Freitag, 30. Dezember 2016

Feines Gemüse im neuen Look & Foodblogbilanz 2016 – Mein Rückblick



Wir sind nun „zwischen den Jahren“, also noch nicht im neuen, aber irgendwie auch längst nicht mehr im alten Jahr. Es ist eine komische Zeit, eine zeitlose Zeit. Ich nutze sie jährlich, um all das zu tun, was in den vergangenen zwölf Monaten zu kurz gekommen ist: Unerfreulichen Papierkram sortieren und wegheften, Kochbücher wälzen, Rückenyoga, schlafen. Vor allem schlafen, aktuell komme ich auf knapp zehn Stunden pro Tag, dabei bin ich doch eigentlich Kurzschläfer und Frühaufsteher. Schon im Rückblick 2015 hatte ich mir festgenommen, dem Blog zum 5. Geburtstag im Mai einen neuen Look zu spendieren – nun, daraus ist gar nichts geworden. Der Geburtstag ging im Alltag unter, und mich mit einem neuen Look & Feel zu beschäftigen, nein, dazu war wirklich keine Zeit. Bis jetzt! Die letzten zwei Tage habe ich kontinuierlich gebastelt, gerüttelt, verschoben, vektorisiert und nun ist es da: Das neue „Feines Gemüse“ – jetzt sogar auch auf eurem Handy oder Tablet in schön! Ein paar Kleinigkeiten sind noch anzupassen, aber das ist nur Fitzelarbeit. Nach nunmehr zweieinhalb Jahren mit dem alten Layout war ein neues Mäntelchen durchaus angebracht. Ich hoffe, es gefällt euch so gut wie mir.

Zudem gibt's heute meinen obligatorischen Jahresrückblick:
2016 war ein seltsames, chaotisches Jahr, und viele Ereignisse haben uns erschüttert. 
Für mich persönlich war 2016 ein tolles Jahr, und es fühlt sich angesichts der vielen schecklichen Ereignisse fast falsch an, das zu schreiben. Aber so ist es nun einmal: Gespickt mit wundervollen Reisen – Kurztrips führten nach Wien, drei Mal nach Berlin, nach Karlsruhe und mit meinen Eltern ins schöne London. Die längeren Reisen, die wir 2016 erst im letzten Drittel unternehmen konnten, führten ins über alles geliebte Japan (wandern) und auf die Seychellen (entspannen). 

Nun möchte ich noch kurz die Fragen zur Foodblogbilanz 2016 beantworten, die dieses Jahr wieder bei Sabine gesammelt werden.

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?
Wenn man mal von den – wie üblich – erfolgreichen Posts in Verbindung mit einem Gewinnspiel absieht, haben die meisten von euch auf meinen Artikel zur selbstgemachten Remoulade geklickt, die gerade jetzt zur Weihnachtszeit ein Renner war. Aber auch die Schokoladen-Brownies mit der Geheimzutat Kidneybohne und die Ofenpaprika mit Hirsefüllung.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Die Frage finde ich ob meiner miesen Blog-Frequenz schwierig. Ich finde meinen Beitrag zum Basenfasten wichtig – weil ich im Anschluss daran mehrmals eine Ernährungsärztin aufgesucht habe, wodurch mir ziemlich viel klar geworden ist. In Kombination hat das zwar nicht zu einer Ernährungsumstellung geführt (brauche ich nicht, sagt auch die Ärztin), aber zu einer „Verhaltensüberdenkung“.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Boah. Tja. Weiß ich auch nicht. Ich lese halt immer dieselben Blogs, ich bin langweilig. Aktuell verliere ich mich gerne bei Grain de Sel und Urgeschmack.

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum? 
Da muss ich passen, typische Foodblogger-Krankheit, ich koche höchst selten irgendwas zwei Mal, außer Standardgerichte. Aber wo ich gerade die Rezepte so durchgehe: Ich muss unbedingt nochmal diesen famosen Kartoffelkäse machen.

kartoffelkaese


5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
A) Ich hasse meine Fotos und nein, ich habe es nicht gelöst.
B) Ich hasse mein Layout und habe es heute, einen Tag vor Neujahr gelöst (obwohl ich es mir schon vor über einem halben Jahr vorgenommen hatte, haha).

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Wir haben in Japan fast nur regional gegessen, und das war schon besonders, wenn man in irgendwelchen Bergen rumhampelt. Ansonsten haben wir auf den Seychellen das Fruchtfleisch junger Kokosnüsse entdeckt, und ich vermisse es sehr. So frisch, so süß und saftig und kokos-ig.


7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind? 
Ich würde sagen: why.does.keycode33484119.spacebarnot.work? ist ein ziemlich komischer Suchbegriff. Und kulinarisches highlight zum 50 geburtstag ebenfalls, ich meine, da bin ich ja wohl noch ganz weit entfernt davon. 

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?
Ein bisschen mehr Leben als 2016 und – wie wir alle – mehr Kommentare. Ich meine, wir meckern alle darüber, dass nur noch auf Facebook kurz geliked und kommentiert wird, und die Blogs verwaisen, müssen aber doch ehrlicherweise zugeben, dass wir meistens genau so sind. Also ist das (mal wieder) mein Vorsatz für 2017. 

Wen's interessiert: Hier könnt ihr noch meine Foodblogbilanz 2015 nachlesen.
Und jetzt erzählt mir von euch! Erstens möchte ich wissen: Gefällt euch das neue Design? (Bitte sagt ja!) Und zweitens: Wie war euer Jahr 2016 so?
Sonntag, 11. Dezember 2016

Ingwer-Gewürz-Butterplätzchen

Butterplaetzchen-Ingwer-Schokolade

Butterplätzchen, ach, allein das Wort lässt die Zunge schnalzen, ein Butterplätzchen könnte auch ein Kosename sein. Mürbe, süß, buttrig (eines meiner liebsten Wort übrigens, dieses „buttrig“) und in diesem Fall eben auch ordentlich würzig. Weil ich sehr viel frischen Ingwer zerhackt und unter den Teig gemischt habe.

Eigentlich wollte ich mich dem Backen dieses Jahr entziehen, zu viel zu tun, und ich habe ja auch schon genügend „erprobte“ Rezepte – zumindest in Bereich Weihnachtsbäckerei reizt mich das Neue irgendwie gar nicht. „Das haben wir schon immer so gemacht!“, eigentlich keiner meiner favorisierten Sätze, außer in der (Vor-)Weihnachtszeit. Während ich mich in den vergangenen Jahren aber wenigstens noch zu den alten Rezepten herabgelassen habe, fühle ich mich dieses Jahr diesbezüglich innerlich tot. (Mehr dazu schreibe ich übrigens bald in meinem Jahresrückblick, aber da das Jahr noch drei Wochen hat, möchte ich keine voreiligen Schlüsse ziehen oder an dieser Stelle zu viel davon verraten.) Nun denn.

Butterplätzchen also, das Wort fing meine Aufmerksamkeit sofort ein, als ich bei Micha darüber stolperte. Auf Michas Rezepte vertraue ich, deswegen stand ich auch nur wenige Minuten später direkt am Herd und habe ihre Schoko-Ingwer-Butter-Plätzchen nachgebacken, mit nur wenigen Abwandlungen – ohne Orange, dafür mit frischem statt kandiertem Ingwer, und einer guten Prise Muskat. So ein köstlicher Teig! So ein feines Ergebnis! Und so schnell gemacht! Beim nächsten Mal direkt mindestens die doppelte Menge! Vielleicht bin ich noch nicht verloren...

Ingwer-Gewürz-Butterplätzchen 
Rezept für ein Blech

Zutaten 
100 g weiche Butter
65 g Roh-Rohrzucker
1 EL Zitronensaft, frisch
30 g frischer Ingwer, fein gehackt
1 gute Prise Muskatnuss
120 g Mehl, 305
20 g Speisestärke
1 Prise Salz
75 g dunkle Kuvertüre

Zubereitung
Butter mit Zucker und Zitronensaft schaumig schlagen. Ingwer, Muskatnuss, Salz sowie das mit der Speisestärke gesiebte Mehl hinzugeben und noch einmal kurz kräftig miteinander verrühren, bis ein (köstlicher) weicher Teig entstanden ist, den ihr fix zu einer Rolle formt, in Klarsichtfolie einschlagt und dann mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank legt.

Danach den Ofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Rolle in dickere Scheiben (ca. 5 mm) schneiden und mit einigem Abstand zueinander auf dem Blech verteilen. In den Ofen schieben und ca. 10 Minuten backen lassen. Ruhig mehrere Stunden, am besten über Nacht abkühlen lassen, bevor ihr sie mit der Schokolade verziert.

Quelle
Grain de Sel