Topinambur-Suppe mit Thymian und gerösteten Haselnüssen, vegan | Die Mädchenküche kocht zusammen #9

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November 27, 2016
Topinambur-Suppe mit Thymian und Haselnüssen, vegan

Topinambur ist definitiv nicht mein favorisiertes Wurzelgemüse, das liegt allerdings weniger am Geschmack als an der Schälerei, die die Dinger – im Englischen übrigens "Jerusalem Artichoke", ein schöner Name – mit sich bringen. Ich würde Topinambur auch nicht kaufen. Aber er wächst im Garten meiner Eltern, die ihn zwar auch nicht wollen, aber wie die Natur eben so ist, mit der kann man nicht verhandeln: Da geht ein, was man ernten will, da sprießt und gedeiht, was man nicht gebrauchen kann. Hier also Topinambur. 
Es war so viel, und wir wollten ihn nicht verkommen lassen – außerdem passte er gut mit der aktuellen Mädchenküchen-Runde zusammen. Eine Suppe aus Wurzelgemüse sollte es für uns alle sein, da kommt der Bio-Topinambur aus dem Schrebergarten gerade recht. Übrigens haben wir uns alle ganz unterschiedliche Kreationen einfallen lassen: Eine Pastinaken-Möhren-Cremesuppe ist dabei, eine Karotten-Gelbe-Bete-Suppe, eine Steckrüben-Orangen-Suppe mit Grünkohlchips, eine Pastinaken-Maronen-Suppe und eine weitere Möhren-Cremesuppe mit Pfefferbeißern. 

Topinambur sieht ungeputzt aus wie Ingwerknolle und erinnert sowohl in der Zubereitung als auch geschmacklich an Kartoffelsorten. Man kann Topinambur roh essen, das schmeckt aber ziemlich langweilig. Wichtig: Sobald ihr eine Knolle geputzt habt, legt ihr sie in Wasser, das ihr mit etwas Zitronensaft angereichert habt, sonst verfärbt sie sich grau. 

Zum erdig-süßen Geschmack von gekochtem Topinambur passen entweder fruchtige, nussige und/oder pilzige Aromen gut. Weil ich gerade wieder einen Jieper nach Haselnüssen habe, wurde die Suppe mit Haselnussöl abgeschmeckt und, natürlich, mit vielen, gerösteten Haselnüssen serviert. Ich finde, dass wir generell viel zu wenige Haselnüsse essen. Die Nüsse röste ich in der Pfanne, wer mag, kann danach die Häute entfernen; Ich finde, das muss nicht sein.

Ganz pur, keine Sahne, kein Wein. Die Suppe ist cremig und vollmundig, ganz leicht zuzubereiten (wenn man erstmal diese Schnibbelei hinter sich hat) und nicht zu mächtig.
Mit gebratenen Pfifferlingen wird daraus eine edle Vorspeise für euer (veganes?) Weihnachtsmenü.

Topinambur-Suppe mit Thymian und gerösteten Haselnüssen
Rezept für 2 Personen 

Zutaten 
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
300 g Topinambur (geputzt gewogen)
150 g Kartoffeln (geputzt gewogen)
500 – 750 ml Gemüsefond
1 ordentliche Prise Thymian, getrocknet
1 Lorbeerblatt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Haselnussöl
40 g Haselnüsse

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und fein hacken, anschließend in einem Topf bei mittlerer Hitze in Olivenöl glasig dünsten. Topinambur und Kartoffeln grob würfeln und nach ca. fünf Minuten mit in den Topf geben. Weiter rühren, nichts darf bräunen. Gemüsefond angießen, Thymian und Lorbeerblatt hinzugeben und ca. 15 Minuten vor sich her köcheln lassen. (Wenn ihr noch was dazu reichen wollt, die oben genannten Pfifferlinge oder vielleicht knuspriges Brot, wäre es jetzt der richtige Zeitpunkt.) Haselnüsse in der Pfanne rösten und hacken.

Danach das Lorbeerblatt aus der Suppe entfernen und alles glatt durchpürieren. Mit Salz, Pfeffer und Haselnussöl abschmecken und servieren. Schmeckt auch aufgewärmt super und lässt sich dadurch klasse vorbereiten.

Die Mädchenküche kocht #8


Veganes Pastinaken-Gulasch | {Die Mädchenküche kocht – #8}|

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November 24, 2016
Veganes Pastinaken-Gulasch

Wahnsinn, dass wir als Mädchenküche jetzt schon das achte Mal miteinander kochen – dieses Mal zum Thema Wurzelgemüse. Erstens: Weil es zur Jahreszeit passt. Zweitens: Weil wir Topinambur, Rote und Gelbe Bete und Pastinaken und Möhren einfach super finden und das kann man ja ruhig mal feiern. 

Ich bin eigentlich kein großer Pastinakenfan. Mal hier und da ein paar Würfelchen, ja, das kann man mal machen, aber eigentlich schmeckt mir das Wurzelgemüse ein bisschen zu dominant und übertüncht eben häufig alles andere im Essen. Eine Art "Gulasch" fand ich aber spannend. Ich mag zwar auch dieses Paprika-Gulasch aus meinem All-Time-Favourite-Kochbuch Deutschland Vegetarisch, aber der Blogger lebt nun einmal nicht vom Altbewährten allein. Ihr kennt das.

Also: Eine monströse Pastinake auf dem Markt erstanden, ein paar knackige Paprika dazu und ab dafür – köstlich! Wieder eines dieser Gerichte, in dem Fleisch oder anderes Tierisches überhaupt nicht fehlt, die Pastinake ist aromatisch genug und in Kombination mit den Kartoffeln ist das Ganze auch sehr sättigend. Die Paprika nimmt der Pastinake außerdem etwas von diesem „Hervorschmecken“, das mich so stört.
Mein Tipp: Mit viel krauser Petersilie abschmecken! Und macht am besten gleich die doppelte Menge – einen Teil könnt ihr dann einfrieren und den anderen am nächsten Tag mit zur Arbeit nehmen und kalt essen. Hab ich auch so gemacht.

Beilage? Braucht man – eigentlich – nicht. Wenn ihr nicht ohne leben könnt, würde ich eher einen Kräuterquark dazu reichen, weil das ganze schon kohlenhydratreich genug ist. Wenn euch das ganze Gequatsche um Low-oder-nicht-low high nervt: Reis.

Veganes Pastinaken-Gulasch
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
1 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
2 mittelgroße Zwiebeln
125 g Kartoffeln (geputzt gewogen)
150 g Pastinaken (geputzt gewogen)
2 Paprikaschoten (eine grün, eine rot – oder wie ihr wollt)
1 TL Paprikapulver, scharf
1 TL Piment d'Espelette
1 TL Senfsaat
1/2 TL Kreuzkümmel
400 ml Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
1 EL Aceto Balsamico di Modena
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Petersilie

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und längs in gröbere Scheiben schneiden. Paprikaschoten putzen und grob in größere Würfel schneiden, ebenso mit den Kartoffeln und der Pastinake verfahren – es kann also alles etwas rustikaler aussehen.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, dann zuerst das Tomatenmark und die Zwiebeln mit dazugeben und anrösten, dabei stetig rühren, die Zwiebeln sollen nicht bräunen!
Im nächsten Schritt Kartoffeln, Pastinaken und Paprika hinzugeben. Weitere zwei bis drei Minuten rühren. Anschließend mit Gemüsebrühe ablöschen, Sojasauce und Essig dazugeben und 15 bis 20 Minuten bei geschlossenem Deckel auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln lassen. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Mit viel gehackter Petersilie servieren.
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