Gurkensalat mit Oma-Dressing (und die Frage nach dem richtigen Messer und Hobel) {WERBUNG}

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März 15, 2015

Vielleicht geht's nur mir so, aber ich gehöre nicht zu den Hobbyköchen, die Wert auf bergeweise Equipment legen und deren Wohnungen mit Entsaftern, Reiskochern, Küchenmaschinen, Thermomix-Maschinen, Kitchen Aids, Moulinettes, Eismaschinen und Stabmixern zugestellt sind. (Okay, einen Reiskocher habe ich, aber den brauche ich auch! Ein Reiskocher ist das Küchengerät schlechthin. Ehrlich jetzt.)
Ich habe mir im Laufe der Jahre eine kleine, feine Auswahl an Utensilien angeschafft, mit denen ich gut zurecht komme. Wichtig ist mir kein unnötiges Zeugs anzuhäufen, das ich vielleicht nur ein Mal im Jahr benötige. Dafür investiere ich lieber in qualitativ hochwertige Produkte, die ich gerne, ständig, jahrelang benutze.

Eines dieser Produkte sind ganz sicher Messer. Messer gibt es wie Sand am Meer, im hiesigen 1-Euro-Shop ebenso wie in verstecken, japanischen Kellerkammern (wo an die 1 aber sicher noch ein paar Nullen drangeklebt werden dürfen). Die angemessene Wahrheit für uns Feld-Wald-und-Wiesenköche liegt wohl irgendwo dazwischen. Womit ich den vergangenen Jahren allerdings nie Erfahrung gemacht habe: Keramikmesser. Keramikmesser waren für mich Werkzeuge, die mit ihren meist pastellfarbenen Klingen und Griffen unfassbar unseriös daherkamen, gemacht für ein Killerkommando im Regenbogenland, gekauft als wertloses Aussteuergeschenk für Studenten. Stumpf ab Werk. 
Etwas irritiert war ich dementsprechend, als Kyocera mich ansprach, ob ich Interesse an einem Produkttest hätte.* Wenn ihr bei Kyocera als erstes an Drucker denkt, habt ihr nicht ganz unrecht. War bei mir auch so. Aber: Der Name Kyocera setzt sich aus Kyoto und Ceramics zusammen, und das 1959 ebenda gegründete Unternehmen widmet sich der Keramik als Werkstoff in allen möglichen Bereichen. In die Messerproduktion ist man 1984 eingetreten. Ich bin vielleicht vorbelastet, aber Japanern und japanischen Produkten vertraue ich besonders, und deswegen habe ich mich spontan auf den Test eingelassen. (Vielleicht auch, weil ich mir kurz zuvor mit einem stumpfen Kameraden aus Stahl die Fingerkuppe bis zur Unkenntlichkeit zerschnitten hatte.)

Und bin auch heute, drei Monate später, noch sehr glücklich darüber. Denn ich mag mein edles, schwarzes, noch immer superscharfes Messer mit dem Namen FK-140 BK. Es ist zwar eher zierlich (für Damen), liegt aber sehr angenehm und vor allem leicht in der Hand. Es hat seit seinem ersten Einsatztag nicht an Schärfe verloren und kann einfach in die Spülmaschine gesteckt werden. Für mich bisher das einzige Manko: Falls es doch mal nachgeschärft werden muss, sollte man damit zum Fachmann.

Noch größerer Fan bin ich alledings von dem Hobel (CSN-202 BK), der beigelegt wurde. Ich habe Jahre meines Lebens an einen besch... IKEA-Hobel verschwendet! Das weiß ich leider erst jetzt. Der Kyocera-Hobel ist das tollste und beste, was mir je die Gurke für meinen geliebten Gurkensalat zersäbelt hat. Seht ihr das Foto? Hauchdünn, präzise. Der IKEA-Hobel hat – wohlgemerkt von Anfang an –  die Gurken eher in grobe Stücke zerteilt, die an Picassos Spätwerk erinnerten.
Seit ich den von Kyocera habe, hobel ich eine Gurke nach der anderen wie ein Weltmeister, während das Messer die Dillspitzen in Windeseile in feine Streifchen hackt.

So ist Gurkensalat binnen Kürze zu meinem neuer Dinner-Standard geworden.
Das ist eigentlich Quatsch, denn noch schmecken die Gurken nicht besonders lecker. Aber ihr könnt euch das Rezept schon mal vormerken, denn was kann es so ab Mai Besseres geben, als einen frischen Gurkensalat mit cremigem Dressing und Frühkartoffeln vom Blech?


*Hinweis: Die Produkte wurden mir von Kyocera kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine persönliche Meinung bleibt hiervon unbeeindruckt. Auch das Rezept für den Salat ist mein eigenes. 

Gurkensalat mit Oma-Dressing
für 2 Portionen als großzügige Beilage

Zutaten
1 Gurke
50 ml Kondensmilch (klingt vielleicht komisch, is' aber so)
1 Handvoll Dill, fein gehackt 
1 EL Weißweinessig
1 TL bis 1 EL Zucker
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Gurke in feine Scheiben hobeln. Mit Salz bestreuen und in ein mit Küchentuch ausgelegtes Sieb legen. Wir wollen die Gurken an dieser Stelle wässern, weil ihr sonst nicht viel Freude an eurem Gurkensalat haben werdet. Die Gurkenscheiben fangen direkt an, zu tropfen – gebt ihnen am besten 30 Minuten und drückt die Scheiben anschließend gut aus. Wer mag, kann auch von Anfang an das Innere der Gurke entfernen, hier steckt das meiste Wasser drin. 

In der Zwischenzeit könnt ihr das Dressing vorbereiten: Kondensmilch, Dill, Weißweinessig und Zucker zusammenrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ziehen lassen. 
Es gibt Leute, die würden jetzt noch eine Zwiebel zufügen, das finde ich aber unangemessen. 

Zu den ausgedrückten Gurkenscheiben geben, vermengen und sofort servieren.
Kommentare on "Gurkensalat mit Oma-Dressing (und die Frage nach dem richtigen Messer und Hobel) {WERBUNG}"
  1. Liebe Christina,

    ich trau mich fast nicht, es zu erwähnen, aber auch ich hab so einen Spitzenhobel und zwar den aus der TV-Werbung von diesen unsäglichen Verkaufskanälen. Und nein, ich hab ihn nicht selbstgekauft, sondern geschenkt bekommen. Darüber bin ich aber total froh. Leider ist recht viel davon aus Plastik, aber der Hobel, die Reibe und andere Teile sind so scharf, so präzise und super, dass ich mit Freuden alle Gemüsesorten hoble, was das Zeug hält. Ich würde jedem nur raten, sich so ein Ding anzuschaffen. Wenn von dir dann noch die konkrete Firma empfohlen wird, umso besser.
    Liebe Grüße,
    Lena

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  2. Keramikmesser sind SO toll! Und da mein (IKEA...)Hobel mittlerweile nun fast ganz ähem in der Hälfte zusammengebrochen ist, muss ich eh bald über eine Neuanschaffung nachdenken. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße,
    Dani

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  3. Ein ganz netter Beitrag mit einem phantastischen Rezept! Ich bewundere dich, dass du den Küchengeräten widerstehst... Ich ärgere mich oft, weil ich soviel "Müll" in meiner Küche habe und traue mich meist nicht, ihn zu entsorgen aus Respekt vor den Werten... Einen guten Hobel habe ich leider noch nicht ;-) Liebe Grüße, Bianca

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