Hilda – Mädchen und Kekse, Vol. 1 + 2 – old but gold.

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November 19, 2015
Old but gold – ich glaube, das trifft ganz gut, was ich zu Hilda sagen möchte.

(Leider nur aus dem Archiv von 2013.)
Es ist mittlerweile über dreieinhalb Jahre her, dass sich einige Bloggerinnen zusammen getan haben, um auf Initiative von Lecker-Lezmi-Isabel ein Plätzchen-E-Magazine zu gestalten.
Wir haben uns so ins Zeug gelegt, dass eine (für damalige und meines Erachtens nach auch heutige Verhältnisse) richtig große Nummer daraus wurde: Ein Plätzchenmagazin mit so viel Liebe und Persönlichkeit, das immer noch Spaß macht und das ich mir bis heute gerne anschaue.
Von den ursprünglich sechs Mit-Gestalterinnen haben mittlerweile vier ein Baby bekommen – unglaublich, wie schnell die Jahre vorbei fliegen. Dabei zehre ich bis heute von der Erfahrung, mit so vielen Powerbloggerinnen an einem gemeinsamen Ding zu basteln... hach! Vielleicht 2016 mal wieder... 

Für das Magazin spricht im Übrigen auch, dass ich es mir noch immer gerne ansehe und nach wie vor primär nach diesen Rezepten meine Weihnachtsplätzchen backe. Wird sich auch dieses Jahr nur marginal ändern, ich habe ein neues, fantastisches Plätzchenrezept in petto, auf das ich mich schon jetzt riesig freue. Allerdings: Ich fange erst nächste Woche mit dem Backen an. Jaja, auf allen möglichen Blogs gibt's jetzt schon die dollsten Kreationen zu bestaunen, aber ganz ehrlich – bei diesen teilweise frühlingshaften Temperaturen ist mir wenig weihnachtlich zumute, und da das ganze ja kein Wettbewerb ist (zumindest nicht für mich), lasse ich mich nicht stressen, sondern empfehle euch einfach bis auf Weiteres die Winter-Hildas zur Lektüre und persönlichen Einstimmung auf Advent, Nikolaus und Heiligabend. 

Und bevor ich es vergesse, möchte ich euch noch die Beteiligten aufzählen:
Isabel von Lecker Lezmi (liebevoll Mastermind genannt), Juliane von Schöner Tag noch!, Katharina von Katharina kocht, Julie von Mat & Mi, Jenni von Fleur du Poirier (leider mittlerweile inaktiv), Micha von grain de sel, Dani von flowers on my plate und Julia von Chestnut & Sage.

Viel Spaß damit!



#ParisAttacks

| On
November 16, 2015
Meine Reaktion auf #ParisAttacks kommt vielleicht spät, aber sie kommt.


Ich habe ein wenig gehadert, dachte: Das ist doch ein Foodblog, was hat das mit den Ereignissen in Paris und dem IS zu tun? Wenn man es weiter dreht eine Menge, denn wie heißt es so schön: Mein Blog, meine Party. Ich kann schreiben, wann ich will, was ich will, wie ich es will – ohne, dass mir Jemand den Mund verbietet. Das ist gut so, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wir kennen es nicht anders. 
Und doch gibt es nicht wenige Menschen (sic!) auf diesem Planeten, denen genau das nicht gefällt. 
Nur wenn sie glauben, dass ihre Kalaschnikows und Sprengstoffgürtel was daran ändern werden, jemals, dann haben sie die Rechnung ohne mich, ohne uns alle gemacht.

Das Tragische: Natürlich ändert es doch etwas, dass 133 Menschen am Samstag ihr Leben lassen mussten: Es spielt denen in die Hände, die eh beim Grenzübertritt eines jeden Flüchtlings aus dem Mittleren Osten den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören, die nicht verstehen, dass auch die es sind, die vor dem sogenannten „IS“ (der meinem Verständnis nach weder islamisch noch ein Staat ist) Schutz und Zuflucht suchen – die in jedem Asylbewerber Jemanden sehen, der ihnen ihre Rente streitig macht – und was ist eigentlich mit den Flaschensammlern, kann die auch mal wer unterstützen? Hauptsache, die Moslems kriegen 60000 Euro Begrüßungsgeld, jeder Einzelne! (Sic, Sic, Sic!). Da ist er, der hässliche Deutsche, verseucht von Ressentiments und Vorurteilen, der beim Anblick der Bilder in Paris in die Hände klatscht und ruft: „Ich hab's doch gesagt! Ich hab's doch gewusst!“

Denen, die rufen: „Die gehören nicht hierher!“ sage ich: Ihr gehört nicht hier her. 
Ihr seid bemitleidenswerte Gestalten, ihr versucht, das Deutschsein zu schützen, und seid doch genau Diejenigen, die Werte mit Füßen treten. 

Lasst euer Herz nicht vergiften. Dann haben sie gewonnen. 

Lang leben Mitgefühl, Solidarität, Freundlichkeit – die Willkommenskultur – und lang lebe Paris, die schönste Stadt Europas.

... musste raus. 

Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen – Ein Rezept aus "YEMEK – Rezepte aus Istanbul"

| On
November 16, 2015
Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen

Isabel habe ich irgendwann über dieses Internet kennengelernt; Tatsächlich weiß ich nicht mehr, wie es dazu gekommen ist. Auf jeden Fall waren wir irgendwann, es ist über drei Jahre her, zusammen Kaffee trinken und ich erinnere mich an einen ebenso lustigen wie gemütlichem Nachmittag.
Damals war sie schon „nur“ zu Besuch in Deutschland, lebte bereits seit einigen Monaten mit ihrem Mann in Istanbul – ein Umstand, der nun dazu geführt hat, dass sie mit Lisa und Veronika das Kochbuch Yemek – Rezepte aus Istanbul zusammenstellte.

Blogger-Kochbücher sind nichts Neues mehr, mittelmäßige Blogger-Kochbücher auch nicht. Zwischendurch aber finden sich immer mal wieder kostbare, individuelle Perlen – und Yemek gehört ganz klar mit dazu. Selten habe ich dieses Jahr mit so viel Vergnügen in einem Kochbuch gestöbert. Yemek ist bunt, unterhaltsam, lehrreich, macht Appetit – und dabei noch herrlich bodenständig und angenehm unprätentiös.
Als großer Fan der türkischen Küche kenne ich eine Menge türkischer Kochbücher und Yemek fällt auf wunderbare Art und Weise aus dem Rahmen: Für Anfänger wie Fortgeschrittene, für Traditionalisten (Gemüserührrei, Bohnenpüree, Pide) und Experimentierfreudige (Sardellen im Weinblatt mi Queller, Lammragout mit Auberginenbechamel) ist es gleichermaßen geeignet. Und wen nach Lektüre und Genuss das Fernweh packt: Das Glossar wartet nicht nur mit einem Wörterbuch ("Vejetaryen bir sey var mi?" heißt "Gibt es etwas für Vegetarier?") und Aussprachen-Guide auf, auch empfehlenswerte Adressen für einen Besuch in der eurasischen Metropole werden genannt.

Dieser Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen sieht auf den ersten Blick unspektakulär auf, was wie so oft täuscht. Die meiner Meinung nach uncoolste aller Nüsse – die Haselnuss –, läuft hier geröstet zur Hochform auf und verbindet sich wunderbar mit der knackig-würzigen Zucchini und dem cremigen Joghurt. Eine großartige Mezze, die ratzfatz aufgefuttert war. Damit teilt sie das gleiche Schicksal wie der Hühnchenjoghurt mit Walnüssen, den ich vor einigen Wochen als Party-Mitbringsel zubereitete und der mich in Nullkommanix zur eigentlichen Hauptperson des Abends machte. Hähä.


Zucchini-Joghurt mit Haselnüssen
Rezept als Vorspeise für 4 Personen

Zutaten
2 EL Haselnüsse, gehackt
450 g Zucchini
1 EL Olivenöl 
1 Knoblauchzehe
350 g Joghurt (10%)
1/4 TL getrocknete Minze
1 TL Zitronensaft
Pfeffer 
Salz

Zubereitung 
Haselnüsse ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anrösten – Achtung, das geht plötzlich ganz fix. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Zucchini grob raspeln und in einem feinmaschigen Sieb 15 – 30 Minuten über der Spüle abtropfen lassen. 

Nun in der Ex-Haselnuss-Pfanne das Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehe fein hacken oder pressen und mit der Raspelzucchini in der Pfanne anbraten – nicht zu lange, die Zucchini soll nicht pappig-schlapp werden, sondern ihren Biss behalten: Rechnet mal mit höchstens 5 Minuten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Anschließend mit dem Joghurt, Minze, Zitronensaft verschmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Guten Appetit!

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