Sonntag, 18. März 2012

Sonntagsscharf: Chili sin carne (reloaded) + Feines Gemüse auf Facebook!

Weil ich dafür keinen Extrapost machen möchte und wir ja alle wissen, dass Google Friend Connect bald irgendwie ganz wegkommt (klar, kurz vor 100 Lesern! grmpf), nur ganz kurz: Feines Gemüse gibt's nun auch auf Facebook. Ich muss zwar noch ein bisschen an der Seite friemeln und mich zurecht finden, aber das wird schon. Ich denke, ich werde die Facebookseite ganz gut mit Leben füllen können, während der Blog ausschließlich auf Rezepte beschränkt bleiben wird. Danke! Und nun zum Wesentlichen: Futter!


Also: Ich habe hier ja bereits vor geraumer Zeit das Rezept für mein Chili sin carne veröffentlicht. Allerdings wusste ich damals noch nicht, dass eine Neuentdeckung meine altbewährte Gewürzkombination völlig, also wirklich VÖLLIG über den Haufen schmeißen würde. Und dass das alte Chili gegen das neue Chili fast eine Beleidigung war. Deswegen vergesst ihr einfach alles, was ihr damals von mir gelernt habt (höhö, ja, nicht wahr?), und sattelt um. Ja, und worum es eigentlich geht: Pimenton de la Vera. Und bevor ich mir hier einen abbreche, solltet ihr einfach mal im entsprechenden Wikipedia-Artikel nachschauen – dann werdet ihr schon ungefähr eine Vorstellung davon haben. 
Allein der Duft in der Dose haut euch aus den Socken, ehrlich jetzt. In unserem Chili ist Pimentón de la Vera mittlerweile ein absolutes must-have geworden. Wenn man seine Gewürzsammlung erweitern möchte, dann unbedingt damit. Und da wir relativ...... großzügig damit würzen, konnten wir mittlerweile sogar viele Bezugsquellen testen: Ihr bekommt es im Feinkostgeschäft (z. B. Manufaktum), vermutlich auch im spanischen Delikatessenladen oder online. Aber: Auch hier gibt's herbe Qualitätsunterschiede. Definitiv vorne liegt der von Spirit of Spice (der aber gleichzeitig der teuerste ist), die im Allgemeinen Gewürze fantastischer Qualität verkaufen. Die Produkte sind teilweise auch im Einzelhandel erhältlich – in Düsseldorf bekommt man sie z. B. bei Geschmackssachen in der Altstadt am Rathaus (zahlt aber dann auch noch mal gut 1,50 € pro Gewürz drauf). „Einsteigern“ kann ich aber auch Gewürz Mayer ans Herz legen: Dort gibt es einen ebenfalls sehr aromatischen Paprika zum günstigen Preis. (Nee, bezahlt werde ich für die Werbung leider nicht, schön wär's ja). 
Meine langen Ausschweifungen begründe ich damit, dass bei einem Gericht wie Chili die Gewürzqualität das A und O ist. Also achtet nicht nur beim Paprika auf das Aroma, auch beim Kreuzkümmel und Oregano – was ich da mittlerweile für Unterschiede feststellen konnte, kann ich gar nicht in Worte fassen. Da hilft nur: Selbst ausprobieren.

Rezept für 2 Portionen
1 Packung passierte Tomaten
1 Gemüsebrühwürfel
1 größere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Paprikaschote, grün / gelb / rot
1/2 Dose Kidneybohnen
1/2 Dose Mais
ev. Sojaschnetzel oder Tofu
Kreuzkümmel
Oregano
Pimentón de la Vera (scharf)
Pimentón de la Vera (süß)
ev. Chili
50 g Ketchup (mein Favorit: Tomatenketchup von Alnatura)
1 Schuss Weinbranntessig
ev. Peperonis, Petersilie und / oder Saure Sahne zum Servieren

Zubereitung
Passierte Tomaten gemeinsam mit Gemüsebrühwürfel in einen Topf geben. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Paprikaschote würfeln. Mit Kreuzkümmel, Oregano, Paprika würzen und dann bei niedriger Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Kidneybohnen, Mais, Tofu bzw. Sojaschnetzel sowie Ketchup zufügen. Mit einem Schuss Essig sowie eventuell weiteren Gewürzen abschmecken (vielleicht noch eine Prise Oregano oder Kreuzkümmel?.
Garnieren nach Wahl und servieren. Dazu passt: Reis. Fladenbrot. Kartoffeln. Was auch immer ihr wollt. Ich mag den Geschmack pur.