Mittwoch, 22. Februar 2012

Balsamico-Zwiebel-Konfitüre

Also, erstmal: Ich habe umgebaut. Jetzt ist alles ein bisschen hipstermäßig, deswegen will ich rein aus Prinzip schon dran zweifeln, aber eigentlich gefällt es mir doch. Mal sehen. Leider finde ich meine eigenen Blogdesigns immer nur halb so nett wie die von anderen, aber so ist das wohl immer mit dem eigenen Kram. Aber kommen wir doch zum Wesentlichen: 


'N rischtisch lecka Zeuch sach ich eusch. 

Zu manchen Dingen fällt einem nicht viel mehr ein. Deswegen ein wenig mehr zur Entstehungsgeschichte, damit dieser Post auch nicht allzu langweilig wird: Gesehen habe ich die Zwiebelkonfitüre zum ersten Mal bei Steph und seitdem nicht mehr vergessen. Ich wollte sie längst zu Weihnachten gemacht haben, aber irgendwie kamen mir andere Ideen dazwischen. Hinzu kam das bereits von Steph geschilderte Problem, dass rote Zwiebeln im Supermarkt meistens ziemlich oll aussehen – und zwar so oll, dass man sie meistens nicht einmal mehr anfassen mag, weil man befürchtet, direkt unerträglich stinkenden Zwiebelmatsch an den Händen kleben zu haben (wer schon mal in eine vergammelte Zwiebel gepackt hat, wird wissen, was ich meine). Heute aber stand ich zufällig im Biosupermarkt vor einem Regal wunderschöner, frischer, pinky-blinky Zwiebeln und hab' direkt mal die Tüte vollgemacht und mich kurz darauf an den Herd gestellt. 


Da. So müssen rote Zwiebeln aussehen! So und nicht anders. 
Es gehört eigentlich nicht viel Phantasie dazu, sich den grandiosen Geschmack dieser Konfitüre vorzustellen, oder? Auf auf: Sucht die schönsten Rotzwiebeln, die ihr finden könnt (auch wenn eure Suche lang und schwer sein wird!) und los geht's. Spätestens im Sommer, wenn ihr statt fader Chemiegrillsaucen diese süß-saure Aromabombe zu eurem Steak (oder eurer Backkartoffel) genießen dürft, werdet ihr mir (bzw. Steph, die ja immerhin quasi das Urheberrecht besitzt) für immer dankbar sein.

Rezept
1 kg Rote Zwiebeln
70 g Butter (vegan: Margarine)
2 EL brauner Zucker
100 ml Balsamico-Essig 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
3 Zweige Thymian (bei mir: 3 Zweige Rosmarin und 2 TL getrocknete Thymianblättchen)

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und Zwiebeln, Butter, Salz, Pfeffer und Thymian (bzw. die Kräuter, die ihr eben benutzt) hinzufügen. 30 Minuten lang bei mittlerer Hitze dünsten und immer mal umrühren – die Zwiebeln sollen nur glasig werden, nicht knusprig bräunen. 

Balsamico und Zucker zufügen und für weitere 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Balsamico verkocht ist und sich eine mehr oder weniger „trockene“ Zwiebelmasse in der Pfanne befindet. 

Die Kräuterzweige entfernen und die Zwiebelmasse in ausgekochte Twist-Off oder ähnliche Gläser geben und fest verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren.