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Rheinisches Schwarzbrot – wie von meiner Mama

6. September 2011
Rheinisches Schwarzbrot

Heute möchte ich euch das allererste Brotrezept auf diesem Blog präsentieren. Es handelt sich um Rheinisches Schwarzbrot, wie meine Mama es früher immer gebacken hat. Ich liebe Rheinisches Schwarzbrot so sehr: Es besteht je zur Hälfte aus Weizen- und Roggenschrot und ist pickepackevoll mit gesunden Körner (Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Sesam). Mein persönliches Highlight ist aber ist der beigefügte Rübensirup. Ich liebe das Zeug zwar auch pur, im Rheinischen Schwarzbrot unterstützt der Sirup – Zuhause sagen wir „Kraut“ – die süßlich-nussige Note des Brots. Rübensirup findet ihr eigentlich in allen Supermärkten, ihr findet ihn im unmittelbaren Umfeld von Konfitüre, Nuss-Nugat-Creme und Co. 

Das beste daran: Eigentlich kaum Aufwand. Der Teig ist fix zusammengerührt und macht auch ohne Küchenmaschine kaum Probleme – das schafft jedes Handrührgerät binnen weniger Minuten. Es dauert dann allerdings drei Stunden, bis es fertig gebacken ist. Doch die Geduld lohnt sich! Das weiß man spätestens, wenn die nächste Brotzeit kommt und eine frischgebackene Scheibe Rheinisches Schwarzbrot mit Butter und kräftigem Käse jedes Drei-Gänge-Menü in den Schatten stellt. 

Rheinisches Schwarzbrot
Rezept für ein großes Brot 

Zutaten
280 g Weizenschrot
280 g Roggenschrot
140 g Leinsamen
140 g Sesam
100 g Sonnenblumenkerne
1 EL Salz
500 g Weizenmehl
1 l Buttermilch
3 Päckchen frische Hefe
50 g Rübenkraut

Zubereitung

Den Ofen nicht vorheizen.

Schrot, Kerne, Mehl und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Buttermilch erwärmen und in zwei verschiedene Gefäße aufteilen. In der ersten Hälfte die Hefe auflösen und mit einem Handrührgerät unter die zuvor vermengte Teigmischung rühren. Nun noch das Rübenkraut in der restlichen Buttermilch auflösen und ebenfalls unter den Teig rühren. In eine große Kastenform (die Standard-30cm-Form ist zu klein) füllen und mit Alufolie abdecken. Bei 150° C (Ober-/ Unterhitze) 180 Minuten backen und nach Beendigung der Backzeit 15 Minuten im Backofen stehen lassen.

Das Brot wirkt zu Beginn vielleicht noch etwas feucht, aber es trocknet nach.

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14 Kommentare

  • Antworten Bettina 11. September 2011 at 9:28

    Hallo, bin gerade erst über deinen Blog gestolpert, ich werde ab jetzt öfter mal vorbeischauen, super!! 🙂

    Das Brot sieht ja toll aus, will ich unbedingt mal nachbacken!! Könnte man statt dem Zuckerrübensirup vielleicht schwarze Melasse oder braunen Reissirup verwenden (die hätte ich zuhause), oder verändert das den typischen Geschmack/Konsistenz? Ich hoffe es ist okay wenn ich dich zu meiner Blog-Roll hinzufüge! 🙂

    Liebe Grüße, Bettina

  • Antworten Christina 11. September 2011 at 15:13

    Puh, ob sich die Konsistenz verändert, kann ich gar nicht sagen. Wobei Rübensirup natürlich einen sehr eigenen, interessanten Geschmack hat, der eben auch ein wenig vorschmeckt.
    Aber: Probieren geht über studieren. 🙂 Bin auf dein Ergebnis gespannt!
    LG
    Christina

  • Antworten Katharina 15. September 2011 at 11:57

    SUPER!!!
    Ich habe erstmal nur die Hälfte gebacken, wir sind ja nur zu zweit, aber der Mann hat davon bestimmt schon die Hälfte weggefuttert.
    Schmeckt wirklich gut, auch wenn ich ein bisschen sparsam mit dem Salz war. Und so EINFACH!!! Ich bin begeistert. Hin und wech. 🙂

    LG, Katharina

  • Antworten Christina 15. September 2011 at 17:18

    Das freut mich total! Lasst es euch schmecken! 🙂

  • Antworten Katharina 4. Oktober 2011 at 21:14

    Schau hier: Ein Brot wandert um die Welt! 🙂 http://katharinakochtsichumdiewelt.blogspot.com/2011/10/zum-nachbacken-unbedingt-empfohlen.html

  • Antworten Christina 5. Oktober 2011 at 17:43

    Ach, ich bin sehr geschmeichelt und freue mich total! Danke dir! 🙂

  • Antworten Anonym 10. Oktober 2011 at 5:30

    mmmhh, ich werd's demnächst probieren, Christa (Mexiko)

  • Antworten Bettina 10. Oktober 2011 at 5:33

    Guck mal, ich hab´s endlich geschafft 🙂

    http://www.gustoaroma.at/2011/10/nachgebacken-rheinisches-schwarzbrot/

    Soo lecker, danke fürs Rezept!!
    Liebe Grüße! Bettina

  • Antworten Anonym 13. Juli 2012 at 21:34

    Habe das Brot (die halbe Menge) nun auch nachgebacken und es war schnell weg!
    ich werde es jedenfalls gerne mal wieder backen.
    Danke für das Rezept! 😉

  • Antworten Anonym 19. August 2012 at 18:47

    Hallo ich habe dein Brot nun schon mehrmals nachgebacken, wobei ich immer nur die halbe Menge mache und finde es wirklich lecker!

    Heute habe ich mich aber gefragt, ob ich überhaupt "das Original" nachgebacken habe. Ich verwende nämlich immer gemahlenen Schrot – dein Brot sieht viel kerniger aus, nimmst du die ganzen Körner?

    Liebe Grüsse von Rike aus Zürich

  • Antworten Anonym 14. August 2014 at 11:48

    Wen willst Du denn mit diesem Stein erschlagen?

  • Antworten Anonym 21. August 2014 at 10:02

    Was habe ich falsch gemacht? Habe es 2 x genau nach Rezept gebacken- es geht gar nicht auf und ist hart fast wie ein Stein. In kalten Ofen geschoben.
    Der Bäcker von ketex (Backforum), dem ich das Rezept übermittelte, meint, das kann auch nichts werden…

  • Antworten Christina 25. August 2014 at 17:29

    Hallöchen,

    also dass das Brot genau nach Anleitung schon was werden kann, beweist nicht nur meine Erfahrung die von meiner Mutter, sondern auch die vorangegangenen Kommentare, bei denen alles super funktioniert hat. Wieso sagt denn der Bäcker von Ketex, dass das nichts werden kann? Wäre ja gut zu wissen.

    Leider kann ich ohne genauere Angaben nicht sagen, wieso es gerade bei dir nichts wird. Tatsächlich ist die Kruste des Brotes sehr hart, innen aber ist es weich… hast du es nach dem Backen mal aufgeschnitten?

    LG
    Christina

  • Antworten Mia 21. März 2016 at 8:08

    Hallo liebe Christina,
    auf der Suche nach einem Rübenkrautbrot-Rezept bin ich hier gelandet. Ich wollte dieses Brot, das meine Schwiegermutter früher immer gebacken hat, unbedingt glutenfrei nachbacken, und nun habe ich Dein Rezept als Basis verwendet:http://miasglutenfreiegaumenfreuden.blogspot.de/2016/03/glutenfreies-rheinisches-schwarzbrot.html
    Natürlich habe ich Dich als Quelle erwähnt 🙂
    Danke für diese tolle Inspiration, das Brot ist echt sagenhaft lecker, und ich freue mich besonders, daß ich dadurch Deinen Blog entdeckt habe, da gibt es *viele* Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren will!!
    Liebe Grüße
    Mia

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