Donnerstag, 23. November 2017

Selbstgemachtes Nutella (oder Schoko-Nuss-Creme) und wieso die ganze Aufregung um die neue Rezeptur unangemessen ist


Selbstgemachtes-Nutella

„Was Ferrero am Schoko-Aufstrich verändert hat“, „Fans in Aufruhr: Der Ärger um die neue Rezeptur“, „Nutella plötzlich heller! Was hinter der neuen Rezeptur steckt“ – das sind nur drei der Überschriften deutscher Medien zum jüngsten deutschen Lebensmittelskandal. 

Vergesst Massentierhaltung, Gammelfleisch, EHEC, Antibiotika-Hühnchen und Fipronil-Eier – denn der auch als gemeinnützige Verein und für seine nachhaltigen & fairen Handel bekannte Schokoladenfabrikant Ferrero hat die Nutella-Rezeptur minimal geändert. Die Schokoladencreme sieht jetzt nicht nur heller aus, sondern schmeckt (angeblich) auch anders als der deutsche Otto-Normal-Konsument es von Kindesbeinen an gewohnt ist. Bisschen mehr Milchpulver, bisschen weniger Fett, vermutlich weniger Kakao. Wie gesagt: Skandal.
Ich bin sicher, dass Ferrero recht schnell auf den Unmut reagieren wird. Schließlich liegt dem Konzern die sentimentale Erinnerung seiner Kunden an eine Zeit, in der noch alles besser war, ebenso am Herzen wie deren Gesundheit.
Man hat es als Lebensmittelkonzern schon nicht leicht in der heutigen Zeit. Früher brauchte es große Lebensmittelskandale, um überhaupt in die Zeitung zu kommen, heute reicht ein halber Teelöffel Milchpulver extra. Liebe Leute: Es ist und bleibt eine Zucker-Fett-Creme aus minderwertigen Zutaten. 

Man muss sich in der heutigen Zeit doch sehr wundern: Das Thema wurde von so vielen Medien derartig prominent platziert, dass ich mich gefragt habe, ob es nicht eventuell so eine Art Guerilla-Werbecoup ist. Ich finde es unverantwortlich, dass diese minimale Rezepturänderung so großflächig aufgebauscht wurde. Der Konzern Ferrero hat viele Achillesfersen – aber wer will schon dauernd was über Kinderarbeit und diese langweiligen Palmöl-Monokulturen lesen?
Aber selbst wenn man diese Themen kurz ausblendet, müsste der liebe Herr Ferrero eine komplette Terrazza voll „Goldener Windbeutel“ haben: Die Milchschnitte ist kein „leichter Pausensnack“ und schon gar nicht „mit viel frischer Milch gemacht“ (wahrscheinlich waren die Klitschkos mit ihren Blinis nährstofftechnisch sogar besser bedient). Ein Kinderriegel  besteht nicht „aus bekömmlicher Schokolade mit dem besten aus besonders viel Milch“ – und die Yogurette, die in den 90ern quasi als Diätprodukt angepriesen wurde ... Leute, Leute. Ernsthaft:



„Na, ich treib viel Sport und ess' eben nicht so viel!“
Ätz.

Der Ärger um eine veränderte Rezeptur ist somit völlig unangemessen. Ich bin überzeugt: Die wenigsten Konsumenten hätten diese – laut Herstellerangaben – „Feinjustierung“ je bemerkt, wenn die mediale Empörung (angefeuert durch die seit je her impulsiven sozialen Medien) ausgeblieben wäre. Ist euch schon einmal aufgefallen, dass sich das eigentlich daueraktive Über-Ich des modernen, aufgeklärten Verbrauchers nur in solchen Situationen ausschaltet, wo geliebte Gewohnheiten und Erinnerungen bedroht werden?
Sie alle süffeln ihre Grünen Smoothies, verzichten auf Kohlenhydrate und tauschen Pasta gegen rohe Zucchinischlangen – aber wagt es ja nicht, ihre geliebte Schokocreme auch nur ansatzweise zu verändern. Dann ist Krieg. Zumindest auf Facebook. Gekauft wird es ja doch weiterhin, „fürs Gefühl“. Und auch von denen, die durch die mediale Hyper-Coverage erst wieder daran erinnert wurden, dass sie das doch erstmalig/erneut/jetzt-erst-recht probieren wollen. Merkste wat?

Also, ich sag mal so: Ich bin kein Nutella-Fan. Hat meine Mutter früher nie gekauft. Ab und an stand ein Pöttchen Nusspli auf dem Frühstückstisch. Das habe ich vor einiger Zeit aus Nostalgiegründen tatsächlich noch einmal in den Einkaufswagen gepackt und dann Zuhause gemerkt: Ach, schmeckt leider gar nicht mehr so wie früher, als ich sieben Jahre alt war und die Welt noch in Ordnung.
Okay. Vielleicht hat auch Nusspli irgendwann die Rezeptur geändert, vielleicht habe ich einfach andere geschmackliche Vorlieben als damals, vielleicht ist es auch einfach scheißegal: Der Becher wurde artig geleert, und seitdem habe ich nie wieder Nusspli gekauft.
Ihr hättet bestimmt nicht bis zu diesem Absatz gelesen, wenn ihr nicht auch endlich eine bessere und gesündere Schokoladencreme selbst machen wollen würdet, oder? Die gute Nachricht vorab:
Ihr könnt euch ein einfaches Nutella (oder sagen wir: Schokoladen-Haselnuss-Creme) innerhalb weniger Minuten selbst zusammenrühren. Aus garantiert besten Zutaten in Bioqualität, frisch und lecker. Und dann könnt ihr über solche Aktionen wie Ferrero zukünftig nur noch lachen.

Zu dem Rezept folgende Ergänzung: 
Es gibt von selbstgemachtem Nutella, Nusspli oder Nuss-Schokoladen-Creme (nennt es, wie ihr wollt) unzählige Varianten im Internet; Leider erfordern die meisten, dass man selbst Nussmus mittels eines Hochleistungsmixers herstellt. Da ich so ein Gerät nicht besitze, kommt meine Variante mit gekauftem Nussmus daher. Achtet darauf, dass das Mus weich und streichfähig ist. Mein Haselnussmus von Rapunzel ist selbst gekühlt fast flüssig und für dieses Rezept ideal.
Für das Anrühren der Creme reicht ein kleiner Schneebesen oder auch eine Gabel. Auf keinen Fall solltet ihr die Zutaten mit einem Pürierstab bearbeiten, damit erreicht ihr nämlich das Gegenteil von Bindung – es flockt aus, wird krümelig und fest. (Für euch getestet!)
Im Erstversuch habe ich Rohrohrzucker genutzt. Leider lösen sich die Zuckerkristalle beim Rühren nicht auf, was das „Mundgefühl“ stört. Stattdessen verwende ich flüssigen Honig und habe damit genau die richtige Konsistenz erzielt. Wird euer Nutella zu fest? Gebt etwas mehr Sahne hinzu. Ist es zu flüssig? Helft mit zusätzlichem Kakaopulver nach. Da hier frische Sahne verwendet wird, ist die Schokoladen-Nuss-Creme nicht so lange haltbar wie „normale“ – muss sie aber auch nicht sein. Stattdessen könnt ihr euch jedes Mal eine kleine Menge neu anrühren, schließlich dauert der ganze Prozess keine zwei Minuten.

Selbstgemachte-Nutella-2

Selbstgemachte Nutella (Schokoladen-Nuss-Creme)
Rezept für ca. 150 g

Zutaten
75 g Haselnuss-Mus (z. B. von Rapunzel)
50 g Sahne (vegane Alternative geht auch)
30 g flüssiger Honig
5 g Kakaopulver
1 Prise Salz

Zubereitung
Gebt einfach alle Zutaten zusammen in eine Rührschüssel und verrrührt sie mit einem Schneebesen oder einer kleinen Gabel, bis ihr eine dickliche, streichfähige Masse (oder Creme) hergestellt habt. 

Sonntag, 19. November 2017

Meine 10 liebsten Rezepte – forever & ever

Man liest ja zurzeit nur noch schlechtes über Facebook – Fake News hier, rechte Untergrundaktivitäten dort. Ganz ehrlich: Es ist sicher nicht alles gut, aber noch weniger ist alles schlecht. Auch Facebook kann ein guter Ort sein, man muss nur wissen, wo man hinkommt.
Hm, wie kann man sich das am besten vorstellen?
Vielleicht als Bauerncafé an einer wenig befahrenen Landstraße – leicht zu erreichen, aber weg von all dem Lärm in der Stadt. Urig, ja, heimelig eingerichtet. Dort sitzt man gemütlich an langen, alten Holztischen und quatscht mit neuen und alten Bekannten, die man zufällig oder absichtlich dort getroffen hat. Über all das, was einen interessiert. Das kann Facebook also auch.

Und an genau so einem virtuellen Ort ist eines Tages die Idee entstanden – kudos an Steph vom Kleinen Kuriositätenladen – , doch mal über die 10 liebsten Rezepte im eigenen Blog zu schreiben. Es geht nicht darum, welches Rezept das schönste Foto vorzuzeigen hat, wozu besonders viele Kommentare eingelaufen sind, ja nicht einmal um Klicks: Nur darum, was man selbst am meisten mag.Und das hier ist mein Beitrag dazu.

Ich feiere meinen Bloggeburtstag ja nie und flüstere euch im Rahmen dieses kleinen Events zu: Feines Gemüse ist tatsächlich schon sechseinhalb Jahre alt – Wahnsinn, oder? Und in der Zeit habe ich sage und schreibe 255 Rezepte hier veröffentlicht.
Daraus die zehn Favoriten auszuwählen war gar nicht leicht und hat mich mehrere Abende gekostet, in denen ich ich lange mit mir selbst debattiert habe. Letztlich habe ich es aber doch geschafft, ein buntes Potpourri zusammenzustellen und hoffe, dass für euch auch wieder einige spannende Neu- oder Wiederentdeckungen dabei sind.

Rhabarber-Ketchup

An die allererste Stelle habe ich mein Rezept für Rhabarber-Ketchup platziert. Ich war 2012 eine der ersten im deutschsprachigen Raum, die die Idee umgesetzt hat – und habe sehr viel positive Resonanz dafür bekommen. Dieses Rezept hat zum ersten Mal sehr viele Menschen auf meinen Blog gebracht (die bis heute treue Leser geblieben sind) und ist jedes Jahr im Frühling für viele Wochen der meistgeklickte Blogeintrag. Ich könnte ihm wohl mal ein neues Foto spendieren...


Ebenfalls eines meiner Lieblingsgerichte: Diese schlichte Möhrensuppe mit Dill, Oliven & Fenchelsamen. Sie lebt zwar primär von der Qualität der verwendeten Möhren, wird aber durch die Zugabe der eher ungewöhnlichen Kombination von Dill, Oliven und Fenchelsamen zu einem veganen Geschmacksfeuerwerk. Ich habe sie mit aufgenommen, weil sie das Konzept von Feines Gemüse wunderbar zusammensetzt: Pflanzliches Wohlfühlessen, das schnell zubereitet und gesund ist – aber nicht nur gut, sondern auch „anders“, nicht langweilig schmeckt. 


Als wir 2014 in New York geheiratet haben, haben wir uns relativ zeitgleich in den Käsekuchen der dort ansässigen Bäckerei Junior's verknallt. Der Mann und ich sind uns einig: Das ist der beste Käsekuchen wo gibt (und wir kennen viele, viele Käsekuchen): Nicht zu süß, frisch, cremig – einfach perfekt. Danach habe ich nach dem Rezept im Internet gesucht – und es auch gefunden, auf Deutsch übersetzt und selbstverständlich für euch hier im Blog hinterlegt. Mein absoluter Nr.-1-Standard-Käsekuchen, andere Rezepte habe ich seitdem keines Blickes mehr gewürdigt. 


Ein Rezept aus der Anfangszeit von Feines Gemüse, das ich aufgenommen habe, weil es wohl eines meiner meistgekochten Gerichte aller Zeiten ist: Nudeln mit Apfel-Zimt-Sauce. So einfach, so comfy, so gut – und dabei auch noch rein vegan. Eine einfache, aber außergewöhnliche Kombination, die vor allem an dunklen Herbst- und Winterabenden schnell zubereitet ist und dabei richtig gut schmeckt.


Diese sehr sündigen Chocolate Peanut Butter Pretzel Brownies liebe ich über alles und mache ich immer wieder mal, wenn es darum geht, eine etwas größere Gruppe zu beeindrucken (z. B. neue Kollegen, potenzielle Schwiegereltern – das klappt immer!). Die verrückte Kombination aus Schokolade, Erdnussbutter und salzigen Brezeln kommt immer gut an – und ist dabei, reichlich dekoriert, auch noch ein Schmaus fürs Auge.


Ich bin ein ungeduldiger Brotbäcker, dementsprechend findet man auch nur einige wenige Brotrezepte auf dem Blog. Mein persönlicher Dauerbrenner: Das Rheinische Schwarzbrot mit Rübenkraut und Buttermilch. Das Rezept stammt von meiner Mama; Sie hat das Brot schon in meiner Kindheit so gebacken. Ich liebe es sehr und mache es viel zu selten, weil ich hier in der Düsseldorfer Innenstadt so schlecht an geschrotetes Getreide (dafür aber an gutes Brot) komme. Das Brot schmeckt herrlich mit Butter und kräftigem Käse, aber am allerwichtigsten ist, dass man es noch ofenwarm anknabbert. 


Voilà, ich bin sicher: Das ist das Rezept, das ich in meinem Leben am häufigsten zubereitet habe. Rote-Linsen-Köfte mache ich immer, wenn ich ein Buffet vorbereiten muss oder wenn um ein Party-Mitbringsel gebeten wird. Es stammt aus meinem Lieblingskochbuch Pişmek – Kochen auf Türkisch und ist immer ein Renner – alle lieben diese kleinen, würzigen Linsenbällchen (die übrigens auch vegan sind), die sich auch prima als Brotaufstrich machen. 


Den Schoko-Zucchini-Kuchen mit Walnüssen habe ich nicht nur aufgenommen, weil er das meistgeklickte Rezept aller Zeiten im Blog ist – er ist auch verdammt lecker und jedes Jahr eine sichere Bank, wenn man vor lauter Zucchini nicht weiß, wohin damit. Glaubt mir: Kein Mensch kommt auf die Idee, dass sich in diesem köstlichen Kuchen eine große Portion grünes Gemüse versteckt hat. 


Die mit Räuchertofu, Mandeln und Rosinen gefüllten Zucchini sind ein uraltes Rezept aus der Schrot & Korn (von 2001): Auch hier sind wir wieder zu 100% pflanzlich unterwegs, und das Rezept schreit förmlich: „Öko-Futzi! Öko-Futzi!“ Aber ganz ehrlich: Mindestens zwei- oder dreimal im Sommer freuen wir uns wie verrückt auf dieses Ofengericht, weil die Kombination so ungewöhnlich wie großartig ist – und uns auch nach vielen Jahren noch nicht langweilt. 




Waaas, das waren quasi schon 10? Himmel hilf – und schick mir zur Beruhigung eine dieser genialen Kürbis-Zimtschnecken: Hmmm, Kürbis, Zimt, was Gebackenes – und dann auch noch mit Zuckerguss! Und in vegan! Da ja quasi gerade auch Kürbis-Zeit ist: Worauf wartet ihr eigentlich noch? Husch, husch!

Lust auf noch mehr Top-10-Nostalgieflausch? Dann schaut doch bei meinen lieben KollegInnen vorbei:

Kleiner Kuriositätenladen
Möhreneck
Cuisine Violette
NOM NOMS food
Herbs & Chocolate
Raspberrysue
Jankes*Soulfood
Kochen mit Diana
Ye Olde Kitchen
moeyskitchen
Delicious Stories
Haut Gôut
Feed me up before you go-go
dipitserenity
S-Küche
Emilies Treats
Samstag, 18. November 2017

{WERBUNG} Veganes Nasi Goreng mit Herbstgemüse & Maronen – Soulfood für kalte Tage


Herbst-Nasi-Goreng


Es gibt Reis, Baby. Reis ist Dauergast in unserer Küche. Allerdings erst, seit wir einen Reiskocher haben. Ein Reiskocher hat mein Leben sehr vereinfacht und ich finde, jeder sollte sich diese Anschaffung gönnen. Natürlich nimmt das Gerät arg viel Platz weg, aber dafür könntet ihr zwei oder drei andere Küchengeräte entsorgen, die ihr sowieso nicht nutzt. Dies vorab.

Aber sprechen wir doch über Reis. Ganz ehrlich: Über dessen Herkunft habe ich mir bisher wenig bis keine Gedanken gemacht. Ihr etwa? Doch der Dokumentarfilm 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? – den ich bedauerlicherweise erst vor einigen Wochen sah – hat mich sanft aber nachhaltig wachgerüttelt: Wo kommt Reis her, unter welchen Bedingungen wird er angebaut und was bleibt den kleinen Reisbauern in Asien (wo 95% des Ertrags erbracht werden) eigentlich von ihrer Ernte?
Ich war also ziemlich erschrocken, als ich sah, wie indische Bauern über riesengroße Agrarkonzerne an Hybrid-Reis herangeführt werden, der nur unter idealen Bedingungen schneller wächst und mehr Ertrag bringt als ein „normales“ Pflänzchen. Uns kann das ja egal sein: Wir kriegen unseren Import-Reis so oder so, und wenn nicht, essen wir halt was anderes.
Aber wenn die eigene Existenz und womöglich die von Frau & Kindern von einer erfolgreichen Ernte abhängt, ist das eine ganz andere Geschichte. Und von der Belastung der Böden (und natürlich der Reispflanzen) durch Pestizide und Schwermetalle fangen wir gar nicht erst an.

Relativ zeitgleich mit dem Film traf die Anfrage von Rii Jii bei mir ein – und das war für mich die perfekte Gelegenheit, euch auf das Thema aufmerksam zu machen.
Rii Jii bietet nur einige wenige Reissorten an – einfach nur puren, guten Reis. Aushängeschild ist der Basmati-Reis, der aussschließlich in den Kooperativen „Uttaranchal“ und „Ramnagar“ streng biologisch angebaut wird und selbstverständlich fairtrade-zertifiziert ist. Zudem gibt es zu jedem Reis eine Rückstandsanalyse, für all die, die es genau wissen wollen. Der Zwischenhandel ist ausgeschaltet, dadurch wird der Reis für uns Endkunden sogar günstiger. Schaut euch einfach mal auf der Website um, dort ist alles genau erklärt. Und da es ja nicht nur um Anbau und Herkunft geht, sei an dieser Stelle auch gesagt: Der Reis ist tatsächlich hervorragend. 

Wie gesagt: Das Thema hat mich bisher nicht beschäftigt. Schließlich war Reis – ebenso wie Nudeln, Mehl oder Zucker  – einfach auf Vorrat da. Tatsächlich sollten wir bei Reis aber ebenso auf die Herkunft achten, und den suchenden Blick nach dem Fairtrade-Siegel ebenso verinnerlichen wie wir es beim Kauf von Kaffee und Kakaoprodukten längst getan haben.

Ich habe mit dem Reis sowas fusion-artiges gezaubert, das wir gleich zwei Tage hintereinander gegessen haben: Deutsches Herbstgemüse trifft indischen Basmati – als Nasi Goreng.
Lasst es euch schmecken!


Herbst-Nasi-Goreng-RiiJii

Veganes Nasi Goreng mit Herbstgemüse
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
150 g (Vollkorn)-Basmati-Reis (z. B. von Rii Jii)
1 Knoblauchzehe
1 rote Zwiebel 
100 g Rotkohl
150 g Möhren
100 g Maronen, vakuumisiert
200 g Brokkoli
100 g Pilze
20 ml Sojasauce
20 g Zucker
2 TL Kokosöl
1 TL geröstetes Sesamöl 
Pfeffer

Zubereitung
Kocht den Reis wie üblich, am besten natürlich im Reiskocher. 
Währenddessen könnt ihr das bereits geputzte Gemüse zubereiten: Den Knoblauch fein hacken, die Zwiebel und den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Möhren und Pilze schräg in Scheibchen schneiden, Brokkoli in Röschen trennen. Die Maronen grob würfeln und in 1 TL Kokosöl knusprig anbraten und beiseite stellen. 
Nun 1 TL Kokosöl in einen Wok geben und auf mittlerer Flamme erhitzen. Knoblauch, Zwiebeln, Rotkohl, Möhren, Brokkoli in den Wok geben und leicht anbraten, dabei immer wieder rühren, bis das Gemüse quasi bissfest ist. Nun den Reis und die Maronen dazu geben und kurz mitbraten. Sojasauce mit Zucker vermischen und zu dem Reis-Gemüse-Mix in den Wok geben. Kurz alles miteinander verrühren und noch ca. zwei weitere Minuten braten lassen, ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Sesamöl beträufelt sofort servieren. Schmeckt auch kalt als Mittagspausenlunch!

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Rii Jii Reis entstanden. Danke für die nette Zusammenarbeit. 
Donnerstag, 2. November 2017

Goldene-Milch-Porridge

Goldene-Milch-Porridge2


Was war ich aufgeregt, als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal von „goldener Milch“ hörte. Ein goldgelb-strahlender Heiltrunk aus alt-ayurvedischer Küchentradition. Entzündungshemmend. Wohltuend. Antioxidativ. Reinigt die Lunge, entlastet die Leber, baut Kalk in den Gelenken ab.

Maybe, maybe not. 

Wie das heutzutage ja dann immer so ist: Alles, was irgendwie verrückt klingt, dabei schick aussieht und dann auch noch Gesundheit verheißt, lässt sich prima zu Geld machen und verhypen. Glaubt ihr nicht? Dann googelt doch mal fix die Begriffe „Golden Milk“ oder „goldene Milch“. Da wird daraus nicht nur ganz schnell ein „Kurkuma Latte“ – klingt dann gleich ein bisschen mehr nach Starbucks, oder? „Einen Grande Kurkuma Latte, mit laktosefreier Magermilch to go, bitte!“ –, nein, Goldene Milch ist gleich das neue „It-Getränk“, ein „Trend-Drink“ – und es waren auch nicht wenige Unternehmen schnell dabei, Mischungen & Instantpülverchen herzustellen, die dem ach-so-beschäftigten-Verbraucher der Generation Y und Z das mühselige Herstellen der Paste (dauert schließlich ca. 10 Minuten!) abnehmen. Zeit ist schließlich Geld – und dementsprechend muss man für ein kleines Päckchen davon auch ganz schön tief in die Tasche greifen. Hmmm, da kriegt die Goldene Milch gleich eine andere Bedeutung...

Nun, lassen wir den Internet-Kommerz mal beiseite: Mir schmeckt die traditionell hergestellte Goldene Milch nicht besonders gut. Auch nicht besonders schlecht. Halt so mittel. 
Die traditionelle Basis-Gewürzmischung bestehend aus Kurkuma, Ingwer, Muskat und Pfeffer mag ich aber sehr – deswegen war ich auch gleich aufmerksam, als mir irgendwo im Internet der Goldene-Milch-Porridge begegnete. Gerade jetzt im Herbst, wo ich mich so langsam an die zurückkehrende Kälte gewöhnen muss, esse ich morgens gerne etwas warmes. Und diese Mischung kann einem richtig schön einheizen. Achtet bitte aber darauf, dass alle Gewürze, die ihr nutzt, aus biologischem Anbau stammen.

Also: Für Goldene-Milch-Muffel wie mich eine gute Möglichkeit, doch noch irgendwie auf der Trendwelle mitreiten zu können. Glück gehabt, puh!

Goldene-Milch-Porridge
Rezept für 1 Portion (+ Paste für ca. 5 weitere Portionen)

Zutaten 
für die Paste
2 EL Kurkuma, gemahlen
100 ml Wasser
1 EL frisch geriebener Ingwer
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

für das Porridge
50 g Haferflocken
250 ml Pflanzenmilch (z. B. Hafer oder Soja)
1 Prise Salz
1 TL Honig
1 TL Leinsamen
1 TL Kokosmus oder Öl

Zubereitung
Beginnt mit der Paste: Einfach das Wasser in einem Topf aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und dann Kurkuma, Ingwer, Pfeffer und Muskatnuss dazu geben.
Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zu einer Paste reduzieren lassen. In ein sauberes Glas geben und verschließen – so habt ihr euren Vorrat an Goldener-Milch-Paste für ein paar Tage gesichert.

Für den Porridge nun Haferflocken, Pflanzenmilch und eine Prise Salz in einem Topf gemeinsam aufkochen lassen. Sobald der Porridge so ungefähr die von euch gewünschte Konsistenz hat ca. 1 TL Paste sowie den Honig zugeben. Zum Schluss noch den Leinsamen (Ballaststoff-Power!) und Kokosmus bzw. -öl einrühren und mit Toppings nach Wunsch (im Bild: Apfel, Kokoschips, Zimt) servieren.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Kleiner Schoko-Birnen-Kuchen – supersaftig & superlecker

Schoko-Birnen-Kuchen

Schokolade und Birne lieben sich, das ist Common Knowledge – Allgemeinwissen –, und der goldene Oktober ist die beste Jahreszeit, sich daran zu erinnern. Also: Voilà. Ich backe mittlerweile kaum noch „große“ Kuchen – also in den regulären Formen –, weil die sich für meinen Zwei-Personen-Haushalt nicht rechnen. Dafür habe ich mittlerweile diverse kleine Backformen, z. B. eine Springform mit 20-cm-Durchmesser oder eine schmale Tarteform mit Hebeboden, die zwar kleinere aber nicht minder leckere Backwerke zaubert. Kleinere Formen haben aber noch einen weiteren Vorteil: Da sie deutlich geringere Mengen fordern, kann man auch mal kreativ „Reste“ verarbeiten, etwa besondere Mehl- oder Zuckersorten, übrig gebliebene Nüsschen und Saaten und so weiter.

Vor zwei Wochen habe ich spontan diesen Kuchen – tatsächlich vorwiegend aus kulinarischen Restposten – gebacken. Ganz grob inspiriert wurde ich von einem Rezept in Hugh Fearnley-Whittingstalls Fruit everyday!; im englischen Original heißt es Chocolate Pear Cake. Auf Deutsch gibt es das Buch mittlerweile übrigens auch, hier heißt es Täglich Früchte! – was zwar 1:1 übersetzt die Bedeutung trifft, aber doch ungelenk klingt, oder? Wenn ihr euch für das Buch interessiert (und das solltet ihr), empfehle ich euch, einfach das Original gebraucht auf Amazon zu kaufen, da seid ihr mit unter 10 Euro dabei. Und just fällt mir ein, dass ich darüber sogar einmal eine Rezension geschrieben habe, die ihr hier lesen könntFruit everyday! gehört zu meinen Allzeitfavoriten. Auch wenn ich mich selten an das Originalrezept halte, lasse ich mich häufig von den Whittingstalls Ideen & Kombinationen inspirieren. Das war bei diesem supersaftigen Birnenkuchen ähnlich – übrig geblieben ist vom Original zwar nur noch die Idee (obwohl ja jeder weiß, dass Birne und Schokolade sich lieben), aber um meine Semi-Eigenkreation hat mich trotzdem ziemlich begeistert: Sooo lecker und saftig und aromatisch, das habe ich selten erlebt. Und dabei so schnell zusammengerührt, das kann man auch mal zwischen Couch und Bett machen.


Kleiner Schoko-Birnen-Kuchen
Rezept für 1 kleine Springform (20 cm)

Zutaten 
2 reife Birnen
100 g Mandelmehl, teilentölt
100 g Weizenmehl, 405
1 gestrichener TL Backpulver
25 g Kakao
150 g Butter, weich
150 g Puderzucker
2 große Eier (L)
1 großzügiger Schuss Milch

Zubereitung
Den Ofen auf 170° C Grad vorheizen und eine Springform von 20 cm ausbuttern sowie mit Backpapier auslegen. Mandel- und Weizenmehl, Backpulver und Kakao mischen und beiseite stellen.

Die Birnen waschen, schälen, entkernen und in Viertel bzw. Sechstel schneiden – je nachdem, wie groß die Birnen sind.
Butter und Zucker mit einem Handrührgerät schaumig rühren, bis die Masse sehr leicht und fluffig daher kommt. Nun die beiden Eier unterrühren. Mit einem größeren Metalllöffel oder -spatel den Mandel-Mehl-Mix unter die Mischung rühren und einen Schluck Milch (oder zwei) hinzugeben, bis die Konsistenz nicht zu flüssig und nicht zu fest ist: Sie sollte noch nicht vom Löffel tropfen, aber fast. ;-)

Die Hälfte davon in die Kuchenform geben und darauf wiederum die Hälfte der Birnenspalten verteilen. Den Rest des Teiges in die Form geben und die letzten Spalten dekorativ darauf verteilen.

Ab in den Ofen damit: 45 Minuten backen – oder eben so lange, bis die Stäbchenprobe gelingt. Es soll kein Teig am Holzstäbchen kleben bleiben, dann ist der Kuchen fertig.
Sonntag, 22. Oktober 2017

Kürbis-Haselnuss-Muffins mit Zuckerguss

Kürbis-Haselnuss-Muffins

Ha, ihr habt gedacht, nach der genial-vegetarischen Kürbissause habe ich diese Nase voll von Kürbis, was? Tja, nä, niemals, bätsch. Sorry, aber von Kürbis kann man nie genug haben. Und deswegen lasse ich euch kurz vor Halloween noch ein paar extraleckere Muffins da.
Weil: Jeder braucht ein gutes Kürbis-Muffins-Rezept. Ein ganz einfaches, kein großes Schischi; Eines, das man aus der Lameng mal nebenbei zusammenrühren kann – und das trotzdem selbst eine sehr gestrenge Kaffeetafel nachhaltig verzückt.

Diese Muffins mache ich nach einem leicht abgewandelten Rezept von Jamie Oliver. Es stammt aus seinem Buch „Natürlich Jamie“, das – ich erzähle es gerne – quasi mein erstes, richtiges Kochbuch war. Ich kaufte es von einem kleinen, studentischen Nebenverdienst in einer Düsseldorfer Buchhandlung (die mittlerweile die Pforten geschlossen hat). Ich war so stolz darauf und fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben wie eine ernstzunehmende Hobbyköchin mit großer, kulinarischer Zukunft.

Das Buch ist auf ganz rauem Papier gedruckt und roch gerade am Anfang ziemlich streng. Doch mittlerweile muss ich meine Nase ganz nah in den Bund drücken, um den Geruch noch wahrzunehmen. Nun, immerhin ist es über zehn Jahre in meinem Besitz und dementsprechend sind schon eine Menge Hände über die Seiten gefegt, diverse Küchendämpfe hineingezogen – und die eine oder andere Kleckerei kann ich auch nicht ausschließen.
Ich liebe das Buch sehr und würde es nie hergeben wollen. Es kleben sogar noch einige Post-Its darin, weil ich – bevor 2011 dieser Blog geboren wurde – ja irgendwie meine Notizen praktisch festhalten musste. Tja, so war das.

Zurück zu den Muffins: Die werden  sehr, sehr saftig und schmecken famos nach Kürbis und Gewürz. Jamie Oliver verwendet zwar Butternuss-Kürbis, ich mag aber lieber Hokkaido. Und anstelle der Walnüsse nehme ich Haselnüsse – da könnt ihr ganz frei sein.
Übrigens: Mit der Dekoration aus Marshmallow-Kürbissen habt ihr direkt ein tolles Mitbringsel für die anstehende Halloween-Party. Süßes oder Saures? Keine Frage!

Kürbis-Haselnuss-Muffins-2

Kürbis-Haselnuss-Muffins mit Zuckerguss
für ca. 8 große Muffins

Zutaten
für die Muffins
200 g Kürbis, nach Entfernen der Kerne grob geraspelt
175 g Vollrohrzucker
2 große Eier
Salz
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Handvoll Haselnusskerne
1 TL gemahlener Zimt
90 ml Olivenöl

für den Zuckerguss
Puderzucker
Milch

Zubereitung
Den Backofen auf 180° C vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

Den Kürbis fein raspeln (ich mache das mit meiner Trommelreibe) und in eine Rührschüssel geben. Zucker zugeben, die Eier hineinschlagen. Mit dem Handrührgerät einmal ordentlich vermischen. Dann eine Prise Salz, Mehl, Backpulver, Nüsse, Zimt und Olivenöl hinzufügen und nur so lange weiter rühren, bis sich alles gut miteinander vermischt hat.

Den Teig in die Förmchen füllen und 20-25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Macht unbedingt eine Stäbchenprobe, bei mir hat es letztens nämlich geschlagene 40 Minuten gebraucht, bis die Muffins wirklich durch waren. Ist das Stäbchen sauber, das Blech herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Zuckerguss 50 g Puderzucker und ein wenig Milch verrühren und anschließend über die abgekühlten Muffins löffeln.

Quelle

Sonntag, 15. Oktober 2017

Unsere neue IKEA-Küche, Teil 2 – ... und so sieht sie aus.

IKEA-Küche

Anfang März 2017 haben wir unsere zehn Jahre alte Küche gegen ein neues Exemplar getauscht.
Das war ganz schön aufregend. Ich habe euch in diesem Blogpost bereits davon erzählt, wie wir Planung und Kauf über die Bühne gebracht haben.

Und warum hat es nun über ein halbes Jahr gedauert, bis ich euch einen Blick in meine neue Küche gewähre? Nun, es gab da das eine oder andere Detail, das unbedingt noch geklärt werden musste: So zum Beispiel die Abdeckung unserer Spülmaschine, Silikonfugen – und natürlich auch die Deko. Nicht dass mir Deko und Accessoires unfassbar wichtig wären, aber das eine oder andere Detail musste neu hinzukommen oder umplatziert werden, damit der Raum nicht kühl und leer aussieht.

IKEA-Küche-2

Ich finde es ziemlich schwierig, unsere Küche zu fotografieren. Der Raum ist weder groß noch klein, aber ein bisschen verwinkelt, so dass ich mich und die Kamera kaum anständig positionieren kann.
Nachdem ich aber hin- und her geturnt bin, konnte ich mit einigermaßen akrobatischen Verrenkungen ganz gute Schnappschnüsse (bei allerschönstem Herbstlicht) machen. Diese Fotos wirken natürlich auch wegen des prächtig grünen Ahorns im Hinterhof ganz anders als die Bilder, die ich Ende Februar von der alten Küche gemacht habe. Aber unsere alte Küche war selbst im Sommer keine Augenweide.

IKEA-Küche5

Auf diese Ecke bin ich besonders stolz. Lieber wäre mir, das Sideboard wäre noch cleaner und aufgeräumter, aber trotz deutlich mehr Stauraum als vorher habe ich für meine Essig- und Ölsammlung keinen besseren Platz gefunden. Dennoch ist der ganze Bereich deutlich entschlackt – schaut euch nur das Vorherfoto noch einmal an, waaah!

Die Mikrowelle wollte ich längst gegen ein neueres, kleineres und hübscheres Modell getauscht haben. Das gute Stück ist über 15 Jahre alt; Ich habe sie von meiner Oma vererbt bekommen, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Es gibt mittlerweile sicher schönere Mikrowellen, und an dieser stört mich eigentlich auch nur, dass sie so „wuchtig“ ist. Dennoch bin ich von dem Plan, mir eine neue zu kaufen, wieder abgekommen: Wieso soll ich ein Gerät entsorgen, das noch einwandfrei funktioniert?

Das Regal darüber ist übrigens von Bolia. Wir hätten es noch ein paar Zentimeter höher montieren sollen – dann hätte ich mit manchen Essigflaschen nicht so ein Quetsch-Problem –, aber davon abgesehen finde ich es superschön. Auf dem obersten Brett ist die japanische Keramiksammlung vom Mann untergebracht. Darunter wechselnd einige Erbstücke von Oma und Opa (z. B. eine alte Pfeffermühle, ein Glas und mein „Eduscho“-Kaffee-Behälter, in dem ich Lorbeerblätter aufbewahre), und natürlich die French Press. Alles übrige, was den Platz vorher so voll und unordentlich hat aussehen lassen, ist in die neuen Schränke und Schubladen gewandert.

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Die linke Wand habe ich dunkelgrau gestrichen, weil mir die Farbkombination grau/weiß/braun in Kombination mit grünen Pflanzen sehr gut gefällt.

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Ein Überblick über den Hauptarbeitsbereich: Warme Holztöne, ein Herd mit versenkbaren Bedienknöpfen (!), ein Einhebelmisch und anstelle von drei Oberschränken plus offenes Topf- und Pfannenregal nur noch ein Doppelschrank, der allerdings tiefer und breiter ist. Gerne hätte ich komplett auf hohe Schränke verzichtet, aber man muss ja auch realistisch bleiben angesichts der Mengen, die man so unterbringen muss, gell?

Zu unserer größten Leidgeschichte: Die Spülmaschine hatten wir bereits im November 2016 neu kaufen müssen, weil unser Gerät nach vielen Jahren den Geist aufgegeben hatte.
Das war ein ungünstiger Zeitpunkt, denn wir brauchten zwar schnell einen Ersatz, waren aber hinsichtlich der Fronten, die die neue Küche bekommen würde, noch nicht sicher. Im Nachhinein eine sehr ärgerliche Geschichte: Wir entschieden wir uns – ohne lange nachzudenken – erneut für ein teilintegriertes Gerät, d. h. das Bedienfeld der Spülmaschine ist offen und nicht verdeckt. Beim Kauf der Küche wurde uns dann mitgeteilt, dass IKEA mittlerweile keine Verdeckungen für teilintegrierte Geräte mehr anbietet, sondern dass man sich eine Zwischenlösung zurecht sägen und bohren und montieren muss.
Bumms, das war ein ganz schöner Schlag in den Nacken. Und als wir uns diese Lösung dann besorgt hatten, passte das für unsere Spülmaschine trotzdem nicht. Wir haben das dann in unserem Style gelöst und zwei Bretter zurechtgesägt und jeweils mit Montagekleber angeklebt. Unprofessionell? Definitiv. Aber: Es hält bombenfest! Und das war für uns nach knapp einem halben Jahr das einzige, das zählte.

IKEA-Küche7

Wie ihr hier (und auf dem Foto unten) ganz gut seht, wurden die weißen Fliesen mit einem PVC-Boden überklebt – und damit bin ich wirklich superhappy. PVC ist unempfindlich, warm an den Füßen, leicht zu reinigen – und günstig. Kein Vergleich zu den rissigen, kalten Fliesen (auf denen man außerdem jedes Schmutzkrümelchen sah). Im Hochschrank neben dem Kühlschrank kommen alle sperrigeren Geräte unter (alle Backformen, Rührgeräte, Friteusen, Reiben, Toaster, Eierkocher), für die ich vorher gar keinen Platz hatte. Es gibt nur noch Schubladen und keine einfachen Einlegeböden, deswegen kann ich besser sortieren und komme auch leicht in die hintersten Ecken. Hach!

Also, ganz ehrlich: Ich bin weit davon entfernt, Talent für Interior Design zu haben. Es liegt mir nicht. Im direkten Vergleich beider Küchen finde ich den Unterschied aber doch enorm. Kaum zu glauben, dass es noch vor wenigen Monaten so kühl und – ja, schrecklich bei uns aussah.

Die Renovierung war anstrengend und nervenaufreibend – aber wenn ich es jetzt so sehe, bin ich ziemlich stolz auf das Ergebnis!

Küche-Nachher-Vorher
Sonntag, 24. September 2017

Kürbis-Hummus | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

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Heute gibt es das letzte Rezept meiner genial-vegetarischen Kürbis-Party, und es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Party-Rezept: Hell-orange-leuchtend, super-cremig, 100% vegan und richtig lecker: Kürbis-Hummus.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie wir in den 90ern so ganz ohne Hummus aufwachsen konnten und bin froh, dass diese Köstlichkeit vor einiger Zeit den Weg in deutsche Küchen gefunden hat. 
Ich habe bereits unzählige Hummusvarianten ausprobiert (am liebsten klassich, aber auch mal mit Roter Bete und gerösteten Walnüssen oder aus Weißen Bohnen, hmm!) und kriege nicht und nie genug davon. Dabei stehe ich vor allem auf die „perfekte Konsitenz“: Schön dick und cremig muss der Hummus sein, damit man eine Menge davon auf Fladenbrot, Gemüsesticks und Cracker häufen kann. Dass er blitzschnell gemacht ist – aber natürlich besser wird, wenn er noch ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen darf – ist wohl keiner weiteren Erwähnung wert. Machen!

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag – und bedanke mich dafür, dass ihr an der diesjährigen Kürbis-Party teilgenommen habt. Alle Rezepte findet ihr unten verlinkt. Ich freue mich, wenn ihr das eine oder andere mal selbst ausprobiert und mir dann Feedback in den Kommentaren gebt. 
Alles Liebe und bis bald!

Kürbis-Hummus-2

Kürbis Hummus
Rezept für 4 Portionen

Zutaten
150 g festes Kürbispüree (am besten aus Hokkaido)
1 Dose Kichererbsen (240 g)
50 g Tahini
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl 
1 EL Zitronensaft (oder mehr, je nach Geschmack)
1 Prise Kreuzkümmel
Salz
zur Deko: Petersilie, Sesam, Paprikapulver

Zubereitung
Alle Zutaten – mit Ausnahme der Petersilie – in euren Mixer geben und kräftig durchpürieren. Ich erledige das noch immer mit einem starken Stabmixer, das funktioniert für mich sehr gut. 
Abschmecken und eventuell nachwürzen. Wenn ihr den Hummus erst viel später serviert bedenkt, dass der Geschmack nach einigen Stunde intensiver und kräftiger sein wird – haltet euch also mit der Würzung zuerst etwas zurück. 

Vor dem Servieren Petersilie hacken und gemeinsam mit dem Sesam und dem Paprikapulver dekorativ auf dem Hummus verstreuen. 


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Samstag, 23. September 2017

Kürbis-Kokos-Konfitüre | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

Kürbis-Kokos-Konfitüre1


Heute serviere ich euch einen echten Christina-Klassiker, ein Rezept, das meine Mutter vor Urzeiten (vielleicht so um 2005?) mal ausprobiert und das mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Es geht um Kürbis-Kokos-Konfitüre, die nicht nur absolut großartig schmeckt, sondern auch noch in einer echten Gute-Laune-Farbe daherkommt. Ehrlich gesagt habe ich das Rezept vor knapp fünf Jahren schon einmal verbloggt, aber ich wollte es euch unbedingt noch einmal unter die Nase reiben, da es damals viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. 

Besonders lecker schmeckt die Konfitüre übrigens auf knusprigen Weizenbrötchen oder zarten Milchhörnchen oder (mein Geheimtipp) rheinischem Schwarzbrot. Gerne mit dick Butter oder Sahnequark. 

Naja, eigentlich schmeckt sie zu allem und ehrlich gesagt esse ich den Großteil davon einfach pur.
Ich könnte sie mir sogar auf kräftigem Käse ziemlich gut vorstellen. Probiert ihr das einfach mal für mich aus? Danke! 

Kürbis-Kokos-Konfitüre
Rezept für so 3 bis 4 Gläser

Zutaten
500 g Hokkaido-Kürbis, küchenfertig
250 ml Kokosmilch, cremig
500 g Gelierzucker 2:1
5 g Zitronensäure

Zubereitung
Den Kürbis klein würfeln und in der Kokosmilch ca. 10 Minuten weich kochen. Dann gut durchpürieren und Zitronensäure sowie Gelierzucker unterrühren. Nun noch rund 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, Gelierprobe nicht vergessen – und ab damit in die sterilisierten Twist-Off-Gläser.


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Freitag, 22. September 2017

Low Carb Pumpkin Pie | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

Pumpkin-Pie-low-carb

Ich habe die Low-Carb-Ernährung vor einigen Jahren entdeckt, aber nicht richtig verstanden. Ich hielt mich einfach so für den echten Ernährungscrack und dachte mir: Einfach viel Obst und Gemüse, dann passt das schon.

Das war natürlich Bullshit. Ich habe 2016 eine Ernährungstherapie gemacht – das hört sich jetzt schwierig und langwierig an, aber es handelt sich nur um knapp fünf Sitzungen bei einer Ernährungsärztin, was übrigens auch teilweise von der Krankenkasse übernommen wird –, und erst da habe ich verstanden, was es genau mit der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten auf sich hat, was Insulin im Körper so anstellt, warum man nach dem Sport eiweißreich essen soll und so weiter. Sehr erhellend! Und während dieser Therapie wurde anhand eines Ernährungsprotokolls auch festgestellt, dass ich viel zu viele (!) Kohlenhydrate esse, dafür aber kaum Proteine und Fett, was halt echt richtig, richtig dumm war und was meinem Körper jahrelang ziemlich geschadet hat. Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich versuche seitdem, meine Ernährung zu optimieren und lange bei Kohlenhydraten nicht mehr so gerne und kräftig zu wie früher. Das ist leider manchmal gar nicht so leicht – und gerade beim Backen tu ich mich noch etwas schwer und arbeite im Zweifel doch lieber mit Weizenmehl und raffiniertem Zucker, damit ich mir des Resultats sicher sein kann.

Für die Kürbisparty wollte ich aber unbedingt einen Pie machen und ich dachte mir: Wenn ich den  jetzt nicht in Low Carb probieren, wann dann? Ich wälzte also stundenlang Internetseiten und diverse Blogs aus Deutschland, UK und Amerika auf der Suche nach dem einen, dem wahren, dem besten Rezept. Tjoah, gab's nicht. Insbesondere der Boden stellte mich vor Probleme. Ich fand einfach kein Rezept, das meinen Vorstellungen entsprach, sprich: Nicht zehn verschiedene Nussmehle in verschiedenen Entölungsstufen und seltsame Bindemittel enthielt.

Letztlich habe ich mich einfach selbst an einem einfachen Mürbeteig versucht – und hatte direkt Erfolg! Der Teig lässt sich problemlos zusammenkneten und in die Form drücken. Ja, er enthält kein Gluten, aber trotzdem ist er nicht bröselig. Da hatte ich mit „normalen“ Mürbeteigen schon deutlich größere Probleme. Yey! Das Grundrezept für den Low Carb Mürbeteig könnt ihr euch so speichern und nach Wunsch füllen – es muss ja nicht immer eine Kürbisfüllung sein.

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Low Carb Pumpkin Pie 
Rezept für 1 Pie-Form von ca. 30 cm Zutaten 

für den Low-Carb-Mürbeteig 
200 g Mandelmehl, teilentölt (meins ist von dm)
25 g Kokosmehl
1 Ei (M)
150 g Butter
50 g Puderxucker (Xylit, ich habe normalen Xucker in einer Kaffeemühle zu Puderxucker vermahlen)
1 Prise Salz

für die Kürbisfüllung 
350 g Kürbispüree (am besten Hokkaido, gut entwässert)
175 ml Sahne
2 Eier (M oder L)
150 g Xylit
1/2 TL Zimt
1/4 TL Nelken
1 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Piment
Prise frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Für den Mürbeteig Mandel- und Kokosmehl, Ei, Butter, Xylit und Salz miteinander verkneten – ich mache das mit den Händen. Zu einer Teigkugel formen, in Frischhaltefolie schlagen und im Kühlschrank ungefähr eine Stunde zwischenlagern.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Ofen vorheizen (150° C / Umluft) und die Kürbisfüllung zubereiten: Dafür das Kürbispüree – idealerweise aus Hokkaido mit wenig Flüssigkeitsanteil – mit Sahne, Eiern, Xylit und den Gewürzen verrühren und die Gewürze.

Eine Pieform ausbuttern und dann den Teig in die Form drücken. Er lässt sich auch ausrollen, aber ich habe das direkt mit den Händen in der Form gemacht. Achtung: Nicht vorbacken, der Teig verbrennt viel schneller als „normaler“ Teig.
Einfach in die Form geben, den Rand hochziehen und dann die Füllung eingießen – ab in den Ofen damit und ca. 30 – 40 Minuten lang backen. Der Pie ist fertig, wenn er in der Mitte nicht mehr flüssig glänzt.

Servieren mit Puderzucker und einem Häufchen Sahne. <3 p="">
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Donnerstag, 21. September 2017

Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

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Pah, unverschämt! Da sitzt man hier und plant eine anstregende, aufwendige Kürbis-Themenwoche, hat alles soweit festgezurrt – und dann ist das Internet Matsche. 
Ein paar Tage also habe ich abends Bücher gelesen und bin exzessiv baden und spazieren gegangen, anstatt bis in die Unendlichen Tiefen meiner Social-Media-Feeds zu scrollen und zu netflixen. Ein Albtraum, innit? Naja, nee, eigentlich nicht, eher ziemlich entspannt, aber so eine ungeplante Offline-Zeit ist halt doof, wenn man gerade eine Themenwoche am laufen hat. 

Aber da nun ja alles wieder funktioniert, kann es heute weitergehen {Drei Mal auf Holz geklopft und so}. Es gibt Quiche!
Eine wunderbare Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen. Ihr wisst ja, dass ich total auf diese Herzhaft-Süß-Kombi stehe, und leidenschaftlich gerne mit Obst koche. Es gibt jetzt ja bereits heimische Birnen, die noch etwas fester sind, und sich deswegen wunderbar in Tartes und Quiches verbacken lassen. Zu Lauch und Kürbis passt eine süße Birne perfekt, wir haben dieses recht simple Gericht sehr genossen. Seit einigen Monaten nehme ich gerne Yufka-Teig, um die Form auszulegen, das geht schnell und easy – und knuspert so schön!

PS: Dekobirne (oben im Bild) nicht erforderlich! 

Quiche mit Kürbis, Lauch und Birnen
Rezept für 1 Quiche-Form (ca. 30 cm)

Zutaten
ungefähr 5 Lagen Yufka-Teig 
400 g Kürbis (bei mir: Muskat, geputzt gewogen)
2 kleine, nicht superreife Birnen
1 Stange Lauch
1 EL Thymian, getrocknet
200 g Frischkäse mit Joghurt 
Prise Muskatnuss
2 Eier (M)
Salz 
frisch gemahlener Pfeffer
20 g Sonnenblumenkerne
2 EL Olivenöl 
Milch (für die Teigplatten)

Zubereitung
Den Kürbis waschen, schälen, von den Kernen befreien und in etwa 1 Zentimeter große Würfel schneiden. Lauch waschen, putzen und in dünne Streifen schneiden.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine Pfanne auf den Herd stellen und erhitzen. Einen Esslöffel Olivenöl zugeben. Kürbiswürfel darin bei mittlerer Hitze fast weich braten, Lauch und Thymian zugeben, kurz mit anbraten, dann vom Herd nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer Schüssel den Frischkäse mit zwei Eiern verrühren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Die Birnen waschen, längs vierteln, Stiel und Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Sonnenblumenkerne grob hacken.

Die Innenseite einer Quicheform mit Olivenöl ausstreichen. Eine Platte Yufka in die Form legen, in die Ecken drücken und überschüssigen Teig überstehen lassen. Die Oberseite des Teiges mit Milch bestreichen, auch die Ränder. Die nächste Teigplatte darauf legen, wieder bestreichen – so verfahren, bis alle Lagen verarbeitet sind. Den überstehenden Teig jetzt Lage für Lage nach innen klappen und ebenfalls mit Milch bestreichen, damit sich ein schöner Rand ergibt (gegebenenfalls muss der Teig etwas abgeschnitten werden.)

Den Teigboden mit den Birnenwürfeln belegen und dann die Kürbis-Lauchmischung gleichmäßig darauf verteilen. Den Eier-Frischkäseguß darübergießen. Sonnenblumenkerne darüber streuen. Quiche auch der untersten Schiene im Backofen etwa 25 bis 30 Minuten backen. Guten Appetit!


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Dienstag, 19. September 2017

Süßes Kürbis-Schokoladenbrot (ohne Butter) | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

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Es geht nicht über ein leckeres Kürbisbrot. Mir hat es ja schon diese Version total angetan, die ich regelmäßig aus dem Ofen zaubere – aber das hier besticht durch die sinnvolle Beigabe von viel, viel Schokolade und den Verzicht auf zusätzliches Fett, allein griechischer Joghurt (also der echte, mit 10% Fett, ja?) sorgt für die lockere Konsistenz des Brotes, das halt kein echtes Brot ist, aber auch noch kein Kuchen. Man kann es wunderbar, noch warm, dick mit Butter bestreichen. Auch aufgetoastet und ohne alles macht es eine gute Figur. In Tee, Kaffee und Kakao lässt es sich hervorragend stippen, vor allem an lauschigen Herbstsonntagen. Nur ihr, die Couch, Netflix – und eine Scheibe Kürbis-Schokoladenbrot. Wie wär's?

Eine Anmerkung: Ich habe mich bei der Schokolade verkauft. Eigentlich benötigt man für dieses Rezept diese backstabilen Schokotropfen, die man in Deutschland noch immer so schwer bekommt. Ich habe dicke, flache Kuvertüre-Klopse geholt, mit denen man das Brot (siehe Beweisstück A) auch ganz gut und ansehnlich hinbekommt, empfehle der einfacheren Handhabung halber aber eben diese Tropfen. 

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Süßes Kürbis-Schokoladenbrot (ohne Butter)
Rezept für 1 kleines Brot

Zutaten
2 Eier (L)
125 g Kürbismus
60 g Griechischer Joghurt (10%)
75 g Vollrohrzucker
1 TL Zimt
1/4 TL Muskat
1 großzügige Prise Salz
1 TL Backpulver
150 g Weizenvollkornmehl
75 g Zartbitter-Schokoladenchips 

Zubereitung
Heizt den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) und ölt anschließend eine kleine Kastenkuchenform (20 cm) aus. Backpulver und Mehl miteinander verrühren.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, anschließend Kürbismus, Joghurt, Zucker, Zimt, Muskat und Salz zufügen und alles miteinander verrühren. Zum Schluss langsam das Mehl und die Zartbitter-Chips unterheben, bis sich alles gerade so vermischt hat. Den Teig in die vorbereitete Form geben und in den Ofen stellen – und zwar für ca. 40 – 45 Minuten (Stäbchenprobe!). Anschließend auskühlen lassen und in dicke Scheiben geschnitten servieren. 

Feines-Gemüse-Kürbisparty

Montag, 18. September 2017

Scharfe Kürbis-Erdnuss-Suppe | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

Kürbis-Erdnuss-Suppe


Die genial-vegetarische Kürbisparty geht weiter – heute mit einer veganen Suppe, die in knapp 15 Minuten auf dem Tisch steht. 

Prinzipiell schmeckt Kürbissuppe ja immer und in jeder Form: Pur, mit Weißwein, mit Kürbiskernöl, mit Kokosmilch, mit Curry... die Möglichkeiten sind unerschöpflich. 
Ich habe mich mal an einer etwas ungewöhnlicheren Kombination versucht: Kürbis-Erdnuss. Weil Erdnussbutter ein Dauergast auf unserem Frühstückstisch ist und ein Löffelchen davon schon vielen anderen, herzhaften Gerichten eine ganz besondere Note verpasst hat. 
Mit Kürbis funktioniert das glücklicherweise auch bestens: Ein bisschen Currypaste, ein bisschen mehr Erdnussbutter, dazu Kokosmilch und – ganz wichtig – Sriracha. Sehr, sehr lecker, allerdings genau so reichhaltig. In Vorspeisenschüsselchen serviert macht sie Appetit auf mehr, kann aber auch alleine bestehen. 

Und PS: Sie schmeckt ein bisschen sehr nach leckerer Saté-Sauce. Mhhh.

Scharfe Kürbis-Erdnuss-Suppe 
Rezept für 4 Portionen 

Zutaten
1 EL Currypaste (bei mir: rot, gelb fänd ich auch ok)
400 ml Gemüsebrühe
400 g Kürbismus, selbst gemacht
75 g Bio-Erdnussbutter 
200 ml Bio-Kokosmilch 
1 EL Sojasauce
1 EL Ahornsirup
1 EL Limettensaft 
optional: Sriracha-Sauce und Kokosmilch

Zubereitung
Achtung, einfacher wird's nicht: Erhitzt die Currypaste in einem großen Topf, so ca. 1 – 2 Minuten, bis sie duftet. Dann gebt ihr den Rest der Zutaten hinzu, lasst das ganze einmal aufkochen. Würzt wie angegeben oder nach Geschmack: Darf es vielleicht noch ein bisschen mehr Süße sein? Etwas mehr Limette? Oder ist es noch nicht salzig genug? 
Anschließend mit Sriracha-Sauce und Kokosmilch garnieren und sofort servieren.
Tipp: Mehr machen und anschließend – für schlechte Zeiten – einfrieren. Guten Appetit!


Feines-Gemüse-Kürbisparty

Sonntag, 17. September 2017

Pumpkin-Pie-Spread für Bagels | Die genial-vegetarische Kürbis-Party 2017

Feines-Gemüse-Kürbisparty

Was ist eine Kürbis-Party?

Ich werde es euch sagen: Eine Kürbis-Party ist das lockere, doch exzessive Feiern der köstlichsten Herbstfrucht, die Mutter Erde uns niederen Menschen je hat zukommen lassen.
Und ich gehe einfach mal davon aus, dass 99% von euch mindestens so verrückt nach Kürbis sind wie ich. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, den Start in den Herbst 2017 mal so richtig zu zelebrieren: Mit einer Kürbis-Themenwoche, in der ich ganz bewusst keine Klassiker à la Kürbis-Kokos-Suppe oder Kürbisspalten aus dem Ofen auflegen will. Wenn man – wie ich und sicher auch viele von euch – seit vielen Jahren Kürbisse aller Farben und Formen verarbeitet, muss auch mal was Neues her. 
Deswegen präsentiere ich euch in den kommenden insgesamt sieben Tagen sieben Rezepte, die etwas spannender und frischer sind. Ob süß, ob herzhaft – es ist alles dabei, ihr dürft also gespannt sein. Habt ihr auch aufregende Kürbis-Rezepte? Dann freue ich mich über euer Zutun und eure Kommentare!

Pumpkin-Pie-Spread-1


Wir starten mit einer kurzen Erklärbär-Lektion: Was hat es mit diesem „Pumpkin Spice“ auf sich? 
Klar ist: Alle lieben den PSL von Starbucks, und sobald man auf irgendwas „Pumpkin Spice“ schreibt, verkauft es sich wie verrückt. In Deutschland denken ja viele immer noch, dass Pumpkin Spice aus Kürbis gemacht wird. Also: Wo Pumpkin Spice drauf steht, ist auch Pumpkin drin. 
Leider nein, leider gar nicht. Pumpkin Spice ist lediglich eine vor allem in den USA populäre Gewürzmischung, mit der dort zur Saison Kürbiskuchen gewürzt wird. 
Nun, hiermit wären dann auch Diejenigen aufgeklärt. 

Pumpkin Spice besteht aus Muskatnuss, Nelken, Zimt, Ingwer und Piment. Ich liebe diese Mischung, weil sie so wunderbar würzig-süß ist und an ganz viele – auch herzhafte – Herbstgerichte passt.
Für die Kürbis-Party habe ich deswegen einen Pumpkin-Pie-Spread für Bagels und Co. kreiert, der seine leuchtende Farbe durch die Zugabe von Kürbispüree bekommt. So schmeckt es noch leckerer und intensiver nach Kuchen – wir kriegen nicht genug davon! Es ist ganz schnell gemacht und wirklich mal was anderes für den Frühstückstisch. Unbedingt ausprobieren! #Bagelliebe 


Pumpkin-Pie-Spread-2

Pumpkin-Pie-Spread für Bagels
Rezept für 200 g (reicht für ca. 3 – 4 Bagels)

Zutaten 
100 g Doppelrahm-Frischkäse (oder eine andere Sorte, aber mehr Fett = mehr Geschmack)
100 g Kürbismus aus eigener Herstellung, am besten aus Hokkaido
1 Hauch geriebene Nelken
1/4 TL Piment
1/4 TL Zimt
1/2 TL Ingwer geriebener Ingwer
frisch geriebene Muskatnuss
Vollrohr- oder Rohrohrzucker nach Belieben (bei mir: ca. 15 g) 

Zubereitung
Der Pumpkin-Pie-Sprad ist eigentlich schnell gemacht; etwas mehr Zeit kostet es aber, im Voraus das Mus bzw. Püree herzustellen. 
Weil hier sehr dickes Mus ohne viel Flüssigkeit gefordert ist, nehme ich  Hokkaido-Kürbis, weil der sehr wenig Wasser enthält. Ich schäle eine beliebige Menge, schneide sie in grobe Würfel und koche sie in ganz wenig ungesalzenem Wasser gar. Dann schwinge ich den Pürierstab, bis ich glattes, seidiges Mus habe. Anschließend auskühlen lassen, 100 g abnehmen und den Rest entweder für Suppen o. ä. weiterverwerten oder einfrieren. 

Anschließend das Mus mit dem Frischkläse und den Gewürzen und dem Zucker vermengen, auf frisch getoastete Bagel streichen und genießen. 

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Alle Rezepte der genial-vegetarischen Kürbisparty: