Montag, 24. März 2014

Scharfes Paprika-Gulasch, vegan

Es ist schon Wochen her, dass ich dieses Rezept aus Deutschland vegetarisch gekocht und fotografiert habe. Halbwegs ansprechende Foodfotografie ist bei mir gerade ungünstig – ich habe mir nämlich in den Kopf gesetzt, in der einen Woche Urlaub, die ich jetzt habe, sowohl das Wohnzimmer umzustellen und -dekorieren als auch den Balkon zu sanieren. Deswegen steht zur Zeit alles Kopf, insofern müsst ihr kurzzeitig mit diesem Archivbild vorlieb nehmen.
Generell war's hier die letzten Wochen etwas ruhiger, dabei habe ich durchaus gut und gerne gekocht. Sogar gleich drei neue Kochbücher sind eingezogen, und weitere werden folgen, denn – obacht! – der Geburtstag naht mit großen Schritten. Samstag ist es so weit. 
Nun, es ist verrückt, wie schnell man alt wird, oder? Die Kindheit schleicht so dahin, die Tage sind  unendlich, das Zeitgefühl ist ein ganz anderes. Und dann, nach der Schule, geht's plötzlich zack-bumm-peng, man kommt kaum hinterher. Immerhin habe ich noch ein Jahr bis zur 30, aber warum sollen wir uns was vormachen, letztlich ist auch das nur ein Wimpernschlag.

Ich schweife ab.
Das Gulasch mochten wir gern. Im Gegensatz zum typischen Fleischgulasch empfinde ich die vegetarische Variante durchaus noch als frühlingslegitim. Es hat ordentlich Würze und Schärfe – Mimis sollten ein bisschen acht geben –, schmeckt aber mit gekräuterten Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne sehr frisch. Wie immer habe ich auch hier ein wenig an der Rezeptur gespielt und z. B. 1/2 TL Fenchelsaat außen vor gelassen (bäh) und keine Butter mehr unter das Gulasch gerührt. Damit ist das Gulasch vegan, insofern man auch auf die Saure Sahne verzichtet.

Zur Kochzeit: Haltet euch dran! Ich habe es ein bisschen länger köcheln lassen, Fazit: Die Zwiebeln waren zum Großteil verkocht, das Gulasch dann natürlich schön sämig, aber auch suppig. Sieht man wohl auch auf den Fotos. Einen Vorteil hat die relativ kurze Garzeit natürlich: Das Gericht ist nicht nur was für aufwändige Sonntagmittagessen, sondern lässt sich auch unter der Woche nach dem Job halbwegs bequem kochen.

Da ich für vier Personen gekocht hatte, haben wir den Rest am nächsten Tag direkt nochmal mit Brühe und ein paar Dosentomaten vermengt, ein bisschen nachgewürzt und als Gulaschsuppe gegessen.



Scharfes Paprika-Gulasch
Rezept für 4 Portionen

Zutaten
400 g Gemüsezwiebeln
800 g rote und gelbe Paprika
2 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 Lorbeerblatt
1 TL Kümmelsaat
1 EL Zucker
1-2 EL Tomatenmark
150 ml Rotwein
600 ml Gemüsebrühe (oder Wasser + gekörnte Brühe)
1 Dose Tomatenstücke
1 TL getrockneter Majoran (+ frischer zum Garnieren)
Zitronenschale, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe

Zubereitung
Zwiebeln und Paprika würfeln. Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Gemüse darin bei mittlerer Hitze 10 Minuten braten. Paprika, Lorbeer, Kümmel, Zucker und Tomatenmark hinzufügen und circa 2 Minuten schmoren lassen.

Mit Rotwein ablöschen und 1 Minute (mit geöffnetem Deckel) kochen lassen. Nun Brühe und Dosentomaten zugeben, Hitze runternehmen und offen 25 Minuten schmoren.

Nach Belieben mit Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne servieren.

Quelle

Kommentare:

  1. Sieht sehr lecker aus!
    Wünsche dir viel Erfolg beim Sanieren, Dekorieren, etc :)

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    1. Hihi, dankeschön. Das wünsche ich mir und meinen zwei linken Händen auch. :)

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  2. oh, das sieht ja sehr verlockend aus! Ich habe mir Deutschland Vegetarisch letzte Woche auch endlich gegönnt und schon viel in den Rezepten geschwelgt, das Gulasch ist mir aber irgendwie durch die Lappen gegangen. Wie schön, dass du es hier gezeigt hast! Und ganz ehrlich, die Fenchelsamen hätte ich auch weggelassen! ;) Seit ich ein Rezept von Sarah Wiener mit Fenchel und F-Samen ausprobiert habe, kann ich die kleinen Dinger nicht mehr sehen. Überdosis für die nächsten Jahre... Dir noch viel Erfolg beim Räumen, Sanieren und Dekorieren! Liebe Grüße, Theresa

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