Matcha-Kekse

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Juni 03, 2011

... mampf... krümel... sprotz... also eigentlich bin ich gar kein Keksesser (von Weihnachten mal ganz abgesehen, aber das ist was anders), aber für diese hier war ich sofort Feuer und Flamme. Grund war wieder einmal Matcha - ich bin einfach süchtig danach, und das gebe ich auch ganz freimütig zu. Gefunden habe ich das Rezept im berühmt berüchtigten deliciousdays von Nicole Stich und ein wenig nach meinen Vorlieben und Vorräten abgewandelt: a) Zitrone statt Limette: Letztere hatte ich nämlich nicht da, deswegen musste es Zitronensaft tun - war aber vollkommen okay und gab den Keksen eine leckere, sommerliche Note! b) Dekoration: Sesam und Rohrzucker: Nicole wälzt ihre Kekse vor dem Backen in Zucker. Das habe ich bei der Hälfte des Teigs auch getan, und dann spontan bei der zweiten Hälfte auf eine Mischung aus Rohrzucker und hellem Sesam zurückgegriffen. Die Variante schmeckt mir sogar noch besser, Sesam ist eh einer meiner All-Time-Favoriten. Kann ich also nur empfehlen. c) 3 statt 2 TL Matcha: Da ich den Geschmack ja sehr mag, habe ich die Menge intuitiv erhöht. Seltsamerweise sind meine Kekse aber bei weitem nicht so grün wie das Bild im Kochbuch suggeriert. Der Geschmack kommt zwar wirklich sehr schön durch, doch die Farbe ist eher fad. Dabei verwende ich wirklich keinen schlechten Matcha. Aber: „Hauptsache, es schmeckt.“ Sprach sie, während sie sich ein paar blassgrüne Krümel aus den Mundwinkeln wischte und darüber nachdachte, ob sie nicht doch noch ein oder zwei Plätzchen essen könnte... 

Matcha-Kekse
Rezept für ca. 2 Bleche

Zutaten
für die Kekse
80 g Puderzucker
3 gehäufte TL Matcha-Tee
1 EL frischer Zitronensaft
150 g kalte Butter
1 Prise Salz
200 g Mehl
40 g Speisestärke
3 Eigelb

für die Dekoration
Zucker
Rohrzucker
Sesam

Zubereitung
Den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben und mit dem Matcha vermischen. Die Butter in Stückchen sowie das Salz zum Puderzucker geben. Mit den Knethaken eines Handrührgeräts so lange rühren, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. (Stich empfiehlt an dieser Stelle zwar eine Küchenmaschine, aber mit dem Handrüher ging das bei mir auch ziemlich flott... ) Dann Mehl und Stärke, zum Schluss Eigelbe und Zitronensaft zugeben. 
Den Teig in zwei Hälften teilen, zu ca. 1,5cm-dicken Platten formen und in Klarsichtfolie einschlagen. Anschließend in den Kühlschrank legen, und zwar für mindestens 1 Stunde. Je länger, desto besser, weil sich der Teig schlecht verarbeiten lässt, sobald er warm wird. (Stich sagt, dass bis zu 2 Tage kein Problem seien... ) 
Den Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Zwei kleine Schüsseln bereit legen: In die eine stinknormalen Kristallzucker, in die andere eine Mischung aus Rohrzucker und Sesam füllen. 

Den Teig auf einer mit wenig Mehl bestäubten Arbeitsplatte beliebig dick (0,5-1,0 cm) ausrollen und anschließend Kekse ausstechen. Diese in einer der Zuckermischungen wälzen, auf dem Backblech verteilen und auf der mittleren Schiebeleiste des Ofens je nach Dicke und Form 10-15 Minuten backen. Meine Kekse waren recht dick und haben exakt 12 Minuten benötigt, also einfach ein Auge drauf haben: Sie sollen nicht braun und knusprig werden, sondern ihre schöne grüne Farbe möglichst durchgängig behalten. Abkühlen lassen und wenn möglich nicht alle auf einmal aufessen. ;-)

In lichtundurchlässigen Dosen aufbewahren, weil a) Aroma und b) Farbe sehr flüchtig sind.


Quelle
Nicole Stich, delicious days, GU, München 2008.

Kommentare on "Matcha-Kekse"
  1. Das hört sich verdammt lecker an, auch wenn gerade da draussen kein Kekswetter ist:-) Ich schaue immer hier mal nach neuen Rezpten: http://www.teelirium.de - da gibt es auch eine Menge interessanter Sachen mit Matcha.

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  2. Pft, wer braucht denn ein bestimmtes Wetter für Kekse? :>

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