vol. 1 + 2 – old but gold.

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November 19, 2015
Old but gold – ich glaube, das trifft ganz gut, was ich zu Hilda sagen möchte.

(Leider nur aus dem Archiv von 2013.)
Es ist mittlerweile über dreieinhalb Jahre her, dass sich einige Bloggerinnen zusammen getan haben, um auf Initiative von Lecker-Lezmi-Isabel ein Plätzchen-E-Magazine zu gestalten.
Wir haben uns so ins Zeug gelegt, dass eine (für damalige und meines Erachtens nach auch heutige Verhältnisse) richtig große Nummer daraus wurde: Ein Plätzchenmagazin mit so viel Liebe und Persönlichkeit, das immer noch Spaß macht und das ich mir bis heute gerne anschaue.
Von den ursprünglich sechs Mit-Gestalterinnen haben mittlerweile vier ein Baby bekommen – unglaublich, wie schnell die Jahre vorbei fliegen. Dabei zehre ich bis heute von der Erfahrung, mit so vielen Powerbloggerinnen an einem gemeinsamen Ding zu basteln... hach! Vielleicht 2016 mal wieder... 

Für das Magazin spricht im Übrigen auch, dass ich es mir noch immer gerne ansehe und nach wie vor primär nach diesen Rezepten meine Weihnachtsplätzchen backe. Wird sich auch dieses Jahr nur marginal ändern, ich habe ein neues, fantastisches Plätzchenrezept in petto, auf das ich mich schon jetzt riesig freue. Allerdings: Ich fange erst nächste Woche mit dem Backen an. Jaja, auf allen möglichen Blogs gibt's jetzt schon die dollsten Kreationen zu bestaunen, aber ganz ehrlich – bei diesen teilweise frühlingshaften Temperaturen ist mir wenig weihnachtlich zumute, und da das ganze ja kein Wettbewerb ist (zumindest nicht für mich), lasse ich mich nicht stressen, sondern empfehle euch einfach bis auf Weiteres die Winter-Hildas zur Lektüre und persönlichen Einstimmung auf Advent, Nikolaus und Heiligabend. 

Und bevor ich es vergesse, möchte ich euch noch die Beteiligten aufzählen:
Isabel von Lecker Lezmi (liebevoll Mastermind genannt), Juliane von Schöner Tag noch!, Katharina von Katharina kocht, Julie von Mat & Mi, Jenni von Fleur du Poirier (leider mittlerweile inaktiv), Micha von grain de sel, Dani von flowers on my plate und Julia von Chestnut & Sage.

Viel Spaß damit!



#ParisAttacks

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November 16, 2015
Meine Reaktion auf #ParisAttacks kommt vielleicht spät, aber sie kommt.


Ich habe ein wenig gehadert, dachte: Das ist doch ein Foodblog, was hat das mit den Ereignissen in Paris und dem IS zu tun? Wenn man es weiter dreht eine Menge, denn wie heißt es so schön: Mein Blog, meine Party. Ich kann schreiben, wann ich will, was ich will, wie ich es will – ohne, dass mir Jemand den Mund verbietet. Das ist gut so, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wir kennen es nicht anders. 
Und doch gibt es nicht wenige Menschen (sic!) auf diesem Planeten, denen genau das nicht gefällt. 
Nur wenn sie glauben, dass ihre Kalaschnikows und Sprengstoffgürtel was daran ändern werden, jemals, dann haben sie die Rechnung ohne mich, ohne uns alle gemacht.

Das Tragische: Natürlich ändert es doch etwas, dass 133 Menschen am Samstag ihr Leben lassen mussten: Es spielt denen in die Hände, die eh beim Grenzübertritt eines jeden Flüchtlings aus dem Mittleren Osten den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören, die nicht verstehen, dass auch die es sind, die vor dem sogenannten „IS“ (der meinem Verständnis nach weder islamisch noch ein Staat ist) Schutz und Zuflucht suchen – die in jedem Asylbewerber Jemanden sehen, der ihnen ihre Rente streitig macht – und was ist eigentlich mit den Flaschensammlern, kann die auch mal wer unterstützen? Hauptsache, die Moslems kriegen 60000 Euro Begrüßungsgeld, jeder Einzelne! (Sic, Sic, Sic!). Da ist er, der hässliche Deutsche, verseucht von Ressentiments und Vorurteilen, der beim Anblick der Bilder in Paris in die Hände klatscht und ruft: „Ich hab's doch gesagt! Ich hab's doch gewusst!“

Denen, die rufen: „Die gehören nicht hierher!“ sage ich: Ihr gehört nicht hier her. 
Ihr seid bemitleidenswerte Gestalten, ihr versucht, das Deutschsein zu schützen, und seid doch genau Diejenigen, die Werte mit Füßen treten. 

Lasst euer Herz nicht vergiften. Dann haben sie gewonnen. 

Lang leben Mitgefühl, Solidarität, Freundlichkeit – die Willkommenskultur – und lang lebe Paris, die schönste Stadt Europas.

... musste raus. 

Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen – Ein Rezept aus "YEMEK – Rezepte aus Istanbul"

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November 16, 2015
Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen

Isabel habe ich irgendwann über dieses Internet kennengelernt; Tatsächlich weiß ich nicht mehr, wie es dazu gekommen ist. Auf jeden Fall waren wir irgendwann, es ist über drei Jahre her, zusammen Kaffee trinken und ich erinnere mich an einen ebenso lustigen wie gemütlichem Nachmittag.
Damals war sie schon „nur“ zu Besuch in Deutschland, lebte bereits seit einigen Monaten mit ihrem Mann in Istanbul – ein Umstand, der nun dazu geführt hat, dass sie mit Lisa und Veronika das Kochbuch Yemek – Rezepte aus Istanbul zusammenstellte.

Blogger-Kochbücher sind nichts Neues mehr, mittelmäßige Blogger-Kochbücher auch nicht. Zwischendurch aber finden sich immer mal wieder kostbare, individuelle Perlen – und Yemek gehört ganz klar mit dazu. Selten habe ich dieses Jahr mit so viel Vergnügen in einem Kochbuch gestöbert. Yemek ist bunt, unterhaltsam, lehrreich, macht Appetit – und dabei noch herrlich bodenständig und angenehm unprätentiös.
Als großer Fan der türkischen Küche kenne ich eine Menge türkischer Kochbücher und Yemek fällt auf wunderbare Art und Weise aus dem Rahmen: Für Anfänger wie Fortgeschrittene, für Traditionalisten (Gemüserührrei, Bohnenpüree, Pide) und Experimentierfreudige (Sardellen im Weinblatt mi Queller, Lammragout mit Auberginenbechamel) ist es gleichermaßen geeignet. Und wen nach Lektüre und Genuss das Fernweh packt: Das Glossar wartet nicht nur mit einem Wörterbuch ("Vejetaryen bir sey var mi?" heißt "Gibt es etwas für Vegetarier?") und Aussprachen-Guide auf, auch empfehlenswerte Adressen für einen Besuch in der eurasischen Metropole werden genannt.

Dieser Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen sieht auf den ersten Blick unspektakulär auf, was wie so oft täuscht. Die meiner Meinung nach uncoolste aller Nüsse – die Haselnuss –, läuft hier geröstet zur Hochform auf und verbindet sich wunderbar mit der knackig-würzigen Zucchini und dem cremigen Joghurt. Eine großartige Mezze, die ratzfatz aufgefuttert war. Damit teilt sie das gleiche Schicksal wie der Hühnchenjoghurt mit Walnüssen, den ich vor einigen Wochen als Party-Mitbringsel zubereitete und der mich in Nullkommanix zur eigentlichen Hauptperson des Abends machte. Hähä.


Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen
Rezept als Vorspeise für 4 Personen

Zutaten
2 EL Haselnüsse, gehackt
450 g Zucchini
1 EL Olivenöl 
1 Knoblauchzehe
350 g Joghurt (10%)
1/4 TL getrocknete Minze
1 TL Zitronensaft
Pfeffer 
Salz

Zubereitung 
Haselnüsse ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anrösten – Achtung, das geht plötzlich ganz fix. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Zucchini grob raspeln und in einem feinmaschigen Sieb 15 – 30 Minuten über der Spüle abtropfen lassen. 

Nun in der Ex-Haselnuss-Pfanne das Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehe fein hacken oder pressen und mit der Raspelzucchini in der Pfanne anbraten – nicht zu lange, die Zucchini soll nicht pappig-schlapp werden, sondern ihren Biss behalten: Rechnet mal mit höchstens 5 Minuten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Anschließend mit dem Joghurt, Minze, Zitronensaft verschmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Guten Appetit!

Mushroom Bourguignon

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Oktober 30, 2015
Mushroom Bourguignon

Passend zum Wochenende serviere ich euch ein Herbstgericht, das ihr unbedingt ausprobieren solltet. Es handelt sich um Mushroom Bourguignon – nach ungefähr drölf Mal habe ich nun endlich raus, wie man das schreibt, hurrah! –, einen Klassiker, der 2009 von Smitten Kitchen veröffentlicht wurde und sofort seinen Siegeszug durch die globale Blogosphäre antrat. 

Viele von euch werden sicher schon einmal von Boeuf Bourguignon gehört haben – ein französisches Schmorgericht, das Julia Child berühmt gemacht hat. (Die Lesung des letzten Halbsatzes lasse ich bewusst offen.) Hauptzutaten sind, wie der Name schon sagt, (Muh) und Burgunder (Hicks).  Das Schmorgericht gilt der englischen Wikipedia nach als „a standard of French cuisine“. Nun ist Boeuf in meiner Küche ein eher selten gesehener Gast, und das darf auch gerne so bleiben. Lust auf deftige Herbstgerichte habe ich aber trotzdem – also warum nicht probieren? 
Und so besorgte ich mir vergangenes Wochenende alle Zutaten und schmorte ehrgeizig drauf los. 
Ich muss dazu sagen, dass ich entgegen des Originalrezepts keine Portobello Pilze genommen habe, sondern Braune Champignons, weil Portobello mit 24 Euro im Kilo etwas aus dem Rahmen gefallen sind – bei 600 Gramm, die ich veranschlagt hatte, wäre ich allein für die Pilze schon knapp 15 Euro los geworden. Das muss ja nicht sein. Feste braune Champignons eignen sich mindestens genau so gut und haben einen schönen, angenehm erdigen Geschmack. 

Das Ergebnis war großartig: Sämig, cremig, bratensauce-ig, großes Soulfood-Sonntagskino. Dazu gab's Kartoffelbrei, aber sicher eignen sich Eiernudeln oder Klöße genau so gut.

Also: Husch Husch in die Küche – und bringt mir gerne was mit! Übrigens noch ein Pluspunkt: Wenn ihr anstelle von Butter Margarine nehmt, ist die ganze Geschichte komplett vegan

Ihr sucht Bilder in schön dazu? Dann empfehle ich euch Pinterest. 

Mushroom Bourguignon  
Rezept für 2 Personen

Zutaten
1 EL Olivenöl
1 EL weiche Butter
600 g braune Champignons, in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 Karotte, fein gewürfelt
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
250 ml kräftiger Rotwein (Burgunder, wenn ihr's authentisch haben wollt)
450 ml Gemüsebrühe oder -fond
1 EL Tomatenmark
1/2 TL getrockneter Thymian
1 EL Mehl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung 
Die Pilze in einer großen Pfanne über hoher Hitze in 1 EL Olivenöl und 1 EL Butter anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, aber noch keine Flüssigkeit abgeben. Das kann ganz schnell gehen, also lieber zu oft ein Auge drauf werfen. Pilze heraus nehmen und beiseite stellen.

Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und in einem großen Topf Zwiebel- sowie Karottenwürfel und Thymian mit 1 EL Olivenöl ca. 5 bis 7 Minuten dünsten. Knoblauchzehen zugeben und noch kurz weiterbraten, dabei kontinuierlich rühren, damit nichts anbrennt. Mit dem Wein aufgießen und gut umrühren. Wieder auf hohe Hitze schalten und sodie Flüssigkeit reduzieren. Tomatenmark, Brühe (oder Fond) und Pilze zugeben. Nun ca. 25 Minuten lang kochen lassen, dabei ab und zu umrühren. 

Zum Schluss die restliche Butter mit dem Mehl verkneten. Unterrühren und erneut 10 Minuten weiterkochen, bis das Mushroom Bourguignon schön sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren – zum Beispiel zu Kartoffelbrei. 

PS: Weil es Pilze sind, würde ich das Gericht nicht noch einmal aufwärmen sondern lieber direkt komplett verzehren. Sollte aber nicht schwer fallen. 

Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln

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Oktober 25, 2015
Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln

Habe ich vor exakt einem Monat noch Muscheln am Strand gesucht und den Spätsommer auf Sardinien genossen, sitze ich jetzt schon wieder mit Wärmflasche, eingelullt von Wolldecke und üblicher Herbst-Melancholie, auf der Couch – und suche bereits Plätzchenrezepte für die Weihnachtsbäckerei zusammen. Dabei mag ich den Herbst. Genau so wie ich den Frühling, den Sommer und den Winter mag. Ich mag nur den Teil des Herbsts nicht, der grau, regnerisch und dauerverschnupft ist. 
Ach, dieses ständigen Lamentierens über das Wetter bin ich auch auf anderen Blogs schon überdrüssig, da will ich euch nicht auch noch damit belästigen. Kommen wir zum Rezept: 

Auf die Gefahr hin, dass ihr keine Kürbisrezepte mehr sehen könnt oder wollt (mir persönlich würde das nie passieren), habe ich heute ein Rezept für euch, das ich so noch nirgendwo gesehen habe – die Kombination Kürbis und Mohn scheint mir erstaunlicherweise nicht besonders populär. 
Dabei bin ich ein absoluter Mohn-Junkie! Ich liiiiehiebe Mohn – Mohnschnecken, Mohnkuchen (am liebsten mit Streuseln) oder diesen einfachen Kuchen mit Mohn, Marzipan und Saurer Sahne. Leider kann man heutzutage kaum noch gutes, saftiges Mohngebäck kaufen. Ich bin mir sicher, dass das 2009 verzehrte Stück Mohnstrudel von Kamps eine posttraumatische Belastungsstörung bei mir ausgelöst hat. Bei Mohn kann man niemandem trauen. Deswegen mache ich die Mohnfüllung auch selbst. Das geht zwar ganz einfach, aber: Ihr solltet sie lieber schon einen Tag vorher zubereiten, damit sie – passend zum Backstart – erkaltet ist. 

Weshalb Mohn auf deutschen Blogs relativ selten in Erscheinung tritt, ist mir ein Rätsel – Feines Gemüse ist da keine Ausnahme. Das möchte ich ändern. Die Kombination aus Mohn mit Kürbis schien mir  reizvoll, also habe ich ein bisschen recherchiert und geklöppelt und umgerechnet und präsentiere hiermit: Absolut sündige Mohn-Kürbis-Muffins mit Streuseln – die ideale Begleitung zu einer Tasse Schwarztee mit Milch. Mit den Fotos bin ich nicht ganz zufrieden, irgendwie hatte ich verplant, dass es ab heute doch etwas früher dunkel wird. Nun ja. 

Macht's euch noch kuschelig und habt einen schönen Start in die letzte Oktoberwoche.

Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln


Kürbis-Mohn-Muffins mit Streuseln
Rezept für ca. 8 Stück

Zutaten
für die Muffins
200 g Hokkaido-Kürbis mit Schale
100 g Vollrohr-Zucker
2 Eier
Salz
150 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
1/2 TL Zimt
90 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)

für die Mohnfülle
125 g gemahlener Blaumohn
125 g Milch oder Wasser
125 g Zucker
fein geriebene Schale von 1/2 Zitrone
1 EL Honig, klar

für die Streusel
100 g Mehl
25 g Zucker
50 g Butter, kalt

Zubereitung
Die Mohnfüllung ist schnell zubereitet, sollte aber abkühlen, bevor sie weiterverwendet wird: Einfach Milch mit Zucker aufkochen lassen, Mohn hinzufügen und so lange einreduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Achtung: Die Masse wird nach dem Erkalten deutlich dicker als im heißen Zustand. Zum Schluss noch Honig und Zitrone hinzufügen und zum Abkühlen beiseite oder in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Für die Muffins den Kürbis grob raspeln. In eine Rührschüssel geben, Vollrohr-Zucker und Eier hinzugeben und vermischen. In einer anderen Schüssel Salz, Mehl, Backpulver und Zimt verrühren und ebenfalls zum Kürbis geben. Öl hinzugießen und dann gut miteinander verrühren. Auch hier gilt: Es sind Muffins, also nicht übertreiben.

Aus den Zutaten für die Streusel dicke Streusel kneten. Ich mache das mit den Händen.

Nun ab in die Förmchen damit. Ich habe ein bisschen geschichtet: Kürbisteig, Mohn, Kürbisteig, Mohn, Streusel. Ab in den Ofen und ca. 20 – 30 Minuten backen. Achtung: Ich finde, meine hätten ruhig schon zwei Minuten vorher aus dem Rohr gekonnt. Macht also lieber einmal zu oft eine Stäbchenprobe als zu wenig.

Good Food Festival in Düsseldorf – Entdecken, Schmecken, Selbermachen

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Oktober 05, 2015


Der erste Eindruck bei der zweiten Auflage des Good Food Festivals: 
Huch, wo kommen all die Menschen her? Es ist deutlich voller als bei der Premiere im Mai. Hatte ich mir damals noch bequem einen Überblick verschaffen können, ist es nun gut gefüllt, die Menschen nutzen das schöne Herbstwetter offensichtlich aus. 
Dennoch: Mit dem Street Food Festival und den schon legendären Schlangen vor dem Einlass hat das hier (noch?) nichts gemeinsam, das gemütliche Schlendern, Stöbern und Entdecken fällt nicht schwer.
Ich freue mich, dass das rein regional-saisonale Festival so viel Zuspruch findet, wenngleich sicherlich etwas von dem aktuellen Hype um Street Food auch ohne große Anstrengung abgefärbt hat; Aber das ist ja legitim und dient hier dem wortwörtlich „guten“ Zweck.

Ambiente – mir gefällt es! Ich liebe das BouiBoui Bilk!
Das Good Food Festival fand erneut im Boui Boui Bilk statt, für mich natürlich äußerst bequem nur wenige Fahrradminütchen entfernt. An der Herbstausgabe haben über 30 Aussteller und Anbieter aus der Region teilgenommen. Ziel des Ganzen: Die Region stärken, kleine Händler und Gastronomen aus der Umgebung bekannt machen. Dabei soll es – das macht Organisatorin Katrin Schwermer-Funke in ihrer Begrüßung klar – nicht nur ums Essen gehen. Sicher ist es erlaubt, das Festival zu besuchen und sich den Wanst vollzuhauen – es geht aber auch ums entdecken und selbermachen. Ferner wichtig: Saisonalität. Welche Jahreszeit wir haben, muss sich im Angebot widerspiegeln.
So ist das Konzept bis ins Kleinteilige durchdacht; Sogar auf Mülltrennung wird Wert gelegt – und falls sich wer unsicher ist, was wo rein gehört... : 

Trennen, was man trennen kann!
Viele Familien mit Kindern fallen auf, es gibt auch für die Kleinen ein entsprechendes Bespaßungs- und Lernprogramm. Zudem: Sitzgelegenheiten! Viele Tische, Stühle, Bänke, sogar Blümchen und Pflanzen machen aus der sterilen Fabrikhalle ein gemütliches, fast szeniges Plätzchen, an dem man länger verweilen mag. Ein riesiger Pluspunkt im Gegensatz zum letzten Mal!
Und obwohl ich mich über diese Gemütlichkeit so sehr gefreut habe, komme ich vorerst keine Sekunde zur Ruhe, denn Thomas Deckert, ebenfalls Organisator (und Ausrichter des von mir sehr geschätzten Magic Garden Supperclubs), führt mich und die liebe Anne zu einigen Austellern, die beim letzten Mal nicht dabei waren. 

Für die Salami- und Schinkenfans unter uns... 
Wir starten den Rundgang bei Keltenkost. Das hört sich nun nach Schottland und Haggis an. Ist aber nicht so. Keltenkost ist ein Online-Shop, der auf "Galician Artisan Gourmet" spezialisiert ist, sprich: Handwerklich hergestellte Spezialitäten aus Nordspanien. Ob der Name dann nicht irreführend sei? Nein, die Kelten waren auch in Spanien – wusste ich nicht, wieder was gelernt. Ich hoffe, die Mehrheit da draußen ist gebildeter als ich es bin. Wir dürfen hinreißende Chorizo und Schinken probieren, zudem einen traumhaften Rotwein und Kaffeelikör, bevor es weiter geht es zu den Jungs von BeBananas

Banana Bread in den Sorten Schokolade, Kirsche, Himbeere und Walnuss. 
Da bin ich emotional natürlich erstmal zusammengebrochen, weil ich Bananen gelinde gesagt  einfach furchtbar finde. Ihr könnt mir so ziemlich alles vorsetzen, aber bei Bananen (okay, und Meeresfrüchten) nehme ich reißaus. Beim Good Food Festival aber setzte ich eine tapfere Miene auf und ließ mir ein Scheibchen Kirsch-Banana Bread auftoasten. Tja, was soll ich sagen? Lecker! Wie Kuchen, aber irgendwie anders, und gar nicht so bananig wie befürchtet. Ein Klecks ungesüßte Sahne hätte mir gut dazu gefallen.

Wenn ich Bananen anfassen könnte, würde ich das vielleicht sogar mal selbst machen – kann ich aber nicht, insofern hoffe ich, dass die Gründer Lars und Tim irgendwann tatsächlich einen Laden eröffnen. Übrigens: Alle Bananen, die die beiden für ihre Brote benutzen, sind so reif, dass sie nicht mehr verkauft werden können und in den Müll wandern würden – tolle Verwertung!

Großartige Single-Gewürze und kreative Mischungen von Spirit of Spice.
Bei Spirit of Spice, einer Gewürzmanufaktur aus dem benachbarten Willich, die ich schon lange kenne, probieren wir einen Szechuan-Pfeffer, wir ihr ihn alle noch nicht gegessen habt. WOW – nicht scharf, dieses Aroma, ein Blitzeln auf der Zunge, das minutenlang anhält und leicht betäubt. Damit muss man umgehen können, ein Wahnsinn! Ich bin sowas von kurz davor, den zu bestellen.

Schokolade! Wundervolle Schokolade!
Das Bernsteinzimmer stellt vegane Schokolade her, die – meinen bisherigen Erfahrungen nach – weit und breit ihresgleichen sucht. Vegane Schokolade ist bisweilen etwas schwierig: Krümelig, hart, grau, häufig bäh. Aber diese hier: Auch in den helleren Sorten vorbildlicher Schmelz, famoser Geschmack. Alle Tafelschokoladen und Pralinen werden von Gründerin Solvejg selbst gefertigt, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt hat. So muss Schokolade schmecken! – und wenn das auch noch vegan möglich ist, halleluja. Wer also immer schon auf der Suche nach veganer Schokolade war, die mit hochwertiger Milchschokolade mithalten kann, ist im Bernsteinzimmer gut aufgehoben. Bald wird der Online-Shop eröffnet und ich freue mich schon sehr darauf, meinen Warenkorb vor Weihnachten dort füllen zu können!

Die hübsche Solvejg vom Bernsteinzimmer erklärt mir, wieso sie (offensichtlich) Feuer und Flamme
für ihre Schokoladen ist. 

Single Hop und Rhabarber Weisse. Wusstet ihr, dass Berliner Weiße von Kindl nur Plörre ist? Kein Witz!
Anschließend nahmen wir noch an einem Craft-Beer-Workshop teil. Drei Sorten wurden verkostet. Ich bin kein großer Biertrinker, ehrlich nicht – ich finde Bier ganz knorke, würde mir aber nur selten selbst eins bestellen, bin also eher so der Mittrinker. Allerdings interessiert mich bei Essen und Trinken einfach alles abseits der Norm, und das trifft nun mal auch auf Bier zu. Irgendwann lerne ich dieses Verkosten (sowohl für Wein als auch für Bier) nochmal richtig, aber hier durfte ich in 45 Minuten einen kleinen, aber feinen Eindruck hinter die Kulissen kleiner Braubetriebe abseits von KöPi und Beck's bekommen. 

Puh, ganz schön anstrengend, so viel Rennerei und Pläuschchen hier und dort – im Anschluss gönnten wir uns also noch die eine oder andere Nascherei (man könnte auch sagen: Eine Stroopwaffel, so groß wie eine Schallplatte und gefüllt mit warmem, flüssigen Karamell), ehe in der schönen Abendsonne zurückspaziert wurde. Schade, dass gegen 17:30 Uhr schon so viele Stände ausverkauft waren, ich hätte gerne noch viel mehr probiert – was auf der anderen Seite natürlich wieder für die Qualität spricht. An der Kalkulation hingegen kann bis zum nächsten Mal gearbeitet werden. Ich habe Geduld.

Danke an die Organisatoren Katrin und Thomas – und natürlich an das „unsichtbare“ Team vom BouiBoui, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre.
Beim nächsten Good Food Festival bin ich gerne wieder mit dabei!
Seid ihr auf auf dem Good Food Festival gewesen oder habt ihr wenigstens ein bisschen Lust bekommen, beim nächsten Mal mit dabei zu sein? 

Auf Facebook könnt ihr euch weitere Bilder anschauen und bekommt auch den nächsten Termin serviert: www.facebook.com/goodfoodfestival


Maple Walnut Crunch Granola {+ sponsored NATURATA Gewinnspiel}

| On
September 20, 2015
Nun, mein Blog ist nicht gerade bekannt für ausufernde Gewinnspiele zu Geburts- und Feiertagen und anderen Anlässen. Ab und an aber fliegt mir ein tolles Angebot zu – und dann kann ich nicht ablehnen, weil ich möchte, dass ihr all diese tollen Sachen bekommt. Wie es eben bei dem heutigen Gewinnspiel von Naturata der Fall ist. 

Den meisten von euch wird Naturata sicherlich etwas sagen – solange ihr euch ab und an im Bio-Markt rumtreibt. Ich persönlich habe immer eine Menge von Naturata im Einkaufskörbchen, weil ich das Preis-/Leistungsverhältnis sowie das Demeter-Siegel schätze, das viele Produkte tragen. Dementsprechend habe ich mich gefreut, als Naturata hinsichtlich einer Kooperation an mich herangetreten ist. Ein reiner Produkttest kam nicht in Frage, schließlich kenne ich das Sortiment – stattdessen gibt's ein feines Herbst-Rezept mit Naturata-Produkten und als Extra obendrauf 3 (drei!) Geschenkkörbchen für euch. Damit kann ich gut leben – und ihr wohl auch! ;-) Zum Gewinnspiel geht's weiter unten!

Das von mir kreierte Rezept stimmt euch noch einmal richtig schön auf den Herbst ein: Vollgepackt mit guten Sachen, auf die man erst jetzt, wenn's morgens wieder dunkel und kühl ist, wieder so richtig Appetit hat: Ahornsirup, geröstete Walnüsse und Haferflocken – und Chiasamen und Buchweizen für das kleine Gesundheitsextra. So freuen wir uns alle auf die dunklen Jahreszeiten. :-)


Maple Walnut Crunch Granola
Rezept für ca. 600 g Granola 

Zutaten
300 g 5-Korn-Flocken
50 g Leinsamen
150 g Walnusskerne, grob gehackt, z. B. von Naturata
50 g mildes, pflanzliches Öl (z. B. Sonnenblume), z. B. von Naturata 
80 g Ahornsirup, z. B. von Naturata

für später:
Buchweizen
Chiasamen
eventuell Cranberries

Zubereitung
Den Backofen auf 160 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Ein großes Backblech so mit Backpapier auslegen, dass auch ein Rand hochsteht.
5-Korn-Flocken mit Leinsamen und Walnüssen in eine große Schüssel geben und vermischen.
Sonnenblumenöl und Ahornsirup zusammen in einen kleinen Topf geben. Auf mittlerer Hitze erwärmen und einmal kurz aufkochen lassen, dann über die Flockenmischung gießen.

Die Müslimischung sehr gründlich verrühren, es sollte alles feucht sein – das kann auch mal ein paar Minütchen dauern. Die Müslimischung aus der Schüssel auf das Backblech geben und verteilen, anschließend glattstreichen. Das Blech ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens einschieben und das Müsli etwa 15 Minuten backen, bis es goldbraun und knusprig aussieht. Lasst euch nicht täuschen: Wirklich knusprig ist Granola erst nach dem Auskühlen. Übertreibt es also nicht mit der Ofenhitze... 
Anschließend auf ein Kuchengitter stellen und vollständig auskühlen lassen. Anschließend in kleine Stückchen zerteilen – am besten mit den Händen – und gleich luftdicht verpacken. 
Für das kleine Gesundheitsextra mische ich noch Buchweizen und Chiasamen unter das Granola, und wer sie mag, fährt auch mit Cranberrys ganz gut. 
Das Müsli hält sich theoretisch ungefähr einen Monat. Ist aber sicherlich vorher verputzt. 


Jaja, Granola, blabla... 
und was gibt's jetzt zu gewinnen?
Naturata stellt für euch insgesamt drei Geschenkkörbchen zusammen – zu verschiedenen Themen:





Und wie kann man mitmachen?
Auf dem guten, alten Weg: Hinterlasst einen Kommentar inklusive E-Mail-Adresse unter diesem Post und verratet mir, welches Körbchen ihr warum gewinnen wollt. Ich freu mich drauf!

Der Teilnehmer muss das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis des Erziehungsberechtigten haben. Der Versand kann nur innerhalb Deutschlands erfolgen. Der Gewinner wird via Zufallsgenerator ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Nach Beendigung wird der Gewinner per E-Mail informiert. Der Versand der Körbchen erfolgt direkt über Naturata, die zu diesem Zweck eure Adresse benötigen. Anonyme Kommentare ohne Kontaktmöglichkeit werden nicht berücksichtigt. Das Gewinnspiel läuft bis zum 30. September 2015 um 23.59 Uhr. 



Update: Das Gewinnspiel ist beendet, die Gewinnerinnen wurden informiert. Danke für eure Teilnahme!

Zwiebelkuchen mit Birnen und Räuchertofu {Werbung}

| On
September 15, 2015
Zwiebelkuchen mit Birnen und Räuchertofu


Herbst! Endlich ist er da! – rief sie, deren Lieblingsjahreszeit endlich zurück ist. 
Aktuell liest man hüben wir drüben wohlwollende Worte darüber, wie schön der Herbst doch sei, und alle freuen scheinen sich auf die kommenden Wochen zu freuen: Endlich ist es nicht mehr so heiß, endlich holen die Supermärkte wieder Pfeffernüsse und Printen hervor, endlich kann man wieder literweise Kürbissuppe den Schlund hinuntergießen, endlich wieder Schal und Stiefel tragen, bald ist Halloween, Sankt Martin, Thanksgiving – hach! Ich, ein Herbstkind durch und durch, blühe jetzt richtig auf.
Das passt  zwar überhaupt nicht damit zusammen, dass ich in zwei Wochen noch einmal in die Sonne fliege, aber sobald ich zurück bin, werde ich die Wolldecke und Wärmflasche nur noch widerwillig von meinem Körper entfernen und meine Freizeit primär mit dem Basteln von Kastanienmännchen verbringen – und dem Kochen von Herbstgerichten natürlich. 

Da Regionalität und Saisonalität mir – wie glücklicherweise mittlerweile auch vielen Anderen – immer wichtig ist, habe ich mich sehr gefreut, als die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO) auf mich zukam und um Teilnahme an der Kampagne „Deutschland – Mein Garten.“ bat. Da habe ich natürlich nicht lange gefackelt: Wenn ich für eines gerne Werbung mache, dann für deutsches Obst und Gemüse – das liegt wohl nah. Und dennoch wusste ich gar nicht, dass es hier eine Interessensvertretung gibt. Man lernt nie aus... wenn ihr mögt, schaut doch mal auf der Website vorbei: www.deutsches-obst-und-gemuese.de – dort erhaltet ihr allerlei nützliche Infos, Saisonkalender, Rezepte undundund. Es gibt eine Menge zu entdecken!

Ich finde, wir können uns hinsichtlich Obst- und Gemüsevielfalt in Deutschland ganz schön glücklich schätzen, auch wenn sicherlich jeder von uns nichts gegen ein Ananas-Bäumchen auf dem Balkon hätte. Aber eigentlich gibt es doch zu fast jeder Zeit (wobei ich den kargen Februar gerne ausklammern möchte) genug Vielfalt, die man klassisch oder modern-kreativ verwenden kann. Gerade im September ist das Angebot auf den Märkten so unendlich üppig, wo es sowohl „noch“ Sommer als auch „schon“ Herbst ist. Insofern fällt die Auswahl schwer, wenn man sich durch Koch- und Backbücher wälzt und überlegt, was als nächstes in den Topf oder Ofen wandern soll. Dabei darf ein typischer Klassiker eigentlich nicht fehlen: Der Zwiebelkuchen. 

Und genau dem habe ich mich innerhalb der Aktion „Klassiker neu erfinden“ gewidmet – auf meine Art und Weise: Aus dem klassischen Zwiebelkuchen mit Sahne und Speck wurde eine vegetarische Variante, die mal wieder mit der Kombination süß-herzhaft spielt – denn neue deutsche Birnen sind ebenfalls in die Füllung gewandert. Dazu ein Boden aus Dinkelmehl, dessen nussiges Aroma ganz vorzüglich passt und Räuchertofu würd das gewisse „Extra“ an Mission erfüllt! Unbedingt nachmachen und noch warm zu einem Gläschen Federweißer genießen... 

Vegetarischer Zwiebelkuchen mit Birnen und Räuchertofu
reicht für eine Springform von ca. 26 bis 28 cm

Zutaten
für den Boden
300 g Dinkelmehl
1/2 TL Salz
150 g kalte Butter in Stückchen
2 Eier, zimmerwarm, Größe M

für die Füllung
750 g Zwiebeln 
2 EL Olivenöl
150 g Räuchertofu
2 feste, kleine Birnen 
2 Eier, zimmerwarm, Größe M
200 g Crème légère
Kümmel
Salz
Pfeffer

Zubereitung 
Alle Zutaten für den Teig fix mit den Händen zusammenkneten, anschließend in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen. 

In der Zeit könnt ihr die Füllung vorbereiten: Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Das Olivenöl erhitzen – auf mittlerer Stufe, ihr wisst ja, Olivenöl ist empfindlich – und die Zwiebeln darin ca. 5 Minuten dünsten, dabei immer rühren. Sie sollen glasig werden, aber nicht bräunen. Birnen schälen und würfeln. Räuchertofu ebenfalls würfeln und mit den Birnen und den Zwiebeln in der Pfanne anbraten. Beiseite stellen.

In einer kleinen Schüssel Eier mit Crème légère verrühren, mit Kümmel, Pfeffer und Salz würzen.
Ebenfalls beiseite stellen und den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Sobald euer Teig durchgekühlt ist, fettet die Springform ein und rollt den Mürbeteig aus – ich mag es gerne etwas dicker, deswegen ist die Teigportion großzügig bemessen. Was ihr nicht benötigt, könnt ihr einfrieren. Die Form mit dem Teig auslegen, mit der Zwiebel-Tofu-Birnen-Masse füllen. Darüber die Eiermischung gießen. Wer mag, kann jetzt noch künstlerisch aktiv werden und mit Birnenhälften dekorieren. Muss aber nicht.
Ab in den Ofen und ca. 40-45 Minuten backen. Ihr wisst ja, dass Öfen sehr verschieden arbeiten, deswegen schaut ab ca. 35 Minuten immer mal wieder nach, ob euer Zwiebelkuchen nicht schon fertig ist. Aus dem Ofen nehmen und am besten lauwarm servieren. Übrigens: Der vegetarische Zwiebelkuchen kann auch gut wieder aufgewärmt werden.

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