Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kürbissüppchen mit Topinambur


Auf geht's in eine neue Runde mit meinem Lieblingsgemüse — Kürbis! Ich kriege einfach nie genug davon. Sobald die ersten orange-roten Hokkaidos Ende August in den Supermärkten liegen, bekomme ich leuchtende Äuglein und weine jedes Frühjahr ein kleines Tränchen, wenn sie von jetzt auf gleich nicht mehr da sind. Dementsprechend ist die Zeit von September bis Dezember hier sehr, sehr kürbislastig. Noch dazu konnte ich meine Eltern dazu überreden, Kürbis in ihrem Garten anzubauen, weswegen sie mir letztes Wochenende 10 wunderschöne Exemplare lieferten, die sich bis zur endgültigen Verarbeitung auch hübsch als Herbst-Deko machen. Aber meine Eltern brachten mir nicht nur Kürbis mit, sondern auch einen riesengroßen Eimer von... tja, was genau, das wusste ich nicht so wirklich. Auf Nachfragen erhielt ich folgende Antwort: „Topinambur. Wir haben das zwar, wissen aber nicht, was wir damit sollen, und da du ja so gerne kochst... “ Okay? Da stand ich also mit diesen seltsamen Knollen und habe mich erstmal durchs Internet geklickt: Die blühende Pflanze erinnert an die Sonnenblume, sie ist aber eine Nutzpflanze, deren Wurzel primär zur Ernährung genutzt (und auch zur Behandlung von Diabetes eingesetzt) wird. Topinambur ist fest, im rohen Zustand leicht wässrig und schmeckt leicht süß. Eigentlich kann man so ziemlich alles anstellen: Roh knabbern, kochen, braten, stampfen, reiben, pürieren, fritieren und so weiter.
Aber da ich mich erstmal langsam herantasten wollte, zauberte ich ein feines Sonntagssüppchen, kombiniert mit einem Rest Butternut-Kürbis, der noch verwertet werden wollte. Das Ergebnis war toll! Garniert mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen bestimmt auch eine etwas andere Vorspeise zu einem mehrgängigem Herbstmenü.
Und: Ihr könnt mich im Löffel sehen, whui! 

Kürbissüppchen mit Topinambur
Rezept für 2 Portionen (als Hauptgang)


für die Suppe 
250 g Topinambur, gewaschen und geschält
250 g Kürbis, gewaschen und geschält
1 große Zwiebel, geschält
1 EL Butter
500 ml Gemüsebrühe
1/2 TL getrocknete Thymianblättchen
100 g saure Sahne
Salz und Pfeffer

zum Garnieren
Kürbiskerne
Kürbiskernöl 

Zubereitung
Topinambur und Kürbisfleisch würfeln, die Zwiebel fein hacken.  Butter in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel darin 2-3 Minuten anschwitzen, sie sollte aber keine Farbe annehmen. Topinambur, Kürbis und Thymian zugeben, Brühe angießen und auf mittlerer Hitze bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten weich kochen lassen.
Eine Garprobe machen. Anschließend die Suppe mit einem Pürierstab pürieren. Die saure Sahne zugeben, sobald die Flüssigkeit nicht mehr kocht (sonst flockt sie aus). Mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Anschließend mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl bestreut servieren.
Dazu passt frisches Baguette.