Montag, 23. Mai 2011

Matcha-Sirup



Aus meiner Liebe zu Japan und zur japanischen Küche mache ich keinen Hehl. Als ich zum Geburtstag eine große Dose Matcha geschenkt bekam und kurz darauf zufällig im Kleinen Kuriositätenladen dieses Rezept fand, war binnen weniger Sekunden klar: Dat machsse sofort nach. 
Und für alle, die sich jetzt fragen, was das denn überhaupt sein soll: Matcha ist zu feinem Pulver vermahlener grüner Tee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Wie so oft bei Tee gibt es auch hier verschiedene Qualitätsstufen, wer ihn aber nicht pur verwenden und den Tenno auf ein Glas Tee einladen möchte, ist mit einfachem Koch-Matcha mittlerer Qualität gut bedient. 
In Japan ist Matcha übrigens - wortwörtlich - in aller Munde und sehr beliebt. Cafés versorgen ihre Kunden mit Iced Matcha Latte in vielen Variationen, Patisserien verkaufen Matcha-Schokolade, Matcha-Pralinen, Matcha-Baumkuchen und ich habe einst sogar Matcha-KitKat im Supermarkt gekauft.
Ich kann nur jedem empfehlen, Matcha unbedingt einmal auszuprobieren. Der Geschmack ist toll - herb, süßlich, grasig, irgendwie ganz ungewöhnlich und unvergleichbar. 
Dieser Sirup ist vielleicht sogar ein ganz tolles Einsteiger-Rezept, er eignet sich zum Beispiel zur Aromatisierung von warmer oder kalter Milch, als Eis-Topping oder im Joghurt. 

Matcha-Sirup
Rezept für ca. 200 ml 

Zutaten
100 g weißer Kandis
100 ml Wasser
3 EL Matcha 

Zubereitung 
Kandis und Zucker zusammen in einem Topf zum kochen bringen und solange kochen lassen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat und die Flüssigkeit durchsichtig ist. Das dauert nicht besonders lange. Im folgenden Schritt lohnt sich ein Kochthermomether: Die Flüssigkeit muss nun auf ca. 60 °C abgekühlt werden, erst dann sollte man den Matcha mit Hilfe eines Schneebesens einrühren. Matcha ist ein sehr empfindliches Produkt und darf auf keinen Fall zu starker Hitze ausgesetzt werden - sonst wird er einfach nur bitter.
Anschließend den Sirup durch ein Sieb in eine kleine Flasche füllen und möglichst zügig verbrauchen. Ohne das Zutun diverser chemischer Konservierungsmittel behält Matcha  sein Aroma nämlich leider nicht besonders lange. 

Quelle

Kommentare:

  1. Da muss ich mich gleich mal outen - ich hab noch nie was mit Matcha gegessen oder getrunken, werde aber immer neugieriger :-) Ich glaub, früher oder später werde ich mir das Pülverchen auch zulegen müssen. Am meisten haben mich ja bisher Rezepte für Matcha-Kekse interessiert, aber wenn Du sagst, der Sirup wäre ein guter Einstieg... ;o)

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  2. So oft kommt Matcha einem ja in mitteleuropäischen Gefilden ja auch nicht auf den Teller - leider, ich bin immer wieder traurig drum.
    Ich glaube aber, dass sich die Kekse auch ganz gut machen - die habe ich aber auch noch nicht probiert. Leider fehlt mir oft die Geduld für Kuchen und Plätzchen und Brote, deswegen bin ich eher Koch als Bäcker Aber mach doch einfach beides, wenn du schon dabei bist... und berichte dann! :-)

    Es gibt übrigens in Paris einen japanischen Patissier (Sadaharu Aoki), der in seinem Laden wohl ganz viele französische Sünden mit japanischem Einschlag zubereitet. Da kommt auch sehr häufig Matcha zum Einsatz. Ist vielleicht auch was für dich, wenn du das nächste mal da bist...
    Ich werde im Juli definitiv mal vorbeischauen. :-)

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