Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kalter Hund und Nostalgiegefühle – [Ein Teller geht auf Reisen]


Deutschland vegetarisch, zur Zeit in aller Munde (wortwörtlich), auch bei mir jetzt voll angesagt. Vermutlich lag nichts ferner, als zuerst das Rezept „Kalter Hund“ auszuprobieren.
Aber es passte halt einfach so gut! Denn ich musste relativ fix ein Gericht suchen, das ich euch im Rahmen der „Ein Teller geht auf Reisen“-Bloggeraktion präsentieren wollte. Und wenn ihr mal den Teller gesehen habt (s. Foto), wisst ihr, dass da eigentlich nur so was richtig altmodisches drauf liegen kann. Obschon nichts, was ich mir selbst anschaffen würde, finde ich ihn ganz interessant – gerade durch diese beiden Henkelchen. Aber ich weiß wirklich nicht,  was sein ursprünglicher Zweck und Nutzen war. Habt ihr dazu vielleicht eine Idee? Was hätte eure Oma – oder Omma, ich bin schließlich Niederrheinerin – auf den Teller gelegt?

Ich habe mich nach kurzer Überlegung für den Kalten Hund entschieden. Das ist nämlich, wie ich aus Erzählungen weiß, ein Kuchen (müsste man das Wort nicht eigentlich in Anführungsstriche setzen? – Mit Backen hat das ja nicht viel zu tun), den meine Omma früher, also wirklich früher, sie ist Jahrgang 1922, ihren Kindern, darunter meiner Mutter, Jahrgang 1953 serviert hat. Und somit schließt sich irgendwie der Kreis bei mir, Jahrgang 1985, oder so ähnlich.

Meine Version mutet schon ein bisschen weihnachtlich an, weil gewürzt mit Zimt, Muskatnuss und viel Vanille. Lasst es euch schmecken. Gut, dass die Zeit der Schlabberpullis naht.

Kalter Hund
Rezept für 1 kleine Kastenform (30 cm)

Zutaten
200 g dunkle Kuvertüre
200 g Palmin (Kokosfett)
50 g Kakaopulver
100 g feiner Zucker
50 g Butter
Gewürze zur Aromatisierung, z. B. Zimt, Muskat, Vanille...
120 g Butterkekse (ca. 24 Stück, lieber weniger als zu viel nehmen)
Kakaopulver zum verzieren

Zubereitung
Kuvertüre grob hacken und mit Palmin, Kakao, Zucker und Gewürze und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Gebt gut acht, dass der Zucker sich auch komplett aufgelöst hat.
Abkühlen lassen, die Creme sollte nur noch handwarm sein.
Eine Kastenform aufbuttern und gut mit Backpapier auskleiden.
Eine dünne Schicht Schokoladencreme auf den Boden geben und mit Keksen bedecken. So lange wiederholen, bis die Creme aufgebraucht ist.
Im Kühlschrank mindestens 5 h fest werden lassen, am besten aber nehmt ihr euch eine Nacht dafür.

Der Kuchen muss etwa Zimmertemperatur angenommen haben, bevor ihr ihn anschneidet – sonst bricht er leicht auseinander. Zum Schneiden benutzt ihr am besten ein Sägemesser, das ihr vorher kurz in warmes Wasser getaucht habt.

Quelle

Kommentare:

  1. Leider kann ich auf diesem Photo nciht viel vom Teller erkennen -aber der Kalte Hund sieht ausgesprochen lecker aus :-)
    Vielen Dank übrigens für die so ansprechenden Rezepte und Bilder auf Deinem Blog, ich stöbere immer wieder gern hier durch!
    Herzliche Grüße aus Unterfranken,
    Simone Br.

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    1. Danke. Laut Regel durfte ich leider nur ein Bild hochladen – und das ist das schönste gewesen. ;-)

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  2. Es ist wirklich interessant, zu sehen was alles auf dem Teller angerichtet wird :)

    Und Kalter Hund kenne ich auch noch aus der Kindheit. Ich glaube, den werde ich dieses Jahr zu Weihnachten mal wieder machen :D

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    1. Gell? Aber so'n oller Omakuchen passt doch ganz besonders gut. ;-)

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  3. Hmmmmmm, kalter Hund. Hat meine Oma auch immer gemacht, traditionell um die Weihnachtszeit. Bei uns wird der "Kuchen" übrigens als Kellerkuchen bezeichnet.
    Schöner Blog!

    LG Sandra

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  4. Hmmm ich liebe kalten Hund! Den gab es früher eigentlich zu jedem Kindergeburtstag, und vor paar Jahren hab ich auch schon mal wieder welchen selber gemacht. Wird Zeit, dass es den mal wieder bei mir gibt - super Idee mit den weihnachtlichen Gewürzen :-)

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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    1. Ach guck an – ja, das mit den Gewürzen ist echt ne gute Idee, da kann man noch viel mit rumexperimentieren. Mir schwebt da auch so eine "Deluxe" Edition vor. ;-)

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  5. Dein kalter Hund sieht absolut köstlich aus!

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