Bunte Paprika mit Hirse-Erbsen-Füllung aus dem Ofen

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Januar 21, 2016
Paprika mit Hirse-Erbsen-Füllung aus dem Ofen

Weil ich sehr überrascht war, wie gut das Foto der gefüllten Paprikaschoten auf Instagram angekommen ist, dachte ich mir: Hey, mach doch mal sowas – ist nicht so hip und modern, aber sehnen wir uns in den traurigsten und dunkelsten Stunden des Jahres (ernsthaft, Januar und Februar sind meine Hassmonate) nicht besonders nach Klassikern der Hausmannskost, die Mama und Oma in unbeschwerten Kindertagen auf den Tisch gebracht haben? Mir geht es zumindest so. Gut, in meiner Erinnerung schwimmen die Paprikaschoten in einer sündigen Tomaten-Sahne-Sauce und sind mit einer noch sündigeren Hackfleischfüllung bis an den Rand gefüllt, aber trotzdem ist meine Variation so etwas wie eine Reminiszenz an die gute, deutsche Küche, fernab von Buddha Bowls, One Pot Pasta und Pulled Pork Sandwiches.

Zurück zur Hirse. Esst mehr davon. Sie ist nahrhaft und gut.
Als Füllung für diverse Gemüse aus dem Ofen ist sie kaum zu übertreffen. Wenn ihr die ganze Geschichte noch etwas kompakter mögt, könnt ihr zusätzlich ein Ei drunterschlagen.
Hirse ist generell ein dankbares, wenig anspruchsvolles Geschöpf, das sich mit vielen, auch kräftigen Gewürzen verträgt, und für jeden Spaß zu haben ist. Tobt euch an der Füllung ruhig ein bisschen aus: Curry, Koriander, Petersilie, gebratener Räuchertofu, Tomatenwürfel, Mais, Chili-Sauce, Rosinen (why not?)... 
Meine Variante ist, wie der Mann formuliert hat, „pur und gut“, und so waren wir sehr zufrieden damit.

Mehr leckere gefüllte Paprikaschoten habe ich übrigens hier gefunden: 
Auf Schöner Tag noch! gibt's sie mit der klassischen Hackfleisch-Reis-Füllung, raffiniert abgeschmeckt mit Fenchelsaat, Thymian und Kapern – Sugar and Spice füllt sie orientalisch mit Couscous und Rosinen (na, habe ich es doch gesagt) – eine roh-vegane Variante bietet Roots of Compassion mit Zucchini- oder Brokkolicreme-Füllung

Bunte Paprika mit Hirse-Erbsen-Füllung aus dem Ofen
Rezept für 2 Personen

Zutaten
2 große Paprikaschoten
100 g Goldhirse
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Öl
1 TL Butter
100 g Erbsen (TK)
1 EL Senf, gerne kräftig
Petersilie (TK)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
100 ml Wasser
80 geriebener Käse, z. B. Tête du Moine

Zubereitung
Die Hirse nach Packungsanweisung in Salzwasser zubereiten und ausquellen lassen. Den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
In der Zwischenzeit die Paprika putzen und halbieren – wenn ihr mögt, schneidet den Stengel ab, ich finde das optisch aber ganz ansprechend.
Frühlingszwiebeln in 1 EL Öl andünsten, anschließend Erbsen und Butter hinzugeben – diese Mischung mit der Goldhirse vermengen und anschließend mit Senf, Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Paprikaschoten füllen und mit Käse bestreuen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten garen.
Dazu passt z. B. ein grüner Salat ganz hervorragend.

Wildreis-Salat mit Orangen, Roter Bete und Haselnüssen

| On
Januar 05, 2016
Wildreis-Salat mit Orangen, Roter Bete und Haselnüssen


Ich mag die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr, sehr gerne. Eigentlich tritt nämlich erst dann das ein, was man sich schon vor Heiligabend so sehr wünscht, aber wegen der üblichen Geschenke- und Planungshektik unerreichbar fern scheint: Ruhe und Gemütlichkeit.
Auch dieses bzw. vergangenes Jahr habe ich das sehr genießen können. Und schwupps, ohne dass man's irgendwie forciert oder fordert – ist sie wieder da: Die Motivation, die Laune, der Wille, die nächsten zwölf Monate neben dem, was ohnehin passiert, bestmöglich zu gestalten:
Der Mann hat in einem Anfall von DIY-Wut einen eigenen Stuhl gebaut. Ich hingegen verprasste Geld in der Farbenabteilung des Baumarkts, um unserem Schlafzimmmer asap einen neuen, gemütlichen Anstrich zu geben. Das wird toll!
Und wenn das nun alles sehr profan ist, persönliche Ziele gibt's natürlich auch: Eindeutig wieder mehr Sport machen – meine Bilanz für die letzten Monate ist wirklich erschreckend, nämlich null –, viel gesünder und veganer essen und trinken. Außerdem möchte ich mich gerne dazu bewegen, Dinge schneller wegzuräumen (oder gegebenenfalls wegzubügeln), auch wenn bequem auf der Couch fläzen einfach so viel toller ist. 

Das mit dem gesünder und veganer klappt soweit schon ganz gut: Ich habe heute Mittag ratzfatz einen irrsinnig leckeren Salat gezaubert (und das aus Resten!), der nicht toller und bunter hätte sein können. Wildreis ist eine meiner liebsen (Pseudo-)Reis-Sorten, denn er wird nie matschig, sondern bleibt schön bissfest und dabei angenehm nussig. Dass er enährungsphysiologisch poliertem Reis vorzuziehen ist, versteht sich fast von selbst, ist aber doch ein angenehmer Nebeneffekt. 
Hin oder her: Aus Wildreis kann man klasse Salate machen, zum Beispiel jetzt, im Winter, mit Orangen, Roter Bete und vielen, vielen Haselnüssen. Wer mag, toppt das ganze noch mit Fetakäse – sieht hübsch aus und schmeckt noch einen winzigen Ticken besser, insofern das überhaupt möglich ist. 

Richtig klasse und ein schönes Abendessen nach all den Knödeln und Topfenpalatschinken der letzten Wochen. Macht sich auch ideal als Bürolunch, wobei schon jetzt vor neidvollen Blicken der Kollegen gewarnt sei. 

Wildreis-Salat mit Orangen, Roter Bete und Haselnüssen
Rezept für 2 Personen

Zutaten
120 g Wildreis
1 mittelgroße Orange
200 g Rote Bete, vakuumisiert
2 kleine Möhren 
30 g Haselnüsse
1 EL Öl, idealerweise Walnussöl – aber Olive ist auch okay
1 EL Essig, idealerweise Nussessig – versucht's ansonsten mit Weißweinessig
1 TL Ahornsirup
Salz
optional: Schafskäse

Zubereitung
Den Wildreis nach Packungsanweisung zubereiten, das dauert ca. 45 Minuten – also plant die Zeit ein. In ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Die Orange rundherum so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Anschließend in dünne Scheiben schneiden. 
Die Rote Bete würfeln, die Möhren putzen und diagonal in dünne Scheiben schneiden. Haselnüsse in einer Pfanne fettfrei anrösten, danach grob hacken. 

Aus Öl, Essig, Ahornsirup und Salz ein kräftiges Dressing zusammenmischen, der Salat verträgt das.

Anschließend Wildreis mit Möhre und Roter Bete mischen und mit dem Dressing übergießen. Die Hälfte der Haselnüse unterrühen. Beim Servieren die sensiblen Orangenscheiben vorsichtig unterheben. Mit den restlichen Haselnüssen – und weg mag, zusätzlich Schafskäse – bestreut servieren. Guten Appetit!

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