Montag, 10. November 2014

Rote-Bete-Hummus mit gerösteten Walnüssen


Es gibt Hummus! Hummus gehört definitiv in die Top-10-Liste meiner favorisierten Lebensmittel, er rangiert irgendwo zwischen Falafel und Champagner, definitiv vor Butter, aber nach frischem Baguette.

Hummus ist in den letzten Jahren ziemlich hip geworden. Hummus ist heutzutage das, was Kräuterquark in den 90ern war. Kräuterquark ist natürlich immer noch eine runde Geschichte, mit der man nichts falsch macht. Aber er ist nicht vegan, im Gegensatz zu Hummus, deswegen ist er ja auch so hip und irgendwie alternativ und deswegen für Homepartys bestens geeignet.

Hinzu kommt: Hummus selbst zu machen ist eine Aufgabe, die man ab der zweiten Klasse Grundschule leicht bewältigen kann. Vorausgesetzt ihr besitzt einen guten Mixstab und die wenigen Zutaten, die es für die Basisversion braucht. Die da wären: Kichererbsen, gerne auch aus der Dose, Tahin, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitronensaft – das meiste davon hat ein kochinteressierter Mensch wahrscheinlich eh irgendwo rumstehen.
Hummus ist relativ leicht abzuwandeln. Schon letztes Jahr habe ich hier ein Rezept für Hummus von weißen Bohnen vorgestellt, das definitiv mit dem Original mithalten kann. Heute wird's noch ein bisschen mehr funky, denn es gibt Hummus von Roter Bete und Walnüssen:
Eine eher herbstliche Variante des Dips, die aber ebenfalls in Nullkommanix gemacht ist und bis zur finalen Verwendunge brav im Kühlschrank darauf wartet, bedippt zu werden. (Das Wort „bedippt“ habe ich gerade erfunden, es gefällt mir sehr gut.) Dafür eignen sich meiner Meinung nach libanesische Fladenbrote, das sind die flachen, ganz besonders. Alternativ natürlich Möhren, Selleriestangen oder Gurkensticks. Der Rote-Bete-Hummus passt außerdem ganz gut auf euer Frühstücks- oder Pausenbrötchen – wenn es denn den Partyabend übersteht, was mich wundern würde.

Ich bin übrigens ziemlich froh, dass ich so meine vakuumisierte Rote Bete aufbrauchen konnte, ehrlich – ich habe mich an dem Zeug total überfressen und empfinde den irgendwie „metallischen“, erdigen Geschmack pur zur Zeit als sehr unangenehm. Erwartet also in Zukunft erstmal keine Rezepte von Rote-Bete-Salaten auf diesem Blog... 


Hummus von Roter Bete mit gerösteten Walnüssen
Rezept für 2-3 Personen zum Dippen

Zutaten
50 g Walnusskerne
1/2 TL Kreuzkümmel
200 g Rote Bete, vakuumiiert
15 g altbackenes Brot (ich habe Fladenbrot genommen)
1 EL Tahin
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Saft von 1/2 Zitrone
eventuell Petersilie, glatt


Zubereitung

Walnusskerne in einer Pfanne langsam rösten, bis sie zu duften beginnen. Kurz vor Schluss den Kreuzkümmel mit in die Pfanne geben (das kitzelt wirklich ein andere Aroma aus dem Gewürz, sehr interessant). Rote Bete klein schneiden, Brot zerrupfen. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen hohen Mixbehälter – bei mir ein Messbecher – geben. Walnusskerne und Kreuzkümmel zufügen und mit dem Stabmixer ordentlich durchpürieren. Abschmecken.
Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren; Der Hummus hält sich (theoretisch) ein bisschen.

Quelle

Kommentare:

  1. Oh wie fein und wir toll es so rot aus sieht. Das mus sich mir merken!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  2. Wow. Ich bin ja wirklich ein großer Hummus Fan. Bei uns gibt es das sehr oft, da es wie du schon geschrieben hast, einfach und schnell zubereitet ist. Extra lecker auf frischem Baguette mit etwas Dukkah.

    Deine Variante hier hat nicht nur eine tolle Farbe sondern klingt auch total yummi! Auch die Version mit den Bohnen gefällt mir und wird bald ausprobiert.

    Gruß
    Jens

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    1. Hey Jens, dann sind wir ja schon zwei – ich könnte mich auch in Hummus reinlegen, also wortwörtlich...
      Freue mich, wenn du das ausprobierst und mir bei Gelegenheit zuflüsterst, wie es geschmeckt hat. ;-)

      LG
      Christina

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  3. Ich give schon oft von dieser Hummusvariante gelesen, Deine muss ich jetzt mal ausprobieren. Ich liebe rote Beete und kichererbsen habe ich noch im TK.
    Viele Grüße aus dem Kochgarten

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