Donnerstag, 27. Juli 2017

Eifelsteig {Aachen – Nettersheim} – Warum in die Ferne schweifen...

Eifelsteig-Intro

„Ihr seid nicht in der Eifel – ihr seid in einem Paradies!“

Mein Kopf und ich hängen etwas müde auf dem Rücksitz des Taxis, das uns von Simmerath nach Gemünd bringt, dem Ausgangspunkt unserer vierten Etappe auf dem Eifelsteig, dessen Teilbegehung unser diesjähriger Sommerurlaub ist.
Es ist noch ziemlich früh, aber auch heute haben wir wieder 20 Kilometer über Stock und Stein vor uns. Auch deswegen will ich während der Fahrt eigentlich friedlich dösen, allein unser Fahrer hat anderes im Sinn. Schnell hat er uns als Städter „enttarnt“ und quasselt fröhlich drauf los: Wie er vor über 20 Jahren nach Deutschland – in ein Eifeldorf – kam. Wie seine vier Kinder schon nach wenigen Wochen wussten: „Papa, hier gehen wir nicht mehr weg!“ (Alle wohnen noch immer dort.) Wie er Zeit seines Lebens kaum krank gewesen ist, „wegen der guten Luft“ (Nur die Zähne machen Probleme).

Was er nicht ahnt, und ja auch nicht wissen kann: Ich bin nun echt kein Eifel-Newbie, ihr vielmehr in Sentimentalität äußerst verbunden. Die ersten 15 Jahre meines Lebens habe ich so gut wie jede Sommerferien, jedes Wochenende dort verbracht: Als kleines Mädchen Konfitüre aus selbstgepflückten Brombeeren und Zucker auf dem Gasherd unseres Campingzelts gerührt, aus Gras und Gänseblümchen deliziöse Suppen gekocht (ha), auf nassen Wiesen gezeltet, und jede Folge von Bibi & Tina mit Fahrrädern als „Pferde“ nachgespielt (woher nehmen Kinder eigentlich diese Fantasie?). Aus heutiger Sicht ist es natürlich kurios, aber früher hielt ich das alles für puren Luxus. Nie hätte ich woanders Urlaub machen wollen, der gelegentliche Urlaub an der Nordsee kam mir schon äußerst exotisch vor.
Nun, alles geht mal vorbei – als ich 16 war, verkauften meine Eltern das Grundstück, und naturgemäß war das Alter so oder so nicht die beste Phase meines Lebens. Erst vor wenigen Jahren holte mich die Nostalgie ein, und seitdem poche ich regelmäßig auf Tagesausflüge in der „alten Heimat“.
Dieses Jahr aber wollte ich länger bleiben – der Eifelsteig sollte es sein, ein Fernwanderweg, der auf 314 Kilometern von Aachen bis Trier führt. Die ersten fünfeinhalb Etappen, 100 Kilometer, nahmen wir uns vor.

Meine Hintergrundgeschichte kennt der nette Taxifahrer nicht, ich bin auch zu müde, mich zu erklären, lasse ihn reden und schwärmen; der oben zitierte Satz bleibt mir im Kopf.
Ich habe nichts zu ergänzen, ich stimme überein. Die Eifel ist schön, wunderschön – ein echtes Paradies: Traumhafte Landschaften, unendliche Weiten, Berge & Täler, Wiesen & Felder, Moore & Heiden, Flüsse & Seen: Alles dran, alles da. Deswegen möchte ich euch auch ein paar Fotos zeigen, ein paar Übernachtungs- und Gastrotipps geben. Vielleicht kann ich euch ja anstecken?

Etappe 1, Montag, 10. Juli
Aachen-Kornelimünster – Roetgen, 14 km

Die erste Etappe hat eine ziemlich entspannte Länge. Wir starten im malerischen Kornelimünster, das wir uns gerne noch etwas näher angesehen hätten – wäre da nicht die Zeitnot, es ist nämlich bereits halb 12, als wir dort eintreffen, und da man ja nie weiß, was einen erwartet (und wir auch nicht die erfahrensten Wanderer sind...) sputen wir uns.
Die ersten Kilometer plätschern gemütlich vor sich hin, wir passieren Felder und Pferdekoppeln, kleinere Siedlungen und Waldpassagen – und beobachten sogar einen Mähroboter (faszinierend!).
Gerade, als die Landschaft ein letztes Mal reizvoll wechselt – nämlich in flaches Moor- und Heidegebiet – hören wir ein Grollen am Horizont. Äußerst ungünstig, so können wir den Abschnitt nämlich nicht genießen, sondern rasen über die kurzen Holzstege gen Roetgen. Das Gewitter verschwindet aber – lediglich ein paar Tropfen Regen müssen wir am Schluss verkraften. Auch wenn die Etappe wahrlich nicht lang war, bin ich froh, unsere makellosen und wunderschönen Zimmer im Landgasthof Gut Marienbildchen zu beziehen. Idealerweise können wir dort auch zu Abend essen, was sich nicht nur logistisch, sondern auch qualitativ als fabelhafte Wahl herausstellt.

Marienbildchen
Abendhimmel und Ausblick aus unserem Zimmer im Gut Marienbildchen
Etappe 2, Dienstag, 11. Juli
Roetgen – Monschau, 19 km

Beim Frühstück werden wir mit vielen Produkten aus eigener Landwirtschaft versorgt: Die Eier stammen von Hof-Hühnern, Wurst und Käse vom lokalen Metzger, die Marmeladen sind selbstgemacht – ja, ich bin schnell glücklich zu machen und dementsprechend auch gut gelaunt. Um 9:30 Uhr brechen wir auf und treffen recht bald im Wald ein, wo wir – schwupps, fast unbemerkt – die Grenze zu Belgien übertreten. Wir sind im Hohen Venn unterwegs, einer frostigen, niederschlagsreichen Gegend – und einem der letzten Hochmoorgebiete Europas. Wir nehmen einen „Umweg“ durchs Naturschutzgebiet und verlängern die Etappe so um zwei Kilometer. Und da sieht es dann so aus:

Belgien-Moor

Wie gut, dass wir die Idee aufgegriffen haben – anstelle einer ewiglangen, schnurgeraden Strecke, wandern wir nun durch abgelegene, üppige und gleichzeitig eigenartig karge Graslandschaften, bis wir abbiegen und – jippieh! – lange auf Holzstegen gehen. dürfen. Dieser Streckenabschnitt war fast unser liebster der gesamten Reise, so viel Ruhe, so viel Natur, so viel Grün – und bestes Wetterchen.

Moor
Sonnige, einsame Stege: Der perfekte Pausenspot im Naturschutzgebiet. 
Hier machen wir eine äußerst (!) gemütliche Pause, bis wir die letzten Kilometer in Angriff nehmen.
Der angekündigte Regen kommt erst, als wir längst in Monschau sind und im Restaurant Rur-Café sitzen, das sich – wieder einmal – als ideale Location für ein Abendessen herausstellt. Außerdem entdecke ich dort meine Liebe für Obstbrände.
Sehr empfehlenswert – und das lässt sich leider nicht über jedes Restaurant in Monschau sagen, das zu jeder Saison von Tagestouristen geflutet wird.

Monschau-Essen
Salat mit Bio-Ziegenkäse und Früchten; Verdauungsspaziergang am Marktplatz
Das natürlich aus gutem Grund: Monschau ist ein wunderbares Städtchen, voller schiefer Fachwerkhäuser, einer Burg, Gemäuern, Brücken, kleinen Cafés und touristisch-orientiertem Einzelhandel. Außerdem gibt es eine historische Senfmühle, die man besichtigen kann. Und im Advent gibt es hier den schönsten Weihnachtsmarkt überhaupt.

Monschau-Altstadt
Views of Monschau

Etappe 3, Mittwoch, 12. Juli
Monschau – Monschau-Höfen, 7 km (eigentlich: Einruhr, 24 km)

Als wir aufwachen, regnet es immer noch, und das nicht zu knapp. Doch wir sind tapfer, packen uns in die volle Regenmontur und starten die Wanderung wie geplant.

Monschau-Regen
Vorher, noch trocken; Nachher: Es ist, wie es ist. 
Die dritte Etappe ist als „schwer“ gekennzeichnet – das merkt man bei diesem Wetter besonders. Ich bin fürchterlich froh, mir vorher noch ein Paar Wanderstöcke gekauft zu haben, denn nur mit Regenschirm über glitschige Wurzeln zu steigen, ist gar nicht leicht und ziemlich gefährlich. Auch war ich war noch nie so dankbar für Funktionskleidung... Bis zum Monschauer Vorort Höfen sind es knapp 7 Kilometer, die wir gut gelaunt wandern – schließlich haben nebel- und regenverhangene Berge auch ihren Charme. Dann aber nimmt der Regen zu und wir entscheiden, mit dem Bus zum Ort unserer nächsten Unterkunft (Simmerath) zu fahren. Das Hotel Kragemann ist definitiv unsere stilvollste und modernste Unterkunft auf dem Trip und wir genießen den langen Aufenthalt sehr.

Monschau-Berge
Bei Regen sind Berge und Wälder besonders schön, aber halt auch... nass. 
Etappe 4, Donnerstag, 13. Juli
Einruhr – Gemünd, 21 km

Das Hotel Kragemann hat nicht nur schöne Zimmer, sondern auch ein herrliches Frühstück. Und, noch wichtiger: Der Himmel ist blau, die Luft ist klar, das Unwetter ist vorbei gezogen. Also: Auf geht's! Nachdem uns das eingangs erwähnte Taxi in Einruhr abgeliefert hat, laufen wir los. Die ersten Kilometer führen nur leicht bergauf, aber auch lange am schönen, stillen Rursee vorbei, der bei diesem Wetter wirklich prächtig aussieht.

Rursee
Beweisstück A: Rursee.
Dann betreten wir in der Dreiborner Hochfläche militärisches Sperrgebiet – und dürfen für den Großteil der restlichen Etappe die ausgezeichneten Wege nicht verlassen, da der ehemalige Truppenübungsplatz Vogelsang noch immer mit Munitionsresten belastet ist. Nun, da wir unsere Beine gerne behalten möchten, halten wir uns artig an die ausgeschilderten Wege und erreichen schließlich die auf einer Hochebene gelegene Wüstung Wollseifen. An so einem Ort war ich noch nie, ein bisschen Silent Hill zur Mittagszeit... Zur Geschichte von Wollseifen könnt ihr hier oder hier mehr lesen. Die wenigen Überbleibsel des Dorfes – eine Kirche und ein Schulgebäude, in dem auch eine kleine Ausstellung zu finden ist – sind zwar spannend, das Wetter ist einladend und Bänke gibt es auch. Aber die Stimmung ist mir doch zu gespenstisch, auch wegen der vom belgischen Militär errichteten Kulissenhäuser auf dem Areal, an und in denen u. a. für den Kosovokrieg 2001 „geübt“ wurde.

Eifelsteig-Wollseifen
Was von Wollseifen übrig blieb (l.); Modell des Ortes (r.)
Obwohl erschöpft und hungrig, verlegen wir die Rast nach Vogelsang, wo wir knapp eine Stunde später eintreffen. Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang IP ist ein gigantischer Blickfang und definitiv einen Ausflug wert – schade, dass wir nicht länger bleiben und die Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ besichtigen können. Aber: Wir kommen wieder!

Vogelsang-Wollseifen
Hier kann man Vogelsang von weitem sehen – nah und doch fern. 
Nach einer ausgedehnten Pause und einem kühlen Bier geht's weiter: Mir tut zwar bereits alles weh, aber beim Laufen schmerzen die Beine nicht so sehr wie beim Sitzen. Dennoch ziehen sich die letzten sieben Kilometer unglaublich. Als wir gegen 17 Uhr endlich an unserem Hotel ankommen, fühle ich mich wie überfahren. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Körper zu solchen komplexen Schmerzen (und Übelkeit, hallo!) fähig ist. Beine, Nacken, Schultern, Rücken – und die Füße! Lieberweise überreichen uns die Gastgeber im Kurparkhotel Schleiden direkt eine Fußwanne und passendes Badesalz. Die nächste halbe Stunde verbringe ich halb liegend, halb sitzend (halt so, wie es gerade am wenigsten wehtut), aber immer mit den geschwollenen Füßen im eiskalten Wasser.

Gemünd-Schleiden
Wilde Wiesen in voller Pracht; das Fußbad. Hach!
Später kann ich mich noch zum Essen in ein sehr nahgelegenes Restaurant schleppen, das auch Seniorenportionen anbietet (Kurort-Alarm!), halte die Augen aber kaum offen und kriege auch nur eine kleines Tässchen Kartoffelsuppe runter. Wer behauptet, mich zu später Stunde noch Discounter-Käsekuchen löffelnd im Bett gesehen zu haben, ist ein Lügner.


Etappe 5, Freitag, 14. Juli
Olef (eigentlich: Gemünd) – Urft, 13 km

Ich habe mir wohl etwas zu viel zugemutet für meinen aktuell leider untrainierten Körper (Stress, Leute!). Die Regeneration geht zwar deutlich fixer als gedacht, aber auf noch so einen Zombie-Abend habe ich keine Lust. Nach einem hervorragenden Frühstück im Hotel – wo ich übrigens 27 Bio-Müsli- und Cerealien-Sorten zähle –, machen wir uns mit dem Bus auf nach Olef, und kürzen die Etappe so von 19 auf 13 km. Olef ist ein bezauberndes Örtchen voller Fachwerkhäuser, das auch zum Verweilen einlädt – angenommen, man hat schon ein paar Kilometer hinter sich gebracht.

Olef-2


Wir aber biegen direkt auf den Eifelsteig ein und freuen uns, dass auch heute das Wetter ideal ist.
Die Etappe gefällt mir landschaftlich am besten: Wenige Höhenmeter (meine Beine bedanken sich!), dafür viele Felder, wildromantische Minipfade durch den Wald, und gegen Ende befinden wir inmitten endloser Kornfelder.

Steinfeld-Getreide
Getreidefeld kurz vor Kloster Steinfeld – am Horizont schon zu sehen. 
Als wir das Etappenziel, Kloster Steinfeld, am Horizont erspähen, fallen erste dunkle Wolken am Horizont auf. Wir sputen uns die letzten Kilometer ziemlich und haben mal wieder Glück: Gerade als wir die Tür zum Klosterladen öffnen, prasselt ein kurzer, kräftiger Schauer nieder. Die Zeit überbrücke ich mit dem Kauf eines Honig-Essigs aus der Region – übrigens mein einziges Mitbringsel. Wenn man viel zu schleppen hat, wird man wählerisch...

Nach dem Schauer laufen wir noch fix in den nächsten Ort, wo ich eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatte: Auch von der Familie Weckmann im Urfter Hof werden wir wieder herzlich willkommen geheißen – und auch das Abendessen dort (und die Obstbrände!) ist wieder einmal spitzenmäßig.

Etappe 6, Samstag, 15. Juli
Urft – Nettersheim, 10 km

Nettersheim

Am letzten Tag steigen wir bei Urft wieder in den Eifelsteig ein und lassen uns für die letzten 10 Kilometer nach Nettersheim sehr viel Zeit. Das Wetter ist erneut hervorragend, und so schlendern wir durch Wald und über Wiesen, staunen über die Erbsenfelder am Wegesrand, legen viele Pausen ein, bis wir uns der Zivilisation unaufhaltsam nähern. Nettersheim ist ein hübsches, kleines Dorf – aber verfügt über einen Bahnhof, von dem auch Regionalbahnen in Richtung Köln düsen. Um 12:30 Uhr steigen wir in einen Zug – und sind um 14:30 Uhr schon wieder am Düsseldorf Hauptbahnhof.
Man fühlt sich ja immer so hingeworfen, all die Eindrücke, die man noch zusätzlich im Gepäck hat, und dann plötzlich wieder Alltag? Begeistert sind wir nicht, aber eine Portion Pommes rot-weiß kann den Schmerz etwas lindern.
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Ja, da kann man schon mal wehmütig werden. Wir hatten gehofft, die Tage achtsam dehnen zu können, aber nichts da – die Woche verging wie nichts. Auch ohne lange Anreise, ohne Jetlag, schwupps, waren wir wieder in Düsseldorf.

Auf jeden Fall möchte ich euch den Eifelsteig ans Herz legen.
Ich bin keine Reisebloggerin, deswegen bin ich nicht auf alle interessanten, kulturhistorischen Details eingegangen, die sich am Wegesrand oder in nächster Nähe finden – und es hat ja auch ein Jeder andere Vorlieben und Interessen. Zu sehen, staunen und genießen gibt es in jedem Fall genug. Und immerhin die Verpflegungsmöglichkeiten habe ich (da könnt ihr euch sicher sein) auf Herz und Nieren für euch getestet. Da erlaube ich mir das Urteil: Hervorragend, wenn man sich vorher ein wenig informiert. Auch für Vegetarier ist immer ein Gaumenschmaus abseits von Salat dabei, versprochen.

Wo macht ihr denn dieses Jahr Urlaub? Und: Habt ihr auch solche Sehnsuchtsorte eurer Kindheit? 

Dienstag, 18. Juli 2017

Gazpacho – Kalte Suppen für heiße Tage

gazpacho


Hallo aus meiner diesjährigen Sommerpause! – Ich war letzte Woche auf Feld, Wald und Wiesen unterwegs und gliedere mich so langsam wieder ins Stadtleben ein.
Auf die Schnelle bekommt ihr aber ein klitzekeines Hitze-Rezept – und jaaa, es ist mal wieder eine kalte Suppe. Aber nicht irgendeine, sondern der Klassiker schlechthin: Eine Gazpacho.
Heute und für die kommenden Tage sind – zumindest hier in NRW – wieder Temperaturen angesagt, bei denen Herd & Ofen besser unbedient bleiben. Und wenn es dann nach der Arbeit schnell gehen soll, sind alle Zutaten für eine Gazpacho ratzfatz klein geschnibbelt und püriert und quasi auch direkt servierfertig (wobei eine halbe Stunde „ziehen“ im Kühlschrank nicht schadet).

Ich persönlich mache eine Gazpacho mittlerweile nach Gefühl und mit den Resten, die der Kühlschrank gerade so hergibt – so auch vor ein paar Wochen, als dieses Foto entstand. Da das auf Instagram aber so phänomenal angekommen ist, hatte ich das Gefühl, dass sich das „klassische“ Rezept dazu auch auf dem Blog gut machen würde. Ich liebe Gazpacho in allen Varianten sehr, die Kombination aus Gurke/Paprika/Tomate ist im Hochsommer einfach ein Knüller.

Das Pürieren erledigt bei mir ein relativ hochleistungsfähiger Standmixer. In der Not geht's auch mit einem Pürierstab, dauert aber ein bisschen länger. Dafür solltet ihr das Gemüse außerdem viel kleiner schneiden.

Klassische Spanische Gazpacho 
Rezept für 2 Personen

Zutaten
125 g Weißbrot (gerne altbacken, z. B. Baguette vom Vortag)
1 rote Paprikaschote
2 Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Sherry-Essig
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
Wasser
ev. Eiswürfel
zum Garnieren: nach Lust und Laune z. B. kleingeschnittene Sherry-Tomaten, Rosmarinzweige, ein Klecks Joghurt usw

Zubereitung
Das Brot in Scheiben oder Stücke schneiden und wenige Minuten in Wasser einweichen.
In der Zwischenzeit die Tomaten schälen – wer mag, kann die Haut abziehen, aber ich finde, das ist nicht notwendig –, die Paprika putzen und entkernen, die Salatgurke schälen. In Würfel schneiden.

Alles zusammen in den Mixer stecken. Das Wasser vom Brot abgießen, Brot ebenfalls in den Mixer geben. Einen kräftigen Schuss Olivenöl, circa 1 EL Sherry-Essig, etwas Wasser, Meersalz und Pfeffer hinzugeben und ordentlich durchpürieren. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Nun entweder ab in die Suppenschüssel oder in den Kühlschrank. Zu servieren an schwül-warmen Sommerabenden ausschließlich auf dem Balkon oder im Garten.