Samstag, 14. April 2012

Mazza-Pizza



Mazzot. Ungesäuerte Brotfladen aus Wasser und Mehl, die gläubigen Juden zum Pessachfest essen, um an den Auszug aus Ägypten zu erinnern. 
Ich bin weder jüdisch noch mag ich Mazzot (so nämlich der korrekte, hebräische Plural von Mazza... 'n bisschen was weiß ich scheinbar, war das Studium doch nicht umsonst, hurra!). Mazzot schmecken so ziemlich nach nichts. Oder stellt euch vor, ihr würdet in ein Stück Pappe beißen, so unglaublich aufregend ist die kulinarische Begegnung mit dieser puren Scheibe „Brot“. Nachdem ich mich also jahrelang gerne fern von diesem Zeug gehalten habe, bin ich quasi über Nacht der größte Fan geworden. Aber nur, weil man die Dinger tiptop belegen und überbacken kann. Das ist genial – vor allem für Leute, die beim Anblick von Speisekarten beim Italiener Entscheidungsschwierigkeiten haben. Hier nimmt man sich einfach ein paar Scheibchen Mazzot und kann sich dann wild austoben. Bisher ausprobiert: Tomate-Paprika, Tomate-Rote-Zwiebel, Auberginencreme-Mayo, Birnen-Chutney, Ajvar-Zwiebel – alles sooo lecker. Ein Rezept braucht man dafür eigentlich nicht. Der Vollständigkeit halber gibt es das aber natürlich trotzdem.

Rezept
Mazzot (auf Deutsch: Matzen), gibt's z. B. beim Rewe
Belag nach Wahl (z. B. Zwiebeln, Pilze, Paprika, Tomaten, Oliven, Oregano etc.) 
Käse

Zubereitung
Mazzot belegen. Mit möglichst wenig flüssigen Zutaten hantieren, da der Fladen schnell durchweicht; Gemüse und co eher dünn und klein schneiden, da die Garzeit nicht besonders lang ist. 
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im auf 200°C vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten überbacken. Fast so schnell wie 'ne Tiefkühlpizza, eh?