Sonntag, 21. Oktober 2012

Kürbisparfait mit Balsamico-Sirup


Mittlerweile ist es für mich jedes Mal ein kleines Fest, wenn ich kurz davor bin, einen Blogpost online zu stellen. Ihr ahnt es schon: Meine Internet- und Telefonprobleme halten an. Seit nunmehr fast zwei Monaten bin ich mehr oder weniger „ohne“ – dass so etwas heutzutage noch möglich ist, unglaublich. Seit letzter Woche haben wir in der Sache sogar einen Profi eingeschaltet, weil Vodafone jegliche Reaktion auf unsere Anrufe und Einschreiben verweigert. Natürlich ist der Laden für uns gestorben, doch gerade deswegen wird es wohl noch länger dauern, bis hier alles wieder seinen geregelten Gang geht. Das ist es mir allerdings wert, ich lass mich doch nicht verar... ihr wisst schon.
Besonders schade ist aber, dass ich nur noch sehr wenig von meiner Blogroll mitbekomme. Auch auf die vielen Kommentare, die im Moment reinkommen, kann ich nur verzögert reagieren – seid aber versichert: Ich freue mich über jeden einzelnen ganz besonders. 
So, genug geschwafelt, ab zum Futter:

Seit ich Parfait für mich entdeckt habe, ist der Wunsch nach einer „richtigen“ Eismaschine eigentlich kaum noch präsent. Schnell, variabel und gut planbar – ein Parfait ist ideal, wenn Gäste ins Haus stehen. Diese Version mit Kürbis schmeckt ein bisschen nach Plätzchenteig – und hat so bei mir natürlich voll ins Schwarze getroffen. Auf den Balsamicosirup kann ich ehrlich gesagt verzichten. Die Menge ist auch irgendwie... übertrieben? Beim dazugehörigen (übrigens ziemlich hässlichen) Rezeptbild liegt eine Scheibe Eis auf einem See von Sirup. Ich weiß wirklich nicht, wie man das essen soll. Schließlich ist die Hauptzutat immer noch Essig, der Sirup somit säuerlich und übertüncht den zart-süßen Geschmack des Parfaits völlig. Deswegen werde ich das Parfait zukünftig lieber mit einem Hauch (!) Schokoladen- oder Nusssirup servieren. Aber das ist natürlich Geschmackssache, und deswegen haue ich euch das Original mit hier rein. Aber hört auf meine Worte: Balsamicosirup ist was für extravagante Münder.

Noch eine Anmerkung: Im Original wird die Menge hier für 6 Portionen angegeben. Bei mir hat's aber locker für 10 gereicht. Da sich das Parfait aber hält, kann man ruhig etwas großzügiger planen. Auch an den Zutaten habe ich herumgeschraubt, nichts Neues also.


Kürbis-Parfait mit Balsamico-Sirup
für 10 Portionen

Zutaten
für das Parfait 
350 g Hokkaido
100 g Rohrzucker
1 EL Zitronensaft
2 Eiweiß
200 ml Sahne 

für den Sirup
60 g Zucker
120 ml Aceto Balsamico

Zubereitung
Den Kürbis schälen und auf der Gemüsereibe reiben. Mit Zucker und Zitronensaft aufkochen. Einige Minuten weich kochen, dann pürieren und völlig auskühlen lassen. Eiweiße und Sahne schaumig schlagen. Eine Kastenform (ca. 24 cm lang) mit Frischhaltefolie auslegen. Alle Zutaten mit dem Kürbismus verrühren und in die Form füllen. Die Kürbismasse zugedeckt 12 Std. oder über Nacht durchfrieren lassen.

Für den Sirup den Aceto Balsamico mit dem Zucker bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten einkochen lassen, bis er – klar! – leicht sirupartig ist. Auskühlen lassen.

Zusammen mit z. B. Haselnuss- oder Kürbiskernkrokant servieren.

Quelle