Donnerstag, 23. März 2017

Matcha Latte, vegan und zuckerfrei | {WERBUNG}

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Als Severin bei mir anfragte, ob ich nicht bei der #FreshPowerChallenge mitmachen möchte, war ich hin- und hergerissen. Das Konzept: Sechs Blogger erhalten je ein Produkt aus der FreshPower-Serie zugelost, mit dem sie dann ein Rezept kreieren, was dann wiederum in einem Gewinnspiel für die Severin-Facebookfans mündet. So weit so gut. Ich fand das zwar spannend, wusste aber, dass unter den Geräten ein Wasserkocher sein würde. 
Was sollte man denn mit einem Wasserkocher anfangen? Auf der anderen Seite: Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, aus sechs Geräten gerade den Wasserkocher zugelost zu bekommen? Ich sagte also zu.

Lange Rede, kurzer Sinn: 
Wenige Wochen später nahm ich meinen neuen Wasserkocher in Empfang.

Man muss ja das Beste daraus machen. Und als ich darüber grantelte grübelte, fiel mir auf, dass ein anständiger Wasserkocher ein arg unterschätztes Küchen-Basic ist, ein wenig beachtetes Muss des passionierten Hobby-Kochs. Und zwar nicht nur, weil man Wasser so sparsamer und schneller erhitzen kann als auf dem Herd oder in der Mikrowelle, sondern weil moderne Geräte auf verschiedene Wassertemperaturen erhitzen und warmhalten können. Der von Severin  schafft das auf 70°, 80°, 90° und 100°, ist also wie geschaffen für uns – schließlich sammelt der Mann japanische Grüntees, darunter viele Sensibelchen, denen ein zu heißes Bad gar nicht schmeckt.

Aus der Not galt es also eine Tugend zu machen, also stelle ich euch eines meiner liebsten Teegetränke vor: Matcha Latte. Als ich so um 2003, 2004 rum das erste Mal was mit Matcha aß – das Tinken kam später – war das... öhm... „interessant“. Bei meinem ersten Japan-Trip 2005 eskalierte ich dann und nahm täglich Matcha Lattes und Crêpes und McFlurrys zu mir. Will sagen: Bin Fan der ersten Stunde, mache aber zumindest Matcha Latte mittlerweile selbst, weil die Fertig-To-Go-Dinger alle überzuckert sind und eigentlich einen Satz à la "Kann Spuren von Matcha enthalten" verdient hätten.Und wenn ich ihn dann selbst mache, bin ich pingelig, wie ich es bei manchen Dingen halt einfach so bin. Ich könnte einfach diese unsäglichen Matcha-Sticks mit Zucker und Milchpulver kaufen, wie es sie seit einiger Zeit gibt. Ich könnte auch einfach Matcha mit heißer Milch pürieren. Aber nein: Ich mache erst einen Matcha, wie es die japanische Teeschule lehrt – inklusive Bambusbesen, ommm – und gieße ihn dann mit heißer Milch und Milchschaum auf.
Weil ich keine (bzw. wenig) Kuhmilch trinke, kommt bei mir Pflanzendrink zum Einsatz, am besten schmeckt mir persönlich Haferdrink, der sich auch ganz okay aufschäumen lässt.

Ihr habt kein Extramilchaufschäumspiralengerät in petto? Ich auch nicht! Geht ohne, ihr braucht nur ein paar Muckis: Gebt heiße (nicht kochende!) Milch in ein großes Glas mit Schraubverschluss und schüttelt. Aber nur halbvoll! Das muss so. Und jetzt: Schüttelt. Schüttelt! Schüttelt, bis die Ärmchen brennen. Das klappt erstaunlich gut! Und außerdem baut ihr schon vorher dabei alle Kalorien ab, die ihr mit dem Matcha Latte aufnehmt. Ein guter Deal!
Ich finde, zusätzlicher Zucker ist im Matcha Latte nicht notwendig. Wenn ihr Getreidedrinks benutzt, schmeckt es ohnehin etwas süßer als mit normaler Milch. Aber ihr könnt natürlich machen, was ihr wollt. In dem Fall empfehle ich Honig, der Matcha einfach perfekt ergänzt.

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Matcha Latte, vegan und zuckerfrei 
Rezept für 1 Portion

Zutaten
200 ml Pflanzendrink nach Wahl (bei mir: Haferdrink)
70 ml Wasser
3 g Matcha
optional: Süßmittel eurer Wahl, besonders lecker schmeckt Honig

Zubereitung
Für die Zubereitung eines echten Matchas benötigt ihr einen Chasen – einen Matchabesen mit feinen Bambusfasern. Einen Chasen kann man z. B. online bestellen, häufig aber findet er sich auch in asiatischen Supermärkten in der Zubehör-Abteilung, gleich neben Essstäbchen und Rettichreibe. (Ein Schneebesen ist übrigens kein guter Ersatz,,.)

Wiegt 3 g Matcha ab und gebt das Pulver in eine halbhohe, runde Schale. Nun erhitzt ihr 70 ml Wasser im Wasserkocher auf 80° und gießt es langsam zum Teepulver.
Nun rührt ihr Matcha und Wasser mit dem Chasen zusammen – erst langsam, bis der Tee sich aufgelöst hat, dann ca. 30 Sekunden schnell und kräftig, bis eine glatte, schaumige Oberfläche ohne Bläschen entstanden ist. Jetzt habt ihr eine wundervolle Tasse Matcha vor euch, meiner Meinung nach die Basis für einen echt guten Matcha Latte – ohne Pulver.

Milchschaum ist für jede Latte ein Muss. Ich habe zwar kein Milchaufschämgerät, es geht aber auch ohne: Einfach Milch in der Mikrowelle erhitzen – nicht kochen lassen! – und anschließend in ein Glas mit Schraubverschluss geben. Dann: Kräftigst schütteln, so doll, bis sich die Muckies melden. Und selbst dann schüttelt ihr immer noch weiter – bis ihr tollen Milchschaum im Glas habt.

Ihr gießt nun also die Milch ins Glas, der Milchschaum wartet in der Regel artig bis zum Schluss. Nehmt ansonsten einen Löffel zur Hilfe. Zum Schluss wird der Matcha langsam ins Glas gegossen und die Milchschaumhaube noch mit Matchapulver gesprenkelt. Lasst es euch schmecken!

Und PS: Falls ihr Zucker braucht: Das macht ihr am besten, wenn die Milch schon im Glas ist, der Milchschaum aber noch nicht.

Dieser Blogbeitrag entstand in Kooperation mit Severin für das #FreshPowerGewinnspiel im Rahmen der Promotion für die Fresh Power Serie. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Mittwoch, 1. März 2017

Unsere neue IKEA-Küche, Teil I – Grundgedanke, Planung, Kauf


#chaos #gewolltundnichtgekonnt
Als wir diese Wohnung im Dezember 2007 zum ersten Mal betraten, wussten wir: Die soll es sein.
Nach diversen, äh, Besichtigungsfehlschlägen waren wir froh, dass es hier nach wenigen Sekunden Klick gemacht hat. Heute erscheint es mir verrückt, dass man gerade uns – wir waren 20 und 22 Jahre alt, Studenten, ohne Sicherheiten – den Zuschlag für diese wunderschönen 68 m2 mit Blick auf den Rheinturm und einem riesigen Südbalkon im tollsten Viertel Düsseldorfs erteilt hat. Wenn man sich ansieht, wie sich die Mietpreise seitdem entwickelt haben, bin ich einfach nur froh, dass wir schon nach kurzer Zeit zusammengezogen sind und nicht erst ein paar Jahre später.

Ihr seht: Wir wohnen schon sehr lange hier – und waren damals froh die Küche übernehmen zu können, die sogar noch ziemlich neu war. Unser Vormieter hatte hier selbst erst wenige Monate gelebt, musste dann aber fix nach München ziehen und hinterließ uns gegen einen fairen Abschlag auch die Küche. Das war für mich okay. Die Küche fand ich nie „schön“ in dem Sinn, dass ich sie mir selbst so ausgesucht hätte, aber „in Ordnung“. Was weiß man auch mit knapp über 20 Jahren über Küchen? Wir sprechen von der prä-lifestyle-blog-Ära, Pinterest gab es noch lange nicht, und in meiner Single-Studentenbutze kochte ich drei Jahre lang in einer teeny-tiny Pantry-Küche. 

Will sagen: Die Küche war also da. Jahrelang. Wir erweiterten sie ein bisschen. Kauften einen Servierwagen. Einen neuen Hoch-, einen neuen Unterschrank. Der Kühlschrank wich 2012 einem neueren Modell. Insgesamt aber blieb alles so. Praktisch halt, und finanziell haben wir uns halt lieber auf Reisen als auf Mobiliar konzentriert.
Dann, irgendwann, fing der ganze „Style“ an, mir gehörig auf die Nerven zu gehen. Die Bodenfliesen bekamen Risse, Macken, die Fugen bröckelten. Mein Onkel, ein Fliesenleger, stellte irgendwann fest, dass der ganze Boden Murks ist, krumm und schief, und deswegen für Fliesen nicht geeignet. Toll, was?

Noch mehr Chaos. Alles hässlich. Unordentlich. Zu viel. 
Aber es ging ja nicht nur um den Boden. Manchmal war ich drauf und dran, die – wie ich heute finde – unfassbar hässlichen und empfindlichen Milchglasfronten mit Edding zu übermalen. Die einfachen Einlegeböden der Schränke: Unpraktisch! Was ich auch gerade brauchte, es war immer in der hinterletzten Ecke. Und auf dem Weg dahin warf ich alles einmal kreuz und quer durcheinander.
Dazu kamen diverse Kleinigkeiten: Die komischen Drehknöpfe am Herd wurden schmandiger und schmandiger, und je mehr ich versuche, den Belag loszuwerden, umso blasser wurden die Zahlen. Die Dunstabzughaube war laut, der Ofen sowieso. Ich hatte zu viel Zeug für zu wenig Stauraum. Es nervte mich. Alles nervte mich.
Schon Anfang 2016 fasste ich den Entschluss, dass sich was ändern muss. Allerdings stelle ich die Idee zu Gunsten unseres Japan-Urlaubs noch in den Hintergrund – der war mir nämlich eindeutig wichtiger als ein ausgeklügeltes Schubladensystem. Aber im letzten November war dann klar: Jetzt legen wir los!

Warum IKEA?
Ehrlich gesagt kam für uns von Anfang an nur eine IKEA-Küche in Frage.
Ich bin zwar an sich kein großer Fan vom Schweden, aber
a) musste es relativ günstig sein,
b) hatten wir ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie die zukünftige Küche auszusehen hat und
c) sind wir immobil (da autolos) und können nun einmal nicht diverse Küchenstudios in Düsseldorf und Umgebung besuchen, um uns unverbindlich zu erkundigen.

Mein Umfeld war diesbezüglich in zwei Lager unterteilt.
Das eine: Leidenschaftliche Verfechter von IKEA-Küchen. Das andere: Strikt dagegen.
Ich googlete also mehr oder weniger planlos durch dieses Internet und fand glücklicherweise viele, ausführliche Erfahrungsberichte inklusive Tipps, die mir hinsichtlich IKEA Mut machten – zum Beispiel auf Dreiraumhaus, bei cozy and cuddly und daily pia oder auf Franks Blog.

🙈🙈🙈 
Die Planung unserer IKEA-Küche in 3 Schritten

  • // EINS 
Ich finde diesen 3D-Küchenplaner  ganz ordentlich. Er ruckelt leider – zumindest auf meinem Mac – ein bisschen und ist von ungeduldigen Menschen nur unter dem erheblichen Einfluss von Beruhigungspillen zu bedienen, aber für einen ersten Entwurf reicht es.
Auf den angebotenen Aufmaßservice haben wir verzichtet, weil Grundaufbau und -ausstattung gleich bleiben und ich mir zugetraut habe, die 10 mselbst auszumessen.
  • // ZWO 
An einem Freitagnachmittag gingen wir zu IKEA, um uns einige Dinge mal in natura anzusehen. Das sollte man unbedingt tun! Denn so konnten wir zum Beispiel einige Fronten in ihren verschiedenen Weißtönen und ihrer Haptik vergleichen. Auch Armatur und Spülbecken haben wir noch einmal ausgetauscht, weil es uns live nicht mehr so gut gefiel wie auf der Website. Das gilt auch für die Arbeitsplatte. Der nette Herr von der Küchenberatung hat uns dann alles zurechtgefriemelt, auf Fehlerquellen hingewiesen („Da ist Beleuchtung im Schrank, wollten Sie die wirklich?“) und Lieferung und Aufbau mit uns durchgesprochen.
Spannend fand ich: Er hat in diesem Fall davon abgeraten, den Aufbau zu buchen – weil wir nur Basiselemente verbauen, bei denen man schnell den Bogen raushabe. Wohingegen die 199 € pro Meter (!), die IKEA mittlerweile für den Service berechnet, hier in keinem Verhältnis zum Aufwand stünden. Das fand ich sehr fair! Anschließend druckte er alles feinsäuberlich (inklusive der Kosten für alle Einzelelemente plus Lieferung) aus, damit wir noch einmal über alles nachdenken konnten.
  • // DREI 
Eine Woche später, selbe Zeit, selber Ort: Wieder sitzen wir im IKEA Düsseldorf, finalisieren die Details – und kaufen. Ich habe mich die ganze Zeit über sehr gut dort aufgehoben gefühlt. Nie hatte ich das Gefühl, dass man mir etwas aufschwatzen oder das Geld aus der Tasche ziehen möchte. Ein großes ABER gibt es natürlich trotzdem:
  • // BUT – was ist mit den Elektrogeräten?
Die kaufe ich natürlich nicht bei IKEA. Sorry, da bin ich konservativ.
Führt aber natürlich dazu, dass man sich da selbst drum kümmern muss, wer die Arbeitsplatte an der Stelle des Kochfelds zuschneidet, den Herd anschließt und so weiter und so fort. Das finde ich prinzipiell nicht so schlimm, man findet heutzutage ja leicht – im Bekanntenkreis oder über MyHammer – qualifizierte Handwerker, die einem diese Arbeit abnehmen. Was mich allerdings sehr nervt: Die Sache mit der Spülmaschine.
Seit IKEA vor einigen Jahren das Küchensystem FAKTUM gegen METOD ausgetauscht hat, gibt es für teilintegrierte Spülmaschinen (also die, die eine sichtbare Bedienleiste haben) keine Fronten mehr. Weil IKEA selbst nur noch vollintegrierte Spülmaschinen anbietet. Stattdessen gibt es nur eine semi-schöne Zwischenlösung, die wir nur halb verstanden haben, und um die wir uns noch einmal separat kümmern müssen. Das ist für uns vor allem deswegen doof, da wir erst im Dezember eine neue Spülmaschine kaufen mussten und die bisher unverkleidet gelassen haben, um nicht Geld umsonst auszugeben. Mal sehen, wie wir das handhaben.

Hier sieht man es ganz gut: Spülmaschine ohne Verkleidung.

Wie geht's nun weiter?
Schlag auf Schlag – kommendes Wochenende wird ausgeräumt, gestrichen, dann wird der Boden verlegt, die Küche wird am Montag geliefert, darauf das Wochenende alles aufgebaut (Family-&-Friends-Style) und installiert. Ich bin sehr aufgeregt. Und einfach nur froh, dass alles bald im neuen Glanz erstrahlt.

Übrigens: Ich habe absichtlich zu den Details der neuen Küche (Wandfarbe(n), Bodenbelag, Arbeitsplatte etc.) geschwiegen, weil ich euch ganz im Tine-Wittler-Style mit einem freshen Vorher-/Nachher-Look überraschen mag.
Oh ja.

Habt ihr auch eine IKEA-Küche? Oder habt ihr euch in einem richtigen Küchenstudio beraten lassen? Wie sind da eure Erfahrungen?