Sonntag, 28. September 2014

Feines Gemüse goes vegan – again: Die 30-Tage-Challenge, Neuauflage + das beste Frühstück


Ihr erinnert euch? Eventuell? Ein bisschen vielleicht?Im Mai 2013 wagte ich einen ersten Versuch mit der damals omnipräsenten 30-Tage-Challenge, die Attila Hildmann über seinen Bestseller Vegan For Fit promotete.Meine Meinung über Herrn Hildmann soll an dieser Stelle nichts zur Sache tun, ich hatte mich bereits mal ausgiebig geäußert (Lästerattacke hier).

Dennoch hat er es wie bisher kein zweiter geschafft, ein simples, aber effektives Programm zu entwickeln, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und für tolle Ergebnisse sorgt. Auch, wenn ich die Challenge 2013 nur eineinhalb Wochen durchhielt, habe ich mich super gefühlt. Ein strahlender Teint, straffe Haut, lockere Hosen, eine super Verdauung – ich war überzeugt davon, mich für den Rest meines Lebens grob nach diesen Regeln richten zu können, um in ewiger Schönheit zu altern. Das hat natürlich super geklappt!... haha.

Tagtäglich lockt der Süßwarenautomat vor der Bürotür, seit ich eine bis dato unbekannte Leidenschaft für Lion aufgetan habe, von den Sturzbächen Coke light, die ich dauernd gierig hinunterstürze ganz zu schweigen. Da ich mich nicht wiege, muss ich auch keine Zahl scheuen, die mir den Tag (und die Schokolade) verdirbt. Eine Hose, die den ganzen Tag im Hüftspeck hin und her zwickt und Falten in den Kniekehlen wirft, ist aber ähnlich gemein und ermahnend.
Die sportlich-dynamische Christina, zu der ich mich im letzten Jahr entwickelt habe, ist irgendwo zwischen New York und der anschließenden Erkältungspest verloren gegangen, mein Fitnessstudio umfahre ich bestmöglich mit allerhand Ausreden (z. B. „Es regnet!“ oder „Irgendwie tut mein Fuß weh!“ oder „Ich gehe lieber morgen... “). Ich habe mich sogar schon dabei erwischt, wie ich absichtlich länger gearbeitet habe, nur um nicht mehr ins Studio gehen zu müssen. Na, was ist denn da los?

Das alles soll und muss ein Ende haben. Ich mag das so nicht.
Ich kenn mich ja mit 100 Kilo (wuah), aber auch mit 55 Kilo (da hätte mir mal einer sagen sollen, dass ich total magersüchtig aussehe), und die Wohlfühlwahrheit liegt irgendwo dazwischen, vermutlich so bei 63-65. Ich schätze mich zur Zeit auf 69-70 – aber die Bestätigung dafür werde ich mir nicht holen – Demotivation vermeiden und so...
Plan ist, euch jeden Samstag ein Fazit zur vergangenen Woche zu geben.

Aber kommen wir doch kurz zu den Keyfacts.
Bei der VFF-Challenge gelten folgende Schlüsselelemente:

– Keine Produkte tierischen Ursprungs (Fleisch, Milch, Joghurt, Butter, Eier, Honig ... )
– Kein Weißmehl
– Kein Kristall- oder Rohrzucker (Hildmann nimmt Agavensirup, der für mich aber nicht in Frage kommt, ich nehme Reissirup)
– Keine stärkehaltigen Produkte nach 19 Uhr
– Keine unnatürlichen Lebensmittel bzw. Zusatzstoffe, z. B. Süßstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker etc.

Mein Lieblingsfrühstück der Challenge ist der Amaranth-Joghurt-Pop. Woher das alberne Pop kommt, muss man Herrn Hildmann fragen, bei dem ja immer alles ganz besonders fancy klingen muss.
Bei VFF sind die Portionen häufig sehr groß – ich nenne Sie Männer-Portionen –, so dass mein Amaranth-Joghurt nach einiger Tüftelei in mädchengerechter Größe daher kommt. Ich verzichte außerdem auf zugesetzten Zucker. Die Himbeeren kaufe ich im tiefgefroren. Damit bin ich dann flexibler in der Frühstücksplanung, und außerdem muss ich am Ende des Monats mein Konto nicht überziehen.
Das Rezept kann man natürlich auch mit normalem Joghurt machen, insbesondere griechischer ist bestimmt phänomenal, und dazu dann ein Löffelchen Honig...

Amaranth-Joghurt mit Himbeeren 
Rezept für 1 Portion

Zutaten
100 g Himbeeren, tiefgekühlt
200 g Soja-Joghurt
30 g Amaranth, gepoppt
15 g geröstete Kokosscheibchen oder Raspeln
1 Msp. Matcha
wer mag: 1 TL Reissirup

Zubereitung
Himbeeren über Nacht auftauen lassen.
Sojajoghurt mit Amaranth (und wer mag Reissirup) verrühren. Abwechselnd mit den Himbeeren in ein Glas schichten, oder wie ich einfach alles in eine Schüssel geben. Dann habt ihr einen bunten Pamps, wie oben abgebildet. Mit Kokosscheiben garnieren und mit Matcha bestäuben. Sofort essen, weil sonst matschig. ;-)