Kürbis-Kokos-Konfitüre | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 23, 2017
Kürbis-Kokos-Konfitüre1


Heute serviere ich euch einen echten Christina-Klassiker, ein Rezept, das meine Mutter vor Urzeiten (vielleicht so um 2005?) mal ausprobiert und das mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Es geht um Kürbis-Kokos-Konfitüre, die nicht nur absolut großartig schmeckt, sondern auch noch in einer echten Gute-Laune-Farbe daherkommt. Ehrlich gesagt habe ich das Rezept vor knapp fünf Jahren schon einmal verbloggt, aber ich wollte es euch unbedingt noch einmal unter die Nase reiben, da es damals viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. 

Besonders lecker schmeckt die Konfitüre übrigens auf knusprigen Weizenbrötchen oder zarten Milchhörnchen oder (mein Geheimtipp) rheinischem Schwarzbrot. Gerne mit dick Butter oder Sahnequark. 

Naja, eigentlich schmeckt sie zu allem und ehrlich gesagt esse ich den Großteil davon einfach pur.
Ich könnte sie mir sogar auf kräftigem Käse ziemlich gut vorstellen. Probiert ihr das einfach mal für mich aus? Danke! 

Kürbis-Kokos-Konfitüre
Rezept für so 3 bis 4 Gläser

Zutaten
500 g Hokkaido-Kürbis, küchenfertig
250 ml Kokosmilch, cremig
500 g Gelierzucker 2:1
5 g Zitronensäure

Zubereitung
Den Kürbis klein würfeln und in der Kokosmilch ca. 10 Minuten weich kochen. Dann gut durchpürieren und Zitronensäure sowie Gelierzucker unterrühren. Nun noch rund 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, Gelierprobe nicht vergessen – und ab damit in die sterilisierten Twist-Off-Gläser.



Feines-Gemüse-Kürbisparty

Low Carb Pumpkin Pie | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 22, 2017
Pumpkin-Pie-low-carb

Ich habe die Low-Carb-Ernährung vor einigen Jahren entdeckt, aber nicht richtig verstanden. Ich hielt mich einfach so für den echten Ernährungscrack und dachte mir: Einfach viel Obst und Gemüse, dann passt das schon.

Das war natürlich Bullshit. Ich habe 2016 eine Ernährungstherapie gemacht – das hört sich jetzt schwierig und langwierig an, aber es handelt sich nur um knapp fünf Sitzungen bei einer Ernährungsärztin, was übrigens auch teilweise von der Krankenkasse übernommen wird –, und erst da habe ich verstanden, was es genau mit der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten auf sich hat, was Insulin im Körper so anstellt, warum man nach dem Sport eiweißreich essen soll und so weiter. Sehr erhellend! Und während dieser Therapie wurde anhand eines Ernährungsprotokolls auch festgestellt, dass ich viel zu viele (!) Kohlenhydrate esse, dafür aber kaum Proteine und Fett, was halt echt richtig, richtig dumm war und was meinem Körper jahrelang ziemlich geschadet hat. Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich versuche seitdem, meine Ernährung zu optimieren und lange bei Kohlenhydraten nicht mehr so gerne und kräftig zu wie früher. Das ist leider manchmal gar nicht so leicht – und gerade beim Backen tu ich mich noch etwas schwer und arbeite im Zweifel doch lieber mit Weizenmehl und raffiniertem Zucker, damit ich mir des Resultats sicher sein kann.

Für die Kürbisparty wollte ich aber unbedingt einen Pie machen und ich dachte mir: Wenn ich den  jetzt nicht in Low Carb probieren, wann dann? Ich wälzte also stundenlang Internetseiten und diverse Blogs aus Deutschland, UK und Amerika auf der Suche nach dem einen, dem wahren, dem besten Rezept. Tjoah, gab's nicht. Insbesondere der Boden stellte mich vor Probleme. Ich fand einfach kein Rezept, das meinen Vorstellungen entsprach, sprich: Nicht zehn verschiedene Nussmehle in verschiedenen Entölungsstufen und seltsame Bindemittel enthielt.

Letztlich habe ich mich einfach selbst an einem einfachen Mürbeteig versucht – und hatte direkt Erfolg! Der Teig lässt sich problemlos zusammenkneten und in die Form drücken. Ja, er enthält kein Gluten, aber trotzdem ist er nicht bröselig. Da hatte ich mit „normalen“ Mürbeteigen schon deutlich größere Probleme. Yey! Das Grundrezept für den Low Carb Mürbeteig könnt ihr euch so speichern und nach Wunsch füllen – es muss ja nicht immer eine Kürbisfüllung sein.

IMG_3085

Low Carb Pumpkin Pie 
Rezept für 1 Pie-Form von ca. 30 cm Zutaten 

für den Low-Carb-Mürbeteig 
200 g Mandelmehl, teilentölt (meins ist von dm)
25 g Kokosmehl
1 Ei (M)
150 g Butter
50 g Puderxucker (Xylit, ich habe normalen Xucker in einer Kaffeemühle zu Puderxucker vermahlen)
1 Prise Salz

für die Kürbisfüllung 
350 g Kürbispüree (am besten Hokkaido, gut entwässert)
175 ml Sahne
2 Eier (M oder L)
150 g Xylit
1/2 TL Zimt
1/4 TL Nelken
1 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Piment
Prise frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Für den Mürbeteig Mandel- und Kokosmehl, Ei, Butter, Xylit und Salz miteinander verkneten – ich mache das mit den Händen. Zu einer Teigkugel formen, in Frischhaltefolie schlagen und im Kühlschrank ungefähr eine Stunde zwischenlagern.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Ofen vorheizen (150° C / Umluft) und die Kürbisfüllung zubereiten: Dafür das Kürbispüree – idealerweise aus Hokkaido mit wenig Flüssigkeitsanteil – mit Sahne, Eiern, Xylit und den Gewürzen verrühren und die Gewürze.

Eine Pieform ausbuttern und dann den Teig in die Form drücken. Er lässt sich auch ausrollen, aber ich habe das direkt mit den Händen in der Form gemacht. Achtung: Nicht vorbacken, der Teig verbrennt viel schneller als „normaler“ Teig.
Einfach in die Form geben, den Rand hochziehen und dann die Füllung eingießen – ab in den Ofen damit und ca. 30 – 40 Minuten lang backen. Der Pie ist fertig, wenn er in der Mitte nicht mehr flüssig glänzt.

Servieren mit Puderzucker und einem Häufchen Sahne. <3 p="">
Feines-Gemüse-Kürbisparty

Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 21, 2017
Kürbis-Lauch-Birnen-Quiche

Pah, unverschämt! Da sitzt man hier und plant eine anstregende, aufwendige Kürbis-Themenwoche, hat alles soweit festgezurrt – und dann ist das Internet Matsche. 
Ein paar Tage also habe ich abends Bücher gelesen und bin exzessiv baden und spazieren gegangen, anstatt bis in die Unendlichen Tiefen meiner Social-Media-Feeds zu scrollen und zu netflixen. Ein Albtraum, innit? Naja, nee, eigentlich nicht, eher ziemlich entspannt, aber so eine ungeplante Offline-Zeit ist halt doof, wenn man gerade eine Themenwoche am laufen hat. 

Aber da nun ja alles wieder funktioniert, kann es heute weitergehen {Drei Mal auf Holz geklopft und so}. Es gibt Quiche!
Eine wunderbare Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen. Ihr wisst ja, dass ich total auf diese Herzhaft-Süß-Kombi stehe, und leidenschaftlich gerne mit Obst koche. Es gibt jetzt ja bereits heimische Birnen, die noch etwas fester sind, und sich deswegen wunderbar in Tartes und Quiches verbacken lassen. Zu Lauch und Kürbis passt eine süße Birne perfekt, wir haben dieses recht simple Gericht sehr genossen. Seit einigen Monaten nehme ich gerne Yufka-Teig, um die Form auszulegen, das geht schnell und easy – und knuspert so schön!

PS: Dekobirne (oben im Bild) nicht erforderlich! 

Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen
Rezept für 1 Quiche-Form (ca. 30 cm)

Zutaten
ungefähr 5 Lagen Yufka-Teig 
400 g Kürbis (bei mir: Muskat, geputzt gewogen)
2 kleine, nicht superreife Birnen
1 Stange Lauch
1 EL Thymian, getrocknet
200 g Frischkäse mit Joghurt 
Prise Muskatnuss
2 Eier (M)
Salz 
frisch gemahlener Pfeffer
20 g Sonnenblumenkerne
2 EL Olivenöl 
Milch (für die Teigplatten)

Zubereitung
Den Kürbis waschen, schälen, von den Kernen befreien und in etwa 1 Zentimeter große Würfel schneiden. Lauch waschen, putzen und in dünne Streifen schneiden.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Einen Esslöffel Olivenöl zugeben. Kürbiswürfel darin bei mittlerer Hitze fast weich braten, Lauch und Thymian zugeben, kurz mit anbraten, dann vom Herd nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer Schüssel den Frischkäse mit zwei Eiern verrühren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Die Birnen waschen, längs vierteln, Stiel und Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Sonnenblumenkerne grob hacken.

Die Innenseite einer Quicheform mit Olivenöl ausstreichen. Eine Platte Yufka in die Form legen, in die Ecken drücken und überschüssigen Teig überstehen lassen. Die Oberseite des Teiges mit Milch bestreichen, auch die Ränder. Die nächste Teigplatte darauf legen, wieder bestreichen – so verfahren, bis alle Lagen verarbeitet sind. Den überstehenden Teig jetzt Lage für Lage nach innen klappen und ebenfalls mit Milch bestreichen, damit sich ein schöner Rand ergibt (gegebenenfalls muss der Teig etwas abgeschnitten werden.)

Den Teigboden mit den Birnenwürfeln belegen und dann die Kürbis-Lauchmischung gleichmäßig darauf verteilen. Den Eier-Frischkäseguß darübergießen. Sonnenblumenkerne darüber streuen. Quiche auch der untersten Schiene im Backofen etwa 25 bis 30 Minuten backen. Guten Appetit!


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Süßes Kürbis-Schokoladenbrot (ohne Butter) | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 19, 2017
Schokoladen-Kürbis-Brot-1

Es geht nicht über ein leckeres Kürbisbrot. Mir hat es ja schon diese Version total angetan, die ich regelmäßig aus dem Ofen zaubere – aber das hier besticht durch die sinnvolle Beigabe von viel, viel Schokolade und den Verzicht auf zusätzliches Fett, allein griechischer Joghurt (also der echte, mit 10% Fett, ja?) sorgt für die lockere Konsistenz des Brotes, das halt kein echtes Brot ist, aber auch noch kein Kuchen. Man kann es wunderbar, noch warm, dick mit Butter bestreichen. Auch aufgetoastet und ohne alles macht es eine gute Figur. In Tee, Kaffee und Kakao lässt es sich hervorragend stippen, vor allem an lauschigen Herbstsonntagen. Nur ihr, die Couch, Netflix – und eine Scheibe Kürbis-Schokoladenbrot. Wie wär's?

Eine Anmerkung: Ich habe mich bei der Schokolade verkauft. Eigentlich benötigt man für dieses Rezept diese backstabilen Schokotropfen, die man in Deutschland noch immer so schwer bekommt. Ich habe dicke, flache Kuvertüre-Klopse geholt, mit denen man das Brot (siehe Beweisstück A) auch ganz gut und ansehnlich hinbekommt, empfehle der einfacheren Handhabung halber aber eben diese Tropfen. 

Schokoladen-Kürbisbrot-2

Süßes Kürbis-Schokoladenbrot (ohne Butter)
Rezept für 1 kleines Brot

Zutaten
2 Eier (L)
125 g Kürbismus
60 g Griechischer Joghurt (10%)
75 g Vollrohrzucker
1 TL Zimt
1/4 TL Muskat
1 großzügige Prise Salz
1 TL Backpulver
150 g Weizenvollkornmehl
75 g Zartbitter-Schokoladenchips 

Zubereitung
Heizt den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) und ölt anschließend eine kleine Kastenkuchenform aus. 
Backpulver und Mehl miteinander verrühren.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, anschließend Joghurt, Zucker, Zimt, Muskat und Salz zufügen und alles miteinander verrühren. Zum Schluss langsam das Mehl und die Zartbitter-Chips unterheben, bis sich alles gerade so vermischt hat. Den Teig in die vorbereitete Form geben und in den Ofen stellen – und zwar für ca. 40 – 45 Minuten (Stäbchenprobe!). Anschließend auskühlen lassen und in dicke Scheiben geschnitten servieren. 

Feines-Gemüse-Kürbisparty

Scharfe Kürbis-Erdnuss-Suppe | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 18, 2017
Kürbis-Erdnuss-Suppe


Die genial-vegetarische Kürbisparty geht weiter – heute mit einer veganen Suppe, die in knapp 15 Minuten auf dem Tisch steht. 

Prinzipiell schmeckt Kürbissuppe ja immer und in jeder Form: Pur, mit Weißwein, mit Kürbiskernöl, mit Kokosmilch, mit Curry... die Möglichkeiten sind unerschöpflich. 
Ich habe mich mal an einer etwas ungewöhnlicheren Kombination versucht: Kürbis-Erdnuss. Weil Erdnussbutter ein Dauergast auf unserem Frühstückstisch ist und ein Löffelchen davon schon vielen anderen, herzhaften Gerichten eine ganz besondere Note verpasst hat. 
Mit Kürbis funktioniert das glücklicherweise auch bestens: Ein bisschen Currypaste, ein bisschen mehr Erdnussbutter, dazu Kokosmilch und – ganz wichtig – Sriracha. Sehr, sehr lecker, allerdings genau so reichhaltig. In Vorspeisenschüsselchen serviert macht sie Appetit auf mehr, kann aber auch alleine bestehen. 

Und PS: Sie schmeckt ein bisschen sehr nach leckerer Saté-Sauce. Mhhh.

Scharfe Kürbis-Erdnuss-Suppe 
Rezept für 4 Portionen 

Zutaten
1 EL Currypaste (bei mir: rot, gelb fänd ich auch ok)
400 ml Gemüsebrühe
400 g Kürbismus, selbst gemacht
75 g Bio-Erdnussbutter 
200 ml Bio-Kokosmilch 
1 EL Sojasauce
1 EL Ahornsirup
1 EL Limettensaft 
optional: Sriracha-Sauce und Kokosmilch

Zubereitung
Achtung, einfacher wird's nicht: Erhitzt die Currypaste in einem großen Topf, so ca. 1 – 2 Minuten, bis sie duftet. Dann gebt ihr den Rest der Zutaten hinzu, lasst das ganze einmal aufkochen. Würzt wie angegeben oder nach Geschmack: Darf es vielleicht noch ein bisschen mehr Süße sein? Etwas mehr Limette? Oder ist es noch nicht salzig genug? 
Anschließend mit Sriracha-Sauce und Kokosmilch garnieren und sofort servieren.
Tipp: Mehr machen und anschließend – für schlechte Zeiten – einfrieren. Guten Appetit!


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Pumpkin-Pie-Spread für Bagels | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

| On
September 17, 2017
Feines-Gemüse-Kürbisparty

Was ist eine Kürbis-Party?

Ich werde es euch sagen: Eine Kürbis-Party ist das lockere, doch exzessive Feiern der köstlichsten Herbstfrucht, die Mutter Erde uns niederen Menschen je hat zukommen lassen.
Und ich gehe einfach mal davon aus, dass 99% von euch mindestens so verrückt nach Kürbis sind wie ich. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, den Start in den Herbst 2017 mal so richtig zu zelebrieren: Mit einer Kürbis-Themenwoche, in der ich ganz bewusst keine Klassiker à la Kürbis-Kokos-Suppe oder Kürbisspalten aus dem Ofen auflegen will. Wenn man – wie ich und sicher auch viele von euch – seit vielen Jahren Kürbisse aller Farben und Formen verarbeitet, muss auch mal was Neues her. 
Deswegen präsentiere ich euch in den kommenden insgesamt sieben Tagen sieben Rezepte, die etwas spannender und frischer sind. Ob süß, ob herzhaft – es ist alles dabei, ihr dürft also gespannt sein. Habt ihr auch aufregende Kürbis-Rezepte? Dann freue ich mich über euer Zutun und eure Kommentare!

Pumpkin-Pie-Spread-1


Wir starten mit einer kurzen Erklärbär-Lektion: Was hat es mit diesem „Pumpkin Spice“ auf sich? 
Klar ist: Alle lieben den PSL von Starbucks, und sobald man auf irgendwas „Pumpkin Spice“ schreibt, verkauft es sich wie verrückt. In Deutschland denken ja viele immer noch, dass Pumpkin Spice aus Kürbis gemacht wird. Also: Wo Pumpkin Spice drauf steht, ist auch Pumpkin drin. 
Leider nein, leider gar nicht. Pumpkin Spice ist lediglich eine vor allem in den USA populäre Gewürzmischung, mit der dort zur Saison Kürbiskuchen gewürzt wird. 
Nun, hiermit wären dann auch Diejenigen aufgeklärt. 

Pumpkin Spice besteht aus Muskatnuss, Nelken, Zimt, Ingwer und Piment. Ich liebe diese Mischung, weil sie so wunderbar würzig-süß ist und an ganz viele – auch herzhafte – Herbstgerichte passt.
Für die Kürbis-Party habe ich deswegen einen Pumpkin-Pie-Spread für Bagels und Co. kreiert, der seine leuchtende Farbe durch die Zugabe von Kürbispüree bekommt. So schmeckt es noch leckerer und intensiver nach Kuchen – wir kriegen nicht genug davon! Es ist ganz schnell gemacht und wirklich mal was anderes für den Frühstückstisch. Unbedingt ausprobieren! #Bagelliebe 


Pumpkin-Pie-Spread-2

Pumpkin-Pie-Spread für Bagels
Rezept für 200 g (reicht für ca. 3 – 4 Bagels)

Zutaten 
100 g Doppelrahm-Frischkäse (oder eine andere Sorte, aber mehr Fett = mehr Geschmack)
100 g Kürbismus aus eigener Herstellung, am besten aus Hokkaido
1 Hauch geriebene Nelken
1/4 TL Piment
1/4 TL Zimt
1/2 TL Ingwer geriebener Ingwer
frisch geriebene Muskatnuss
Vollrohr- oder Rohrohrzucker nach Belieben (bei mir: ca. 15 g) 

Zubereitung
Der Pumpkin-Pie-Sprad ist eigentlich schnell gemacht; etwas mehr Zeit kostet es aber, im Voraus das Mus bzw. Püree herzustellen. 
Weil hier sehr dickes Mus ohne viel Flüssigkeit gefordert ist, nehme ich  Hokkaido-Kürbis, weil der sehr wenig Wasser enthält. Ich schäle eine beliebige Menge, schneide sie in grobe Würfel und koche sie in ganz wenig ungesalzenem Wasser gar. Dann schwinge ich den Pürierstab, bis ich glattes, seidiges Mus habe. Anschließend auskühlen lassen, 100 g abnehmen und den Rest entweder für Suppen o. ä. weiterverwerten oder einfrieren. 

Anschließend das Mus mit dem Frischkläse und den Gewürzen und dem Zucker vermengen, auf frisch getoastete Bagel streichen und genießen. 

Corn Chowder – Cremiger Mais-Gemüse-Eintopf

| On
September 01, 2017
Corn-Chowder-USA-veg


Bei dem ganzen Wetter-hin-und-her weiß man ja gar nicht, was man kochen soll, im Zweifel ist es eh falsch. Die Grillwurst muss ins Trockene gebracht werden, dann wieder schwitzt man mit einem dampfenden Gemüseeintopf um die Wette oder bibbert bei jeder Gabel Salat vor sich hin.

Der Sommer 2017 war dahingehend ziemlich anstrengend, aber ich hoffe, dass zumindest der September etwas „vorhersagbarer“ wird – angenehm, gerne auch schon etwas kühler, mit Aussicht auf die erste Kürbissuppe, auf Zwiebelkuchen und Federweißer, und auch ein Stückchen Pecan Pie.
In diese Übergangszeit passt perfekt ein Rezept, das ich in USA Vegetarisch gefunden habe und für das ich das erste Mal in meinem Leben frische Maiskolben verwendet habe: Corn Chowder

Ein Chowder war früher eine dickflüssige Fisch- oder Meeresfrüchtesuppe. Mittlerweile kann man den Begriff aber auch für dickflüssig-cremige Gemüsesuppen mit groben Stücken benutzen, was gut ist, weil man mich mit Meeresfrüchten bekanntlich jagen kann. 

Der Corn Chowder war nicht allzu schnell gemacht, ist aber eigentlich nicht aufwändig und hat uns total gut geschmeckt. Ein ganz herrliches Abendessen für Tage, an denen (vielleicht auch spontan) der Herbst für eine Stippvisite – oder ein verlängertes Wochenende – vorbeischaut, deftig und wärmend und einfach köstlich. Im Originalrezept kommt noch ein Zweig Salbei dazu, aber den hatte ich gerade nicht da und deswegen einfach ignoriert.
Also: Noch bekommt ihr Maiskolben in den Geschäften und auf Märkten: Hop Hop!

Corn Chowder – Cremiger Maiseintopf
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
2 frische Maiskolben
500 ml Gemüsebrühe
200 g Kartoffeln
1 mittelgroße Zwiebel (ca. 50 g)
100 g Staudensellerie
30 g Butter
20 g Mehl
175 ml Milch
Salz
weißer Pfeffer

Zubereitung
Mais putzen und die feinen Härchen entfernen. Die Maiskörner mit einem scharfen Messer vom Kolben schneiden und darauf achten, nur möglichst wenig von den Kolben abzuschneiden. Die Körner beiseite stellen.

Nun die Kolben mit einem schweren Messer (!) zerteilen – Achtung, dazu braucht ihr echt Kraft, so ein Maiskolben ist ganz schön heavy – und in einen Topf geben. Gemüsebrühe dazugeben und zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen. Anschließend durch ein Sieb geben und etwas abkühlen lassen.

Zwiebeln pellen und fein würfeln. Sellerie putzen und in 1 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln schälen, in 2 cm große Würfel schneien und in kaltes Wasser geben.

Butter in einem Topf mit schweren Boden aufschäumen lassen. Zwiebel- und Selleriewürfel darin bei mittlerer Hitze 1 Minute farblos anschwitzen, mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Nach und nach Milch angießen, dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden. Dann den Maisfond dazugeben, zum kochen bringen und 10 Minuten kochen lassen. Kartoffelwürfel abgießen, in die Suppe geben und bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 20 Minuten kochen. Nach 10 Minuten die Maiskörner dazugeben und direkt abschmecken.

Sellerieblättchen grob hacken, Suppe anrichten und mit den gehackten Blättern servieren. Anschließend, wenn gewünscht, mit Paprikapulver garnieren.

Dazu schmeckt z. B. Weißbrot oder Maisbrot.

Pfifferlingsgulasch mit Semmelknödeln

| On
August 14, 2017
Pfifferlingsgulasch-Semmelknödel

Wie steht eigentlich ihr zu Minimalismus? Und: Wann fing es eigentlich damit an, ab wann war on- wie offline plötzlich in zahlreichen Beiträgen darüber zu lesen, wie gut es dem Menschen tut, sich in Zeiten materiellen Überflusses Schlichtheit und Reduktion zu widmen?

Würde ich mich selbst als Minimalistin bezeichnen? Ich gebe zu, der Gedanke ist attraktiv, allerdings neige ich nicht Schubladen oder gar Extremen, weil die einem doch irgendwann das Leben schwer machen. Ich mag aber kein schweres Leben haben. Ich möchte ein angenehmes, aber doch verantwortungs- und nachhaltigkeitsbewusstes Leben. Und Verantwortung und Nachhaltigkeit bedeuten automatisch Verzicht. Wir besitzen generell wenig; Was wir nicht (mehr) mögen, wird entsorgt, im besten Fall verkauft oder gespendet. Klamotten, Bücher, Möbel, Deko – so manch einer bezeichnete unsere Wohnung schon als „karg“. (Deren Wohnungen würde ich im Gegensatz aber als Zirkuströdelmarkt bezeichnen, jeder wie er will, ne?) Aber es geht ja nicht nur um Verzicht auf Eigentum, sondern auch um den Verzicht auf Bequemlichkeiten & Gewohnheiten.
Ich versuche, auf dem Markt und beim Handwerksbäcker einzukaufen, stets eine regionale und/oder saisonale Wahl zu treffen, Plastikverpackungen zu vermeiden, keine Lebensmittel vergammeln zu lassen, mir mein Essen selbst mitzubringen als überteuert in der City zu lunchen, Coffee-to-go gibt's in meiner Welt nicht, und seit über einem Jahr trinken wir primär Leitungswasser und lassen PET-Flaschen links liegen. Nobody is perfect, versteht sich, aber einfach so vor sich hin leben, das geht in meinen Augen gar nicht klar.
In der Küche kann und mag ich nicht so recht minimalistisch sein. Ich lege viel Wert auf eine anständige Auswahl an hochwertigen Gewürzen, eine prall gefüllte Vorratskammer, und ja (!), ich brauche Oliven-, Sonnenblumen-, Sesam-, Pistazien-, Lein- und Walnussöl! Alles hat seinen Sinn!
Bei Kochbüchern ist es wieder ein bisschen anders: Hier habe ich in den letzten Jahren eine Menge aussortiert, verkauft, zu Oxfam oder in unseren Bücherschrank gebracht. Das ist interessant, weil ich ewiglang kein einziges Kochbuch weggeben wollte. Allerdings: Hat man eines jahrelang, schaut aber nie rein – was soll das dann? Deswegen sind in den letzten Monaten 50% meiner Bücher rausgeflogen. Geblieben sind meine Lieblinge, die Bücher, in denen ich immer wieder interessiert stöbere und doch ständig Neues entdecke: Eines davon, ich würde sogar sagen, es ist mein allerallerliebstes Kochbuch ist Österreich vegetarisch von Katharina Seiser.

Der Erstling aus der Vegetarisch-Reihe bleibt für mich bis heute ungeschlagen; ich habe schon unzählige Rezepte daraus probiert und ausnahmslos alles ist gelungen. Am letzten Wochenende habe ich mich an einem etwas aufwändigeren Rezept versucht, was nur auf den ersten Blick nicht zum Minimalismus-Thema dieses Posts passt: Pfifferlingsgulasch mit Semmelknödel (im Original natürlich „Eierschwammerlgulasch“ genannt). Per se simpel – Pfifflerlinge, köstliche Pfifferlinge, nicht als Begleitung, sondern mit Vollkaracho. Ein Festmahl, das man sich gierig Löffel für Löffel in den Mund stopft, in vollkommen sonntäglicher Glückseligkeit. Gemüse in saisonaler Bestform. Wer vermisst den Braten dazu? Keiner.


Pfifferlingsgulasch mit Semmelknödeln 
Zutaten für 2 – 3 Personen

für das Pfifferlingsgulasch
1 rote Paprika
Salz
250 g geschälte Zwiebel, klein geschnitten
2 EL Sonnenblumenöl
Majoran, getrocknet und gerebelt
1 Prise Kümmel
1 TL edelsüßes Paprikapulver
250 ml Gemüsebrühe
400 g geputzte Pfifferlinge
50 g Saure Sahne
1 gehäufter TL Mehl
1 Spritzer Balsamicoessig

für die Semmelknödel
1 TL Butter
250 g entrindetes Toastbrot
60 ml lauwarme Milch
1 kleines Ei
1/2 TL Salz
Prise Muskatnuss

Zubereitung
Paprika entkernen und mit Salzwasser knapp bedecken. Offen weich kochen und im Anschluss mit der Kochflüssigkeit pürieren. Durch ein Sieb passieren. (Anm.: Den Schritt mit dem Passieren habe ich mir gespart.)

Zwiebeln in 1 EL Öl ca. 20 Minuten bei kleiner Flamme langsam hellbraun rösten. Knoblauch, Majoran und Kümmel dazugeben, kurz mitschwitzen. Paprikapulver dazugeben, mit Gemüsesuppe auffüllen, nun 15 Minuten leicht köcheln lassen.
Die Pfifferlinge in 1 EL Öl kurz anschwitzen. Dann zusammen mit der passierten Paprika zum Gewürzansatz geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
Sauerrahm mit Mehl verrühren, Gulasch damit abbinden und kurz aufkochen lassen. Mit einem Spritzer Balsamicoessig abschmecken, gegebenenfalls nachsalzen.

Für die Knödel Butter in der Milch zerlassen. Toastbrot mit Milch, Eiern, Salz und Muskatnuss locker vermissen und abschmecken, ungefähr 10 Minuten stehen lassen.
Masse halbieren und Hälften auf Frischhaltefolie geben. Zu Rollen mit ca. 5 cm Durchmesser formen und in die Folie einrollen. Dann wiederum in Alufolie wickeln und die Enden fest zusammendrehen. In kochendes Wasser legen und ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.
Herausnehmen, auswickeln, in Scheiben schneiden und mit dem Pfifferlingsgulasch anrichten. Eventuell mit weiterem glatt gerührtem Sauerrahm servieren.

Quelle

Eifelsteig {Aachen – Nettersheim} – Warum in die Ferne schweifen...

| On
Juli 27, 2017
Eifelsteig-Intro

„Ihr seid nicht in der Eifel – ihr seid in einem Paradies!“

Mein Kopf und ich hängen etwas müde auf dem Rücksitz des Taxis, das uns von Simmerath nach Gemünd bringt, dem Ausgangspunkt unserer vierten Etappe auf dem Eifelsteig, dessen Teilbegehung unser diesjähriger Sommerurlaub ist.
Es ist noch ziemlich früh, aber auch heute haben wir wieder 20 Kilometer über Stock und Stein vor uns. Auch deswegen will ich während der Fahrt eigentlich friedlich dösen, allein unser Fahrer hat anderes im Sinn. Schnell hat er uns als Städter „enttarnt“ und quasselt fröhlich drauf los: Wie er vor über 20 Jahren nach Deutschland – in ein Eifeldorf – kam. Wie seine vier Kinder schon nach wenigen Wochen wussten: „Papa, hier gehen wir nicht mehr weg!“ (Alle wohnen noch immer dort.) Wie er Zeit seines Lebens kaum krank gewesen ist, „wegen der guten Luft“ (Nur die Zähne machen Probleme).

Was er nicht ahnt, und ja auch nicht wissen kann: Ich bin nun echt kein Eifel-Newbie, ihr vielmehr in Sentimentalität äußerst verbunden. Die ersten 15 Jahre meines Lebens habe ich so gut wie jede Sommerferien, jedes Wochenende dort verbracht: Als kleines Mädchen Konfitüre aus selbstgepflückten Brombeeren und Zucker auf dem Gasherd unseres Campingzelts gerührt, aus Gras und Gänseblümchen deliziöse Suppen gekocht (ha), auf nassen Wiesen gezeltet, und jede Folge von Bibi &amp; Tina mit Fahrrädern als „Pferde“ nachgespielt (woher nehmen Kinder eigentlich diese Fantasie?). Aus heutiger Sicht ist es natürlich kurios, aber früher hielt ich das alles für puren Luxus. Nie hätte ich woanders Urlaub machen wollen, der gelegentliche Urlaub an der Nordsee kam mir schon äußerst exotisch vor.
Nun, alles geht mal vorbei – als ich 16 war, verkauften meine Eltern das Grundstück, und naturgemäß war das Alter so oder so nicht die beste Phase meines Lebens. Erst vor wenigen Jahren holte mich die Nostalgie ein, und seitdem poche ich regelmäßig auf Tagesausflüge in der „alten Heimat“.
Dieses Jahr aber wollte ich länger bleiben – der Eifelsteig sollte es sein, ein Fernwanderweg, der auf 314 Kilometern von Aachen bis Trier führt. Die ersten fünfeinhalb Etappen, 100 Kilometer, nahmen wir uns vor.

Meine Hintergrundgeschichte kennt der nette Taxifahrer nicht, ich bin auch zu müde, mich zu erklären, lasse ihn reden und schwärmen; der oben zitierte Satz bleibt mir im Kopf.
Ich habe nichts zu ergänzen, ich stimme überein. Die Eifel ist schön, wunderschön – ein echtes Paradies: Traumhafte Landschaften, unendliche Weiten, Berge &amp; Täler, Wiesen &amp; Felder, Moore &amp; Heiden, Flüsse &amp; Seen: Alles dran, alles da. Deswegen möchte ich euch auch ein paar Fotos zeigen, ein paar Übernachtungs- und Gastrotipps geben. Vielleicht kann ich euch ja anstecken?

Etappe 1, Montag, 10. Juli
Aachen-Kornelimünster – Roetgen, 14 km

Die erste Etappe hat eine ziemlich entspannte Länge. Wir starten im malerischen Kornelimünster, das wir uns gerne noch etwas näher angesehen hätten – wäre da nicht die Zeitnot, es ist nämlich bereits halb 12, als wir dort eintreffen, und da man ja nie weiß, was einen erwartet (und wir auch nicht die erfahrendsten Wanderer sind...) sputen wir uns.
Die ersten Kilometer plätschern gemütlich vor sich hin, wir passieren Felder und Pferdekoppeln, kleinere Siedlungen und Waldpassagen – und beobachten sogar einen Mähroboter (faszinierend!).
Gerade, als die Landschaft ein letztes Mal reizvoll wechselt – nämlich in flaches Moor- und Heidegebiet – hören wir ein Grollen am Horizont. Äußerst ungünstig, so können wir den Abschnitt nämlich nicht genießen, sondern rasen über die kurzen Holzstege gen Roetgen. Das Gewitter verschwindet aber – lediglich ein paar Tropfen Regen müssen wir am Schluss verkraften. Auch wenn die Etappe wahrlich nicht lang war, bin ich froh, unsere makellosen und wunderschönen Zimmer im Landgasthof Gut Marienbildchen zu beziehen. Idealerweise können wir dort auch zu Abend essen, was sich nicht nur logistisch, sondern auch qualitativ als fabelhafte Wahl herausstellt.

Marienbildchen
Abendhimmel und Ausblick aus unserem Zimmer im Gut Marienbildchen
Etappe 2, Dienstag, 11. Juli
Roetgen – Monschau, 19 km

Beim Frühstück werden wir mit vielen Produkten aus eigener Landwirtschaft versorgt: Die Eier stammen von hofeigenen Hühnern, die Marmeladen sind selbstgemacht, Wurst und Käse stammen vom lokalen Metzger – ja, ich bin schnell glücklich zu machen und dementsprechend auch ziemlich gut gelaunt. Um 9:30 Uhr brechen wir auf und treffen recht bald im Wald ein, wo wir – schwupps, fast unbemerkt – die Grenze zu Belgien übertreten. Wir sind im Hohen Venn unterwegs, einer frostigen, niederschlagsreichen Gegend – und einem der letzten Hochmoorgebiete Europas. Wir nehmen einen „Umweg“ durchs Naturschutzgebiet und verlängern die Etappe so um zwei Kilometer. Und da sieht es dann so aus:

Belgien-Moor

Wie gut, dass wir die Idee aufgegriffen haben – anstelle einer ewiglangen, schnurgeraden Strecke, wandern wir nun durch abgelegene, üppige und gleichzeitig eigenartig karge Graslandschaften, bis wir abbiegen und – jippieh! – lange auf Holzstegen gehen. dürfen. Dieser Streckenabschnitt war fast unser liebster der gesamten Reise, so viel Ruhe, so viel Natur, so viel Grün – und bestes Wetterchen.

Moor
Sonnige, einsame Stege: Der perfekte Pausenspot im Naturschutzgebiet. 
Hier machen wir eine äußerst (!) gemütliche Pause, bis wir die letzten Kilometer in Angriff nehmen.
Der angekündigte Regen kommt erst, als wir längst in Monschau sind und im Restaurant Rur-Café sitzen, das sich – wieder einmal – als ideale Location für ein Abendessen herausstellt. Außerdem entdecke ich dort meine Liebe für Obstbrände.
Sehr empfehlenswert – und das lässt sich leider nicht über jedes Restaurant in Monschau sagen, das zu jeder Saison von Tagestouristen geflutet wird.

Monschau-Essen
Salat mit Bio-Ziegenkäse und Früchten; Verdauungsspaziergang am Marktplatz
Das natürlich aus gutem Grund. Monschau ist ein wunderbares Städtchen, voller schiefer Fachwerkhäuser, einer Burg, Gemäuern, Brücken, kleinen Cafés und touristisch-orientiertem Einzelhandel. Außerdem gibt es eine historische Senfmühle, die man besichtigen kann. Und im Advent gibt es hier den schönsten Weihnachtsmarkt überhaupt.

Monschau-Altstadt
Views of Monschau

Etappe 3, Mittwoch, 12. Juli
Monschau – Monschau-Höfen, 7 km (eigentlich: Einruhr, 24 km)

Als wir aufwachen, regnet es immer noch, und das nicht zu knapp. Doch wir sind tapfer, packen uns in die volle Regenmontur und starten die Wanderung wie geplant.

Monschau-Regen
Vorher, noch trocken; Nachher: Es ist, wie es ist. 
Die dritte Etappe ist als „schwer“ gekennzeichnet – das merkt man bei diesem Wetter besonders. Ich bin fürchterlich froh, mir vorher noch Wanderstöcke gekauft zu haben, denn nur mit Regenschirm über glitschige Wurzeln zu steigen, ist gar nicht leicht und auch ziemlich gefährlich. Auch war ich war noch nie so dankbar für Funktionskleidung... Bis zum Monschauer Vorort Höfen sind es knapp 7 Kilometer, die wir gut gelaunt wandern – schließlich haben nebel- und regenverhangene Berge auch ihren Charme. Dann aber nimmt der Regen zu und wir entscheiden, mit dem Bus zum Ort unserer nächsten Unterkunft (Simmerath) zu fahren. Das Hotel Kragemann ist definitiv unsere stilvollste und modernste Unterkunft auf dem Trip – und wir genießen den langen Aufenthalt sehr. Die Kopfkissen dort waren sogar so bequem, dass wir sie direkt für uns selbst bestellt haben.

Monschau-Berge
Bei Regen sind Berge und Wälder besonders schön, aber halt auch... nass. 
Etappe 4, Donnerstag, 13. Juli
Einruhr – Gemünd, 21 km

Das Hotel Kragemann hat nicht nur schöne Zimmer, sondern auch ein herrliches Frühstück. Und, noch wichtiger: Der Himmel ist blau, die Luft ist klar, das Unwetter ist vorbei gezogen. Weil uns heute eine sehr interessante und gleichzeitig lange Wanderung erwartet, sind wir ziemlich froh darüber. Nachdem uns das oben erwähnte Taxi in Einruhr abgeliefert hat, laufen wir los. Die ersten Kilometer führen nur leicht bergauf, aber auch lange am schönen, stillen Rursee vorbei, der bei diesem Wetter wirklich prächtig aussieht.

Rursee
Beweisstück A: Rursee.
Dann betreten wir in der Dreiborner Hochfläche militärisches Sperrgebiet – und ab sofort für den Großteil der restlichen Etappe die ausgezeichneten Wege nicht verlassen, da ein Großteil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang noch immer mit Munitionsresten belastet ist. Nun, da wir unsere Beine gerne behalten möchten, halten wir uns artig an die ausgeschilderten Wege und erreichen schließlich die auf einer Hochebene gelegene Wüstung Wollseifen. An so einem Ort war ich noch nie, ein bisschen Silent Hill zur Mittagszeit... Zur Geschichte von Wollseifen könnt ihr hier oder hier mehr lesen. Die wenigen Überbleibsel des Dorfes – eine Kirche und ein Schulgebäude, in dem auch eine kleine Ausstellung zu finden ist – sind zwar spannend, das Wetter ist einladend und Bänke gibt es auch. Aber die Stimmung ist mir doch zu gespenstisch, auch wegen der vom belgischen Militär errichteten Kulissenhäuser auf dem Areal, an und in denen u. a. für den Kosovokrieg 2001 „geübt“ wurde.

Eifelsteig-Wollseifen
Was von Wollseifen übrig blieb (l.); Modell des Ortes (r.)
Obwohl erschöpft und hungrig, verlegen wir deswegen die Pause nach Vogelsang, wo wir knapp eine Stunde später eintreffen. Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang IP ist ein gigantischer Blickfang und definitiv einen Ausflug wert – schade, dass wir nicht länger bleiben und die Daueraustellung „Bestimmung: Herrenmensch“ besichtigen können. Aber: Wir kommen wieder!

Vogelsang-Wollseifen
Hier kann man Vogelsang von weitem sehen – nah und doch fern. 
Nach einer ausgedehnten Pause und einem kühlen Bier geht's weiter: Mir tut zwar bereits alles weh, aber beim Laufen schmerzen die Beine nicht so sehr wie beim Sitzen. Dennoch ziehen sich die letzten sieben Kilometer für mich unglaublich. Als wir gegen 17 Uhr endlich an unserem Hotel ankommen, fühle ich mich wie überfahren. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Körper zu solchen komplexen Schmerzen (und Übelkeit, hallo!) fähig ist. Beine, Nacken, Schultern, Rücken – und die Füße! Lieberweise überreichen uns die Gastgeber im Kurparkhotel Schleiden direkt eine Fußwanne und passendes Badesalz. Die nächste halbe Stunde verbringe ich halb liegend, halb sitzend (halt so, wie es gerade am wenigsten wehtut), aber immer mit den geschwollenen Füßen im eiskalten Wasser.

Gemünd-Schleiden
Wilde Wiesen in voller Pracht; das Fußbad. Hach!
Später kann ich mich noch zum Essen in ein sehr nahgelegenes Restaurant schleppen, das auch Seniorenportionen anbietet (Kurort-Alarm!), halte die Augen aber kaum offen und kriege auch nur eine kleine Kartoffelsuppe runter. Einige Stimmen berichten, sie hätten mich später noch Käsekuchen löffelnd im Bett gesehen, aber das sind lächerliche Gerüchte, Verleumdungen, auf die man nichts geben sollte...


Etappe 5, Freitag, 14. Juli
Olef (eigentlich: Gemünd) – Urft, 13 km

Ich habe mir wohl etwas zu viel zugemutet für meinen aktuell leider untrainierten Körper (Stress, Leute!). Die Regeneration geht zwar deutlich fixer als gedacht, aber auf noch so einen Zombie-Abend habe ich keine Lust. Nach einem hervorragenden Frühstück im Hotel – wo ich übrigens 27 Bio-Müsli- und Cerealien-Sorten zähle –, machen wir uns mit dem Bus auf nach Olef, und kürzen die Etappe so von 19 auf 13 km. Olef ist ein bezauberndes Örtchen voller Fachwerkhäuser, das auch zum Verweilen einlädt – angenommen, man hat schon ein paar Kilometer hinter sich gebracht.

Olef-2


Wir aber biegen direkt auf den Eifelsteig ein und freuen uns, dass auch heute das Wetter ideal ist.
Die Etappe gefällt mir landschaftlich am besten: Wenige Höhenmeter (meine Beine bedanken sich!), dafür viele Felder, wildromantische Minipfade durch den Wald, und gegen Ende befinden wir inmitten endloser Kornfelder.

Steinfeld-Getreide
Getreidefeld kurz vor Kloster Steinfeld – am Horizont schon zu sehen. 
Als wir das eigentliche Etappenziel, Kloster Steinfeld, am Horizont erspähen, fallen dunkle Wolken am Horizont auf. Wir sputen uns die letzten Kilometer ziemlich und haben – mal wieder – Glück: Gerade als wir die Tür zum Klosterladen öffnen, prasselt ein kurzer, kräftiger Schauer nieder. Die Zeit überbrücke ich mit dem Kauf eines Honig-Essigs aus der Region – übrigens mein einziges Mitbringsel. Wenn man täglich zu schleppen hat, wird man wählerisch...

Nach dem Schauer laufen wir noch fix in den nächsten Ort, wo ich eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatte: Auch von der Familie Weckmann im Urfter Hof werden wir wieder herzlich willkommen geheißen – und auch das Abendessen dort (und die Obstbrände!) ist wieder einmal spitzenmäßig.

Etappe 6, Samstag, 15. Juli
Urft – Nettersheim, 10 km

Nettersheim

Am letzten Tag steigen wir bei Urft wieder in den Eifelsteig ein und lassen uns für die letzten 10 Kilometer nach Nettersheim sehr viel Zeit. Das Wetter war erneut hervorragend, und so schlenderten wir durch Wald und über Wiesen, staunten über die Erbsenfelder am Wegesrand, legten viele Pausen ein, bis wir uns der Zivilisation unaufhaltsam näherten, wobei Nettersheim eigentlich nur ein hübsches, kleines Dorf ist – aber immerhin über einen Bahnhof verfügt, von dem auch Regionalbahnen in Richtung Köln düsen. Deswegen beenden wir unsere Wochenwanderung dort und steigen um 12:30 Uhr in einen Zug. Kaum zu fassen, dass wir um 14:30 Uhr schon wieder am Düsseldorf Hauptbahnhof sind. Man fühlt sich ja immer so hingeworfen, all die Eindrücke, die man noch zusätzlich im Gepäck hat, und dann plötzlich wieder Alltag? Begeistert sind wir nicht, aber eine Portion Pommes rot-weiß kann den Schmerz etwas lindern.

______

Ja, da kann man schon mal wehmütig werden. Wir hatten gehofft, die Tage achtsam dehnen zu können, aber nichts da – die Woche verging wie nichts. Auch ohne lange Anreise, ohne Jetlag, schwupps, waren wir wieder in Düsseldorf.

Auf jeden Fall möchte ich euch den Eifelsteig ans Herz legen.
Ich bin keine Reisebloggerin, deswegen bin ich nicht auf alle interessanten, kulturhistorischen Details eingegangen, die sich am Wegesrand oder in nächster Nähe finden – und es hat ja auch ein Jeder andere Vorlieben und Interessen. Zu sehen, staunen und genießen gibt es in jedem Fall genug. Und immerhin die Verpflegungsmöglichkeiten habe ich (da könnt ihr euch sicher sein) auf Herz und Nieren für euch getestet. Da erlaube ich mir das Urteil: Hervorragend, wenn man sich vorher ein wenig informiert. Auch für Vegetarier ist immer ein Gaumenschmaus abseits von Salat dabei, versprochen.

Wo macht ihr denn dieses Jahr Urlaub? Und: Habt ihr auch solche Sehnsuchtsorte eurer Kindheit? 

Gazpacho – Kalte Suppen für heiße Tage

| On
Juli 18, 2017
gazpacho


Hallo aus meiner diesjährigen Sommerpause! – Ich war letzte Woche auf Feld, Wald und Wiesen unterwegs und gliedere mich so langsam wieder ins Stadtleben ein.
Auf die Schnelle bekommt ihr aber ein klitzekeines Hitze-Rezept – und jaaa, es ist mal wieder eine kalte Suppe. Aber nicht irgendeine, sondern der Klassiker schlechthin: Eine Gazpacho.
Heute und für die kommenden Tage sind – zumindest hier in NRW – wieder Temperaturen angesagt, bei denen Herd & Ofen besser unbedient bleiben. Und wenn es dann nach der Arbeit schnell gehen soll, sind alle Zutaten für eine Gazpacho ratzfatz klein geschnibbelt und püriert und quasi auch direkt servierfertig (wobei eine halbe Stunde „ziehen“ im Kühlschrank nicht schadet).

Ich persönlich mache eine Gazpacho mittlerweile nach Gefühl und mit den Resten, die der Kühlschrank gerade so hergibt – so auch vor ein paar Wochen, als dieses Foto entstand. Da das auf Instagram aber so phänomenal angekommen ist, hatte ich das Gefühl, dass sich das „klassische“ Rezept dazu auch auf dem Blog gut machen würde. Ich liebe Gazpacho in allen Varianten sehr, die Kombination aus Gurke/Paprika/Tomate ist im Hochsommer einfach ein Knüller.

Das Pürieren erledigt bei mir ein relativ hochleistungsfähiger Standmixer. In der Not geht's auch mit einem Pürierstab, dauert aber ein bisschen länger. Dafür solltet ihr das Gemüse außerdem viel kleiner schneiden.

Klassische Spanische Gazpacho 
Rezept für 2 Personen

Zutaten
125 g Weißbrot (gerne altbacken, z. B. Baguette vom Vortag)
1 rote Paprikaschote
2 Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Sherry-Essig
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
Wasser
ev. Eiswürfel
zum Garnieren: nach Lust und Laune z. B. kleingeschnittene Sherry-Tomaten, Rosmarinzweige, ein Klecks Joghurt usw

Zubereitung
Das Brot in Scheiben oder Stücke schneiden und wenige Minuten in Wasser einweichen.
In der Zwischenzeit die Tomaten schälen – wer mag, kann die Haut abziehen, aber ich finde, das ist nicht notwendig –, die Paprika putzen und entkernen, die Salatgurke schälen. In Würfel schneiden.

Alles zusammen in den Mixer stecken. Das Wasser vom Brot abgießen, Brot ebenfalls in den Mixer geben. Einen kräftigen Schuss Olivenöl, circa 1 EL Sherry-Essig, etwas Wasser, Meersalz und Pfeffer hinzugeben und ordentlich durchpürieren. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Nun entweder ab in die Suppenschüssel oder in den Kühlschrank. Zu servieren an schwül-warmen Sommerabenden ausschließlich auf dem Balkon oder im Garten.                                                                      

Falscher Kartoffelsalat | Low-Carb-Kartoffelsalat

| On
Juni 18, 2017
Low-Carb-Kartoffelsalat-Kohlrabi


Früher, als meine Schwester und ich noch klein beziehungsweise jünger waren und Zuhause lebten, gab es Samstags immer was „besonderes“ zu essen. Ich wollte erst „Fast Food“ schreiben, aber das würde es nicht treffen, auch wenn es viele dieser Gerichte auch beim Imbiss um die Ecke gab. Während unter der Woche mittags die altbekannte und vielgeliebte Hausmannskost – also was mit Fleisch und Beilagen, meistens Kartoffeln und Salat – auf den Tisch kam, schwelgten wir samstags in etwas anderen Genüssen: Es gab Pizza, Schaschlik (bis heute eines meiner Lieblingsessen, tbh), Gyros und Brathähnchen, häufig mit Reis oder Pommes, natürlich alles selbstgemacht, und zack, die Kinder waren glücklich.

Jaja, es war ganz sicher keine fleischfreie Kindheit – aber nicht nur ich, sondern auch meine Eltern konnten sich mittlerweile von der Überzeugung lösen, dass zu jeder anständigen Mahlzeit auch ein anständiges Stück Fleisch gehört. (P. S.: Ich möchte mir übrigens anmaßen, einen beträchtlichen Teil zu diesem Erkenntnisgewinn beigetragen zu haben.)

Mit diesem Rezept hier haben meine Kindheitserinnerungen nur insofern zu tun, als das mein allerallerallerliebstes Samstagsessen von je her ohne Fleisch auskam: Kartoffelsalat. Da hat ja jede Region und wiederum Familie so ihre eigenen Vorlieben, und ich habe unser traditionelles Rezept bereits vor vielen Jahren hier verbloggt. Kartoffelsalat geht für mich immer! IMMER! Nudelsalat hingegen mag ich gar nicht. Müsste ich mich mal für eine Art Henkersmahlzeit entscheiden – Gott bewahre! –, Kartoffelsalat wäre meine allererste Option. 

Vor ein paar Tagen bin ich auf Instagram über einen „falschen“ Kartoffelsalat gestolpert, der mich neugierig machte, weil er anstelle von Kartoffeln auf Kohlrabi setzt und deswegen auch Low-Carb-Anhängern ganz gerne zubereitet wird. Weil ich auch gerne (und mit ernährungsärztlicher Anordnung) versuche, vor allem abends weniger Kohlenhydrate zu essen und weil wir wunderschöne Kohlrabi aus unserem Schrebergarten bekommen haben, dachte ich mir: Why not? 

Ich habe mehr oder weniger „unser“ Familienrezept genommen und die Kartoffeln durch Kohlrabi ersetzt. Wer einen echten Low-Carb-Kartoffelsalat zubereiten möchte, sollte den Apfel weglassen (und zudem bei den Cornichons auf den Zuckergehalt achten!), aber für mich gehört der einfach dazu. Andere lieben ja auch Fleischwurst im Kartoffelsalat, das ist für mich ein absolutes No-Go, würde im Rahmen von LC aber in Ordnung sein.

Fazit: Eine sehr überzeugende Alternative – für Low-Carb-Anhänger und solche, die gerade nicht mehr so recht wissen, wohin mit den leckeren, frischen Kohlrabi. 

Low-Carb-Kartoffelsalat-Kohlrabi-2

Falscher Kartoffelsalat | Low-Carb-Kartoffelsalat 
Rezept für 2 Portionen 

Zutaten 
2 junge Kohlrabi (geputzt gewogen ca. 400 g)
2 Eier
50 g Cornichons
1/2 Apfel (ca. 50 g)
1 kleine Zwiebel 
75 g Mayonnaise oder Salatcreme
1 EL Saure Sahne
1 TL scharfer Senf
2-3 EL Gurkenwasser (von den Cornichons)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
etwas Paprikapulver
etwas Zucker (oder eine LC-Alternative, z. B. Xucker oder Süßstoff)

Zubereitung
Die Kohlrabi in mundgerechte Stücke bzw. Würfel schneiden und in wenig Salzwasser bissfest garen; das dauert ca. 5-7 Minuten.
In der Zwischenzeit die Eier hart kochen und nebenbei Cornichons und Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, den halben Apfel ebenfalls würfeln.
Kohlrabi abgießen, Eier abschrecken und abkühlen lassen.
Aus Mayo, saure Sahne, Senf, Salz, Pfeffer, Paprika, Gurkenwasser und Xucker eine nicht zu flüssige Salatsauce herstellen. Eier pellen und klein hacken. Den nur noch mäßig warmen Kohlrabi in eine Schüssel geben, Sauce darüber geben und verrühren. Zum Schluss die Eier unterheben. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Im Kühlschrank mindestens zwei Stunden durchziehen lassen; für mich schmeckt er am nächsten Tag am besten.


ANNA JONES – a modern way to cook | {Rezension}

| On
Juni 11, 2017
anna-jones-a-modern-way-to-cook2

Der Hype um Anna Jones war, nein: ist groß. Auf ihrer Website verrät sie gleich im ersten Satz, sie habe ihren Bürojob nach der aufmerksamen Lektüre eines Zeitungsartikels, der sich um das eine, bestimmende Thema unserer Generation drehte („Follow your passion“) gekündigt. Einfach so, schwupps, aus, vorbei. Schon ein paar Tage später  arbeitete Jones in Jamie Olivers berühmtem Restaurant Fifteen in London, dann als JOs Food-Stylistin, schließlich hier und dort in Küchen aller Kontinente. Mittlerweile ist sie wieder zurück in London, selbstständige Food-Redakteurin und Stylistin und hat 2015 mit a modern way to eat ein unfassbar erfolgreiches Kochbuchdebüt hingelegt, dessen Nacholger a modern way to cook ich nun rezensieren durfte. Mit großen Erwartungen habe ich die ersten Seiten nicht aufgeblättert. Überhypte Dinge – ob Mensch, Buch oder Einhorn – langweilen mich nicht nur, ich werde (darf man das überhaupt zugeben?) richtiggehend kiebig, suche konzentriert nach Fehlern und möglichen Kritikpunkten. Tja – leider habe ich in a modern way to cook so gut wie nichts gefunden, Kleinigstkeiten, wenn überhaupt.
Die Rezepte sind abwechslungsreich, spannend + veggie-centered. Und mit Anna Jones' Einstellung zu Ernährung kann ich mich auch ziemlich gut identifizieren:

„Hören wir auf, unsere Nahrung in Einzelteile zu zerlegen, von denen wir einige für generell schlecht erklären und andere über die Maßen loben. Rücken wir wieder das große Ganze in den Blick. Eine ausgewogene und möglichst naturnahe Ernährung ist der beste Weg. Das Heil im Extrem zu suchen ist keine nachhaltige Ernährungs- und Lebensweise. (...) Für mich ist „gut essen“, ander als häufig vermittelt, eine ganz simple Sache: hochwertige Lebensmittel kaufen, selbst kochen, den Schwerpunkt auf Gemüse und pflanzliche Erzeugnisse legen und auf den eigenen Körper hören. Das ist alles.“


Die Optik: Rezepte auf Apfelpapier


Anna Jones' Bücher sind die ersten, die aus Apfelresten hergestellt werden. Dem Unternehmen frumat aus Südtirol ist es gelungen, ein umweltfreundliches Papier aus Apfelabfällen herzustellen. Apfelpapier? Kann man das essen? Nein. Es riecht auch nicht nach Apfelsaft oder -kuchen. Sieht aus und riecht wie stinknormales Öko-Papier und fasst sich auch so an. Ist das nicht saucool – und total genial? Ich hoffe sehr, dass das auch für andere (Kochbuch)-Autoren eine Option sein kann!
Das Cover finde ich in Ordnung, nicht außergewöhnlich, eher unauffällig. Ich bin nicht sicher, ob ich im Buchladen danach gegriffen hätte. Außen solala, innen ohlala: Fast jedes Rezept ist bebildert, und das auch noch sehr schön; Die Fotos gefallen mir persönlich sehr gut: Kein überkandideltes Setting, sondern die Speise im Mittelpunkt, umrahmt von eher kühlen Farben und minimalistischer Deko. Punkt.


Der Inhalt  


  • Einleitung (u. a. mit Vorwort, "Zubehör für die schnelle Küche" und "Ein paar Anmerkungen zu den Zutaten")
  • Bis der Tisch gedeckt ist – 10-15 Minuten
  • Fertig in 20 Minuten
  • Auf dem Tisch in einer halben Stunde 25-30 Minuten
  • Vierzig-Minuten-Festessen 
  • Vorratsküche
  • Fix gefrühstückt
  • Schnelle Desserts und Süßigkeiten
  • Rezeptregister
  • Zutatenregister
  • Register für vegane Rezepte
  • Register für glutenfreie Rezepte 
  • Danksagung 
Nun aber mal Tacheles. Was haben wir gekocht und wie hat's gemundet?
  • Tomaten-Miso-Suppe – Konnte uns nicht begeistern, wobei das Hantieren mit Miso ja auch schwierig ist, die Pasten je nach Hersteller unterschiedlich (intensiv) schmecken und man sich da schnell verschätzt. Die Angabe "2 EL Misopaste" ist dementsprechend meiner Meinung nach nicht gut gewählt. Also: Ein schnelles, aber schwieriges Rezept. Das Topping war allerdings super!
  • Gerösteter Brokkoli mit Gurkennudeln – Oh, so good! Das Rezept war wirklich ein Volltreffer – eines dieser "Will ich immer wieder essen, am besten morgens, mittags und abends"-Gerichte. 

Ein Beitrag geteilt von Christina (@feinesgemuese) am

  • Rauchiger Gemüse-Chowder – Eine gut rauchige, würzige, cremige Gemüsesuppe mit Mais. Eher für kalte, kuschelige Abende. Solide.
  • Kalte Avocado-Gurken-Suppe mit Fenchel – Ich liebe kalte Suppen – hmm, es geht nichts über kalte Gurkensuppe, Vichyssoise oder Kohlrabisuppe mit Meerrettich. Am bisher heißesten Tag des Jahres kam mir die kalte Avocado-Gurken-Suppe mit Fenchel gerade recht – und hat mein Herz direkt erobert. Wunderbar sämig, erfrischend, interessant – volle Punktzahl! Das Rezept habe ich bereits hier verbloggt! 
  • Geröstete Zucchini-Ratatouille mit knusprigen Kichererbsen – Und noch einmal ein Volltreffer aus Anna Jones' Küche: Wenn man kurz davor ist, den Teller abzulecken, hat man wohl die richtige Wahl getroffen. Vor allem die knusprigen Kichererbsen, die in Olivenöl gebraten und mit geriebener Zitronenschale betreut werden, haben unser Herz im Sturm erobert. 
Noch lange nicht bin ich mit den Rezepten durch, die mich interessieren. Gerade im hinteren Bereich des Buches, also bei den Rezepten ab 25 Minuten Zubereitungszeit, habe ich noch den einen oder anderen Merkzettel geklebt: Kohl-Limetten-Nachos mit Chili-Cashew-Creme, Zucchini-Spaghetti mit Pistazien, Kräutern und Ricotta, Lieblingslinsen mit Rösttomaten und Meerrettich, Kürbis-Bohnen-Auflauf... das eine oder andere Rezept muss saisonbedingt leider noch warten.

Mikro-Kritik und Sonstiges


Das ist einer der winzigen Wermutstropfen an a modern way to cook:
Ich liebe es, wenn Rezepte nach Saison sortiert werden. Dass darauf hier kein Wert gelegt wurde, ist aber nur ein bisschen schade und fällt kaum ins Gewicht. Immerhin ist das Rezeptregister sehr aufwändig und intelligent konstruiert, da mag ich nicht weiter nörgeln.
Auch an anderer Stelle kann ich nur auf hohem Niveau meckern: Bei so mancher Mengenangabe kam ich ins Grübeln, weil „1 Handvoll Kräuter“, „4 kleine Zwiebeln“, „ein halber Bund Minze“ etc.) durchaus frei interpretierbar sind und ich lieber mit exakten Mengenangaben – Gramm oder Millilieter – arbeite.
Die angepeilte Zubereitungszeit manchmal sehr optimistisch – ich habe meistens ein paar Minuten länger gebraucht. Und wenn als Beilage ein nicht näher definierter grüner Salat empfohlen wird, muss der ja auch immer noch geputzt und angemacht werden; und alleine das Waschen eines hübschen Bio-Kopfsalates kann gut und gerne 10 Minuten in Anspruch nehmen. Aber wie gesagt: Wir dringen hier in Kritiksphären vor, die keinerlei Einfluss auf das Gesamtergebnis ausüben können.

Anna gibt stets Empfehlungen für vegane und glutenfreie Alternativen. Was ich ganz sympathisch finde: Sie selbst backt mit „gesunden“ Zutaten (wie Kokosöl und Dattelsirup), schlägt für schlicht-gestrickte Normalos oder für Leute, die so etwas nicht auf Vorrat da haben, aber auch Standardalternativen (Butter! Weißer Zucker! Huiuiui...) vor.
Besonders gut gefällt mir übrigens das „Vorratsküche“-Kapitel, wo Jones für all Diejenigen unter uns, die gerne auch bei Küchenbasics Hand anlegen, Rezepte für Nussbutter, Panir, Tahini oder Gemüsebrühe vorstellt. Hier werde ich mich auf jeden Fall noch austoben.


Wem würde ich das Kochbuch empfehlen?

A modern way to cook ist ein wundervolles Buch, das ich jedem Koch ans Herz legen würde, der sich für eine gesunde, pflanzlich-orientierte Küche interessiert; Der neugierig ist auf Rezepte, die nicht ganz so alltäglich sind. Und als Geschenk für eine kochbegeisterte Freundin wäre es aktuell meine erste Wahl!

Der Mosaik-Verlag hat mir das Kochbuch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gstellt. Vielen Dank dafür!

Kalte Avocado-Gurkensuppe mit Fenchel

| On
Mai 30, 2017
Kalte-Avocado-Gurkensuppe-Fenchel

Es ist so heiß!
Aber ich hab trotzdem Hunger!


Kennt ihr diese Leute, die – sobald die Temperaturen über 20° C steigen –, nölen, von wegen: Puh, diese Hitze, da kann ich nichts/nur wenig essen?
Also, mit mir macht das Wetter solche Sperenzchen nicht. Essen muss sein, ob sibirische Minusgrade oder schwüle Tropenhitze. Es muss ja kein deftiger Erbseneintopf oder Rollbraten mit Knödeln sein, aber ein frischer Salat, eine kalte Suppe gehen immer.
Seit Jahren mein Favorit: Kalte Gurkensuppe mit Minze, Joghurt und Knoblauch, aber auch eine Vichyssoise darf es sein, wobei letztere zugegebenermaßen etwas mehr Zubereitungszeit benötigt.

Ganz neu im Programm: Kalte Avocado-Gurkensuppe mit Fenchel, nach einem Rezept von Anna Jones, deren Kochbuch A modern way to eat ich aktuell rezensiere. Oh, so good!
Spontan am vergangenen Hitze-Wochenende alle Zutaten in den Mixer geworfen, ordentlich durchpüriert, als Topping geröstete Kerne und ein paar frische Basilikumblättchen – einfach perfekt: Lecker, erfrischend und reichhaltig genug für ein kleines, feines Mittagessen.

Kalte-Avocado-Gurken-Suppe-Fenchel-2

Kalte Avocado-Gurkensuppe mit Fenchel 
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
1 reife Avocado
3/4 Schlangengurke
1 kleine Fenchelknolle
75 g Joghurt, 3,5% oder mehr
Saft von 1/2 Zitrone
Salz
Pfeffer
1 Handvoll Kerne (bei mir ein Mix aus Kürbis-, Sonnenblumen und Pinienkernen)
Olivenöl
frisches Basilikum

Zubereitung
Schlangengurke putzen – Bio-Ware nicht schälen –, würfeln. Fenchel ebenfalls putzen und würfeln, aus der Avocado das Fruchtfleisch löffeln und das Gemüse mit Joghurt, Zitrone, Salz und Pfeffer in den Mixer geben und kräftig durchpürieren, bis alles schön glatt und sämig ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf zwei Suppenschalen verteilen.
In einer beschichteten Pfanne die Kerne kräftig rösten, kurz abkühlen lassen und portionsweise auf die Suppe geben. Zerrupfte Basilikumblättchen nach Gusto darüber streuen.
Wenn gewünscht noch mit Olivenöl toppen und servieren.

Quelle

Chia, nein danke! – 5 Gründe, warum ich nichts von Superfoods halte

| On
Mai 21, 2017

Irgendwann waren sie da: Chia, Açai- und Goji-Beeren, Kakaonibs, Weizengras, Moringa, Quinoa, Spirulina, Chlorella und wie sie alle heißen – Superfoods. 
Das Versprechen, das mitschwingt (mal konkret genannt, mal angedeutet):
Superfoods sind einfach genial, halten uns jung, gesund, schön, fit, schlank, entgiften – hach, was auch immer das Herz begehrt: Irgendein Kraut, mit dem man seine morgendliche Frühstücksbowl möglichst instagramable pimpen kann, ist dafür (oder dagegen?) gewachsen.

Ihr kriegt schon bei den ersten Zeilen ein bisschen Puls? Ich auch. 
Denn ich verstehe den anhaltenden Hype um diese Produkte nicht. 

Dass man in gewisser Weise neugierig auf exotische Lebensmittel ist, finde ich gut, das finde ich auch wichtig. Doch das überpositive Bild von Superfoods halte ich für so überzogen, dass ich mittlerweile gar nichts mehr aus dieser Kategorie kaufe. Und ich kritisiere nicht nur den Hype, das ist nicht nur eine „Ich mag nicht, was alle mögen“-Ablehnung, ich habe gute Gründe. 

1) Gut für die Gesundheit? Maybe – maybe not. 
Gesundheit, Vitalität, gesteigertes Wohlbefinden, das sind die Attribute, mit denen Superfoods um Käuferschaft werben. Doch ist bisher gar nicht erwiesen, dass Superfoods positive(re) Effekte auf die menschliche Gesundheit haben als „Standardlebensmittel“ – und ich spreche von „echter“ Forschung, nicht von subjektiven Blogbeiträgen und Anekdötchen, schon gar nicht von pseudo-seriösen Texten auf Anbieterseiten. Fakt ist: Es fehlen (noch) wissenschaftliche Beweise für die präventive oder gar heilende Wirkung von Superfoods. Ein Test an Zellkulturen zählt für mich nicht, denn denkt dran: Der Mensch ist kein Reagenzglas.


2) Super Nährwerte? Geht.
Was erwarten wir von Superfoods? Na, dass die Vitalstoffzusammensetzung besser ist als bei „normalen“ Lebensmitteln, dass auf kleinste Konsummenge der bestmögliche Effekt für den Körper erzielt wird. Allerdings gibt es da zwei kleine Problemchen:
Erstens: Die Nährwertangaben der „neuen Exoten“ unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. (Ob da wohl das Verkaufsinteresse eine Rolle spielt? – Mehr Vitamine, mehr Absatz.
Zweitens: Die Bioverfügbarkeit von Vitaminen, Mineralstoffen usw. ist begrenzt. Was der menschliche Körper nicht verwerten kann, wird (im besten Fall) ungenutzt rausgeschmissen. Bioverfügbarkeit ist ein sehr komplexes und auch individuelles Thema. Denn dabei geht es nicht nur darum, wie stark verarbeitet das Ausgangsprodukt ist, sondern auch darum wie alt oder gesund (oder, oder, oder) der Empfänger ist – will sagen: 
Natürlich kann man sich ein hochdosiertes Anti-Freie-Radikale-Pülverchen aus Açai den Smoothie mixen, aber ob der Körper damit mehr anfangen kann als mit einer Hand voll heimischer Heidelbeeren sei mal dahingestellt... 
Übrigens: Ein paar interessante Vergleiche findet ihr u. a. bei Fit for Fun.


3) Schadstoffbelastung? Aber hallo!
Wie oft waren Superfoods in den vergangenen Jahren in den Negativ-Schlagzeilen? Ziemlich häufig, nicht wahr – sogar Bio-Ware wurde teilweise als „nicht verkehrsfähig“ eingestuft. Das soll (und darf!) selbstverständlich nicht auf alle Lebensmittel – ob Bio oder nicht – übertragen werden. Mich persönlich haben die Ergebnisse aber nachhaltig irritiert. Die liebe Hannah hat auf ihrem Blog einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben, der die komplexe Sachlage auf den Punkt bringt. 



4) Money Money Money
Everything comes at a price, klar – nur liegt der bei Superfoods stets in exorbitanten Höhen. Muss ich ins Detail gehen? 100 Gramm Acai-Beerenpulver für 15 €, 180 Moringakapseln 20 €, 1 kg Chiasamen 10 Euro – wohingegen Leinsamen (die nährwerttechnisch Chiasamen häufig sogar überlegen zu sein scheinen) gerade einmal 2-3 Euro im Kilo kosten.
Ich möchte an dieser Stelle betonen: Ich gebe gerne Geld für Lebensmittel aus, ich bin nicht geizig und lasse sicher monatlich auch ein ordentliches Sümmchen im Bio-Supermarkt. Aber davon kaufe ich eben echte Lebensmittel, Gemüse, Obst, Eier, Nüsse – keinen Erste-Welt-Quatsch. 


5) Wie war das nochmal mit der Nachhaltigkeit?
Was viele ü-ber-haupt nicht zu stören scheint: Die Importstrecken, die manche Superfoods überwinden müssen, um den Weg zu uns zu finden. Komisch, dass (fast) alle Superfoods tausende von Kilometern zurücklegen, um hier teuer verkauft zu werden. Die Gojibeere wächst nicht im Schrebergarten und von Macaknolle hat eure Oma auch noch nie gehört. 
Quinoa kaufe ich aber nicht nur aufgrund der komplizierten Anreise nicht mehr, sondern es kommt  eine erweiterte Komponente hinzu: Schon vor Jahren machten diverse Medien (z. B. hier) darauf aufmerksam, dass die ärmsten Schichten der südamerikanischen Bevölkerung – aus deren Gefilden das Pseudo-Getreide stammt – sich ihr Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können, weil die internationale Gier sowohl Nachfrage als auch Preis so stark haben ansteigen lassen. Und nicht nur das: Selbst die Quinoa-Bauern verzichten mittlerweile auf ihr eigenes Erzeugnis, weil es finanziell lukrativer ist, Quinoa zu verkaufen als selbst zu essen. Und wozu greifen sie alternativ? Nach Pasta, einem billigen Industrieprodukt mit quasi null Nährwerten. Finde nur ich das völlig absurd?

Tja, so sieht es aus mit den 5 Gründen, warum ich von den sogenannten Superfoods nichts halte (mit Ausnahmen natürlich – ich bin, wie ihr wisst, weder heilig noch radikal). Dabei habe ich die Sachlage stark verkürzt wiedergegeben. Ich hätte zu jedem Punkt noch viel, viel mehr schreiben können. 

Was ist denn eure Meinung zu Superfoods? Kauft und konsumiert ihr sie gerne? Oder seid ihr auch eher skeptisch? Ich freue mich (wirklich) sehr über euren Kommentar, da mich das Thema sehr umtreibt. 

Weitere Lesetipps:

____________________


Ich bin weder Ärztin noch Ökotrophologin. Ich kann in diesem Blogpost nur meine Meinung und mein Wissen, das ich mir über die vergangenen Jahre angelesen habe, weitergeben. Wie ich bereits oben geschrieben habe, stehen Langzeitstudien aus und es ist möglich, dass der eine oder andere Punkt nicht medizinisch-korrekt erläutert wurde. Vielleicht ist dieser Post in einigen Monaten oder Jahren überholt, aber aktuell weist für mich nichts darauf hin. 
Dass manche "Superfoods" interessante Eigenschaften haben und sicher auch gut schmecken, ist mir völlig klar. Meiner Meinung nach sollten wir allerdings nicht jedes Marketinggewäsch so hinnehmen. Wir haben schließlich eine Verantwortung, nicht nur gegenüber der Umwelt, auch gegenüber unseres Verstandes
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...