Sonntag, 5. Oktober 2014

Kakaobutter-Knusperriegel mit Amaranth – {Fazit VFF Woche 1}


Und so schnell kann eine Woche um sein!
Wie ist es mir während der Challenge – die ich übrigens unter #christinagoesvff verhashtagged habe – gegangen? So weit, so gut, seelisch zumindest, und laut Maßband haben sich auch wenige Zentimeter verabschiedet, doch körperlich ist es dieses Mal keine Endorphin-Party. Ich bin schlapp, und habe häufig Kopfschmerzen. Nur: Woran liegt es? Ich mag es nicht auf den „Entzug“ von Zucker, Fleisch, Milch, Weizen schieben, das kommt mir albern vor. Viel eher glaube ich, dass ich mich von der Erkältung von vor ein paar Wochen immer noch nicht ganz erholt habe, nach wie vor schlapp und ein wenig antriebslos bin. Ich beobachte das und hoffe, dass das bald vorbei geht.
Sporteinheiten habe ich 4 zu verzeichnen (1 x Bauchübungen, 2 x Fitnessstudio, 1 x Joggen), Sünden abgesehen von einer Viertelecke Keks und Krümel vom weltbesten Zitronenkuchen keine.

Wie immer wurde lecker gekocht, häufig auch freestyle. Für Zwischendurch habe sowohl eigene Riegel aus Trockenfrüchten und Nüssen gebastelt als auch diese Riegel hier mit Kakaobutter ausprobiert: Und die sind ja so fein, ich bin total verzückt.
Habt ihr schon mal mit Kakaobutter hantiert? Kakaobutter ist ein hellgelb und fest, sie sieht aus und riecht wie weiße Schokolade. Theoretisch kann man sie pur verzehren, aber da es sich um ein natürliches, 100%iges Fett handelt, würde ich davon abraten wollen. Auch in handelsüblicher Schokolade wird sie benutzt, um ihr einen besonderen Glanz zu verleihen. Auch als Privatperson ohne Schokoladenfabrik kann man mit Kakaobutter so einiges anstellen – ich habe Sie, nach Idee von Hildmann, als „Kleistermasse“ für einen Knusperriegel benutzt und bin sowas von angetan von der ganzen Geschichte, dass ich mir direkt noch einmal eine Fuhre nachbestellt habe, um in Serienproduktion gehen zu können.

Ich finde handelsübliche Müsliriegel sind ganz großer, pseudo-gesunder Beschiss, und wenn ich – ähnlich wie Foodwatch – Goldene Windbeutel verteilen könnte, würde ich einmal das gesamte Sortiment im Supermarkt damit etikettieren. Sobald ihr selbst Hand anlegt, müsst ihr keine Kompromisse zwischen lecker und gesund eingehen: Die Riegel mit Kakaobutter duften köstlich und sind voll mit guten Zutaten, nämlich Reissirup, Nussmus, Cashewkernen. Ich denke, ihr wisst selbst, dass gesund nicht kalorienarm bedeutet, will sagen: Bitte genießt auch diese Riegel in Maßen, auch wenn's schwer fällt. Die Riegel halten sich eine Weile im Kühlschrank, insofern gibt es keinen Grund zur Eile. Ihr könnt unendlich variieren: Wie wäre es mit einer Kombination von Kokosflocken und -raspeln, getrockneten Ananas- und Mangostücken? Winterlicher wird's mit gerösteten Mandeln, Apfelchips und Zimt. Oder ihr nehmt eine klassische Variante ohne großes Tamtam, so wie ich sie gewählt habe.

Wenn ihr euch nun fragt: Wo zur Hölle kann ich Kakaobutter kaufen? – Im Bioladen! Leider hat meiner keine besonders große Auswahl, so dass ich Kakaobutter von Rapunzel bestellt habe, die fair gehandelt wird. Ihr wisst ja, bei Kaffee- und Kakaoprodukten bin ich ein bisschen missionarisch unterwegs. Nun aber endlich zum Rezept!

Kakaobutter-Knusperriegel mit Amaranth
für ca. 10 Riegel

Zutaten
85 g Kakaobutter
65 g Amaranth, gepoppt
50 g Mandeln, geröstet und gehackt (oder auch nicht)
50 g Reissirup
30 g Cornflakes
15 g Kokosraspeln oder -chips
50 g Mandelmus, weiß
15 g Kakaopulver, stark entölt
1 TL Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Kakaobutter in kleine Stückchen brechen und – ihr kennt das von Schokolade – über dem Wasserbad schmelzen. Das dauert ein bisschen, Kakaobutter ist irgendwie besonders robust.
Dann mit den anderen Zutaten vermengen. Auf ein Backpapier geben und zu einem Rechteck formen, in der Höhe von ca 1,5 cm. Mit einem zweiten Backpapier und den Handflächen glatt drücken. Ab in den Kühlschrank damit und nach ca. 2 Stunden in Riegel (oder kleinere Stücke) schneiden.